Frauen und rumänische Politik

Wie die Europäische Union die politische Partizipation beeinflusst


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006
34 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Einflussfaktoren der politischen Partizipation der
Frauen in Rumänien
2.1. Die Repräsentation der Frau auf lokaler Ebene
2.2. Frauen als Parteimitglieder
2.3. Die Repräsentation von Frauen auf der Parlaments- und
Regierungsebene

3. Rumänische Gleichstellungspolitik nach dem EU Muster
3.1. Übernahme des gender-aquis
3.2. Programme zur Frauenförderung und Gender Mainstreaming
3.3. Partizipation von Frauen in Nichtregierungsorganisationen
(NROs)

4. Schlussfolgerungen

5. Literaturverzeichnis

6. Anhang

1. Einleitung

Unter Feminismus wird eine theoretische Richtung verstanden, die für die Rechte und für die Gleichberechtigung der Frauen kämpft.[1] Feminismus, Emanzipation oder Gleichberechtigung ist auf der politischen Agenda der Europäischen Union schon seit den 70er Jahren ein etabliertes Thema. Die Teilhabe der Frauen am politischen Geschehen und das Bekenntnis einiger Politikerinnen zum Feminismus gehört zur Normalität.[2]

Die Nichtregierungsorganisationen (NROs) erhoffen sich mit dem EU Beitritt Rumäniens eine öffentliche Debatte zur Geschlechterpolitik, die als „gewünschter Nebeneffekt“ eine aktivere politische Partizipation der Frauen haben könnte.[3] Die öffentliche Meinung ist bezüglich der geringen Teilnahme der rumänischen Frauen an politischen Entscheidungsprozessen zwiespältig: die konservativen Politiker fordern die Frauen auf, zu ihrer traditionellen Rolle zurückzukehren, wobei die Sozial-Demokratische Partei und die Demokratische Partei sich bemühen, Frauen in ihre Politik einzubeziehen.[4]

Der bevorstehende EU Beitritt wird von der Einhaltung der Kopenhagener Kriterien konditioniert. Das letzte Aufnahmekriterium, die Übernahme des gemeinsamen Rechtsbestandes, beinhaltet die Richtlinien zur Gleichstellung, auch „gender-aquis“ benannt. Das heißt, dass der EU-Erweiterungsprozess auch einen gender-Aspekt hat: je nachdem wie das „gender-aquis“ übernommen und praktisch umgesetzt wird, können auch die bestehenden Disparitäten zwischen Männern und Frauen verstärkt oder verringert werden.[5]

Die größte Ungleichheit zwischen Männern und Frauen in Rumänien macht sich auf der politischen Bühne bemerkbar. Laut einer Statistik der Interparlamentarischen Union Rumäniens zu Frauen in der Politik belegt Rumänien von 191 Staaten den 75. Platz.[6] Auch wenn Rumänien sich im globalen Kontext in der Mitte befindet, ist für EU-Verhältnisse diesen Rang deutlich zu niedrig. Woher kommt diese Ungleichheit auf politischer Ebene? Kann die Europäische Union die patriarchalen politischen Strukturen durchbrechen und eine aktive Präsenz der Frauen in der Politik fördern?

Um eine Antwort auf dieser Frage zu finden, müssen wir den Rahmen unserer Analyse festlegen. In einem ersten Schritt werden die Einflussfaktoren analysiert, die eine höhere Beteiligung der Frauen an der rumänischen Politik bewirken können. Dabei werden wir uns nur auf die politisch-institutionellen Ebene konzentrieren und die strukturellen Faktoren (Beruf oder Einkommen der Frauen) ausblenden. Wir werden der Reihe nach die Präsenz der Frauen auf der lokalen, der Parlaments- und der Regierungsebene untersuchen, um mögliche Gründe für ihre geringe Teilnahme zu finden. Um den Rahmen der Analyse zu ergänzen und die Hauptbarriere der Frauen auf ihren Weg in der Politik festzulegen, werden die Charakteristika der patriarchalen politische Struktur aus einer feministischen Perspektive vorgestellt, ohne aber auf die politische Kultur, auf Stereotypen oder Identitäten näher einzugehen.

