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Französische Sprachpolitik

Die Maßnahmen der französischen Sprachpolitik zur Wahrung der französischen Sprache

Titre: Französische Sprachpolitik

Dossier / Travail , 2021 , 14 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Vassilios Tsimplis (Auteur)

Philologie française - Sciences Sociales et Culture
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Die Sprachpolitik und die Sprachpflege Frankreichs bilden den Kern dieser schriftlichen Ausarbeitung. Im Rahmen der Arbeit soll untersucht werden, inwiefern die Sprachpolitik und die Sprachpflege Frankreichs aus heutiger Sicht zur Wahrung der französischen Sprache beitragen.

Zunächst werden die Begriffe Sprachpolitik und Sprachpflege definiert, sodass eine genaue Einordnung stattfindet und die Bedeutung beider Begrifflichkeiten geklärt ist. Anschließend wird die Geschichte der französischen Sprachpolitik betrachtet, welche den weiteren maßgeblichen sprachpolitischen Entscheidungen vorausgeht. Zu den weiteren Entwicklungen gehört die moderne Sprachgesetzgebung aus dem 20. Jahrhundert, die sich durch zwei ausschlaggebende Sprachgesetze auszeichnet, welche erstmals den Gebrauch der französischen Sprache vorschreiben. Diese einschneidenden Sprachgesetze werden näher aufgegriffen. Daraufhin werden ausgewählte Sprachpflegeinstitutionen vorgestellt und ihre Funktionen und Aufgaben beschrieben. Abschließend werden die wesentlichen Erkenntnisse dieser Arbeit in französischer Sprache zusammengefasst.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeines zur Sprachpolitik und zur Sprachpflege

3. Geschichte der französischen Sprachpolitik

4. Sprachgesetze im 20. Jahrhundert

4.1 Loi Bas-Lauriol (1975)

4.2 Loi Toubon (1994)

5. Ausgewählte Sprachpflegeinstitutionen

5.1 Délégation générale à la langue française et aux langues de France (DGLFLF)

5.2 Académie française

5.3 Conseil international de la langue française (CILF)

6. Résumé

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die aktuelle Praxis der französischen Sprachpolitik und Sprachpflege, um zu analysieren, wie der Staat durch gesetzliche Maßnahmen und Institutionen versucht, die französische Sprache vor äußeren Einflüssen zu bewahren und ihre Stellung zu festigen.

  • Definition und theoretische Abgrenzung von Sprachpolitik und Sprachpflege
  • Historische Genese der französischen Sprachnormierung seit dem 16. Jahrhundert
  • Analyse der gesetzgeberischen Eingriffe im 20. Jahrhundert (Loi Bas-Lauriol und Loi Toubon)
  • Vorstellung zentraler Akteure wie der Académie française und des DGLFLF
  • Kritische Reflexion über die Wirksamkeit staatlicher Interventionen in den Sprachgebrauch

Auszug aus dem Buch

4.2 Loi Toubon (1994)

Da das Loi Bas-Lauriol das gewünschte Ziel nicht erreicht hat und die große Wirkung auf den französischen Sprachgebrauch ausgeblieben ist, legt Jacques Toubon, damaliger Minister für Kultur und Frankophonie, dem Ministerrat im März 1994 seinen Gesetzentwurf vor. Das Ziel ist weiterhin die „staatlich verordnete Ersetzung von überwiegend Anglizismen bzw. Amerikanismen durch französische Wortprägungen“, wodurch man den Gesetzentwurf als zweiten Anlauf zur direkten Einflussnahme auf die Verwendung der französischen Sprache sehen kann.

Somit wird geplant, im neuen Loi Toubon (offizielle Bezeichnung: Loi n°94-665 du 4 août 1994 relative à l'emploi de la langue française) die Maßnahmen des Loi Bas-Lauriol beizubehalten, sie lediglich zu verschärfen und weitere Anwendungsbereiche hinzuzufügen. Welche Ausmaße dieses Gesetz haben soll, wird im ersten Artikel deutlich: Langue de la République en vertu de la Constitution, la langue française est un élément fondamental de la personnalité et du patrimoine de la France. Elle est la langue de l'enseignement, du travail, des échanges et des services publics. Elle est le lien privilégié des Etats constituant la communauté de la francophonie.

