Die vorliegende Hausarbeit behandelt die Themen Diagnostizieren und Fördern beim Lernen von Mathematik. Es wird ein diagnostisches Interview mit einem Sechsjährigen durchgeführt. Zur Vorbereitung und Planung des Interviews dient der Leitfaden aus dem Seminar. Als Thema wurden der Zahlbegriff und die Zahlaspekte gewählt. Thematisch, wie beispielsweise das beherrschen der Zahlwortreihe, orientieren sich die Inhalte des Interviews an den Vorkenntnissen eines Schulanfängers.
Die Aufgabenstellung und der Zahlenbereich sind schwieriger bzw. ausgedehnt, da eine Hochbegabung zu berücksichtigen ist. Außerdem wird Montessorie-Material verwendet, das eine beliebige Ausdehnung in größere Zahlenbereiche bis 100 ermöglicht, wodurch die Schwierigkeit während des Interviews erhöht werden kann. Dies gilt ebenso für die Ziffern zu Beginn. Es werden leere Papierstreifen bereitgelegt, wodurch sich der Zahlenbereich individuell erweitern lässt und sich Schwierigkeiten, wie das Schreiben von Ziffern zum passenden Zahlwort, einbauen lassen.
Inhaltsverzeichnis
1.Planung des diagnostischen Interviews
2. Wissenschaftlicher Hintergrund
2.1 Zahlbegriff
2.2 Erwerb der Zahlwortreihe und Zählprinzipien
3. Durchführung des diagnostischen Interviews
4. Auswertung des diagnostischen Interviews
a) Erläuterung des Förderbereichs
b) Förderbereich festlegen und begründen
5. Erstellung des Förderplanes
6. Dokumentation des Förderverlaufs und der eingesetzten Materialien
7. Reflexion der Förderung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der diagnostischen Erfassung mathematischer Vorkenntnisse bei einem hochbegabten Kind. Ziel ist es, basierend auf einer durchgeführten Lernstandserhebung, individuelle Fördermaßnahmen abzuleiten, die sowohl den aktuellen Entwicklungsstand berücksichtigen als auch kognitive Herausforderungen bieten.
- Diagnostik mathematischer Kompetenzen (Zahlbegriff, Zählprinzipien)
- Methodische Planung und Durchführung von Interviews
- Förderung im Bereich der Zahlzerlegung und des Zahlenraums bis 100
- Umgang mit Hochbegabung im mathematischen Anfangsunterricht
- Anpassung von Unterrichtsmaterialien (z.B. 100er-Feld, Eierkarton)
Auszug aus dem Buch
2.1 Zahlbegriff
Um sich über Zahlen zu verständigen, diese wahrzunehmen und sie zu erfassen, benötigt man Zahlwörter und Zahlzeichen. Dabei unterschieden sich Zahlwörter in den verschiedenen Kultursprachen mehr oder weniger voneinander. Im Gegensatz dazu werden zur Bildung der Zahlzeichen einheitlich die arabischen Ziffern verwendet. Es werden drei Arten von Zahlzeichen unterschieden. Aus einer einzelnen Ziffer bestehend, zum Beispiel 7, eine Ziffernfolge als Zahldarstellung in einem Positionssystem zum Beispiel 2506 oder Rechenausdrücke bzw. Zahlterme wie zum Beispiel 15 + 6 * 3. Zahlwörter und Zahlzeichen erhalten für Gebrauch und Verständigung über sie nur dann einen Sinn, wenn mit Ihnen Bedeutungsvorstellungen verknüpft sind. Erst durch die Verbindung der Zahlwörter und Zahlzeichen mit der Bedeutungsvorstellung ergeben sie, was man Zahlbegriff nennt. (Maier 1990, S. 7)
Zusammenfassung der Kapitel
1.Planung des diagnostischen Interviews: Beschreibung des Kindes N, seiner Hochbegabung und der darauf basierenden Planung der Interviewsequenzen.
2. Wissenschaftlicher Hintergrund: Theoretische Herleitung des Zahlbegriffs sowie der Zählprinzipien und deren Bedeutung für den Erwerb mathematischer Kompetenzen.
3. Durchführung des diagnostischen Interviews: Dokumentation der Beobachtungen während des Interviews mit Fokus auf Auffälligkeiten im Verhalten und bei der Aufgabenbearbeitung.
4. Auswertung des diagnostischen Interviews: Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns und Analyse der mathematischen Stärken des Kindes zur Ableitung von Förderbedarfen.
5. Erstellung des Förderplanes: Zeitlicher Ablaufplan mit konkreten Vorhaben zur Erweiterung des Zahlenraums und der mathematischen Operatoren.
6. Dokumentation des Förderverlaufs und der eingesetzten Materialien: Protokoll der durchgeführten Fördereinheiten und der eingesetzten methodischen Hilfsmittel.
7. Reflexion der Förderung und Ausblick: Kritische Würdigung des Lernfortschritts und Empfehlungen für die weitere didaktische Gestaltung.
Schlüsselwörter
Diagnostik, Förderung, Hochbegabung, Zahlbegriff, Zählprinzipien, 100er-Feld, Zahlzerlegung, Arithmetik, Mathematischer Anfangsunterricht, Lernstandserhebung, Kryptogramme, Sachrechnen, Schülerbeobachtung, Individuelle Förderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert ein diagnostisches Interview mit einem hochbegabten Kind und die anschließende Entwicklung und Umsetzung eines individuellen Förderplans im Bereich Mathematik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Aufbau des Zahlbegriffs, der Erwerb von Zählprinzipien sowie die didaktische Aufbereitung von Aufgaben für hochbegabte Kinder im Vorschul- bzw. Schuleingangsalter.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer diagnostischen Analyse des Leistungsstands mathematische Förderschwerpunkte festzulegen und deren Umsetzung praktisch zu dokumentieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die qualitative Beobachtung im Rahmen eines diagnostischen Interviews sowie die Auswertung des Lernverhaltens basierend auf fachdidaktischer Literatur zu Arithmetik und Zahlbegriffsentwicklung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die praktische Durchführung der Diagnostik, die Auswertung der Ergebnisse, die Erstellung des Förderplans sowie die Dokumentation der einzelnen Fördereinheiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Diagnostik, Förderung, Hochbegabung, Zahlbegriff und Arithmetik charakterisiert.
Wie reagiert das Kind auf die ihm gestellten mathematischen Aufgaben?
Das Kind zeigt eine ausgeprägte Freude am Lösen der Aufgaben und beweist bereits fortgeschrittene Kompetenzen, reagiert jedoch mit Widerstand, wenn die Aufgabenstellung seinen Interessen oder seiner Autonomie zuwiderläuft.
Welche Rolle spielt die Hochbegabung bei der Planung?
Die Hochbegabung erfordert eine ständige Anpassung des Schwierigkeitsgrades und des Zahlenraums, da Standardaufgaben für das Kind nicht ausreichend herausfordernd sind.
Warum wird im Förderplan der Eierkarton eingesetzt?
Der Eierkarton dient zur anschaulichen Übung der Zehnerzerlegung, um dem Kind ein strukturiertes Verständnis für Teilmengen und die Zusammensetzung von Zahlen zu vermitteln.
- Arbeit zitieren
- Maria Wratschko (Autor:in), 2018, Diagnose und Förderung beim Lernen von Mathematik. Diagnostisches Interview, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1196275