In dieser Arbeit wird das Thema Business Process Reengineering in den Grundzügen näher gebracht. Der Text beinhaltet eine theoretische Sicht auf die Grundlagen des Business-Process-Reengineering, kurz BPR.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. SCHLÜSSELWÖRTER
3. ENTGEGEN DEM TAYLORISMUS
4. KONZEPTION UND VORGEHEN BEI BPR
4.1 PROZESSORIENTIERUNG
4.2 ZIELE
4.3 PHASEN
4.3.1 IDENTIFIKATIONSPHASE
4.3.2 REDESIGN-PHASE
4.3.3 IMPLEMENTIERUNG
5 ERFOLGSFAKTOREN
5.1 DIE INFORMATIONSTECHNOLOGIE UND IHR STELLENWERT
5.2 ANFORDERUNGEN AN DIE MITARBEITER
5.2.1 ANFORDERUNGEN AN DIE FÜHRUNGSKRÄFTE
5.2.2 ANFORDERUNGEN AN DIE MITARBEITER
6. STOLPERSTEINE
7. SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die theoretischen Grundlagen des Business Process Reengineering (BPR) darzulegen und dessen konzeptionelles Vorgehen von der Identifikation bis zur Implementierung zu erläutern, wobei die Abgrenzung zum klassischen Taylorismus im Vordergrund steht.
- Grundbegriffe und Definitionen des BPR
- Abkehr von tayloristischen Organisationsstrukturen
- Methodisches Vorgehen: Identifikation, Redesign und Implementierung
- Bedeutung der Informationstechnologie als Enabler
- Erfolgsfaktoren sowie typische Stolpersteine bei Reengineering-Projekten
Auszug aus dem Buch
2. Schlüsselwörter
Das Schlüsselwort „fundamental“ steht für die Beantwortung der Frage nach Sinn und Zweck jedes Prozesses und nach der Art und Weise wie dieser durchgeführt wird. Man soll sich die fragen: „ Warum machen wir das überhaupt?“
Der Begriff „radikal“ steht für den Willen, auch grundlegende Veränderungen im Unternehmen durchzusetzen, d.h. es geht nicht um die Optimierung von bestehenden Prozessen, sondern um einen Neubeginn. Das Schlüsselwort „dramatisch“ umschreibt die Forderung nach Veränderungen des Unternehmens und der Effizienz seiner Arbeitsabläufe in Quantensprünge. Hammer und Champy sehen vor Allem in der effizienten Nutzung der Informationstechnologie die Herausforderung.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Management in einem Unternehmen die Aufgabe hat, neu zu überdenken, wie die Arbeit durchgeführt und wie die Organisation neu strukturiert werden sollte, im Falle eines Neuanfangs (Gadatsch 2005, S. 5).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Führt in die Entstehung des Business Process Reengineering durch Hammer und Champy ein und definiert das Konzept als fundamentales Überdenken von Prozessen.
2. SCHLÜSSELWÖRTER: Erläutert die zentralen Begriffe „fundamental“, „radikal“ und „dramatisch“ als Kernpunkte für das Verständnis der notwendigen radikalen Neuausrichtung.
3. ENTGEGEN DEM TAYLORISMUS: Kontrastiert die klassischen, funktionalen Organisationsstrukturen nach Taylor mit der modernen, prozessorientierten Sichtweise.
4. KONZEPTION UND VORGEHEN BEI BPR: Beschreibt den Phasenmodell-Ansatz, beginnend bei der Prozessorientierung über Identifikation und Redesign bis hin zur praktischen Implementierung.
5 ERFOLGSFAKTOREN: Beleuchtet die zentrale Rolle der IT sowie die veränderten Anforderungen an Führungskräfte und Mitarbeiter in BPR-Projekten.
6. STOLPERSTEINE: Identifiziert häufige Gründe für das Scheitern von Reengineering-Projekten, wie mangelnde Unterstützung oder die bloße Optimierung bestehender Abläufe.
7. SCHLUSSBETRACHTUNG: Führt die hohe Risikobereitschaft bei BPR-Projekten an und gibt einen Ausblick auf die Anwendbarkeit im öffentlichen Sektor.
Schlüsselwörter
Business Process Reengineering, BPR, Prozessorientierung, Taylorismus, Radikalkur, Unternehmensorganisation, Informationstechnologie, Kernprozesse, Veränderungsmanagement, Geschäftsprozess, Effizienzsteigerung, Management, Strategie, Prozessmodellierung, Restrukturierung
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Ziel des Business Process Reengineering?
Ziel ist das fundamentale Überdenken und radikale Redesign von Unternehmensprozessen, um signifikante Leistungsverbesserungen in Bereichen wie Kosten, Qualität und Zeit zu erzielen.
Was unterscheidet BPR von der bloßen Prozessoptimierung?
Während bei der Optimierung bestehende Abläufe verbessert werden, zielt BPR auf einen kompletten Neuanfang und ein Überdenken der gesamten Unternehmensstrukturen ab.
Welche Rolle spielt der Taylorismus in dieser Arbeit?
Der Taylorismus dient als Gegenmodell; die Arbeit zeigt auf, warum die dort praktizierte vertikale Arbeitsteilung in modernen Unternehmen zu Blockaden und Ineffizienz führt.
Was sind die drei zentralen Phasen des BPR-Vorgehens?
Der Prozess gliedert sich in die Identifikationsphase, die Redesign-Phase und die Implementierungsphase.
Warum ist die Informationstechnologie so wichtig für BPR?
IT fungiert als Enabler, der neue Kommunikationswege, Entscheidungsunterstützung und Prozesstransparenz ermöglicht, welche erst das radikale Redesign erlauben.
Welche Anforderungen werden an Mitarbeiter im Rahmen von BPR gestellt?
Mitarbeiter müssen Lernbereitschaft zeigen, Teamfähigkeit entwickeln sowie ein Verständnis für bereichsübergreifende Zusammenhänge und kundenfokussiertes Handeln aufbringen.
Was genau ist mit dem „Kamineffekt“ gemeint?
Es handelt sich um Probleme, die aufgrund mangelnder horizontaler Kommunikation in der Organisation nach oben zur Unternehmensführung eskaliert werden.
Warum gelten laut der Literatur viele BPR-Projekte als gescheitert?
Häufige Gründe sind mangelndes Engagement der Führungsebene, zu kurzfristige Projektziele oder die Verwechslung von Neugestaltung mit reiner Optimierung bestehender Abläufe.
Können BPR-Methoden auch außerhalb der Privatwirtschaft angewendet werden?
Ja, laut dem Autor gibt es erfolgreiche Beispiele für die Anwendung von BPR in der öffentlichen Verwaltung, wie das Beispiel Luxemburg zeigt.
Warum vergleicht der Autor BPR mit Al Capone?
Der Vergleich verdeutlicht die radikale und teilweise durch autoritäre Ansätze geprägte Art der Veränderungsdurchsetzung im ursprünglichen amerikanischen BPR-Konzept.
- Arbeit zitieren
- Thomas Lo Coco (Autor:in), 2007, Grundlagen der Business Process Reengineering, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119961