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Risikoprüfung in der Lebensversicherung

Title: Risikoprüfung in der Lebensversicherung

Bachelor Thesis , 2008 , 59 Pages , Grade: 2

Autor:in: BA Wolfgang Wieser (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

In jedem Lebensversicherungsunternehmen gibt es die so genannte Risikoprüfung. Sie ist ein relativ unscheinbarer Teil der Ablauforganisation. Personen in und außerhalb eines Lebensversicherungsunternehmens sehen die Risikoprüfung nur selten; und wenn, dann selten positiv. Kunden erleben sie, wenn sie zum Arzt gehen sollen, um ein ärztliches Attest für die Beantragung einer Lebensversicherung zu bringen. Mitarbeitern im Verkauf werden die Entscheidungen der Risikoprüfung unangenehm bewusst, wenn sie ihren Kunden erklären müssen, warum diese mehr Versicherungsprämie zahlen sollen als ursprünglich vereinbart wurde.

Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Risikoprüfung in der Lebensversicherung geben. Die Breite und die Tiefe der wissenschaftlichen Themen soll so dargelegt werden, dass die zentralen Aussagen der Teilbereiche der Risikoprüfung herausgearbeitet werden. Besonders Augenmerk wird auf die Relevanz der unterschiedlichen Bereiche in der betriebswirtschaftlichen Praxis und der Risikoprüfung als Gesamtkonzept gelegt. Es soll vor allem die Frage beantwortet werden, was die Prüfung von Risiken iZm Lebensversicherung bedeutet und warum die Risikoprüfung ein Werkzeug ist, das den Erfolg eines Lebensversicherungsunternehmens wesentlich mitbeeinflusst. Die vorliegende Arbeit beschränkt sich dabei auf den deutschsprachigen Raum.

Zu guter Letzt soll auch der eine oder andere Irrtum im Zusammenhang mit der Risikoprüfung aufgeklärt werden. Was antwortet ein Risikoprüfer auf die Frage eines Kunden: „Mein Hausarzt hat mir gesagt, dass ich geheilt bin. Wieso reden Sie von ‚Übersterblichkeit’? Bedeutet das, dass ich nicht mehr lange zu leben habe?“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GRUNDLAGEN DER RISIKOPRÜFUNG

