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Staatsfonds - Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft?

Title: Staatsfonds - Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft?

Seminar Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: cand. rer. pol. Bernd Brandscheid (Author)

Business economics - Economic Policy
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„The rise of state capitalism“, so lautet die Überschrift eines im September 2008 veröffentlichten Artikels der Zeitung „The Economist“. Der Anstieg des Volu-mens staatlich verwalteter Gelder und deren Einfluss auf die Weltwirtschaft sind ein kontrovers diskutiertes Thema in der Tagespresse und Weltpolitik. Staatsfonds sind Anlagevehikel unter staatlicher Kontrolle und bereits seit den 50er Jahren als Form der Vermögensverwaltung bekannt. So besitzen heute über 30 Länder Staatsfonds, mit einem Gesamtvolumen von circa 1,5 bis 2,5 Billionen US-Dollar. Allen Prognosen nach wird sich das Vermögen dieser Fonds bis zum Jahre 2015 auf ungefähr 12 Billionen US-Dollar häufen. Dabei fordert der staatliche Einfluss auf privatwirtschaftliche Unternehmen sowohl Befürworter als auch Kritiker zur Debatte heraus. Eine konstruktive Diskussion im Umgang mit dieser Thematik gestaltet sich allerdings schwierig, da jene Anlagevehikel häufig Abwehrreflexe wecken. Es stellt sich somit die Frage, inwiefern Staatsfonds eine Gefahr für die Weltwirtschaft darstellen können. Um dieses zu klären, sollen zunächst Herkunft, sowie Anlagemotive und Charakteristika von Staatsfonds erörtert werden. Es folgt eine kritische Sicht der Vor- und Nachteile aus der Investitionstätigkeit von Staatsfonds und Empfehlungen, wie sich ein angemessener Umgang mit ihnen gestaltet.






Gliederung:

1 Einleitung

2 Eigenschaften von Staatsfonds
2.1 Herkunft von Staatsfonds
2.2 Abgrenzung zu weiteren Kapitalmarktakteuren
2.3 Anlagemotive und Charakteristika

3 Einfluss von Staatsfonds
3.1 Aktueller Rechtsrahmen ausländischer Direktinvestitionen
3.2 Positive Effekte resultierend aus Staatsfonds-Beteiligungen
3.3 Potentielle negative Effekte

4 Empfohlener Umgang mit staatlichen Anlagevehikeln
4.1 Aus Sicht der Bundesrepublik Deutschland
4.2 Vorschlag der Kommission der Europäischen Gemeinschaft
4.3 Präferenzen des IWF und der OECD

5 Kritische Würdigung

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eigenschaften von Staatsfonds

2.1 Herkunft von Staatsfonds

2.2 Abgrenzung zu weiteren Kapitalmarktakteuren

2.3 Anlagemotive und Charakteristika

3 Einfluss von Staatsfonds

3.1 Aktueller Rechtsrahmen ausländischer Direktinvestitionen

3.2 Positive Effekte resultierend aus Staatsfonds-Beteiligungen

3.3 Potentielle negative Effekte

4 Empfohlener Umgang mit staatlichen Anlagevehikeln

4.1 Aus Sicht der Bundesrepublik Deutschland

4.2 Vorschlag der Kommission der Europäischen Gemeinschaft

4.3 Präferenzen des IWF und der OECD

5 Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung von Staatsfonds als globale Finanzmarktakteure und analysiert kritisch, inwiefern diese Anlagevehikel eine Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft darstellen oder als stabilisierende Investoren fungieren können.

  • Herkunft und Typologie von Staatsfonds
  • Rechtsrahmen für ausländische Direktinvestitionen
  • Ökonomische Auswirkungen von Staatsfonds-Beteiligungen
  • Politische Risiken und Sicherheitsbedenken
  • Empfehlungen für einen internationalen Umgang

Auszug aus dem Buch

3.1 Aktueller Rechtsrahmen ausländischer Direktinvestitionen

Die Bundesrepublik Deutschland führte im Jahre 2004 einen Gesetzerlass zum Schutz sicherheitsrelevanter Industrien durch, zu denen Unternehmen der Verschlüsselungsindustrie und ein enger Kernbereich der Rüstungsindustrie zählen. Der Erwerb von mindestens 25 Prozent jener Unternehmen unterliegt einer grundsätzlichen Meldepflicht, wobei unter gewissen sicherheitsrelevanten Umständen die Bundesregierung den Erwerb untersagen kann, sofern die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Gefahr gebracht wird.

Zusätzlich bestehen in Deutschland gesellschaftsrechtliche Instrumente um unerwünschte Inhaber von kapitalmarktorientierten Unternehmen auszuschließen. So kann eine Aktiengesellschaft vinkulierte Namensaktien oder Vorzugsaktien ausgeben. Vinkulierte Namensaktien besitzen zwar ein Stimmrecht, eine Eigentumsübertragung gemäß § 68 Abs. 2 AktG bedarf aber der Zustimmung der Aktiengesellschaft. Vorzugsaktien dürfen nur bis zur Hälfte des Grundkapitals ausgegeben werden und besitzen kein Stimmrecht an der Unternehmung, wobei der Vorzug in der Höhe der Dividende liegt, sofern eine Gewinnausschüttung stattfindet. Eine weitere Unternehmensform ist die Kommanditgesellschaft. Die Kommanditisten können auch hier kein Stimmrecht auf die Unternehmung ausüben, der Komplementär stellt den persönlich haftenden und stimmrechtsbevollmächtigten Gesellschafter dar.

