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Bindung und Bindungsstörung bei Kindern und Jugendlichen

Title: Bindung und Bindungsstörung bei Kindern und Jugendlichen

Academic Paper , 2020 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lina Förder (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Es stellt sich die Frage nach den Faktoren, welche positive oder auch negative Einflüsse auf das Bindungsverhalten haben. Gibt es gewisse Muster in der Bindungserfahrung, welche immer ein bestimmtes Bindungsverhalten zur Folge haben? Wie werden Bindungsstörungen ausgelöst und können diese im Nachhinein gelöst werden? Ist es möglich, durch Verhaltensauffälligkeiten Rückschlüsse auf frühere Bindungserfahrungen der Kinder zu ziehen?

Die Bindungsforschung stellt eine der wichtigsten und umfangreichsten Teilgebiete der Entwicklungspsychologie dar. Seit den 1950-er Jahren wird die Bindung von Kindern und Jugendlichen zu ihren Bezugspersonen erforscht. Dabei lässt sich erkennen, dass jede Bindungserfahrung, welche wir in unserer Kindheit und Jugend machen, Auswirkungen auf die spätere Gestaltung von Beziehungen hat.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bindung und die Bindungstheorie nach John Bolwby

3. Bindungsqualität nach Mary Ainsworth

4. Bindungsstörung vs. Bindungsqualität und Bindungsmuster

4.1. Klassifikationen und Leitsymptome von Bindungsstörungen

4.2. Klassifikation von Bindungsstörungen nach Zeanah

4.3. Ursachen und Folgen von Bindungsstörungen

5. Bindungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen in der stationären Erziehungshilfe

6. Präventive Maßnahmen und Intervention

7. Zusammenfassung der gewonnen Erkenntnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen und Folgen von Bindungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Sie beleuchtet die Bindungstheorie nach John Bowlby und die Bindungsqualität nach Mary Ainsworth, um ein tiefgreifendes Verständnis für die Entstehung von Störungsbildern zu entwickeln und präventive sowie therapeutische Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen.

  • Bindungstheorie nach John Bowlby
  • Bindungsqualitäten nach Mary Ainsworth
  • Klassifikationssysteme von Bindungsstörungen
  • Bindungsstörungen in der stationären Erziehungshilfe
  • Prävention und Interventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

4.2. Klassifikation von Bindungsstörungen nach Zeanah

Charles Zeanah erarbeitete 1994 eine Klassifikation von Bindungsstörungen, welche anhand der Tabelle (siehe Anhang: Abbildung 2) von Karl Heinz Brisch et al., der die Klassifikation nach Zeanah aufgriff und überarbeitete, in ihren Einzelheiten erläutert wird.

Zeanah unterscheidet sieben verschiedene Typen von Bindungsstörungen: unter Typ I fallen all jene Kinder, welche „kein Bindungsverhalten gegenüber ihrer Bezugsperson zeigen“ (Brisch at al., 1999, S. 429). Bindungsverhalten zeigt sich bei diesen Kindern auch nicht, wenn sie sich in einer ängstigenden oder bedrohlichen Situationen befinden- ebensowenig, wie ein protestierendes Verhalten, bei der Trennung von der Bezugsperson (Brisch, et al. 1999, S. 430). Diese Form der Bindungsstörung sollte jedoch erst nach dem achten Lebensmonat des Kindes, also erst dann, wenn das natürliche „Fremdeln“ des Kindes eingesetzt haben sollte, in Betracht gezogen werden (Brisch, et al., 1999, S. 431). Erst dann unterscheiden Kinder durch erkennbare Reaktionen wie Weinen oder Anklammern an seine Bezugsperson bei dem Anblick oder Treffen fremder Personen zwischen vertrauten und unvertrauten Personen. So zeigen Kinder des Typ I beispielsweise keine Bevorzugung einer gewissen Bezugsperson. Dieses Verhalten korreliert mit der Beschreibung der unsicher- vermeidenden Bindungsqualität, ist jedoch durch eine extremere Ausprägung des vermeidenden Bindungsverhaltens (Brisch, et al., 1999, S. 431).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bindungsforschung ein, benennt zentrale Fragestellungen und legt den Aufbau der Arbeit zur Erforschung von Bindungsstörungen dar.

