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Transformationsprozesse in Vietnam

Title: Transformationsprozesse in Vietnam

Term Paper , 2000 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Karsten Kramer (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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[...] Mittlerweile hat sich dieses Bild jedoch gewandelt. Vietnam scheint den Weg aus der
wirtschaftlichen Talsohle gefunden zu haben. Enorme Wachstumsraten von fast 9%, hohe
Exportüberschüsse und der Durchbruch der außenpolitischen Isolation kennzeichneten den
plötzlichen Aufstieg des Landes in den neunziger Jahren.
Wie kam es jedoch zu dieser positiven Entwicklung? 1986 hat die vietnamesische Regierung
die Abkehr vom bisherigen zentralistisch gelenkten, sozialistischen Wirtschaftssystem und die
Einführung marktwirtschaftlicher Mechanismen beschlossen. Hanoi kam mit dieser
Umorientierung der Wirtschaftspolitik den sozioökonomischen Mißständen im Land, aber
auch weltpolitischen Erfordernissen nach.
Der Transformationsprozeß in Vietnam ist Thema der vorliegenden Arbeit. Seine
Hintergründe und Voraussetzungen werden in Kapitel 2 zusammenfassend dargestellt. Die
koloniale Vorgeschichte, die Zeit der Teilung Vietnams und die wirtschaftspolitische
Entwicklung nach der Wiedervereinigung des Landes stehen hierbei im Mittelpunkt.
Der dritte Abschnitt geht konkret auf den Transformationsprozeß des vietnamesischen
Wirtschaftssystems ein. Die ab Dezember 1986 eingeführten Reformen im Rahmen der Doi
Moi-Politik sollen wiedergegeben, ihre positiven und negativen Auswirkungen gegenübergestellt
werden und einen Ausblick ermöglichen.
An dieser Stelle soll bereits erwähnt werden, daß die Doi Moi-Reformen nahezu
ausschließlich für den ökonomischen Bereich Geltung fanden. Die politischen Verhältnisse in
Vietnam änderten sich während des Transformationsprozesses kaum: Das
Herrschaftsmonopol liegt nach wie vor fest in Händen der Kommunistischen Partei,
demokratische Neuerungen wie zum Beispiel die Installation eines Mehrparteiensystems sind
bis zum heutigen Tage nicht beabsichtigt. Aus diesem Grunde wird sich die vorliegende
Arbeit vornehmlich auf die wirtschaftliche Entwicklung Vietnams beschränken.
Von den unter Kapitel 4 angeführten Literaturangaben sollen vor allem die Arbeiten von
Javier Revilla Diez (1995) und Markus Diehl (1993) hervorgehoben werden, die die
Vorbedingungen und den Ablauf der Reformpolitik in Vietnam bis 1993 ausführlich wiedergeben. Aktuelle Entwicklungen und Tendenzen sind dem Internet unter
http://www.vietnamembassy-usa.org, http://www.batin.com.vn/10years/10yIndex.htm und
http://www.dse.de/za/lis/vietnam/vietnam.htm sowie einzelnen Beiträgen des Buches „Doi
Moi. Aufbruch in Vietnam“ (1999) entnommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte und Ausgangslage des Transformationsprozesses

2.1 Die Teilung Vietnams 1954, ihre Vorgeschichte und Folgen

2.2 Die politische und wirtschaftliche Entwicklung Vietnams nach dem Fall Saigons

2.3 Der Weg in die Isolation und erste Reformversuche

3. Reformpolitik „Doi Moi“

3.1 Die Beschlüsse des VI. Parteitags der KPV im Dezember 1986

3.2 Die Erfolge der „Doi Moi“-Politik

3.3 Die Mißerfolge „Doi Mois“: Neue Herausforderungen für Vietnam

4. Literatur und Internetadressen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den wirtschaftlichen Transformationsprozess Vietnams, ausgehend von der historischen Ausgangslage nach der Wiedervereinigung bis hin zur Implementierung und den Auswirkungen der „Doi Moi“-Reformpolitik. Dabei wird analysiert, wie sich das Land durch die Abkehr von der zentralistischen Planwirtschaft und die Öffnung zu marktwirtschaftlichen Mechanismen aus der tiefen wirtschaftlichen Krise befreien konnte.

  • Historische Hintergründe und die Teilung Vietnams 1954.
  • Die wirtschaftliche Lage nach der Wiedervereinigung und der Weg in die Isolation.
  • Der Transformationsprozess unter der „Doi Moi“-Politik ab 1986.
  • Erfolge und Misserfolge der Reformmaßnahmen sowie zukünftige Herausforderungen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Beschlüsse des VI. Parteitags der KPV im Dezember 1986

Die SRV war seit Jahrzehnten ein streng zentralistisch regierter Staat. Produktionszahlen, Preise und Löhne wurden von der vietnamesischen Regierung im voraus festgelegt, die benötigten Geldmittel und Kredite den Unternehmen von staatlichen Institutionen zugewiesen. Wenig effiziente Staatsbetriebe erhielten Subventionen, der nicht-staatliche Sektor wurde z.B. bei der Kreditvergabe benachteiligt und sein ökonomisches Potential kaum ausgeschöpft. Irrationale Praktiken bei der Subventions- und Kreditvergabe vergrößerten die Diskrepanz zwischen staatlichen Einnahmen und Ausgaben und ließen das Haushaltsdefizit weiter steigen.

