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Toxische Männlichkeit. Ein neuer Begriff für ein bereits bekanntes Konzept?

Ein Vergleich von toxischer und hegemonialer Männlichkeit

Title: Toxische Männlichkeit. Ein neuer Begriff für ein bereits bekanntes Konzept?

Bachelor Thesis , 2021 , 29 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Deniese Schulz (Author)

Gender Studies
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Das Interesse dieser Arbeit besteht darin, das Konzept toxischer sowie hegemonialer Männlichkeit zu erläutern und diese miteinander zu vergleichen. Dabei sollen folgende Fragen beantwortet werden: Was beinhaltet das Konzept toxischer Männlichkeit? Was beinhaltet das Konzept hegemonialer Männlichkeit? Inwiefern stimmen die beiden Konzepte überein und wo gibt es Unterschiede?

Und die essentielle finale Forschungsfrage dieser Arbeit, hergeleitet aus den Vorherigen, ist: Bedarf es bei toxischer Männlichkeit einer eigenen Definition oder lässt sich das Konzept der hegemonialen Männlichkeit zuordnen?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einleitende Worte

1.2 Relevanz und Aktualität des Themas

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Toxisch

2.2 Hegemonie

2.3 Männlichkeit(en)

3. Vergleich Toxische Männlichkeit und hegemoniale Männlichkeit

3.1 Toxische Männlichkeit

3.1.1 Definition “Toxische Männlichkeit”

3.1.2 Entstehung und Geschichte des Konzepts Toxischer Männlichkeit

3.1.3 Kritik am Konzept Toxischer Männlichkeit

3.2 Hegemoniale Männlichkeit

3.2.1 Definition “Hegemoniale Männlichkeit”

3.2.2 Kritik am Konzept Hegemonialer Männlichkeit

3.3 Vergleich von toxischer und hegemonialer Männlichkeit

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, das Konzept der "toxischen Männlichkeit" theoretisch einzuordnen und in Bezug auf das etablierte Konzept der "hegemonialen Männlichkeit" zu untersuchen. Dabei soll geklärt werden, ob es sich bei toxischer Männlichkeit um eine eigenständige Kategorie handelt oder ob sie als Untergruppe der hegemonialen Männlichkeit zu verstehen ist, um so zu einem präziseren wissenschaftlichen Verständnis beizutragen.

  • Analyse und Definition der Kernbegriffe "toxisch", "Hegemonie" und "Männlichkeit(en)".
  • Untersuchung der Entstehung und Geschichte des Konzepts der toxischen Männlichkeit.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept der hegemonialen Männlichkeit nach Raewyn Connell.
  • Gegenüberstellung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden beider Konzepte.
  • Diskussion über die Notwendigkeit einer eigenständigen Begriffsdefinition für toxische Männlichkeit.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Definition “Toxische Männlichkeit”

Nachfolgend wird der Begriff beziehungsweise das Konzept der toxischen Männlichkeit besprochen. Mit dem Ziel, einen klaren Rahmen für toxische Männlichkeit zu schaffen, wird im Folgenden eine Definition des Konstruktes skizziert.

Feministische Wissenschaftlerinnen verwenden den Begriff bisher oft ohne einheitliche oder persönliche Definition, aber wenn sie ihn definieren, nennen sie oft die Verbindung zu Gewalt, Herrschaft, Aggression, Frauenfeindlichkeit und Homophobie (Harrington 2020 S. 345). Diese Attributionen werden an dieser Stelle als Grundlage ansehen, um das Konzept zu verstehen.

Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, wie Verhaltensweisen, wie die oben aufgeführten, als “toxisch” bezeichnet werden können.

Es wird weiter angenommen, dass toxische Männlichkeit für aggressives heterosexuelles Verhalten verantwortlich ist und damit zu sexuellen Übergriffen und häuslicher Gewaltführen kann. Außerdem kann die durch toxische Männlichkeit bedingte Unterdrückung der Gefühle von Männern, zu emotionalen und psychischen Gesundheitsprobleme führen und die Beteiligung von Männern an physischer und politischer Gewalt sowie homophoben Praktiken verstärken, Männlichkeit und Männerrechtsaktivismus (Waling 2019 S. 366).

