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Einwanderung nach Frankreich

Die Integration nordafrikanischer Einwanderergenerationen in die französische Gesellschaft

Title: Einwanderung nach Frankreich

Term Paper , 2008 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Carl Elmar Heine (Author)

French Studies - Culture
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Spätestens seit dem erneuten Ausbruch der Unruhen in den französischen Vorstädten im Oktober 2005, die vor allem durch ein zuvor in seinem Ausmaß deutlich unterschätztes Hasspotential der Jugendlichen aus den Banlieues gekennzeichnet waren, rückt man in der öffentlichen Debatte um die Integration der zweiten und dritten Einwanderergeneration wieder vermehrt die Möglichkeit des Scheiterns des französischen Integrationsmodells ins Zentrum der Diskussion.
In diesem Zusammenhang geht es fast ausschließlich um die Bevölkerungsgruppe der so genannten Beurs, der jungen Araber aus Nordafrika und dort überwiegend aus den Ländern Algerien und Marokko. Diese Gruppe, die sich aus den Nachkommen der zum größten Teil in den 60er und 70er Jahren zugewanderten nordafrikanischen Gastarbeiterfamilien zusammensetzt, steht seit den 80er Jahren ununterbrochen im Mittelpunkt einer Diskussion um eine geglückte oder misslungene vollständige Integration von Ausländern in Frankreich.
In dieser Arbeit wird auf geschichtliche Hintergründe der Einwanderung, die besondere Problematik der Kolonialherrschaft in Nordafrika und die Integration nordafrikanischer Einwanderer in die französische Gesellschaft eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund

3. Das problematische Erbe des Kolonialismus am Beispiel Algeriens

3.1 Die französischen Staatsbürger Algeriens

3.2 Doppeltes Bodenrecht für junge Algerier

4. Die heraufbeschworene Identitätskrise der zweiten Generation

4.1 Problematische Eingliederung in die Gesellschaft

Wohnsituation

Arbeitslosigkeit

Schulausbildung

4.2 Ausgrenzung durch französische Integrationspolitik?

Der republikanische Gedanke

Der (Irr-)Glaube an eine gelungene Integration

5. Lösungsansätze

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Integrationsproblematik nordafrikanischer Einwanderergenerationen in die französische Gesellschaft. Dabei wird analysiert, inwieweit das französische Integrationsmodell und historische koloniale Altlasten zu einer Desintegration und Identitätskrise dieser Bevölkerungsgruppe beitragen.

  • Historische Hintergründe der Einwanderung aus dem Maghreb
  • Die Auswirkungen der Kolonialgeschichte am Beispiel Algeriens
  • Ursachen für soziale Marginalisierung in französischen Vorstädten
  • Die Rolle des republikanischen Gleichheitsprinzips und der Laizität
  • Politische Lösungsansätze und aktuelle Reformbemühungen

Auszug aus dem Buch

3. Das problematische Erbe des Kolonialismus am Beispiel Algeriens

Betrachtet man die frühen Immigrationsbewegungen aus den europäischen Nachbarstaaten nach Frankreich und untersucht diese aus heutiger Sicht im Hinblick auf ihre jeweilige Integrationsfähigkeit in die französische Gesellschaft, so kann man von einer äußerst gelungenen Eingliederung dieser Einwanderungswellen sprechen (vgl. Müller 2006, 43). Demgegenüber wird die Integration der nordafrikanischen Einwanderer in einem zunehmend düsteren Licht gesehen. Vom damaligen Innenminister Nicolas Sarkozy anlässlich der Unruhen in den Vorstädten im Oktober 2005 als Abschaum und Gesindel bezeichnet, werden die Jugendlichen maghrebinischer Herkunft seither, mehr noch als zuvor, als Unruhestifter und respektlos angesehen. Allseits ist von einer Krise des französischen Integrationsmodells die Rede (vgl. Müller 2006, Crevel/Wagner 2004).

