Die geplante Unterrichtsstunde zum Thema Luft für eine zweite Klasse bezieht sich auf folgende Bereiche: Der Bildungsplan 2016, für die erste und zweite Klasse im Fach Sachunterricht, knüpft an die fünf Perspektiven des Perspektivrahmens Sachunterricht an. Dabei gliedern sich die prozessbezogenen Kompetenzen in sechs Bereiche auf. Demokratie und Gesellschaft, Natur und Leben, Naturphänomene und Technik, Raum und Mobilität sowie Zeit und Wandel.
Das Thema Luft, lässt sich dem Bereich Naturphänomene zuordnen. Dieser Bereich ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schülerinnen und Schüler ausgewählte Naturphänomene wahrnehmen und sachorientiert beschreiben. Des Weiteren sollen sie Fragen stellen und diese durch Experimentieren beantworten können. Unter den Teilkompetenzen sind die folgenden aufgelistet: "(1) Erfahrungen mit Luft versprachlichen und Eigenschaften von Luft erläutern [...]" und "(2) Bewegungsmöglichkeiten in der Luft beschreiben und angeleitet untersuchen [...]".
Um das Interesse an Naturwissenschaft zu wecken aber auch naturwissenschaftliches Denken zu fördern, werden eine Reihe verbindlicher Experimente, vorgegeben. Diese sind wie auch die Leitperspektiven, übergreifend zu sehen und finden in allen inhaltsbezogenen Kompetenzen Verwendung. Die Liste der verbindlichen Experimente führt unter dem Bereich Naturphänomene folgendes Experiment auf: "(6) Experiment zu Eigenschaften der Luft (Luft nimmt Raum ein, bremst, treibt an, kann etwas tragen, dehnt sich bei Erwärmung aus."
Inhaltsverzeichnis
1. Von den fachwissenschaftlichen und curricularen Vorgaben zu Lernzielen/Kompetenzen
1.1 Curriculare Vorgaben
1.2 Fachwissenschaftliche Vorgaben
1.3 Didaktische Reduktion und Begründung zur Auswahl des Themas
1.4 Lernziele
2. Von den Lernzielen zur Verlaufsplanung (didaktische Analyse)
2.1 Erfassen von Lernvoraussetzungen
2.2 Verlauf des Lehr- Lernprozesses planen
2.3 Individualisierte Lehr- Lernverläufe planen
3. Methodische Dimensionen des Lehr- Lernprozesses (methodische Analyse)
4. Darstellung der Lehr- Lernprozessplanung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine didaktisch fundierte Unterrichtseinheit zum Thema „Luft ist nicht Nichts“ für eine zweite Grundschulklasse zu konzipieren, um den Kindern die physikalischen Eigenschaften von Luft durch eigenes Experimentieren erfahrbar zu machen und ihr naturwissenschaftliches Interesse zu fördern.
- Fachwissenschaftliche Fundierung der Eigenschaften von Luft
- Curriculare Einordnung in den Bildungsplan Sachunterricht
- Didaktische Reduktion und Planung von Lernzielen
- Methodik des forschenden Lernens an Experimentierstationen
- Planung eines individualisierten Unterrichtsverlaufs
Auszug aus dem Buch
1.2 Fachwissenschaftliche Vorgaben
Die Erde wird von einer Luftschicht, der Atmosphäre umgeben. Das Wort Atmosphäre lässt sich vom griechischen Wort atmos = Dunst und sparia = Kugel ableiten. (Weber und Hoenecke 2011, S. 3)
Die Atmosphäre reicht bis in eine Höhe von über 1000 km. Sie besteht aus Luft, die nach oben hin immer dünner wird. Der Übergang in den Weltraum ergibt sich in Abstufungen. (Kaiser 1999, S. 72) Luft ist ständig um uns herum und ein wesentlicher Bestandteil für das Leben auf der Erde. (Weber und Hoenecke 2011, S. 3)
Luft selbst ist ein Gasgemisch, das hauptsächlich aus Stickstoff (78,1%) und Sauerstoff (20,9%) besteht. (Kaiser 1999, S. 72) Der französische Chemiker Antoine Lavoisier (1743 - 1794) fand 1774 diese beiden Hauptbestandteile der Luft heraus. Spätere Untersuchungen ergaben, dass das Stoffgemisch Luft weitere Gase enthält. Die wichtigsten davon sind Kohlenstoffdioxid (0,04%), und die Edelgase: Argon, Neon, Helium, Krypton und Xenon mit insgesamt 0,93%. (Weber und Hoenecke 2011, S. 3)
Die Zusammensetzung der Luft darf sich nur in geringen Grenzen ändern, da sie sonst gesundheitsgefährdend wird. Luft besteht aus kleinen Teilchen, durch die bewegte Luft eine bremsende bzw. schiebende Kraft besitzt. Das Gasgemisch Luft ist physikalisch gesehen ein Körper, der einen bestimmten Raum ausfüllt. Nach einer physikalischen Regel kann sich dort, wo ein Körper ist, kein anderer Körper befinden. Daher kann Luft beispielsweise Wasser verdrängen.
