Depressionen bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter


Seminararbeit, 2007
16 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitung

2. Was ist eine Depression?

3. Die Symptome einer Depression

4. Die besondere Ausprägung der Symptome in der Kindheit
4.1 Kindergartenalter (drittes bis sechstes Lebensjahr):

5. Die Ursachen einer Depression im Kindesalter

6. Depressionen im Kindergarten und in der Grundschule
6.1 Die Diagnose einer Depression im Kindergarten bzw. in der Grundschule
6.2 Depressionen und andere Störungen im Kindergarten bzw. in der Grundschule
6.3 Möglichkeiten der Intervention im Kindergarten und in der Grundschule

7. Therapiemöglichkeiten für depressive Kinder Nachwort

Literaturverzeichnis

Vorwort

"Da wachsen Kinder auf an Fensterstufen und wissen nicht, dass draußen Blumen rufen".

Dieses Zitat von Rilke beschreibt wohl sehr treffend die Situation depressiver Kinder, die zu den positiven Dingen des Alltags schon jeden Bezug verloren haben und den Glauben an das Gute aufgegeben haben.

Es gibt mehrere Gründe, weshalb ich mich gerade für das traurige Thema der "Depressionen im Kindergarten- und Grundschulalter" entschieden habe. Da ich zu keiner Person mit Behinderung einen näheren Kontakt pflege, sowie auch keine Institution beschreiben wollte, schieden diese beiden Optionen schon von vornherein aus.

Zufällig stieß ich dann auf Literatur zum Thema der Depressionen im Kindesalter und fand diese schon von Beginn an sehr ansprechend und interessant. Nachdem ich mich etwas eingelesen hatte, kam ich zur Einsicht, dass dieses Problem häufig nicht wahrgenommen und daher unterschätzt wird. Ich denke, dass man vor allem auch als Kindergärtner/in bzw. als Lehrer/in den Depressionen bei Kindern unbedingt vermehrte Aufmerksamkeit schenken sollte, sowie auch über Symptome, Warnsignale und dem Umgang mit depressiven Kindern aufgeklärt sein sollte.

In meiner Arbeit werde ich versuchen, die Symptome, Ursachen, sowie die Therapie einer Depression im Kindesalter etwas näher zu erläutern. Den besonderen Schwerpunkt dabei werde ich dabei auf die Rolle des Kindergartens bzw. der Grundschule in der Diagnose sowie Intervention bei einer Depression im Kindesalter legen.

1. Einleitung

Noch bis vor etwa 30 Jahren glaubte man, dass das Krankheitsbild der Depression vor der Pubertät aufgrund der fehlenden kognitiven Reife nicht auftreten kann. Erst in den 80er und 90er Jahren begann sich ein gegensätzliches Konzept durchzusetzen, welches besagt, dass auch Kinder Depressionen entwickeln können. Doch damit nicht genug, Depressionen stellen ein sehr schwerwiegendes und nicht zu unterschätzendes Phänomen dar, welches zu großen Beeinträchtigungen im aktuellen, aber auch im späteren Leben führen kann (Groen, Petermann 2000, S. 9).

Laut internationalen Schätzungen leiden 2-3 Prozent aller Kinder im Alter vom ersten bis 12. Lebensjahr unter Depressionen. Schon im späten Grundschulalter beginnen depressive Kinder häufig, sich Gedanken über die Möglichkeit des Suizids zu machen. Die Tatsache, dass der Suizid bei Kindern an 10. Stelle der Todesursachen steht, sollte außerdem zu denken geben und zur Einsicht führen, dass Prävention und gezieltes Eingreifen beim Auftreten von gewissen Alarmzeichen unbedingt notwendig ist.[1]

2. Was ist eine Depression?

Die erste Frage, die sich im Zusammenhang mit dem Thema der Depression im Kindergarten- und Grundschulalter stellt, ist sicherlich jene nach einer Definition des Begriffes "Depression". Unter einer Depression versteht man eine psychische Störung, die sich vor allem in Niedergeschlagenheit, Antriebsschwäche und trauriger Verstimmung äußert.[2]

Laut den Klassifikationssystemen des ICD-10 sowie des DSM IV gehören die Depressionen zu den affektiven Störungen, wobei man zwischen dem ausschließlichen Auftreten von Depressionen, dem ausschließlichen Auftreten von manischen Episoden (sehr selten), sowie einem abwechselndem Auftreten von depressiven und manischen Episoden (bipolare Störung) unterscheidet. In meiner Arbeit werde ich mich jedoch allein auf Depressionen beschränken. Es kann sein, dass eine Depression immer wieder auftritt (rezidivierende Depression), jedoch können auch längere oder kürzere Episoden einer Depression auftreten. Man unterscheidet außerdem Formen einer schweren Depression (Major Depression) sowie jene einer leichten Depression (Minor Depression) (Schäfer 1999, S. 9 f.).

3. Die Symptome einer Depression

Die drei wichtigsten Symptome einer Depression, nämlich die Niedergeschlagenheit, Antriebsschwäche sowie die traurige Stimmung sind schon in der bereits angeführten Definition der Depression enthalten. Jedoch ist zu sagen, dass sich die Symptome einer Depression viel komplexer und vielfältiger zeigen. Neben den angeführten drei Hauptsymptomen können noch folgende Symptome auftreten:

Reduzierte Fähigkeit Freude zu empfinden, Interesselosigkeit, motorische Unruhe, schnelle Ermüdbarkeit, sozialer Rückzug, Selbstwertzweifel, Appetitlosigkeit, Schlafbeschwerden, Konzentrationsschwierigkeiten, Schuldgefühle, Zukunftsängste, Suizidgedanken.

Wahrscheinlich hat ein jeder von uns schon gewisse Erfahrungen mit dem ein oder dem anderen Symptom der Depression gemacht. Von einer richtigen Depression jedoch kann man erst dann sprechen, wenn:

- mehrere (mindestens drei) Symptome gleichzeitig vorliegen
- diese Symptome eine bestimmte Intensität erreichen
- über eine gewisse Zeit andauern (mindestens wenige Wochen) sowie
- im Leben der Betroffenen zu Beeinträchtigungen führen

4. Die besondere Ausprägung der Symptome in der Kindheit

Die eben aufgezeigten Symptome einer Depression kann man teilweise auch bei Kindern beobachten. Jedoch erweist sich die Diagnose einer Depression im Kindesalter im Allgemeinen viel schwerer als bei erwachsenen Menschen. Der wichtigste Grund dafür ist, dass sich eine Depression in der Kindheit oft sehr verborgen zeigt. So treten häufig je nach Alter und Entwicklungsstand sehr verschiedene Symptome auf, welchen nicht unbedingt auf eine Depression schließen lassen.

Im folgenden möchte ich kurz die wichtigsten der Symptome beschreiben, welche bei depressiven Kindern zwischen dem dritten und dem 12. Lebensjahr auftreten können:

[...]


[1] http://www.kinderdorf.it/index.php?id=138

[2] http://gesund.org/lexikon/lexikon-d.htm

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Depressionen bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter
Hochschule
Libera Università di Bolzano
Veranstaltung
Seminar
Note
1,5
Autor
Jahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V119778
ISBN (eBook)
9783640232413
ISBN (Buch)
9783640376872
Dateigröße
418 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Depressionen, Kindern, Kindergarten-, Grundschulalter, Seminar
Arbeit zitieren
Roswitha Seeber (Autor), 2007, Depressionen bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119778

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