Zum Kern der Leitfrage, ob die Union die betonierten Strukturen durchbrechen kann, kommen wir im zweiten Kapitel. Weil die politische Partizipation der Frauen in direkter Verbindung mit der Gleichstellungspolitik steht, wird die rumänische Gleichstellungspolitik untersucht. In drei Unterkapiteln wird der Frage nachgegangen, ob Rumänien aus der gender-Perspektive reif für einen Beitritt ist. Um den Einfluss der Union auf die rumänische Politik zu messen, wird die politische Ebene mit ihrer rechtlichen Bemühungen, die Teilnahme an Aktionsprogrammen und die Implementierung des Gender Mainstreaming[7] Ansatzes durchleuchtet. Dabei wird die Frage berücksichtigt, ob die politische Partizipation der Frauen vom Staat gefördert wird.

Unter Partizipation werden „ […] jene Verhaltensweisen von Bürgern verstanden, die sie alleine oder mit anderen freiwillig mit dem Ziel unternehmen, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen.“[8] Dabei wird in der Partizipationsforschung zwischen „verfasster“ (die institutionell erfassten Handlungen) und „unverfasster“ Partizipation (die außerinstitutionellen Handlungen) unterschieden.[9] Da die politische Partizipation verfasst oder unverfasst sein kann, wird auch untersucht, welchen Einfluss die Union auf die Aktivität der rumänischen NROs ausübt.

2. Einflussfaktoren der politischen Partizipation der Frauen in Rumänien

Warum ist es überhaupt wichtig, dass die Frauen in der rumänischen Politik präsent sind? Die Frauen sind der Verfassung nach den Männern gleichgestellt, sie haben die gleichen Rechte und das gleiche Wahlrecht. Theoretisch gesehen sind sie vor dem Gesetz gleichgestellt. Sie stellen über 51,2% der rumänischen Bevölkerung aus und könnten somit die Fraueninteressen besser vertreten.[10]

Aus der gender-Perspektive sprechen die PolitikwissenschaftlerInnen über ein verändertes Demokratiekonzept, welches die Frauen in gleicher Weise wie die Männer einbeziehen soll. Dieses neue Konzept erkennt das Machtgefälle zwischen Frauen und Männern an und versucht durch gezielten politischen Handel[11] dieses strukturelle Defizit zu bekämpfen. Das Hauptziel dieses emanzipatorischen Konzeptes ist die Erzeugung einer equilibrierten Gesellschaft, wo Männer und Frauen das Ziel der Selbstbestimmung verfolgen können.[12]

Beate Hoecker und Gesine Fuchs entwickelten ein Muster, wo sie die Einflussfaktoren analysierten, die die politische Partizipation der Frauen fördern. Sie analysierten die politische Beteiligung der Frauen vergleichend in den Staaten der EU 15 und den neuen Beitrittsstaaten. Sie identifizierten vier Einflussfaktoren derpolitischen Beteiligung: die Charakteristika der politischen Kultur, die strukturellen Faktoren, die Wahl- und die Parteiensysteme und das politische Rekrutierungsmuster.[13] Um den Rahmen der Hausarbeit nicht zu sprengen, wird die Frage nach der politischen Partizipation der Frauen aus Rumänien hauptsächlich anhand der politisch-institutionellen Faktoren beantwortet. Dabei werden wir uns nur auf das Regierungs-, Wahl- oder Parteisystem und auf die Karrieremuster / politische Laufbahn beschränken.

Begünstigt das politische System Rumäniens die politische Beteiligung der Frauen? Wie sind die Frauen in dem System repräsentiert und ist ein Trend zu erkennen? Die Antwort auf diese Fragen wirkt spannend, da wenige wissenschaftliche und darstellende Forschungsarbeiten zu diesem Thema geschrieben wurden.

Die Geschlechterpolitikanalysen in Rumänien konzentrieren sich auf die Probleme der politischen Kultur und setzen sich mit der patriarchalen Gesellschaft, mit Vorurteilen, Stereotypen und Bildern der Frauen und Männer auseinander. Die meistens Studien werden von MitarbeiterInnen der Frauenorganisationen durchgeführt. Sie wollen die Öffentlichkeit für die sozialen Probleme der Frauen, wie zum Beispiel die Gewalt in der Familie, Prostitution oder Armut der Frauen sensibilisieren. Ihre Kampagnen (in Zusammenarbeit mit der Regierung, mit internationalen Frauenorganisationen oder mit der EU) konzentrieren sich hauptsächlich auf diese Problemfelder der rumänischen Gesellschaft.

