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Ist die CDU eine Volkspartei? Parteientypologie am Beispiel der CDU

Title: Ist die CDU eine Volkspartei? Parteientypologie am Beispiel der CDU

Seminar Paper , 2000 , 17 Pages

Autor:in: Werner Schima (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Die CDU gilt als typisches Beispiel einer Volkspartei. In ihrer Ausprägung versteht sie sich selbst als Prototyp einer konservativen Volkspartei. Was ist eine ,,Volkspartei" und erfüllt die CDU tatsächlich alle Kriterien einer Volkspartei ?
Der Begriff Volkspartei ist eine alte Selbstbezeichnung liberaler, konservativer oder christlich orientierter, bürgerlichen Parteien. Das Wort Volkspartei war in mehreren Parteinahmen präsent, z.B. Deutsche Volkspartei oder Bayerische Volkspartei. Im Deutschen Kaiserreich und später der Weimarer Republik, dient der Begriff den bürgerlichen Parteien als Abgrenzung hin zu den Klassenparteien SPD und KPD. Sie wollen damit zum Ausdruck bringen, daß sie sich im Gegensatz zu den linken Parteien, nicht nur um eine Klasse, die Arbeiter, sondern um das ganze Volk kümmern. Der Name Volkspartei war allerdings nur der theoretische Anspruch, die Parteien der Kaiserzeit und der Weimarer Republik, waren von ihrer Organisation her Honoratiorenparteien, d.h. die Mitgliederzahl war im Vergleich zu den Wählern sehr gering und der organisatorische Aufbau entspricht bei weitem nicht den Vorstellungen, die wir heute von einer Volkspartei haben. Im Gegensatz zu den linken Mitgliederparteien (Massenparteien), handelt es sich bei den bürgerlichen Parteien um Wählerparteien (Honoratiorenparteien), d.h. die Aktivität der Partei beschränkt sich fast ausschließlich auf Wahlen, sie ist nur eine Plattform für angesehene Bürger (Honoratioren), um Mandate zu erringen.
Der Begriff Volkspartei trägt heute eine andere Bedeutung.

1. Begriff ,,Volkspartei"
2. Kirchheimers theoretisches Modell ,,Volkspartei"
3. Volksparteicharakter der CDU
3.1. Mitglieder
3.1.5. Berufsstruktur
3.1.6. Altersstruktur
3.1.7. Frauenquote
3.1.8. Konfession
3.1.9. Auswirkungen der Vereinigung mit der Ost - CDU
3.2. Wähler
3.2.1. Altersstruktur und Frauenquote
3.2.2. Berufsstruktur
3.2.3. Konfession
3.3. Organisation
3.4. Programmatik
4. Resümee

Excerpt


Gliederung

1. Begriff „Volkspartei“

2. Kirchheimers theoretisches Modell „Volkspartei“

3. Volksparteicharakter der CDU

3.1. Mitglieder

3.1.1. Berufsstruktur

3.1.2. Altersstruktur

3.1.3. Frauenquote

3.1.4. Konfession

3.1.5. Auswirkungen der Vereinigung mit der Ost - CDU

3.2. Wähler

3.2.1. Altersstruktur und Frauenquote

3.2.2. Berufsstruktur

3.2.3. Konfession

3.3. Organisation

3.4. Programmatik

4. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der Parteientypologie, inwieweit die CDU die Kriterien einer Volkspartei erfüllt, und analysiert dabei sowohl strukturelle als auch funktionale Merkmale im Vergleich zu theoretischen Modellen.

  • Analyse des Volkspartei-Begriffs und der theoretischen Kriterien nach Otto Kirchheimer.
  • Untersuchung der Mitgliederstruktur der CDU hinsichtlich Beruf, Alter, Geschlecht und Konfession.
  • Evaluierung des Wahlverhaltens und der organisationellen Entwicklung der CDU.
  • Bewertung der Auswirkungen der deutschen Wiedervereinigung auf die CDU als Volkspartei.
  • Synthese der Ergebnisse im Hinblick auf den Status der CDU als Volkspartei im modernen Parteiensystem.