2. Bindung und die Bindungstheorie nach John Bolwby: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Bindungstheorie nach John Bowlby und die Bedeutung einer sicheren Mutter-Kind-Bindung für die psychische Entwicklung.

3. Bindungsqualität nach Mary Ainsworth: Hier wird der „Fremde Situation Test“ nach Mary Ainsworth beschrieben, der die empirische Basis zur Differenzierung verschiedener Bindungsqualitäten liefert.

4. Bindungsstörung vs. Bindungsqualität und Bindungsmuster: Das Kapitel differenziert zwischen Bindungsmustern als Normvarianten und tatsächlichen Bindungsstörungen unter Einbeziehung verschiedener Klassifikationsansätze.

5. Bindungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen in der stationären Erziehungshilfe: Es wird die besondere Problematik von Kindern in Heimen oder Pflegefamilien analysiert, die häufig durch häufige Bezugspersonenwechsel belastet sind.

6. Präventive Maßnahmen und Intervention: Dieser Abschnitt widmet sich den Möglichkeiten der Frühintervention und Beratung, um Bindungsstörungen entgegenzuwirken.

7. Zusammenfassung der gewonnen Erkenntnisse: Das Fazit fasst die zentrale Rolle der Bindung zusammen und betont die Bedeutung von Stabilität und einfühlsamer Fürsorge für die kindliche Entwicklung.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, Bindungsstörung, John Bowlby, Mary Ainsworth, Bindungsqualität, Fremde Situation Test, pathogene Fürsorge, stationäre Erziehungshilfe, Frühe Hilfen, Kindesentwicklung, emotionale Deprivation, Bindungsmuster, Intervention, Resilienz, Bindungsrepräsentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Feld der Bindungsforschung, insbesondere mit der Entstehung, Diagnose und Behandlung von Bindungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den Theorien von Bowlby und Ainsworth, der Abgrenzung von Bindungsmustern zu Störungsbildern, der Situation in der stationären Erziehungshilfe sowie Präventionsansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Antworten auf die Frage zu finden, wie sich Bindungserfahrungen auf das spätere Verhalten auswirken und welche Faktoren zur Entstehung von Bindungsstörungen beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse relevanter Fachwerke renommierter Experten aus dem Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Bindung, die Klassifikation von Störungen (ICD-10, DSM-IV, Zeanah) und die Auswirkungen von pathogenen Fürsorgeerfahrungen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bindungstheorie, Bindungsstörungen, pathogene Fürsorge, Bindungsqualität und frühkindliche Entwicklung.

Warum ist die Klassifikation nach Zeanah für die Diagnostik wichtig?

Zeanahs Klassifikation bietet eine detaillierte Differenzierung in sieben Bindungsstörungstypen, was eine präzisere Einordnung von Verhaltensweisen jenseits der Standarddiagnostik ermöglicht.

Wie unterscheidet sich eine Bindungsstörung von einem unsicheren Bindungsmuster?

Während unsichere Bindungsmuster als Normvarianten im Eltern-Kind-Verhalten gelten, zeichnen sich Bindungsstörungen durch persistierende, erhebliche Verhaltensauffälligkeiten gegenüber verschiedensten Personen aus.

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Details

Title
Bindung und Bindungsstörung bei Kindern und Jugendlichen
Grade
2,0
Author
Lina Förder (Author)
Publication Year
2020
Pages
20
Catalog Number
V1196177
ISBN (PDF)
9783346641205
ISBN (Book)
9783346641212
Language
German
Tags
bindung bindungsstörung kindern jugendlichen psychologie jugendpsychologie bindungsverhalten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lina Förder (Author), 2020, Bindung und Bindungsstörung bei Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1196177
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