Der Außenhandel beschränkte sich vornehmlich auf die RGW-Länder, allen voran die UdSSR. Doch auch die ökonomische Situation der Sowjetunion zu Beginn der achtziger Jahre war äußerst krisenhaft. Moskaus Hilfszahlungen an Hanoi nahmen allmählich ab. „Die Sowjetunion war in den achtziger Jahre wirtschaftlich so geschwächt, daß sie gar keine Möglichkeit hatte, massive Hilfe zu leisten.“ Nach dem Amtsantritt von Michail Gorbatschow als KPdSU-Generalsekretär im März 1985 setzte in Moskau eine politische Neuorientierung ein. ‚Glasnost‘ und ‚Perestroika‘ bezeichneten den Schritt zu mehr Demokratie, Offenheit und Reformgeist in Politik und Wirtschaft und sollten der Sowjetunion aus ihrer schlechten wirtschaftlichen Lage verhelfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die wirtschaftliche Entwicklung Vietnams von der Nachkriegsdepression hin zum Aufschwung durch die „Doi Moi“-Reformen und definiert den Fokus auf wirtschaftliche Aspekte.

2. Vorgeschichte und Ausgangslage des Transformationsprozesses: Dieses Kapitel beleuchtet die koloniale Vergangenheit, die Teilung des Landes 1954 sowie die ökonomischen Schwierigkeiten nach der Wiedervereinigung, die in eine tiefe Isolation führten.

3. Reformpolitik „Doi Moi“: Hier wird der fundamentale Wandel des vietnamesischen Wirtschaftssystems durch die Reformen ab 1986 beschrieben, einschließlich der erzielten Wachstumsraten sowie der verbleibenden strukturellen Probleme wie Korruption und Arbeitslosigkeit.

4. Literatur und Internetadressen: Dieses Kapitel bietet ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen, Monographien und Online-Ressourcen zur Dokumentation der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Vietnam, Doi Moi, Transformation, Wirtschaftsreformen, Sozialistische Republik Vietnam, KPV, Marktöffnung, Planwirtschaft, Wirtschaftsentwicklung, Ausländische Direktinvestitionen, Staatsbetriebe, Privatisierung, Außenhandel, Transformationsprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den ökonomischen Wandel Vietnams, der durch den Transformationsprozess „Doi Moi“ eingeleitet wurde, um das Land aus einer schweren wirtschaftlichen Krise zu führen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung nach 1954, die Folgen der zentralistischen Planwirtschaft, die Einführung marktwirtschaftlicher Instrumente und die Integration in den Weltmarkt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Hintergründe der vietnamesischen Reformpolitik aufzuzeigen, die positiven sowie negativen Auswirkungen der „Doi Moi“-Politik zu evaluieren und einen Ausblick auf die weitere Entwicklung zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, die offizielle Berichte, wirtschaftswissenschaftliche Studien und aktuelle Online-Quellen zur wirtschaftlichen Situation Vietnams auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse des „Doi Moi“-Reformpakets, dessen konkrete Maßnahmen in Landwirtschaft, Industrie und Bankenwesen sowie die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und den Außenhandel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Vietnam, Doi Moi, Transformationsprozess, Planwirtschaft, Marktöffnung und wirtschaftlicher Aufschwung.

Warum blieben politische Reformen bei „Doi Moi“ aus?

Wie in der Einleitung erwähnt, waren die Reformen nahezu ausschließlich auf den ökonomischen Bereich beschränkt; das Herrschaftsmonopol der Kommunistischen Partei blieb unangetastet.

Welche Rolle spielte der Zusammenbruch der Sowjetunion für Vietnam?

Durch den Wegfall des wichtigsten Wirtschaftspartners zwang der Zusammenbruch der UdSSR Vietnam zur schnellen Neuorientierung und zur Integration in den Weltmarkt sowie zum Ausbau regionaler Handelsbeziehungen.

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Details

Title
Transformationsprozesse in Vietnam
College
University of Bonn  (Geographische Institute)
Grade
1,7
Author
Karsten Kramer (Author)
Publication Year
2000
Pages
17
Catalog Number
V12019
ISBN (eBook)
9783638180283
Language
German
Tags
Vietnam Wirtschaft Doi Moi Transformation Vietnamkrieg Kommunismus Planwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karsten Kramer (Author), 2000, Transformationsprozesse in Vietnam, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12019
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