Auszug aus dem Buch

1. Der Begriff Volkspartei:

Der Begriff Volkspartei ist eine alte Selbstbezeichnung liberaler, konservativer oder christlich orientierter, bürgerlichen Parteien. Das Wort Volkspartei war in mehreren Parteinahmen präsent, z.B. Deutsche Volkspartei oder Bayerische Volkspartei. Im Deutschen Kaiserreich und später der Weimarer Republik, dient der Begriff den bürgerlichen Parteien als Abgrenzung hin zu den Klassenparteien SPD und KPD. Sie wollen damit zum Ausdruck bringen, daß sie sich im Gegensatz zu den linken Parteien, nicht nur um eine Klasse, die Arbeiter, sondern um das ganze Volk kümmern. Der Name Volkspartei war allerdings nur der theoretische Anspruch, die Parteien der Kaiserzeit und der Weimarer Republik, waren von ihrer Organisation her Honoratiorenparteien, d.h. die Mitgliederzahl war im Vergleich zu den Wählern sehr gering und der organisatorische Aufbau entspricht bei weitem nicht den Vorstellungen, die wir heute von einer Volkspartei haben. Im Gegensatz zu den linken Mitgliederparteien (Massenparteien), handelt es sich bei den bürgerlichen Parteien um Wählerparteien (Honoratiorenparteien), d.h. die Aktivität der Partei beschränkt sich fast ausschließlich auf Wahlen, sie ist nur eine Plattform für angesehene Bürger (Honoratioren), um Mandate zu erringen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriff „Volkspartei“: Definition und historische Herleitung des Begriffs der Volkspartei als Abgrenzung zu Klassenparteien.

2. Kirchheimers theoretisches Modell „Volkspartei“: Vorstellung des 1965 entwickelten Modells von Otto Kirchheimer inklusive funktionaler und struktureller Kriterien.

3. Volksparteicharakter der CDU: Detaillierte Prüfung der CDU anhand von Mitgliederstruktur, Wählerverhalten, Organisation und Programmatik.

4. Resümee: Zusammenfassende Bewertung, dass die CDU die Kriterien einer Volkspartei trotz spezifischer Verschiebungen im Milieu erfüllt.

Schlüsselwörter

CDU, Volkspartei, Otto Kirchheimer, Parteientypologie, Mitgliederstruktur, Wählerverhalten, Organisation, Programmatik, Konfession, Wiedervereinigung, Mitgliederpartei, Honoratiorenpartei, Parteiendemokratie, Christlich-konservativ, Stimmenmaximierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob und inwieweit die CDU die theoretischen und praktischen Merkmale einer Volkspartei im politischen System Deutschlands erfüllt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Mitgliederstruktur, der Wählerschaft, der innerparteilichen Organisation sowie der inhaltlichen Programmatik der CDU.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Überprüfung des Selbstverständnisses der CDU als Volkspartei anhand eines wissenschaftlichen Modells, um zu klären, ob sie dieses Kriterium tatsächlich erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive Analyse und der Vergleich empirischer Daten (Mitglieder- und Wahldaten) mit den theoretischen Kriterien einer Volkspartei nach Otto Kirchheimer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen erläutert und anschließend die CDU mittels zahlreicher Tabellen und Analysen zu Mitgliedern, Wählern, Organisation und Programmatik untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Volkspartei, CDU, Parteientypologie, Kirchheimer-Modell, Mitgliederstruktur und Wahlanalyse.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen der Wiedervereinigung auf den Volkspartei-Status der CDU?

Der Autor stellt fest, dass die CDU im Osten Schwierigkeiten hat, die Basis zu binden, und warnt vor einer Entwicklung hin zu einem rein "politischen Dienstleister" ohne tief verwurzeltes Parteivolk.

Welche Rolle spielen konfessionelle Faktoren in der Analyse?

Die Konfession wird als zentrales Merkmal der traditionellen CDU-Verankerung betrachtet, wobei der Autor einen Wandel hin zur interkonfessionellen Volkspartei konstatiert.

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Details

Title
Ist die CDU eine Volkspartei? Parteientypologie am Beispiel der CDU
College
LMU Munich  (Fachbereich Politik)
Author
Werner Schima (Author)
Publication Year
2000
Pages
17
Catalog Number
V1199
ISBN (eBook)
9783638107532
ISBN (Book)
9783656204886
Language
German
Tags
Volkspartei Parteientypologie Beispiel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Werner Schima (Author), 2000, Ist die CDU eine Volkspartei? Parteientypologie am Beispiel der CDU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1199
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