Hierbei wird betont, dass es sich bei der französischen Sprache sowohl um das Erbe Frankreichs (staatliche Ebene; öffentlich) als auch um einen grundlegenden Bestandteil der Persönlichkeit (aller Bürger*innen; privat) handelt. Demnach soll das Sprachgesetz „auch auf den privaten Bereich und somit im allgemeinen Wortschatz“ ausgeweitet werden, sodass auch erstmals der einzelne Bürger angesprochen wird. Diese geplante Erweiterung sorgt letztendlich dafür, dass der Gesetzentwurf einige Male durch den Senat und die Assemblée Nationale modifiziert und überarbeitet wird, bis das Parlament ihn in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli annimmt. Daraufhin kommt es zu Diskussionen, bis sechzig Abgeordnete am 1. Juli 1994 eine Klage einreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der französischen Sprache als Identitätsmerkmal ein und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Allgemeines zur Sprachpolitik und zur Sprachpflege: Hier werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem die Begriffe Sprachpolitik und Sprachpflege definiert und zueinander in ein hierarchisches Verhältnis gesetzt werden.

3. Geschichte der französischen Sprachpolitik: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Sprachnormierung von den Anfängen der königlichen Verordnungen bis zur Etablierung des Sprachbewusstseins nach.

4. Sprachgesetze im 20. Jahrhundert: Es werden die zentralen gesetzlichen Eingriffe, konkret das Loi Bas-Lauriol und das Loi Toubon, analysiert und deren politische Motivation sowie gesellschaftliche Wirkung untersucht.

5. Ausgewählte Sprachpflegeinstitutionen: Dieses Kapitel stellt wichtige Institutionen wie das DGLFLF, die Académie française und den CILF vor, die aktiv an der Erhaltung und Modernisierung des Französischen arbeiten.

6. Résumé: Das abschließende Résumé fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Sinnhaftigkeit moderner sprachpolitischer Strategien in einer globalisierten Welt.

Schlüsselwörter

Französisch, Sprachpolitik, Sprachpflege, Sprachnormierung, Anglizismen, Gesetzgebung, Identität, Académie française, Loi Toubon, Sprachgeschichte, Frankophonie, Sprachbewusstsein, Sprachgebrauch, Terminologie, Kulturpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Umgang des französischen Staates mit der eigenen Sprache und analysiert die Maßnahmen, die ergriffen wurden, um den Einfluss fremder Sprachen, insbesondere des Englischen, zu begrenzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Abgrenzung von Sprachpolitik und Sprachpflege, die historische Entwicklung der Sprachnormierung sowie die Analyse konkreter französischer Sprachgesetze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern die staatliche Sprachpolitik und die institutionalisierte Sprachpflege Frankreichs zur Wahrung der französischen Sprache beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine schriftliche Ausarbeitung auf Basis einer Literaturanalyse, bei der sprachwissenschaftliche Definitionen und historische Dokumente zur Sprachpolitik ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Analyse der Gesetze im 20. Jahrhundert und die Vorstellung relevanter Institutionen, die den Sprachgebrauch aktiv beeinflussen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sprachpolitik, Sprachpflege, Loi Toubon, Identität und Sprachnormierung charakterisiert.

Warum spielt die Gründung der Académie française eine so wichtige Rolle für das Thema?

Die Académie française markiert einen Meilenstein der institutionalisierten Normierung, da sie erstmals systematisch festlegte, was als "gutes" Französisch zu gelten hat und wie die Sprache zu reinigen ist.

Warum wird das Loi Toubon oft als umstrittenes Instrument der Sprachpolitik bezeichnet?

Das Loi Toubon ist deshalb umstritten, da es durch seine Ausweitung auf den privaten Bereich tief in die Meinungsfreiheit eingreift und auf starken Widerstand stieß, weil die Bevölkerung wenig Interesse an einer staatlich verordneten Änderung ihres Sprachgebrauchs zeigte.

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Résumé des informations

Titre
Französische Sprachpolitik
Sous-titre
Die Maßnahmen der französischen Sprachpolitik zur Wahrung der französischen Sprache
Université
University of Duisburg-Essen  (Romanistik)
Cours
Linguistique française: Langue et Culture
Note
1,7
Auteur
Vassilios Tsimplis (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
14
N° de catalogue
V1196336
ISBN (PDF)
9783346640925
ISBN (Livre)
9783346640932
Langue
allemand
mots-clé
Sprachwissenschaft Französisch Frankreich Sprachpolitik Sprache Maßnahmen Identität Sprachpflege Sprachgesetze Organisationen Entlehnungen Anglizismen
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Citation du texte
Vassilios Tsimplis (Auteur), 2021, Französische Sprachpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1196336
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Extrait de  14  pages
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