Dabei wäre der erste Schritt zur erfolgreichen Bekämpfung dieser Probleme eine bessere Repräsentation auf politischer Ebene. Wenn mehr Frauen politisch aktiv wären, oder zumindest Gebrauch von ihrem Wahlrecht machen würden (nicht nur mit einer Wahlbeteiligung von 60% wie bei der letzten Wahl), dann würden ihre Probleme auch einen anderen Stellenwert auf der politischen Agenda haben.[14] Trotz „unzureichender“ Daten wird die Repräsentation der Frauen auf mehreren politischen Ebenen analysiert, um dann mögliche Schwierigkeiten und Probleme der Partizipation identifizieren zu können.[15]

2.1 Die Repräsentation der Frau auf lokaler Ebene

In Rumänien gilt der Bürgermeister sprichwörtlich als „cel mai gospodar dintre gospodari“(der Fleißigste unter den Fleißigsten). Er/sie stellt sich zur Wahl und wird von einer Partei oder von einer Gruppe im Wahlkampf unterstützt. Die Amtszeit beträgt vier Jahre und die Bedingungen, die für die Wahl erfüllt werden müssen, sind im Gesetz für die öffentliche Verwaltung 215/2001 festgelegt.[16]

Die Statistiken des Zentralen Wahlbüros zeigten, dass im Wahljahr 1996 nur 81 Frauen als Bürgermeisterinnen (das entspricht 3% der Ämter), 2434 als Mitglieder des Stadtrates (6%) und nur 94 als Kreisratmitglieder gewählt wurden.[17] Wir können einen Trichtereffekt beobachten: je höher wir auf der Skala der lokalen und regionalen Administration steigen, desto geringer wird die Zahl der Frauen. In Führungspositionen, wie die der Bürgermeisterin, stellvertretenden Bürgermeisterin oder Stadtberaterin von größeren Städten, die mehr als 10.000 Einwohner haben, sind die Frauen in der Amtszeit von 1996-2000 gar nicht präsent. In dem Wahljahr 2000 zeigen die Statistiken eine leicht steigende Tendenz: es wurden in den etwa 3000 Rathäuser Rumäniens 109 Frauen als Bürgermeisterinnen gewählt, aber insgesamt findet sich die Tendenz der Ausklammerung der Frauen aus den Führungspositionen wieder.

Für das Wahljahr 2004 stellte das zentrale Wahlbüro keine separate Statistiken für Männer und Frauen zur Verfügung, doch die Wahlen von 2004 sorgten für eine Überraschung: es wurden in Sighetu-Marmaţiei und in Urlaţi, zwei relativ grössere Städte, Frauen als Bürgermeisterinnen gewählt.[18] Die rumänische Presse kommentierte die Entscheidung der Bevölkerung als eine Seltenheit.

Aus den offiziellen Wahlstatistiken gehen keine Erklärungsansätze zu der geringen politischen Partizipation von Frauen auf der kommunalen Ebene hervor. Warum wollen die Frauen sich nicht für ihre Stadt engagieren und politisch aktiv werden? Eine erste mögliche Antwort könnte ihre eigene Einstellung gegenüber der kommunalen Politik sein. Um sich stark für die kommunale Politik zu machen, müssten die Frauen ein authentisches Bild[19] von sich haben und klare Interessen vertreten. Die aktuelle Phase der Transformation (sowohl rechtlich als auch gesellschaftlich gesehen) erschwert den Weg einer Frau in die Politik einzusteigen, da sich die Forderungen, die Einstellungen und die Interessen der Wählerschaft andauernd ändern. Eine Frau, die sich als Bürgermeisterin wählen lässt, muss sich gegen die männlichen Kandidaten durchsetzen, einen aggressiven Wahlkampf führen und nicht auf die verbalen Attacken hören.[20] In dem Wahlkampf verändert die Frau ihr Benehmen, sie passt sich an das Verhalten der Männer an und wird selbst aggressiv. Viele Frauen wissen über den aggressiven Wahlkampf und seine Folgen bescheid, also wollen sie sich gar nicht erst zur Wahl stellen.[21]