Aber was unterscheidet die Integration der nordafrikanischen Einwanderergenerationen eigentlich von der, europäischer Immigranten? Die grundlegenden Unterschiede sollen am Beispiel Algeriens dargelegt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Unruhen in den französischen Vorstädten ein und formuliert zwei Hypothesen über kulturelle Spannungen und die Wirkung der französischen Integrationspolitik.

2. Historischer Hintergrund: Der Text beleuchtet die Geschichte der Einwanderung nach Frankreich seit dem 18. Jahrhundert sowie die spezifische Rolle der Einwanderung aus den ehemaligen Kolonien, insbesondere Algerien.

3. Das problematische Erbe des Kolonialismus am Beispiel Algeriens: Hier wird dargelegt, wie die koloniale Vergangenheit und der Sonderstatus der Algerier als ehemalige französische Staatsbürger die spätere Integration nachhaltig erschwerten.

4. Die heraufbeschworene Identitätskrise der zweiten Generation: Dieses Kapitel analysiert die Diskrepanz zwischen der formalen Staatsbürgerschaft und der sozialen Ausgrenzung der zweiten Generation sowie die Rolle von Bildung, Wohnsituation und Politik.

5. Lösungsansätze: Der Autor erörtert politische Reformen und die Herausforderungen, die sich durch das Prinzip der Laizität in einer zunehmend religiös diversen Gesellschaft ergeben.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die bisherige Politik eher zu Desintegration geführt hat und ein neues, inklusives Sozialmodell notwendig ist.

Schlüsselwörter

Frankreich, Integration, Migration, Nordafrika, Algerien, Banlieues, Kolonialismus, Identitätskrise, Beurs, Laizität, Vorstadtunruhen, Chancengleichheit, Sozialmodell, Diskriminierung, Integrationspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Integration von Einwanderern nordafrikanischer Herkunft in Frankreich und untersucht das Scheitern bzw. die Krise des französischen Integrationsmodells.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die koloniale Vergangenheit Algeriens, die soziale Marginalisierung in Vorstädten, die Rolle der Laizität und die politische Debatte um Chancengleichheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu erklären, warum die zweite und dritte Generation nordafrikanischer Einwanderer trotz formaler französischer Staatsbürgerschaft unter sozialer Deklassierung leidet und welche Rolle das politische System dabei spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine theoretische Analyse auf Basis existierender Fachliteratur durch, um Hypothesen zur Desintegration und zu kulturellen Spannungen zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Einwanderung, die Untersuchung der kolonialen Erblast, die Identitätskrise der zweiten Generation sowie eine kritische Betrachtung der französischen Integrationspolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Frankreich, Integration, Kolonialismus, Beurs, Vorstädte, Laizität und soziale Marginalisierung.

Warum unterscheidet sich die Situation der algerischen Einwanderer von anderen Gruppen?

Algerische Einwanderer unterschieden sich, da sie aufgrund der kolonialen Geschichte Frankreichs von Gesetzes wegen bereits französische Staatsbürger waren, was zu spezifischen Spannungen bei ihrer tatsächlichen sozialen Eingliederung führte.

Welche Rolle spielt die Laizität bei der Integrationsproblematik?

Die Laizität, als Trennung von Kirche und Staat, wird zunehmend als Hürde wahrgenommen, da sie den Ausdruck religiöser Identitäten, insbesondere bei der muslimischen Bevölkerung, im öffentlichen Raum einschränkt.

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Details

Title
Einwanderung nach Frankreich
Subtitle
Die Integration nordafrikanischer Einwanderergenerationen in die französische Gesellschaft
College
University of Bremen
Grade
1,0
Author
Carl Elmar Heine (Author)
Publication Year
2008
Pages
27
Catalog Number
V120190
ISBN (eBook)
9783640235575
ISBN (Book)
9783640289578
Language
German
Tags
Einwanderung Frankreich Immigration Einwanderungsproblematik Beurs Generation Kolonialismus Banlieue Integration Einwanderungsmodell Gastarbeiter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carl Elmar Heine (Author), 2008, Einwanderung nach Frankreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120190
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