Auf internationaler Ebene gibt es ebenfalls verschiedene Formen der Beschränkungen. So besitzt die italienische Regierung in vielen ehemaligen Staatsunternehmen eine „Goldene-Aktie“, deren Befugnisse über die der normalen Aktionäre hinausgehen. Frankreich erließ 2004 ein Reformgesetz, bestehend aus elf besonders schützenswerten Branchen wozu die Rüstungs- und Verschlüsselungsindustrie, aber auch private Sicherheitsdienste oder Casinos zählen. Beteiligungen erfordern hier die Genehmigung des französischen Wirtschaftsministers, in sieben der elf Branchen stellt die Regierung bei EU-Mitgliedsstaaten geringere Genehmigungsauflagen. Diese individuellen Regelungen rufen Kritiker zur Diskussion.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte um Staatsfonds ein, beleuchtet deren rasant wachsendes Volumen und skizziert die zentrale Forschungsfrage nach dem Gefahrenpotenzial für die Weltwirtschaft.

2 Eigenschaften von Staatsfonds: Das Kapitel erläutert die Ursprünge von Staatsfonds, grenzt sie von anderen Akteuren wie Hedge-Fonds ab und differenziert zwischen Saving-, Stabilisierungs- und Entwicklungsfonds.

3 Einfluss von Staatsfonds: Hier werden der rechtliche Rahmen für Investitionen, die positiven stabilisierenden Effekte bei Unternehmensbeteiligungen sowie potenzielle negative Auswirkungen analysiert.

4 Empfohlener Umgang mit staatlichen Anlagevehikeln: Dieses Kapitel stellt die Positionen der Bundesregierung, der EU-Kommission sowie die Empfehlungen internationaler Organisationen wie IWF und OECD gegenüber.

5 Kritische Würdigung: Der Autor resümiert, dass Staatsfonds eine logische Folge globaler Finanzströme sind und warnt vor protektionistischen Reaktionen, während er einen transparenten Rechtsrahmen fordert.

Schlüsselwörter

Staatsfonds, Weltwirtschaft, Finanzstabilität, Direktinvestitionen, Saving-Funds, Stabilisierungsfonds, Entwicklungsfonds, Kapitalmarkt, Protektionismus, Transparenz, Anlagestrategien, IWF, OECD, Rechtsrahmen, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der Staatsfonds und deren zunehmende Rolle als Kapitalgeber in der Weltwirtschaft im Kontext der Finanzkrise.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Kategorisierung der Staatsfonds, die rechtliche Regulierung ihrer Investitionen und die Abwägung zwischen ökonomischem Nutzen und politischen Sicherheitsbedenken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob Staatsfonds tatsächlich eine Gefahr für die globale Wirtschafts- und Finanzstabilität darstellen oder ob sie als langfristig orientierte Investoren einen Mehrwert bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung aktueller wirtschaftspolitischer Dokumente und Berichte führender Institutionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Anlagestrategien, den rechtlichen Status quo in verschiedenen Ländern sowie die unterschiedlichen Regulierungsansätze von Institutionen wie der EU, der OECD und dem IWF.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Staatsfonds, Investitionssicherheit, globale Kapitalströme und wirtschaftspolitische Regulierung geprägt.

Wie unterscheiden sich Saving-, Stabilisierungs- und Entwicklungsfonds?

Saving-Funds dienen der langfristigen Vermögensbildung, Stabilisierungsfonds federn Rohstoffpreisschwankungen ab und Entwicklungsfonds investieren primär in die heimische Infrastruktur zur Stärkung der Wirtschaftskraft.

Warum wird der Schutz "nationaler Champions" kritisch gesehen?

Der Autor argumentiert, dass protektionistische Maßnahmen zum Schutz solcher Unternehmen eine Spirale der Handelsbeschränkungen auslösen könnten, die den globalen wirtschaftlichen Wohlstand gefährdet.

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Details

Title
Staatsfonds - Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft?
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Volkswirtschaftslehre, insb. Wirtschaftspolitik)
Course
Seminar: Aktuelle Fragen der Internationalen Wirtschaftspolitik
Grade
1,7
Author
cand. rer. pol. Bernd Brandscheid (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V119680
ISBN (eBook)
9783640236237
ISBN (Book)
9783640238309
Language
German
Tags
Staatsfonds Gefahr Stabilität Weltwirtschaft Seminar Aktuelle Fragen Internationalen Wirtschaftspolitik Wirtschaft Abu Dhabi Temasek Pensionsfonds Petro-Dollar China Russland USA Norwegen Risiken Unterstützungsfonds Saudi-Arabien KIA ADIA CIC Sovereign Wealth Fund SWF IWF OECD EU
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
cand. rer. pol. Bernd Brandscheid (Author), 2008, Staatsfonds - Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119680
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