Dieser Unterrichtsentwurf für die zweite Klasse einer Grundschule behandelt die Rechtschreibkompetenz der Kinder und beinhaltet einen Entwicklungsbericht und einen Förderplan. Zur Testung der Rechtsschreibung wird die Hamburger Schreibprobe angewandt. Dies hat den Vorteil einen genauen Vergleich mit gleichaltrigen herzustellen und die einzelnen Schülerinnen und Schüler der Klasse möglichst objektiv einzuschätzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Individuelle Voraussetzungen
3. Vorhandene Kompetenzen
3.1 Auswertung HSP
3.2 Was kann das Kind schon?
3.3 Wo entdecke ich Förderbedarf?
4. Zone der nächsten Entwicklung
4.1 Beispiele für Fördermaßnahmen
5. Förderansätze bzw. Förderplan
5.1 Welche Kompetenzen muss ich fördern?
5.2 Förderplan
5.3 Förderstunden
6. Evaluation
6.1 War meine Förderung erfolgreich?
6.2 Welche Erfahrungen habe ich gemacht?
6.3 Wie hat das Kind die Förderung empfunden?
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert ein integriertes Semesterpraktikum im Fach Deutsch, dessen Ziel die individuelle Diagnose und gezielte Förderung eines Schülers der zweiten Klasse im Bereich der Rechtschreibung ist. Dabei steht die Anwendung wissenschaftlicher Diagnoseverfahren in Kombination mit praxisorientierten Förderstrategien im Zentrum.
- Einsatz standardisierter Testverfahren (Hamburger Schreibprobe) zur Diagnose
- Analyse orthografischer Fehlerquellen und Einordnung in Entwicklungsmodelle
- Entwicklung und Umsetzung individueller Förderpläne
- Verbindung von Rechtschreibförderung mit spielerischen Elementen zur Motivationssteigerung
- Evaluation des Lernerfolgs durch Vergleichsdaten
Auszug aus dem Buch
3. Vorhandene Kompetenzen
Grundlage der Diagnose bildet die Schreibprobe aus der HSP 1+. Mit der HSP wird die individuelle Rechtschreibleistung einer Schülerin oder eines Schülers durch folgende Werte bestimmt:
1. Die Anzahl der richtigen Buchstaben bzw. Buchstabenkombinationen, sogenannte Graphemtreffer. Sie dient der differenzierten Einschätzung des erreichten Niveaus des Rechtschreibkönnens. E erreicht in der Auswertung einen PR – Wert von 32%. Das bedeutet, dass 68% der gleichaltrigen Kinder in Deutschland einen besseren Wert erreicht haben.
2. Werte für den Grad der Beherrschung der grundlegenden Rechtschreibstrategien. Dies teilt sich auf in Alphabetische Strategie und Orthografische bzw. Morphematische Strategie. E erreicht bei der Alphabetischen Strategie einen PR- wert von 72%, dass heißt lediglich 32% haben einen besseren Wert als er. Bei der Ortografischen/ Morphematischen Strategie liegt der PR- Wert bei 30% aus der Vergleichsgruppe sind somit 70% besser als E.
Allgemein zeigt sich anhand Emils T Wert lediglich eine Abweichung zwischen 5 bis 6. Die Standartabweichung liegt bei einem Wert von 10. Daran lässt sich ablesen, dass E bei einem Deutschlandweiten Vergleich, insgesamt einen Wert im Normbereich erreicht hat und das als vergleichsweise Klassenschwächster. Dies deckt sich auch mit meiner Einschätzung, dass die Klasse insgesamt sehr Leistungsstark ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibung der Rahmenbedingungen der Schule und der Klasse sowie Vorstellung des zur Förderung ausgewählten Schülers.
2. Individuelle Voraussetzungen: Darstellung des sozialen Umfelds, des Arbeitsverhaltens und der Persönlichkeit des Schülers im schulischen Kontext.
3. Vorhandene Kompetenzen: Auswertung der Hamburger Schreibprobe zur Diagnose des aktuellen Leistungsstandes und Identifikation von Förderbedarfen.
4. Zone der nächsten Entwicklung: Theoretische Einordnung des Leistungsstandes und Benennung notwendiger Übungsbereiche zur Weiterentwicklung.
5. Förderansätze bzw. Förderplan: Detaillierte Fehleranalyse und strukturierte Planung der durchgeführten Fördereinheiten inklusive der verwendeten spielerischen Ansätze.
6. Evaluation: Erfolgskontrolle durch Vergleichsdiagnostik und Reflexion der gesammelten Erfahrungen aus der Förderpraxis.
7. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung des Projekts sowie Reflexion über die Bedeutung standardisierter Diagnostik für die Lehrpraxis.
Schlüsselwörter
Integriertes Semesterpraktikum, Deutschunterricht, Grundschule, Rechtschreibung, Hamburger Schreibprobe, HSP, Förderplan, Förderbedarf, Auslautverhärtung, Alphabetische Strategie, Orthografische Strategie, Morphematisches Prinzip, Sprachdidaktik, Fehleranalyse, Lernförderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Einzelfallhilfe im Fach Deutsch an einer Grundschule während eines integrierten Semesterpraktikums.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die Diagnose von Rechtschreibschwierigkeiten, die Analyse orthografischer Prinzipien und die praktische Gestaltung von Fördereinheiten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Leistungsstand eines Schülers im Bereich der Rechtschreibung zu diagnostizieren und durch gezielte, materialgestützte Förderung zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Diagnose verwendet?
Als standardisiertes Testverfahren wurde die Hamburger Schreibprobe (HSP 1+) eingesetzt, um den Schüler objektiv mit seiner Vergleichsgruppe zu vergleichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Auswertung, die theoretische Verortung der Schwierigkeiten, die Erstellung eines Förderplans und die detaillierte Dokumentation der durchgeführten Förderstunden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rechtschreibstrategien, Fehleranalyse, individuelle Förderung und Diagnoseverfahren.
Wie wurde die Motivation des Schülers während der Förderung aufrechterhalten?
Die Autorin hat jede Fördereinheit mit spielerischen Elementen wie Brettspielen oder Wortspielen angereichert, um das Lernen attraktiver zu gestalten.
Welche Rolle spielt die Fehleranalyse für den Erfolg der Förderung?
Die Fehleranalyse ermöglichte es, das zugrunde liegende orthografische Prinzip der Fehler zu verstehen und somit passgenaue Übungen für den Schüler zu konzipieren.
- Arbeit zitieren
- Maria Wratschko (Autor:in), 2019, Förderung und Diagnose der Rechtschreibkompetenz. Entwicklungsbericht (2. Klasse Deutsch), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1196246