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Strukturelle Störungen als Handlungsherausforderung in der ambulanten sozialpädagogischen Einzelbetreuung

Das Manual zur strukturbezogenen psychodynamischen Therapie und seine Bedeutung für die Jugendhilfe nach §35 SGB VIII

Title: Strukturelle Störungen als Handlungsherausforderung in der ambulanten sozialpädagogischen Einzelbetreuung

Seminar Paper , 2008 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Oliver Hülsermann (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Bevor sie sich auf die direkte Suche nach Handlungsmöglichkeiten für die ambulante sozialpädagogische Einzelbetreuung in Bezug auf Jugendliche mit strukturellen Störungen begibt, setzt sich diese Arbeit mit dem Terminus „Strukturelle Störung“ auseinander. Hier soll es darum gehen, herauszustellen, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen und welche Erfahrungen ein Mensch in seinem Lebensumfeld machen musste, damit er auf diese mit strukturellen Störungen reagiert. Ausgehend davon, wirft diese Arbeit einen Blick in die strukturbezogene Psychotherapie nach Gerd Rudolf, um sich zum einen des diagnostischen Mittels bei strukturellen Störungen anzunehmen und zum anderen das Manual der strukturbezogenen psychodynamischen Therapie vorzustellen. Daneben stellt diese Arbeit die ambulante sozialpädagogische Einzelbetreuung Jugendlicher mit ihren Zielen, Inhalten und Arbeitsweisen vor und überträgt die sich aus dem Manual ableitenden neuen Handlungsmöglichkeiten in diesen Bereich der Jugendhilfe.

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Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung und methodisches Vorgehen

1.1 Vorüberlegungen

1.2. Literaturanalyse und Vorgehensweise

2. Strukturelle Störungen

2.1. Grundlagen und Voraussetzungen für die Entwicklung struktureller Störungen

2.1.1. Die frühe strukturelle Entwicklung und Entwicklungsaufgaben

2.1.2. Das Entstehen struktureller Störungen

2.1.3. Gesellschaftliche Aspekte

2.2. Diagnostik struktureller Störungen

2.2.1. Strukturelle Merkmale und Strukturniveaus

2.2.2. Diagnostik struktureller Fähigkeiten

3. Manual der strukturbezogenen psychodynamischen Therapie nach G. Rudolf

3.1. Therapeutische Zielsetzung

3.2 Haltungen und Positionen

3.3 Therapeutische Themen und Interventionen

3.4 Der therapeutische Prozess

4. Die ambulante sozialpädagogische Einzelbetreuung Jugendlicher

4.1. Betreuungsformen

4.2. Ausgangslage und Betreuungsprozess

4.3. Beziehung als Wirkvariable

5. Erweiterte Handlungsmöglichkeiten in der sozialpädagogischen Einzelbetreuung

5.1. Zielgruppe und Ausgangspunkte

5.2 Ansätze und mögliches Vorgehen

5.2.1. Sozialpädagogische Diagnostik

5.2.2. Weiterreichende Hilfeformen

5.2.3. Die Beziehung zwischen Helfer und Klient

5.2.4. Positionen

5.2.5. Themen und Interventionen

6. Zusammenfassende und weiterführende Gedanken

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, wie Erkenntnisse und Methoden aus Gerd Rudolfs "Manual der strukturbezogenen psychodynamischen Therapie" in die ambulante sozialpädagogische Einzelbetreuung Jugendlicher integriert werden können, um die Handlungsmöglichkeiten bei strukturellen Störungen zu erweitern. Ziel ist es, die Qualität und Passgenauigkeit der Betreuungsangebote für diese Zielgruppe durch eine fundierte sozialpädagogische Diagnostik und ressourcenorientierte Ansätze zu verbessern.

  • Grundlagen und Entstehung struktureller Störungen
  • Diagnostik nach dem OPD-System
  • Therapeutische Haltungen und Interventionen nach G. Rudolf
  • Anwendung psychodynamischer Prinzipien in der Jugendhilfe
  • Erweiterte Handlungsmöglichkeiten für Einzelfallhelfer

Auszug aus dem Buch

1.1 Vorüberlegungen

Wenn das Jugendamt einen Träger mit der Betreuung eines Jugendlichen im Rahmen einer ambulanten sozialpädagogischen Einzelbetreuung beauftragt, steht der Einzelfallhelfer nicht selten vor der Frage, wie ihm der Zugang zum Klienten gelingen kann. Häufig gelingt dies, indem sich der Helfer oder Betreuer an der Seite des Jugendlichen positioniert und ihm so signalisiert, dass er für ihn da ist. Diverse „niederschwellige“ Angebote zur Gestaltung der gemeinsamen Zeit sollen eine Beziehung entwickeln, festigen und untermauern. So kann der Klient nach und nach Vertrauen zu seinem Betreuer aufbauen und erfährt, dass er von diesem akzeptiert und ernst genommen wird.