Um Bürgermeisterin zu werdenmüsste zweitens eine Frau gewählt werden. Das Phänomen der Politikverdrossenheit ist in Rumänien sehr verbreitet und die Frauen wählen relativ selten im Vergleich zu den Männern.[22] Auch wenn mehr Frauen wählen würden, würden die Rumäninnen keine Frau als Bürgermeisterin wählen, weil sie nicht solidarisch sind.[23] Die gleichen Meinungsumfragen zeigen, dass sowohl unter den Frauen, als auch unter den Männern die Meinung herrscht, dass Frauen für die Führungspositionen im Allgemeinen nicht geeignet wären.[24]

Ein dritter Erklärungsansatz zu der verringertenPräsenz der Frauen auf der lokalen Ebene wäre, dass sie ihre Ziele und Objektive den dazugehörigen politischen Parteien anpassen müssen. Die Parteien in Rumänien vertreten allerdings wenig bis gar nicht die Fraueninteressen, die Gleichberechtigung oder ihre politische Förderung. Ihre Programmatik, oft chaotisch und ohne eine stabile Doktrin, verfolgt Ziele, wie die Stabilisierung der Marktwirtschaft, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit oder der Inflation und die Verminderung der Migration.

Eine vierte, verbreitete soziologische Erklärung zu der geringen Präsenz von Frauen auf der politischen Bühne wird durch eine Trennung der sozialen Sphären erklärt: Frauen befinden sich in der privaten Sphäre (Familie, Haushalt, kleine Gruppen) und Männer in der öffentlichen Sphäre der Gesellschaft.[25]

„…Das Eintreten der Frauen in den öffentlichen Raum ist durch ihre Eingrenzung in den privaten Bereich gestoppt, der Status der Hausfrau wird beliebter und ihre Sozialisation wird an ihre Rolle als Mutter gekoppelt. Den Frauen wird eine niedrige Stellung im öffentlichen Leben versichert, sie werden in separate Einrichtungen gebracht, im besten Fall ganze Arkaden von Frisör bis politische Organisationen. Im öffentlichen Raum stellen die Frauen eine Randgruppe dar, und ideologisch gesehen werden die Frauen indoktriniert, um für die Männer keine Konkurrenz darzustellen.“ [Mihaela Miroiu: Drumul catre autonomie. Teorii politice feministe. (Der Weg zur Autonomie. Politische feministische Theorien), 2004, S. 221, eigene Übersetzung]

Das Sprungbrett der Frauen ins politische Leben könnte durch die aktive Mitarbeit in eine politische Partei erleichtert werden. Das politische Laufbahnmuster und die Charakteristika des rumänischen Parteiensystems stellen weitere institutionelle Faktoren dar, die uns helfen, die geringe Repräsentation von Frauen in der Politik zu verstehen.

2.2. Frauen als Parteimitglieder

Die Frauen, die eine politische Karriere in Rumänien anstreben, haben verschiedene politische Laufbahnen hinter sich. Der übliche Weg ist durch die Frauenorganisation einer Partei. Um der Frage nachzugehen, was und wie effektiv die Aktivität solcher Organisationen ist, wird die Aktivität von drei große Parteien vergleichend untersucht: die Frauenorganisation der Demokratischen Partei Rumäniens (FDPR), die Frauenorganisation der Liberalen Partei Rumäniens (FLPR) und die Frauenorganisation der Sozial-Demokratischen Partei Rumäniens (FSDPR).

Alle drei Organisationen sind durch das Parteiprogramm und durch die Doktrin als fester Bestandteil der Partei festgelegt und rechtlich als Unterorganisationen eingegliedert. Die Frauenorganisationen behandeln in ihrer Agenda weibliche, schwache Themen, von denen hauptsächlich Frauen betroffen sind, wie zum Beispiel Sozial- und Familienpolitik, Erziehungs- und Bildungspolitik oder häusliche Gewalt und Prostitution.[26]

Die FDPR und die FSDPR, zwei starke Organisationen mit sozialer Doktrin, versuchen protektionistische Frauenpolitiken und Chancengleichheit zu fördern. Die Liberale Partei gründete erst 2003 eine eigene Frauenorganisation. Sie funktionierte nur unter der Bedingung einer Engagierung für die freie Marktwirtschaft. Den Parteien fehlt eine feministische Agenda, sie geben ihren weiblichen Mitgliedern keine Entfaltungsfreiheit nach dem Verständnis der EU. Die Organisationen werden unter „ einer Glaskuppel “ gehalten und die Frauen mit radikalen oder „anderen“ Ideen werden nicht unterstützt, sondern ausgeklammert.[27]

Bei welcher Partei werden die Frauen gefördert? In den frühen neunziger Jahren war das rumänische Parteienspektrum von einer enormen Breite gekennzeichnet: es entstanden über 30 Fraktionen nur von der Liberalen Partei. Durch das neue Parteiengesetz verschwanden die meisten, oder die Fraktionen bildeten Allianzen. Eine Partei nur für Frauen, wie in anderen Ländern des mittel- und osteuropäischen Raumes, gab es allerdings nicht.[28]

[...]