Toxische Männlichkeit wird mitunter beschrieben als die Zusammenstellung von männlichen Eigenschaften, die dazu dienen die Dominanz, die Abwertung von Frauen, Homophobie und mutwillige Gewalt zu fördern und ist zum Synonym für Sexismus, Gewalt und sexuelle Übergriffe durch Männer geworden (Barry et al 2020 S. 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung des Interesses am Thema durch den gesellschaftlichen Diskurs sowie feministische Literatur und definiert die Forschungsfrage nach der Einordnung toxischer Männlichkeit.

2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Termini "toxisch", "Hegemonie" und "Männlichkeit" theoretisch hergeleitet und für den weiteren Verlauf der Arbeit operationalisiert.

3. Vergleich Toxische Männlichkeit und hegemoniale Männlichkeit: Dieser Hauptteil analysiert die Entstehung, Definition und Kritik beider Konzepte und führt einen direkten Vergleich durch, um Überschneidungen und Differenzen aufzuzeigen.

4. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und diskutiert die Grenzen der Arbeit sowie den Bedarf an einer präziseren Begriffsdefinition für die zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Toxische Männlichkeit, Hegemoniale Männlichkeit, Geschlechterrollen, Männlichkeitsforschung, Raewyn Connell, Dominanz, Gewalt, Aggression, Feminismus, Patriarchat, Geschlechterhierarchie, Soziale Konstruktion, Identität, Machtstrukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Einordnung und dem Vergleich der Konzepte "toxische Männlichkeit" und "hegemoniale Männlichkeit" in einem westlichen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Männlichkeitsbilder, Geschlechterhierarchien, soziale Machtverhältnisse, sowie die Auswirkungen traditioneller Männlichkeitsnormen auf Männer und ihr Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu klären, ob "toxische Männlichkeit" lediglich ein neuer Begriff für ein bereits durch das Konzept der hegemonialen Männlichkeit bekanntes Phänomen ist oder ob eine eigenständige Definition für die Forschung notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der bestehende Forschungsstände, insbesondere basierend auf dem Werk von Raewyn Connell und aktuellen Essays wie denen von Carol Harrington und Andrea Waling, kritisch beleuchtet und synthetisiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition beider Männlichkeitskonzepte, deren jeweilige Entstehungsgeschichte, die damit verbundene Kritik und eine abschließende komparative Analyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geschlechterhierarchie, Dominanz, soziale Konstruktion von Männlichkeit, Gewalt und Patriarchat charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Konnotation von toxischer zu hegemonialer Männlichkeit?

Toxische Männlichkeit ist stärker mit einem sofortigen negativen Urteil und der direkten Kausalität von Schaden (bei sich selbst oder anderen) verbunden, während hegemoniale Männlichkeit deskriptiv die Machtverhältnisse in der Geschlechterordnung beschreibt.

Welche Rolle spielt das Konzept der "Hegemonie" nach Gramsci in dieser Arbeit?

Das Hegemonie-Konzept von Gramsci dient als theoretisches Fundament für Raewyn Connells Modell der hegemonialen Männlichkeit, um zu erklären, wie eine Gruppe durch konsensuale Ideologien (statt nur durch reine Gewalt) eine Vormachtstellung in der Gesellschaft einnimmt.

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Details

Title
Toxische Männlichkeit. Ein neuer Begriff für ein bereits bekanntes Konzept?
Subtitle
Ein Vergleich von toxischer und hegemonialer Männlichkeit
College
University of Dortmund
Grade
1.7
Author
Deniese Schulz (Author)
Publication Year
2021
Pages
29
Catalog Number
V1196343
ISBN (PDF)
9783346640888
ISBN (Book)
9783346640895
Language
German
Tags
toxisch toxische Männlichkeit masculinity hegemonial hegemoniale Connell Gender Geschlecht Soziologie Genderforschung Erziehungswissenschaften Feminism Feminismus Social Sciences Psychologie Vergleich Patriachie doing gender
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Deniese Schulz (Author), 2021, Toxische Männlichkeit. Ein neuer Begriff für ein bereits bekanntes Konzept?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1196343
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