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Kindheit und Armut bei Zuwandererfamilien

Title: Kindheit und Armut bei Zuwandererfamilien

Intermediate Diploma Thesis , 2006 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Ellen-Gesine Weller (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Sowohl Armut als auch Migration sind mittlerweile für die deutsche Politik sowie für die Sozialwissenschaft brisante Themen geworden. Sie gehören außerdem zu zentralen Arbeitsfeldern der Pädagogik. Auch in den Medien trifft man momentan verstärkt auf Berichte, die sich mit dem Verhältnis zwischen Migration und Armut beschäftigen und auch dabei speziell auf die Probleme der Kinder und Jugendlichen eingehen. Zunächst wird der Ausdruck Migration geklärt, dem eine Darstellung des geschichtlichen Hintergrunds, der aktuellen Zahlen und der momentanen Rechtslage folgt. Auch der Begriff Armut wird definiert, bevor ich auf die spezielle Armutssituation von Kindern mit Migrationshintergrund eingehen werde. Im letzten Abschnitt werde ich noch die möglichen Perspektiven der Kinder und Jugendlichen erläutern, wobei ich zunächst darlegen werde, wieso Bildung von so hoher Bedeutung ist, bevor ich dann die Möglichkeiten von interkultureller Erziehung explizieren werde. Auf die weltweite oder europäische Situation der in Armut lebenden Zuwandererkinder wird in dieser Arbeit nicht eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Migration

2.1. Historischer Hintergrund der Migration und aktuelle Zahlen

2.2. Definition des Terminus ‚Migrant’

2.2.1. Arbeitsmigranten

2.2.2. Flüchtlinge

2.2.3. Aussiedler

2.3. Rechtslage

3. Armut

4. Kindheit und Armut bei Zuwandererfamilie

4.1. Erwerbstätigkeit und finanzielle Situation

4.2. Wohnraum und Wohnumfeld

4.3. Gesundheit

4.4. Soziokulturelles Leben

4.5. Bildung und Sprache

5. Perspektiven

5.1. Bildung als Potential

5.2. Interkulturelle Erziehung

6. Fazit

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die prekäre Lebenssituation von Kindern in Zuwandererfamilien, die in Deutschland von Armut betroffen sind, und analysiert pädagogische Lösungsansätze. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit den strukturellen Benachteiligungen und den Möglichkeiten interkultureller Erziehung zur Verbesserung der Bildungschancen.

  • Historischer Kontext und Definition von Migration
  • Struktur und Definition des Armutsphänomens in Deutschland
  • Die Auswirkungen von Armut auf die Lebenswelt von Zuwandererkindern
  • Barrieren im Bildungs- und Spracherwerbsprozess
  • Bildung und interkulturelle Pädagogik als Perspektiven der Integration

Auszug aus dem Buch

4.2. Wohnraum und Wohnumfeld

Wenn Migrantenfamilien mit Kindern nach Deutschland kommen, werden sie zunächst für eine maximale Aufenthaltsdauer von sechs Monaten in so genannten Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht. Sollte das Asylbewerberverfahren bis dahin noch nicht abgeschlossen sein, kommen sie dann in entsprechende Heime oder Pensionen von privaten oder staatlichen Trägern oder in Einrichtungen von Trägern der Freien Wohlfahrtspflege. (Balluseck, 2001, S. 363) Von Kindern, die in diesen Heimen leben, gibt es leider keinen genauen Zahlen, auch wenn den Ämtern entsprechende Statistiken vorliegen.

Der Grund, warum Zuwandererfamilien zunächst in solche Pensionen oder Heimen einquartiert werden, ist nicht nur ein finanzieller Aspekt. Sie sollen vor allem als Abschreckung dienen. Aber selbst, wenn die Bedingungen in den Heimen oft miserabel sind, so bieten sie doch eine Wohnmöglichkeit. Asylsuchende müssen nach der Beendigung ihres Verfahrens diese Unterkünfte verlassen und sich dann um eine eigene Wohnung bekümmern. Der Umzug gelingt oft aber nur nach etlichen Schwierigkeiten und mehreren Jahren.