Im weiteren Hilfeverlauf beginnt für Betreuer und Klient die Arbeit an den „Knackpunkten“. Dies sind die Punkte, mit denen der Jugendliche die meisten Probleme hat. So verweigert er beispielsweise die Schule, fühlt sich von seinen Eltern missverstanden, tritt seinen Mitmenschen gegenüber aggressiv auf oder leidet darunter, dass ihm bisher kaum eine Strukturierung seines Alltags gelang. Die Einzelbetreuung hat dann zum Ziel, dass sie mit dem Jugendlichen gemeinsam neue Wege aus diesen Problemen erarbeitet. Immer wieder kommt es aber vor, dass Jugendliche, obwohl sie mit ihrer gegenwärtigen Situation unzufrieden sind, nicht in der Lage sind, Lösungen oder Bewältigungsstrategien zu entwickeln und/oder zu internalisieren. Dies äußert sich dann so, dass der Klient beispielsweise wider besseren Wissens kurz vor dem Abschluss die Schule meidet, nach wie vor in Schlägereien verwickelt ist, begonnene Initiativen oder Beziehungen abbricht oder sich seinen Mitmenschen gegenüber aggressiv und wenig kooperativ zeigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung und methodisches Vorgehen: Einführung in die Problemstellung der Einzelbetreuung bei Jugendlichen mit strukturellen Schwierigkeiten und Darlegung des Vorgehens durch Literaturanalyse.

2. Strukturelle Störungen: Umfassende Darstellung der Grundlagen, Entstehungsbedingungen sowie der diagnostischen Erfassung von strukturellen Störungen.

3. Manual der strukturbezogenen psychodynamischen Therapie nach G. Rudolf: Vorstellung der therapeutischen Zielsetzungen, Haltungen, Themen und Prozesse der strukturbezogenen Psychotherapie.

4. Die ambulante sozialpädagogische Einzelbetreuung Jugendlicher: Analyse der Betreuungsformen, Ausgangslagen und der zentralen Rolle der Beziehung als Wirkvariable in der Jugendhilfe.

5. Erweiterte Handlungsmöglichkeiten in der sozialpädagogischen Einzelbetreuung: Ableitung konkreter sozialpädagogischer Ansätze, Diagnostikmethoden und Interventionsmöglichkeiten aus dem therapeutischen Manual für die Praxis.

6. Zusammenfassende und weiterführende Gedanken: Reflexion der Möglichkeiten einer Verbindung von Therapie und pädagogischer Hilfe sowie Ausblick auf zukünftige Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Strukturelle Störungen, Ambulante sozialpädagogische Einzelbetreuung, Jugendhilfe, Psychodynamische Therapie, Gerd Rudolf, OPD-Diagnostik, Beziehungsgestaltung, Ressourcenorientierung, Sozialpädagogische Diagnostik, Strukturbezogene Therapie, Verhaltensmuster, Entwicklung, Kindheitstraumata, Adoleszenz, Handlungsmöglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Integration psychodynamischer Konzepte der strukturbezogenen Therapie in die ambulante sozialpädagogische Arbeit mit Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Diagnostik struktureller Störungen, die Bedeutung der therapeutischen Haltung und die Übertragung dieser Konzepte auf die Arbeit von Sozialpädagogen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erweiterung des Handlungsspielraums von Einzelfallhelfern, um Jugendlichen mit strukturellen Defiziten bedarfsgerechter begegnen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Grundlagen aus der psychodynamischen Forschung mit Anforderungen der sozialpädagogischen Praxis verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit strukturellen Störungen, die Vorstellung des therapeutischen Manuals von G. Rudolf und die Ableitung praktischer sozialpädagogischer Methoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Strukturelle Störungen, Einzelbetreuung, Jugendhilfe, Psychodynamische Therapie, Diagnostik und Beziehungsarbeit.

Warum stoßen herkömmliche Betreuungsformen bei strukturellen Störungen oft an Grenzen?

Da betroffene Jugendliche häufig nicht über die notwendigen Fähigkeiten zur Selbst- und Beziehungsregulation verfügen, greifen standardisierte "niederschwellige" Ansätze oft zu kurz, um nachhaltige Verhaltensänderungen zu bewirken.

Wie können Sozialpädagogen das Manual von G. Rudolf nutzen, ohne selbst als Therapeuten zu agieren?

Der Einzelfallhelfer nutzt das Manual als Orientierungshilfe für eine sozialpädagogische Diagnostik und um in einer stabilen, wertschätzenden Beziehung gezielt Interventionen und Feedbacks zu setzen, die den Jugendlichen in seiner Entwicklung fördern.

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Details

Title
Strukturelle Störungen als Handlungsherausforderung in der ambulanten sozialpädagogischen Einzelbetreuung
Subtitle
Das Manual zur strukturbezogenen psychodynamischen Therapie und seine Bedeutung für die Jugendhilfe nach §35 SGB VIII
College
Protestant University of Applied Sciences Darmstadt
Course
Sozialpsychiatrie
Grade
1,0
Author
Oliver Hülsermann (Author)
Publication Year
2008
Pages
35
Catalog Number
V119786
ISBN (eBook)
9783640232437
ISBN (Book)
9783640232628
Language
German
Tags
Sozialpsychiatrie Sozialarbeit Sozialpädagogik OPD Hilfen zur Erziehung Strukturelle Störungen SGB VIII Jugendliche Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung Erziehungsbeistand Hilfeplan Hilfeplanung Psychologie Heidelberg Sozialpädagogische Diagnose Jugend ambulante Jugendhilfe strukturelle Entwicklung Entwicklungsaufgaben Gesellschaft Rudolf Struktur Strukturniveau strukturelle Fähigkeiten Diagnostik Therapieprozess Betreuung Betreuungsformen Betreuungsprozess Beziehung Wirkvariabel Helfer Klient Interventionen therapeutische Positionen Aggression Wut Verzweiflung Affekte Objekterleben Bindung Bindungstheorie Selbstsystem Muster Therapie Therapieziele Familie Integrationsniveau Konflikt Krankheitserleben Autonomiesystem Impulssteuerung
Product Safety
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Oliver Hülsermann (Author), 2008, Strukturelle Störungen als Handlungsherausforderung in der ambulanten sozialpädagogischen Einzelbetreuung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119786
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