2.1 Definition Risikoprüfung

2.1.1 Personen, Vertragspartner

2.1.2 Risikoprüfung

2.2 Kalkulation: Sterbetafeln, Übersterblichkeit

2.2.1 Sterbetafeln

2.2.2 Übersterblichkeit

2.3 Versicherungsbedingungen

2.3.1 Ausschlussgründe

2.3.2 Anzeigepflichtverletzung

2.3.3 Kosten des Ablebensrisikos, Erhöhte Risiken

3 RISIKOPRÜFUNGSVERFAHREN IN DER LEBENSVERSICHERUNG

3.1 Informationsquellen und Entscheidungshilfen

3.1.1 Antrag mit Gesundheitserklärung

3.1.2 Zusatzinformationen

3.1.3 Instrumente für die Entscheidung

3.1.3.1 Individuelle Informationen vom Kunden oder Ärzten des Kunden

3.1.3.2 Instrumente beim Versicherer

3.1.3.3 Effiziente Nutzung von Informationen

3.2 Produktabhängige Risikobereiche

3.2.1 Ableben, Tod und Unfalltod

3.2.1.1 Ableben, Tod

3.2.1.2 Unfalltod

3.2.2 Critical Illness / Dread Disease

3.2.2.1 Definition

3.2.2.2 Risikobeurteilung

3.2.3 Berufsunfähigkeit

3.2.3.1 Begriff Berufsunfähigkeit

3.2.3.2 Produktvarianten

3.2.3.3 Risikobeurteilung

3.2.4 Erwerbsunfähigkeit oder Arbeitsunfähigkeit

3.2.4.1 Definition Erwerbsunfähigkeit

3.2.4.2 Risikobeurteilung

3.2.5 Unfalldauerinvalidität

3.3 Medizinische Risikoprüfung

3.3.1 Grundlagen

3.3.2 Labordiagnostik

3.3.3 Herz- und Kreislaufsystem

3.3.4 Lungen- und Atemwegssystem

3.3.5 Stoffwechselerkrankungen

3.3.6 Verdauungssystem

3.3.7 Niere und ableitende Harnwege

3.3.8 Weitere Prüfungsfelder

3.4 Sonderrisiken

3.4.1 Definition

3.4.2 Berufsrisiken

3.4.3 Sportrisiken

3.4.3.1 Tauchen

3.4.3.2 Bergsport

3.4.3.3 Automobil-, Motorsport

3.4.4 Aufenthaltsrisiken, Flugrisiken

3.4.4.1 Aufenthaltsrisiken

3.4.4.2 Flugrisiken

3.5 Finanzielle Risikoprüfung

3.5.1 Grundlagen

3.5.2 Verfahren

3.5.3 Geldwäsche, Terrorfinanzierung

3.6 Ergebnisse der Risikoprüfung

3.6.1 Annahme zu Standardbedingungen bis Ablehnung

3.6.1.1 Annahme zu Standardbedingungen

3.6.1.2 Ablehnung / Zurückstellung

3.6.1.3 Erhöhtes Risiko: Prämienzuschlag (Risikozuschlag)

3.6.2 Alternativen: Reduktion des Deckungsumfangs

4 HERAUSFORDERUNGEN DER RISIKOPRÜFUNG

4.1 Organisation: Sachbearbeiter und Spezialisten

4.2 Risikoprüfer im Spannungsfeld der Interessen

4.3 Vergleich: Papier- und Software-unterstützter Risikoprüfung

4.3.1 Klassische Hilfsmittel

4.3.2 Software-Unterstützung

4.4 Aktuelle Entwicklungen

4.4.1 Papierlose Verarbeitung

4.4.2 Rechtliche Rahmenbedingungen

4.4.3 Überprüfung von Richtlinien

5 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Prozess der Risikoprüfung in Lebensversicherungsunternehmen im deutschsprachigen Raum. Ziel ist es, die wissenschaftlichen und praktischen Aspekte der Risikobeurteilung zu beleuchten, zu klären, warum Risikoprüfung ein wesentliches Werkzeug für den Unternehmenserfolg ist, und dabei gängige Irrtümer im Zusammenhang mit versicherungstechnischen Begriffen auszuräumen.

  • Grundlagen und Definitionen der Risikoprüfung sowie mathematische Basis (Sterbetafeln)
  • Differenzierung zwischen medizinischen, beruflichen, sportlichen und finanziellen Risiken
  • Vergleich klassischer und software-gestützter Prüfverfahren
  • Organisation der Risikoprüfung und Herausforderungen im Interessensspannungsfeld
  • Aktuelle Entwicklungen wie papierlose Verarbeitung und rechtliche Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

3.3.3 Herz- und Kreislaufsystem

Der Blutkreislauf hält die biologischen Funktionen des Körpers aufrecht. Das Blut dient dem Körper dabei als Transportmittel.67 Es wird durch Druck aus dem Herz in die Schlagadern (Arterien) gepumpt, fließt weiter bis in die kleinsten Blutgefäße (Kapillaren), wo der Stoff- und Gasaustausch mit den Zellen stattfindet. Durch einen Sog (Unterdruck) wird das Blut über die Venen zum Herzen zurückgeleitet. „Das Herz-, Kreislaufsystem stellt die Ver- und Entsorgung aller Körperzellen sicher.“68

Eine Auswahl wichtiger Untersuchungsmethoden: Blutdruckmessung (nach River Rocci benannte RR-Werte: systolisch/diastolisch69), Langzeit-Blutdruckmessung (24-Stunden-Aufzeichnung), Elektrokardiogramm (EKG), Belastungs- oder Langzeit-EKG, Phonokardiogramm (Herztönemessung), Röntgenuntersuchung, Echokardiographie (Ultraschall).

Relevante Herzerkrankungen sind u.a.70: Herzinsuffizienz (eingeschränkte Herzleistung), Koronare Herzerkrankung (Herzkranzgefäße), Myokardinfarkt (Absterben von Herzmuskelgewebe), angeborene Herzfehler, Herzrhythmusstörungen, Tachykardie (zu hoher Puls), Kammerflattern/-flimmern.

