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Probleme eines Übergangs auf Kapitaldeckung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Title: Probleme eines Übergangs auf Kapitaldeckung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Seminar Paper , 2008 , 28 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Lukas Brinkmann (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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In Deutschland werden pro Frau durchschnittlich 1,3 Kinder geboren. Dem größten Teil
der Bevölkerung ist die Konsequenz dieser Zahl unbekannt. Um nämlich die aktuelle
Bevölkerungszahl zu halten, müssten pro Frau 2,1 Kinder geboren werden.1 Diese Zahl ist
mittlerweile seit Jahrzehnten nicht mehr eingehalten worden, so dass die Bevölkerung in
der Bundesrepublik Deutschland sinkt. Diesen Trend kann auch nicht die Zuwanderung,
die traditionell höher ist als das Auswandern Deutscher, stoppen.
Dies ist nicht der einzige strukturelle Wandel unserer Bevölkerung. Sie wird durch den
medizinisch-technischen Fortschritt auch immer älter. Durch diese sich ändernde Struktur
ergibt sich eine Vielzahl an Problemen in unseren Sozialsystemen. Bezüglich der
Krankenversorgung in der BRD wird oft von einem notwendigen Systemwechsel vom
Umlage- zum kapitalgedeckten System gesprochen. In dieser wissenschaftlichen Arbeit
werde ich daher Ursachen, Probleme und Szenarien eines Übergangs in die
Kapitaldeckung erörtern, sowie der Frage nachgehen, ob das aktuelle Umlagesystem
zukunftsfähig ist.
In Kapital 2 wird bewusst sehr stark auf die Ursachen und der medizinischen
Veränderungen eingegangen, da der Verfasser es bedeutsam findet, dass sich der Leser der
doch starken Veränderungen unserer Gesellschaft bewusst wird.
Im dritten Teil der Seminararbeit wird das Kapitaldeckungsverfahren vorgestellt, Vor- und
Nachteile ausgeleuchtet, sowie ein Teilübergang (ähnlich der Riester Rente in der
Gesetzlichen Rentenversicherung) vorgestellt.
Bevor der Verfasser zu seinem Resümee kommt, wird er das Umlage- und das
kapitalgedeckte System gegenüberstellen und mögliche Vollübergänge vorstellen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland

2.1 Geschichte und Funktionsweise

2.2 Unsystematische Umverteilungswirkungen

2.3 Demographischer Wandel

2.4 Mortalität und Morbidität

3. Das Kapitaldeckungsverfahren

3.1 Funktionsweise

3.2 Renditen im Kapitaldeckungsverfahren

3.3 Kernpunkte des Reformmodells

3.4 Kapitaldeckung als Ergänzung

4. Die Umstellung auf das Kapitaldeckungsverfahren

4.1 Gegenüberstellung beider Krankenversicherungsmodelle

4.2 Die implizite Schuld

4.3 Sofortiger Übergang in das Kapitaldeckungsverfahren

4.4 Kontinuierlicher Übergang in das Kapitaldeckungsverfahren

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Zukunftsfähigkeit des aktuellen umlagefinanzierten Systems der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und beleuchtet die Möglichkeiten sowie Herausforderungen eines Wechsels zum Kapitaldeckungsverfahren.

  • Analyse der strukturellen Probleme im bestehenden GKV-System
  • Untersuchung der Auswirkungen von Demographie und medizinischem Fortschritt
  • Vorstellung und Bewertung des Kapitaldeckungsverfahrens
  • Diskussion der Übergangsproblematik und möglicher Finanzierungsmodelle
  • Gegenüberstellung von sofortigen und kontinuierlichen Transformationsszenarien

Auszug aus dem Buch

2.3 Demographischer Wandel

Demographie ist definiert als die Beschreibung und Darstellung von Struktur, sowie der Bewegung der Bevölkerung auf Grund der Bevölkerungsstatistik. Die Einwohnerzahl in Deutschland beträgt 82.4 Millionen. 2050 werden es nur noch 69 bis 74 Millionen Einwohner sein. Das entspricht in etwa der Bevölkerungsanzahl von 1969. Der Grund dafür ist die sinkende Geburtenrate und gleichzeitig die steigende Lebenserwartung. Die Alterstruktur entwickelt sich weg von einer Pyramide, wie es Anfang des 20. Jahrhunderts war, über eine dickbauchige Weinflasche, wie es heute ist, zu einer Tannenform im Jahre 2050. Dies zeigt auch Abbildung 1, die den Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland vom Jahre 1910 bis zum Jahr 2050 darstellt.