[1] Die Definitionen des Feminismus ist umstritten und missverstanden, da es sich in mehrere Arten untergliedert: liberales, radikales, kulturelles, schwarzes / „Dritte Welt“ und post-modernes Feminismus. Vgl. Pettman, Jan Jindy: Gender issues, in: Baylis, John und Smith, Steve: The Globalisation of World Politics. An introduction to international relations. Second Edition, Oxford 2001, S. 586-587

[2] Beispielweise das FEMM-Ausschuss des Europäischen Parlaments, das die Rechte der Frauen auf der EU Ebene vertritt.

[3] Diese Hoffnungen tauchen in den Publikationen der Societatea de Analize Feministe AnA (Gesellschaft für Feministische Forschung AnA) auf. Unter http://www.anasaf.ro/ro/index.html, abgerufen am 18.07.06

[4] Die genauen Politiken werden im Punkt 2.2. näher erläutert.

[5] Vgl. Frey, Regina: Genderaspekte des EU-Erweiterungsprozesses, Bundeszentrale für politische Bildung, unter: http://www.bpb.de/files/R8SHXZ.pdf, abgerufen am 18.07.06

[6] Vgl. Ruse, Liliana: Romania – pe locul 75 in lume la femei politican (Rumänien – auf den 75. Platz in der Welt bei Frauen-Politiker) in Adevarul von 8.03.2005, unter http://www.9am.ro/revistapresei/Politica/5783/Romania-pe-locul-75-in-lume-la-femei-politician, abgerufen am 18.07.06

[7] Das Begriff Gender Mainstraming steht für die Berücksichtigung der Geschlechterperspektive in allen Phasen des politischen Prozesses. Ziel ist die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern.

[8] Kaase, Max: Politische Beteiligung / politische Partizipation, in Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik, unter

http://www.bpb.de/wissen/06713986635846339646200579504445,0,0,HpS_Politische_BeteiligungPolitische_Partizipation_040402.html, abgerufen am 31.07.06

[9] Vgl. ebenda

[10] Letzte Volkszählung aus 2003 bei dem Institutul National de Statistica (Der Nationale Institut für Statistik), unter http://www.insse.ro/anuar_2004/zip_r2004/cap2-pop.pdf, abgerufen am 27.07.06

[11] Darunter ist die politische Aktivität von Bewegungen und Organisationen zu verstehen, die durch ihre gezielte Lobby-Arbeit Druck auf die Abgeordneten machen.

[12] Vgl. Fuchs, Gesine / Hoecker, Beate: Ohne Frauen nur eine halbe Demokratie. Politische Partizipation von Frauen in den osteuropäischen Beitrittsstaaten, unter: http://library.fes.de/pdf-files/id/01931.pdf, abgerufen am 12.07.06

[13] Siehe Anhang: Abbildung 1 – Einflussfaktoren politischer Partizipation von Frauen

[14] Vgl. Miroiu, Mihaela: Drumul catre autonomie. Teorii politice feministe (Der Weg zur Autonomie. Politische feministische Theorien), Bukarest, 2004, S. 221

[15] Die Daten sind „unzureichend“ für unsere Problematik, weil der Nationale Institut für Statistik oder das Zentrale Wahlbüro nur wenige nach dem Geschlecht getrennte Statistiken zur Verfügung ins Internet stellt.