Die Summe der möglichen Erkrankungen, die Beurteilung von Untersuchungsergebnisse und eine daraus resultierende Prognose ist, wie auch bei den anderen medizinischen Themenbereichen, grundsätzlich den Gesellschaftsärzten, sehr erfahrenenen Risikoprüfern sowie den Spezialisten der Rückversicherer vorbehalten. Für die Entscheidungsfindung iZd der Einschätzung des Risikos werden die Antworten auf Antragsfragen, ein vorhandenes Attest bzw. Untersuchungsbefunde geprüft. Falls erforderlich, wird die zu versichernde Person um Vorlage weiterer Untersuchungen ersucht. Gibt es Anzeichen für eine Herz-Kreislauferkrankung, bereitet der Risikoprüfer die Entscheidung mit Hilfe der Einschätzungsbücher und/oder Software inklusive Kalkulatoren auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Diese Einleitung skizziert die Rolle der Risikoprüfung als unscheinbaren, aber zentralen Prozess in Lebensversicherungsunternehmen, der den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinflusst.

2 GRUNDLAGEN DER RISIKOPRÜFUNG: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und versicherungstechnischen Grundlagen, wie Sterbetafeln und Versicherungsbedingungen, auf denen die Risikoprüfung aufbaut.

3 RISIKOPRÜFUNGSVERFAHREN IN DER LEBENSVERSICHERUNG: Dieser umfangreiche Hauptteil beschreibt detailliert die verschiedenen Informationsquellen, Entscheidungshilfen und spezifischen Risikobereiche (medizinisch, beruflich, sportlich, finanziell), die für eine fundierte Risikoeinschätzung notwendig sind.

4 HERAUSFORDERUNGEN DER RISIKOPRÜFUNG: Hier werden die organisatorischen Aspekte, die Rolle des Risikoprüfers im Spannungsfeld der Interessen sowie der technologische Wandel und aktuelle Entwicklungen wie die Automatisierung der Prüfung diskutiert.

5 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Das Fazit fasst die Bedeutung eines exakten und effizient organisierten Risikoprüfungsverfahrens für den Marktvorteil und das positive Wirtschaften des Lebensversicherers zusammen.

Schlüsselwörter

Risikoprüfung, Lebensversicherung, Versicherungsmedizin, Sterbetafel, Underwriter, Risikozuschlag, Antiselektion, Sonderrisiken, Versicherungsvertragsgesetz, Gesundheitserklärung, Rückversicherung, Leistungsstaffel, Prämienkalkulation, Versicherungsrisiko, Datensicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit behandelt den Prozess der Risikoprüfung in Lebensversicherungsunternehmen und deren zentrale Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg und die Stabilität des Versicherungssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der medizinischen Einschätzung, der Bewertung von Sonderrisiken (Beruf, Sport, Aufenthalt) sowie der finanziellen Risikoprüfung zur Vermeidung von Betrug und Antiselektion.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist ein umfassender Überblick über die wissenschaftliche Breite und die praktische Tiefe der Risikoprüfung, um die Zusammenhänge zwischen Risikoeinschätzung, Tarifierung und Unternehmenserfolg darzustellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse versicherungswirtschaftlicher Quellen sowie der Auswertung von Versicherungsbedingungen, Sterbetafeln und praktischen Erfahrungswerten aus der Versicherungsbranche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Instrumente der Informationsbeschaffung, spezifische produktabhängige Risikobereiche und die medizinische Risikoprüfung bei verschiedenen Organsystemen erörtert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Risikoprüfung, Sterbetafel, Underwriting, Versicherungsmedizin, Sonderrisiken und Antiselektion geprägt.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Standardrisiko und Sonderrisiken für Versicherer eine Rolle?

Diese Differenzierung ermöglicht es dem Versicherer, homogene Risikopools zu bilden und die Prämie individuell an das tatsächliche Risiko anzupassen, um die Rentabilität des Unternehmens zu sichern.

Wie beeinflussen rechtliche Rahmenbedingungen den Prozess der Risikoprüfung?

Gesetzliche Vorgaben, wie z.B. Gleichbehandlungsrichtlinien oder das Gentechnikgesetz, schränken die Zeichnungsmöglichkeiten ein und zwingen Versicherer dazu, Risikokategorisierungen nachvollziehbar, statistisch belegbar und diskriminierungsfrei zu gestalten.

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Details

Title
Risikoprüfung in der Lebensversicherung
College
FH JOANNEUM Kapfenberg
Grade
2
Author
BA Wolfgang Wieser (Author)
Publication Year
2008
Pages
59
Catalog Number
V119827
ISBN (eBook)
9783640236510
ISBN (Book)
9783640244270
Language
German
Tags
Risikoprüfung Lebensversicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Wolfgang Wieser (Author), 2008, Risikoprüfung in der Lebensversicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119827
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