2050 werden die 65jährigen ca. viereinhalb Jahre älter sein als zurzeit. Die starken Jahrgänge, die sich jetzt im mittleren Alter befinden, rücken in höhere Altersklassen auf und die künftigen jüngeren Jahrgänge werden immer schwächer. Auch die Zahl der Sterbefälle wird trotz der steigenden Lebenserwartung zunehmen, da die starken Jahrgänge in das hohe Alter hineinwachsen werden. Die steigende Lebenserwartung in Deutschland resultiert aus der verbesserten Lebensqualität und dem medizinischen Fortschritt; dadurch steigt diese um ca. 50 Tage pro Jahr.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den strukturellen Wandel der Bevölkerung sowie die Notwendigkeit, das Umlageverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung auf seine Zukunftsfähigkeit hin zu prüfen.

2. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung, die systemimmanente Umverteilung sowie die zentralen Herausforderungen durch den demographischen Wandel und die Morbiditätsentwicklung.

3. Das Kapitaldeckungsverfahren: Hier werden die Funktionsweise, die erwarteten Renditen, die Kernpunkte eines möglichen Reformmodells sowie der Ansatz einer ergänzenden Kapitaldeckung detailliert dargestellt.

4. Die Umstellung auf das Kapitaldeckungsverfahren: Das Kapitel analysiert die Problematik der impliziten Schuld sowie die Vor- und Nachteile eines sofortigen beziehungsweise kontinuierlichen Übergangs auf das kapitalgedeckte System.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass das umlagefinanzierte System langfristig nicht zukunftsfähig ist und ein kontinuierlicher Übergang zur Kapitaldeckung zur Vermeidung einer Doppelbelastung der heutigen Generation empfehlenswert erscheint.

Schlüsselwörter

Sozialpolitik, gesetzliche Krankenversicherung, GKV, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, demographischer Wandel, Lebenserwartung, Altersvorsorge, implizite Schuld, Systemwechsel, Beitragsbemessungsgrenze, Generationenvertrag, Gesundheitsökonomik, Transferbedarf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den strukturellen Problemen der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland und der Frage, ob das derzeitige Umlageverfahren angesichts der demographischen Entwicklung langfristig tragfähig ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören der demographische Wandel, die Entwicklung der Lebenserwartung und Mortalität, die Funktionsweise alternativer Finanzierungsmodelle wie der Kapitaldeckung sowie die Herausforderungen eines Systemwechsels.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Ursachen, Probleme und Szenarien eines Übergangs in die Kapitaldeckung zu erörtern und zu analysieren, ob das aktuelle Umlagesystem zukunftsfähig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, die auf existierender Literatur, Modellprognosen (z.B. Hof- und Oberdieck-Prognose) und wirtschaftswissenschaftlichen Berechnungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Einordnung der GKV, die demographischen und morbiditätsbedingten Herausforderungen, die Grundlagen des Kapitaldeckungsverfahrens und die spezifischen Probleme und Modelle bei einem Übergang von der Umlage- zur Kapitaldeckung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie demographischer Wandel, Kapitaldeckung, GKV, implizite Schuld, Systemwechsel und Nachhaltigkeitslücke charakterisiert.

Was bedeutet der Begriff "implizite Schuld" im Kontext der Arbeit?

Die implizite Schuld stellt das Kernproblem bei einem Systemwechsel dar; sie beschreibt die Verbindlichkeiten der Versicherungsträger, die finanziert werden müssen, um heutige Versicherte in ein neues System zu überführen, ohne reale Prämiensteigerungen zu verursachen.

Warum wird ein kontinuierlicher Übergang bevorzugt?

Ein kontinuierlicher Übergang wird präferiert, um die aktuelle Generation nicht doppelt zu belasten, da sie andernfalls gleichzeitig einen neuen Kapitalstock aufbauen und das bestehende Umlagesystem finanzieren müsste.

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Details

Title
Probleme eines Übergangs auf Kapitaldeckung in der gesetzlichen Krankenversicherung
College
University of Göttingen
Course
Seminar Sozialpolitik
Grade
1.3
Author
Lukas Brinkmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V119591
ISBN (eBook)
9783640232352
ISBN (Book)
9783640235971
Language
German
Tags
Probleme Kapitaldeckung Krankenversicherung Seminar Sozialpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Brinkmann (Author), 2008, Probleme eines Übergangs auf Kapitaldeckung in der gesetzlichen Krankenversicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119591
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