Asylberechtigte wohnen selten in kleinräumigen ‚Gettos’ mit ihren Landsleuten zusammen. Sie haben allerdings häufig Probleme, auf dem freien Wohnungsmarkt eine geeignete Wohnung zu finden. (Boos-Nünning, 2000, S. 156)

Flüchtlinge leben meist konzentriert in bestimmten Stadtteilen, speziell in Großstädten. Diese Viertel gelten oft als unattraktive und schlechte Wohngegenden ohne Grünflächen, mit alten, baufälligen Häusern, zu wenigen Spielplätzen, viel Verkehr und mangelhafter sozialer Infrastruktur.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenwahl durch die wachsende sozialwissenschaftliche Relevanz von Migration und Armut im pädagogischen Kontext.

2. Migration: Dieses Kapitel definiert den Migrationsbegriff, beleuchtet historische Hintergründe, aktuelle statistische Daten sowie den rechtlichen Aufenthaltsstatus verschiedener Zuwanderergruppen.

3. Armut: Hier wird der Armutsbegriff im wirtschaftlichen und sozialpolitischen Diskurs sowie die Abgrenzung zwischen absoluter und relativer Armut analysiert.

4. Kindheit und Armut bei Zuwandererfamilie: Das Kernkapitel untersucht die Auswirkungen von prekären Arbeitsverhältnissen, mangelhaftem Wohnraum, gesundheitlicher Unterversorgung und Sprachbarrieren auf die kindliche Entwicklung.

5. Perspektiven: Dieser Teil betrachtet Bildung als wesentliches Potential sowie die Konzepte interkultureller Pädagogik als Instrumente zur sozialen Integration.

6. Fazit: Die Schlussbetrachtung betont die Notwendigkeit politischer Förderkonzepte, Sprachförderung und des Engagements der Eltern zur Überwindung von Bildungsdefiziten.

7. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Migration, Armut, Zuwandererfamilien, Flüchtlinge, Asylbewerber, Pädagogik, Bildungschancen, Integration, Interkulturelle Erziehung, Sprachförderung, Lebensbedingungen, soziale Segregation, Kinderarmut, soziale Herkunft, Ausländerpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern aus Zuwandererfamilien, die in Deutschland unter Bedingungen von Armut aufwachsen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Migration, die Definition und Auswirkungen von Armut, die Lebensbedingungen in Unterkünften sowie die Bedeutung von Bildung und Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die spezifische Armutssituation dieser Kinder aufzuzeigen und Strategien, insbesondere durch interkulturelle Erziehung, zur Verbesserung ihrer Integration zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse von Fachliteratur, sozialwissenschaftlichen Studien und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Bereiche Erwerbstätigkeit, Wohnumfeld, Gesundheit, soziokulturelle Integration sowie schulische Bildungsbarrieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Migration, Kinderarmut, Bildungsbenachteiligung, Integration und interkulturelle Pädagogik.

Welchen Einfluss haben Erstaufnahmeeinrichtungen auf Kinder?

Sie führen oft zu einer isolierten Lebensweise in beengten Verhältnissen, die durch familiäre Belastungen und fehlende soziale Kontakte zur Außenwelt geprägt sind.

Warum wird die Schule als "Schule der Integration" bezeichnet?

Weil sie die wichtigste Institution ist, in der grundlegende Bildung vermittelt wird und soziale Disparitäten durch gezielte Förderung abgemildert werden können.

Was ist mit "staatlich verursachter Armut" gemeint?

Dieser Begriff beschreibt Situationen, in denen gesetzliche Bestimmungen (z.B. der Leistungsausschluss nach dem Asylbewerberleistungsgesetz) den Betroffenen die Teilhabe am Existenzminimum verwehren.

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Details

Title
Kindheit und Armut bei Zuwandererfamilien
College
University of Marburg
Grade
1
Author
Ellen-Gesine Weller (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V119776
ISBN (eBook)
9783640232390
ISBN (Book)
9783640232604
Language
German
Tags
Kindheit Armut Zuwandererfamilien Ausländer Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ellen-Gesine Weller (Author), 2006, Kindheit und Armut bei Zuwandererfamilien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119776
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