Gasförmige Körper sind in der Lage, Form und Volumen relativ leicht zu ändern. Luft lässt sich somit unter Druck auf einen relativ kleinen Raum zusammendrücken. Lässt der Druck nach, dehnt sich die Luft wieder aus. Luft ist bestrebt, sich möglichst weit auszubreiten und jeden angebotenen Raum auszufüllen.
Zu einer Ausdehnung von Luft kommt es auch, wenn sie erwärmt wird, sie wird dann leichter und strömt nach oben. Wird die Luft abgekühlt, zieht sie sich zusammen, wird dichter und sinkt dann nach unten. Auf diesen Eigenschaften beruht das Zustandekommen von Wind. (Kaiser 1999, S. 72)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Von den fachwissenschaftlichen und curricularen Vorgaben zu Lernzielen/Kompetenzen: Dieses Kapitel verknüpft die Anforderungen des Bildungsplans mit der fachlichen Relevanz des Themas Luft und leitet daraus spezifische Lernziele ab.
2. Von den Lernzielen zur Verlaufsplanung (didaktische Analyse): Hier werden die Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler analysiert und Strategien für einen individualisierten Lehr-Lernprozess entwickelt.
3. Methodische Dimensionen des Lehr- Lernprozesses (methodische Analyse): Dieser Abschnitt erläutert die Wahl der Sozialformen und die methodische Gestaltung der einzelnen Unterrichtsphasen zur Förderung des eigenständigen Forschens.
4. Darstellung der Lehr- Lernprozessplanung: In diesem Teil wird der detaillierte zeitliche Ablauf der Unterrichtsstunde inklusive Lehrer- und Schülerverhalten tabellarisch dargestellt.
Schlüsselwörter
Sachunterricht, Luft, Naturphänomene, Experimentieren, Grundschule, Didaktische Analyse, Luftdruck, Gasgemisch, Forscherheft, Lernvoraussetzungen, Naturwissenschaftliche Bildung, Unterrichtsentwurf, Stationenlernen, Fachwissenschaftliche Vorgaben, Kompetenzorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung einer Einstiegsstunde zum Thema „Luft“ für eine zweite Klasse, in der die Kinder durch gezielte Experimente die Eigenschaften von Luft entdecken sollen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die physikalischen Eigenschaften der Luft, wie beispielsweise, dass Luft Raum einnimmt, bremst und Auftrieb leistet.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler Beobachtungen zu Eigenschaften der Luft machen, diese beschreiben, Vermutungen ableiten und ihre Ergebnisse im Forscherbuch dokumentieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode des entdeckenden Lernens an verschiedenen Stationen angewandt, unterstützt durch ein Forscherheft zur Dokumentation und Reflexion.
Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?
Der Hauptteil gliedert sich in die fachliche und didaktische Herleitung, die Analyse der Lernvoraussetzungen, die methodische Begründung der Unterrichtsgestaltung und die konkrete Verlaufsplanung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sachunterricht, Naturphänomene, Experimentieren, Luftdruck und forschendes Lernen.
Wie wird mit unterschiedlichen Leistungsständen der Kinder umgegangen?
Es erfolgt eine Differenzierung durch Zusatzaufgaben im Forscherheft und eine individuelle Betreuung für Kinder, die mehr Unterstützung bei der Strukturierung benötigen.
Warum wird die Klasse für Experimente in verschiedene Sozialformen eingeteilt?
Der Wechsel zwischen Plenum, Partner- und Kleingruppenarbeit dient dazu, die Konzentration aufrechtzuerhalten, den Austausch zu fördern und das soziale Miteinander zu stärken.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2018, Luft ist nicht Nichts. Durchführung zweier Experimente zum Thema Luft (2. Klasse Sachunterricht), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1196259