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Wie entsteht Schulangst bei Kindern und Jugendlichen? Wie kann im LER-Unterricht damit umgegangen werden?

Titel: Wie entsteht Schulangst bei Kindern und Jugendlichen? Wie kann im LER-Unterricht damit umgegangen werden?

Bachelorarbeit , 2021 , 34 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Annika List (Autor:in)

Psychologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schulangst hat viele Gesichter und nicht selten sind reale und pathologische Ängste miteinander verbunden. Durch Mobbing, falsches Lehrer*innenverhalten oder zu großen inner- und außerschulischen Druck erfahren viele Schüler*innen Angst im Schulalltag. Diese Angst kann sich chronifizieren und auf andere Teilgebiete ausbreiten, was den Schüler*innen nicht nur den weiteren Schulweg erschwert, sondern sich auf das ganze zukünftige Leben auswirken kann. Da Lehrkräfte täglich in engem Kontakt zu Schüler*innen stehen, können sie einen großen Einfluss auf deren Entwicklung ausüben. Sie sollten sich mit dem Thema „Schulangst“ auseinandersetzen, um diese möglichst früh bei Schüler*innen zu erkennen und gegebenenfalls intervenieren zu können.

Die Frage, mit der sich diese Arbeit beschäftigt ist, was Lehrkräfte aktiv dazu beitragen können, um die Entstehung von Schulangst bei Schüler*innen zu verhindern. Da der LER-Lehrplan das Thema „Angst“ im Bereich der Lebensgestaltung behandelt, eignet er sich als Schulfach besonders dafür, ein Programm zur Angstprävention in den Unterricht miteinzubinden.

In der vorliegenden Arbeit soll daher ein Modell für den Umgang mit Schulangst im LER-Unterricht entwickelt werden. Dazu wird zunächst der theoretische Hintergrund erläutert, bevor näher auf das Thema „Mobbing in der Schule“ eingegangen wird, welches eine häufige Ursache für soziale Angst bei Schüler*innen darstellt. Es werden Ursachen und Präventionskonzepte verschiedener Ängste thematisiert, doch konzentriert sich diese Arbeit besonders auf die Prävention und Intervention bei sozialer Angst, da diese die häufigste Ursache für Angst in der Schule ist und der Begriff Schulangst meist durch soziale Angst definiert wird. Es werden verschiedene Programme zur Angstreduktion vorgestellt und darauf basierend eine exemplarische Unterrichtseinheit für den LER-Unterricht zum Thema „Angstreduktion“ skizziert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1. Definition: Angst

2.2. Definition: Angststörung

2.3. Definition: Schulangst

3. Häufigkeit

4. Formen von Angst in der Schule und klinische Merkmale

4.1. Soziale Angst

4.2. Trennungsangst

4.3. Prüfungsangst

5. Risikofaktoren zur Entstehung von Schulangst

5.1. Kognitive Modelle

5.2. Aversive Erfahrungen

6. Mobbing in der Schule

6.1. Begriffsbestimmung

6.1.1. Erscheinungsformen

6.2. Verbreitung von Mobbing

6.3. Mobbing in der Schule erkennen

7. Aufklärung und Verhalten im LER-Unterricht

7.1. Möglichkeiten zur Schulangstprävention

7.1.1. Prävention von Prüfungsangst

7.1.2. Prävention von sozialer Angst: Das FRIENDS-Programm

7.1.3. Prävention von Mobbing

7.2. Intervention und Schulangstreduktion

7.2.1 Einordnung des Themas „Angst“ in den Lehrplan des LER-Unterrichts

7.2.2. Programm zur Schulangstreduktion im LER-Unterricht

7.2.3. Skizze einer Beispielunterrichtsreihe und -stunde zu dem Thema „Angst“

7.2.4. Erläuterung der Unterrichtsreihe

7.2.5. Didaktische Begründung der Unterrichtsstunde

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen von Schulangst bei Kindern und Jugendlichen sowie Möglichkeiten für Lehrkräfte, im LER-Unterricht präventiv und intervenierend zu wirken, wobei ein Fokus auf soziale Angst gelegt wird.

  • Entstehung und Definition von verschiedenen Formen der Schulangst
  • Einfluss von Mobbing als Risikofaktor für Schulangst
  • Präventionsmöglichkeiten durch schulische Programme
  • Entwicklung eines Modells zur Angstreduktion im LER-Unterricht
  • Didaktische Konzepte für den Umgang mit Angst im Unterricht

Auszug aus dem Buch

4.1. Soziale Angst

Soziale Angst, bzw. soziale Phobie wird im ICD-10 unter F40. – Phobische Störungen klassifiziert und als „Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen, die zu Vermeidung sozialer Situationen führt“31 beschrieben. Verbunden sind soziale Phobien in der Regel mit einem niedrigen Selbstwertgefühl und Angst vor Kritik und gehen oft mit körperlichen Beschwerden wie Erröten, Händezittern oder Übelkeit einher.32

Soziale Ängste treten meist erstmals während des Jugendalters auf, da soziale Beziehungen und Vergleiche mit Gleichaltrigen an Bedeutung gewinnen. Die Angst vor Peinlichkeit und Bewertung durch andere steht dabei im Vordergrund.33 Schüler*innen, die davon betroffen sind, empfinden soziale Aufmerksamkeit oft als Bedrohung und versuchen daher, diese zu vermeiden. Das eigene Verhalten bewerten sie rückblickend eher negativ und schätzen auch die eigene Leistung eher als gering ein. Die Unterrichtsteilnahme kann sich für Betroffene von sozialer Angst als belastend herausstellen, da seltener Antworten gegeben und auch soziale Kontakte weitgehend gemieden werden.34