[16] Legea 215/2001 pentru administratie publica (Gesetz für die öffentliche Verwaltung), unter http://cltpn.ngo.ro/legea_215_2001.htm, abgerufen am 13.07.06

[17] Siehe Tabelle 5 aus dem Anhang

[18] Sighetu Marmatiei ist eine Stadt im Norden des Landes, in Maramures, mit einer Bevölkerung von etwa 41.200 Einwohnern. Die Bürgermeisterin, Frau Eugenia Godja von der PSD versucht mit Projekte das touristische Potenzial der Stadt zu benutzen. Mehr unter http://www.primaria-sighet.ro/pprimar.php Die Stadt Urlati aus dem Kreis Prahova hat nur 11.600 Einwohner. Die Bürgermeisterin Claudia Dinu, die in einem schweren Autounfall verwickelt wurde, musste aus ihrem Amt zurücktreten. Mehr unter http://www.adevarulonline.ro/2002-07-17/Flagrant/primarita-din-urlati-implicata-intr-un-grav-accident-de-circulatie_17950.html, abgerufen am 13.07.06

[19] In der Forschung zu dem Bild der rumänischen Frauen finden sich mehrerer Ansätze, wie zum Beispiel die Frau als Hausfrau, als Erwerbstätige oder als Sexobjekt. Ein autohtones, authentisches Bild hat sich noch nicht herauskristallisiert.

[20] Die männlichen Kandidaten der Partei Großrumänien fordern oft ihre weiblichen Kontrahenten auf, zurück zu ihrer Pflichten als Hausfrau und Mutter zu kehren. Mehr in Frunza, Mihaela: Intre tigaia de teflon si tribuna parlamentara (Zwischen der Teflonpfanne und der parlamentarischen Tribune), unter http://www.revista22.ro/html/index.php?art=2203&nr=2005-11-16, abgerufen am 7.06.2006

[21] Fuszara, Malgorzata: „Unvollendete Demokratie“: Frauen, Männer und die Macht in Polen, in Hoecker, Beate und Fuchs, Gesine (Hrsg.): Handbuch politische Partizipation von Frauen in Europa, Band II: die Beitrittsstaaten, Wiesbaden, 2004, S. 87-88

[22] Bei der Wahlen aus dem Jahr 2000 waren 60% Frauen und 71% Männer, in Miroiu, Mihaela: Drumul catre autonomie. Teorii politice feministe (Der Weg zur Autonomie. Politische feministische Theorien), Bukarest, 2004, S. 221

[23] Barometrul de gen (Gender-Barometer) für August 2000. Zu der Frage ob die Frauen zusammenhalten, fanden 46% der Befragten, dass sie es nicht tun, 40% dass sie es tun und 14% antworteten mit „weiß nicht.“ Unter http://www.gallup.ro/romana/poll_ro/releases_ro/pr030411_ro/pr030411_ro.htm, abgerufen am 13.07.06

[24] Die Meinungsumfragen von The Gallup Organisation Romania zu der Frage, ob eine Frau oder ein Mann besser für Führungspositionen geeignet wäre, zeigten dass 2% der Befragten antworteten, dass eine Frau besser wäre, 36% waren für Männer, 58% antworteten dass das Geschlecht unwichtig wäre und 4% hatten keine Meinung, vgl. ebenda.

[25] Vgl. Gheaus, Anca: Feminism and the public-private distinction in romanian society, in Jähnert, Gabrielle (Hrsg.): Gender in Transition in Eastern and Central Europe Proceedings, Berlin, 2001, S. 183

[26] Vgl. Sozial-Demokratische Partei unter http://www.psd.ro/ und Demokratische Partei unter http://www.pd.ro/, abgerufen am 19.07.2006

[27] Diese Schlussfolgerung wird von Oana Baluta in ihrer Untersuchung zur politischen Repräsentation der Interessen von Frauen in der Politik bekräftigt. Sie führte Interviews mit Mitgliedern von der Demokratischen Partei durch. Sie fühlen sich ausgeklammert und ignoriert, auch wenn sie sich im Klaren waren, welche Interessen sie vertreten sollen. Vgl. in Baluta, Oana: Cupola de sticla a politicii (Die Glaskuppel der Politik), in Revista 22, unter http://www.revista22.ro/, abgerufen am 19.07.2006

[28] Die Gruppe 222 war einzige politische rumänische Gruppierung, die sich für die gleichen Rechte der Frauen stark machen wollte. Sie war aber keine Partei.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Frauen und rumänische Politik
Untertitel
Wie die Europäische Union die politische Partizipation beeinflusst
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Institut für Politikwissenschaften)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
34
Katalognummer
V119927
ISBN (eBook)
9783640240111
ISBN (Buch)
9783640244386
Dateigröße
609 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauen, Politik, Hauptseminar
Arbeit zitieren
Dipl. Anca Comaniciu (Autor), 2006, Frauen und rumänische Politik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119927

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