Zu unterscheiden ist zwischen zwei Formen der sozialen Ängstlichkeit: Die generalisierte und die spezifische Form. Der spezifische Typus zeichnet sich dadurch aus, dass die Angstsymptome auf bestimmte soziale Situationen beschränkt sind, wie z. B. Peinlichkeiten in der Öffentlichkeit durch beispielsweise Schwitzen oder das Sprechen vor anderen Personen und Gruppen. Beim generalisierten Typus breiten sich die Symptome auf verschiedene Bereiche aus und können sich in mehreren unterschiedlichen Situationen zeigen.35

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Schulangst, die Rolle der Lehrkräfte bei der Früherkennung und die Zielsetzung der Arbeit, ein Modell für den LER-Unterricht zu entwickeln.

2. Definitionen: Dieser Abschnitt differenziert begrifflich zwischen allgemeiner Angst, pathologischen Angststörungen und spezifisch schulbezogener Angst.

3. Häufigkeit: Hier werden statistische Daten zu psychischen Auffälligkeiten sowie zur Verbreitung von verschiedenen Ängsten im Kindes- und Jugendalter dargelegt.

4. Formen von Angst in der Schule und klinische Merkmale: Das Kapitel erläutert die Symptomatik und Merkmale von sozialer Angst, Trennungsangst und Prüfungsangst als wesentliche schulbezogene Angstformen.

5. Risikofaktoren zur Entstehung von Schulangst: Es werden kognitionspsychologische Modelle sowie die Bedeutung aversiver Erfahrungen für die Entwicklung von Schulangst analysiert.

6. Mobbing in der Schule: Dieses Kapitel definiert Mobbing, erläutert dessen Erscheinungsformen, Verbreitung und die Möglichkeiten für Lehrkräfte, Anzeichen zu erkennen.

7. Aufklärung und Verhalten im LER-Unterricht: Das Hauptkapitel beschreibt Strategien und konkrete Programme zur Prävention sowie Möglichkeiten der Intervention und Angstreduktion im schulischen Rahmen.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Möglichkeiten sowie Grenzen des LER-Unterrichts bei der Bewältigung von Schulangst.

Schlüsselwörter

Schulangst, LER-Unterricht, Soziale Angst, Mobbing, Angstprävention, Intervention, Angstreduktion, Schulalltag, Pädagogik, Prüfungsangst, Mentale Gesundheit, Verhaltensauffälligkeiten, Unterrichtsreihe, Kognitive Modelle, Schülerförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung von Schulangst bei Kindern und Jugendlichen und untersucht, wie Lehrkräfte im LER-Unterricht wirksam darauf reagieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Symptomatik verschiedener Angstformen, die Rolle von Mobbing, verschiedene Präventionsprogramme sowie didaktische Methoden zur Angstreduktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Entwicklung eines Modells für den Umgang mit Schulangst, das direkt in den LER-Unterricht integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller psychologischer und pädagogischer Literatur sowie der Konzipierung einer exemplarischen Unterrichtseinheit basierend auf bestehenden Interventionsmodellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Ursachen von Schulangst (inklusive Mobbing), theoretischen Modellen zur Angstentstehung und detaillierten Ansätzen zur Prävention und Intervention im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schulangst, Prävention, Intervention, soziale Angst, LER-Unterricht und Mobbing stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.

Welchen Stellenwert nimmt Mobbing in dieser Arbeit ein?

Mobbing wird als ein zentraler Risikofaktor für die Entstehung von Schulangst identifiziert, weshalb die Arbeit Ansätze zur Erkennung und Prävention von Mobbing detailliert beleuchtet.

Wie kann das A-B-C-Modell zur Angstreduktion beitragen?

Das A-B-C-Modell hilft Schülern, den Zusammenhang zwischen Ereignissen, ihrer eigenen Bewertung (Gedanken) und der daraus folgenden Konsequenz (Gefühl/Verhalten) zu verstehen, um dysfunktionale Denkmuster zu durchbrechen.

Warum wird im Rahmen der Prävention das FRIENDS-Programm erwähnt?

Das FRIENDS-Programm wird als evidenzbasierter Ansatz hervorgehoben, der Lehrkräften konkrete Materialien bietet, um soziale Kompetenzen und emotionale Widerstandsfähigkeit bei Schülern zu fördern.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich ihrer Unterrichtsplanung?

Die Autorin bewertet ihren Unterrichtsentwurf positiv hinsichtlich der Anwendbarkeit, merkt jedoch selbstkritisch an, dass die ursprüngliche Forschungsfrage zu breit gefasst war, um alle theoretischen Aspekte im Detail in der Praxis umzusetzen.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie entsteht Schulangst bei Kindern und Jugendlichen? Wie kann im LER-Unterricht damit umgegangen werden?
Hochschule
Universität Potsdam  (Psychologie)
Note
1,3
Autor
Annika List (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
34
Katalognummer
V1195853
ISBN (PDF)
9783346641274
ISBN (Buch)
9783346641281
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie Schulangst Angst Lehramt LER Ethik Lehrplan Angststörung Angstbewältigung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika List (Autor:in), 2021, Wie entsteht Schulangst bei Kindern und Jugendlichen? Wie kann im LER-Unterricht damit umgegangen werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1195853
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Leseprobe aus  34  Seiten
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