Im Rahmen der Studienarbeit zu dem Kurs Sponsoring im Sport wurden wir vor folgende Problemstellung gestellt. Wir sind der Leiter der Sponsoringabteilung einer bayrischen Brauerei deren Produktpalette neben den klassischen Bieren auch neuere Produkte im Bereich der Brauerzeugnisse hat. Das Hauptabsatzgebiet der Firma befindet sich im Moment noch in Bayern und das Image der Brauerei gilt im Augenblick als leicht innovativ. Ziele der Brauerei in den nächsten Jahren, sind die Expansion der Marke und deren Produkte auf ganz Deutschland und das Image soll auf innovativ gefestigt werden. Aufgabe hierbei ist für uns, eine Sportsponsoringstrategie für die Brauerei, nennen wir sie mal „Teufelbräu“, zu entwickeln und mögliche Schwerpunkte bei der Maßnahmenplanung aufzuzeigen bei der Strategieumsetzung. Weiterhin werden hier noch Beispiel angeführt, wie die Sponsoringmaßnahmen sinnvoll mit der Unternehmenskommunikation vernetzt werden könnten und Methoden der Erfolgskontrolle erläutert, um die Zielereichung quantifizierbar zu machen. Darüber hinaus liegt uns hierzu noch ein Sponsoringangebot des BVB vor, dass wir prüfen sollen ob es zu unserer Strategie passt.
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Inhaltsverzeichnis
1.0. Ausgangslage und Aufgabenstellung
2.0. Sportsponsoringstrategie für die Brauerei Teufelsbräu
2.1. Begriff Sponsoring und Sportsponsoring
2.2. Entwicklung eines Sportsponsoringkonzepts
2.3. Entwicklung einer Sportsponsoringstrategie
2.4. Sportsponsoringstrategie für die Teufelbräu
3.0. Sinnvoll Vernetzung mit Unternehmensstrategie
4.0. Methoden der Erfolgskontrollen
5.0. Überprüfung des Sponsoringangebots des BVB
6.0. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer fundierten Sportsponsoringstrategie für die Brauerei "Teufelsbräu", um die Markenexpansion sowie die Positionierung als innovatives Unternehmen auf dem deutschen Markt zu unterstützen und die Sponsoringmaßnahmen effektiv in die Unternehmenskommunikation zu integrieren.
- Grundlagen und Definitionen des Sportsponsorings
- Strukturierung von Sportsponsoringkonzepten und Strategieentwicklung
- Integration von Sponsoringaktivitäten in die übergeordnete Unternehmensstrategie
- Methoden der Erfolgskontrolle im Sponsoring
- Praktische Evaluation eines konkreten Sponsoringangebots
Auszug aus dem Buch
2.2. Entwicklung eines Sportsponsoringkonzepts
Hat ein Unternehmen die strategische Grundsatzentscheidung hinsichtlich des Einsatzes von Sport-Sponsoring getroffen, ist ein Sportsponsoringkonzept zu entwickeln. Bei der Entwicklung eines Konzeptes handelt es sich um ein schlecht strukturiertes Problem. Das Entscheidungsfeld ist unübersichtlich, Alternativen unbekannt, Informationen fehlen und Ziele nicht eindeutig formuliert. In der Praxis sind oftmals Intuition, Einfallsreichtum und Erfahrung die Säulen in derartigen Entscheidungssituationen. Allerdings lassen sich bestimmte Entscheidungsfelder sehr wohl strukturieren, die die Entscheidung rationaler und von Intuition und Erfahrung unabhängiger macht. Das betrifft insbesondere das Formulieren der Ziele sowie die Festlegung von Zielgruppen. Diese bilden neben dem Budget, Reichweite und Affinität die Maßstäbe für die Eignung bestimmter Sponsoring-Engagements und sind somit die Haupt-Entscheidungskriterien. Ziele unserer Brauerei im Konkreten Fall die Steigerung des Marktanteils, des Absatzes und des Umsatzes mit Blick auf die Kosten. Eine möglichst hohe quantitative und qualitative Übereinstimmung der Zielgruppe des Sponsors mit der Zielgruppe der Gesponsorte ist eine wichtige Voraussetzung für einen effizienten Einsatz des Sponsorings.
Eine Aussage über dieses Verhältnis lässt sich nur dann machen, wenn auf der einen Seite eine exakte Zielgruppenplanung und auf der anderen möglichst umfassende Informationen über die Merkmale der Aktiven beziehungsweise seiner Zuschauer vorliegen. Unterscheiden können wir im Sport-Sponsoring grundsätzlich drei Sport-Zielgruppen: die Sportler, die unmittelbaren Zuschauer (Besucher) sowie die mittelbaren Zuschauer (Mediennutzer). Während die Zielgruppenanalyse durch qualitative Aspekte bestimmt wird, müssen darüber hinaus auch quantitative Wirkungsmöglichkeiten betrachtet werden. Im Rahmen einer Reichweiten-Analyse wird untersucht, welches geographische Gebiet mit einer Sponsoring-Aktivität erreicht wird. Das kann sich in einem Fall auf das Einzugsgebiet einer gesponserten Veranstaltung beschränken, im anderen Fall aufgrund der Multiplikatorwirkung der Massenmedien das gesamte Bundesgebiet und sogar das Ausland umfassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0. Ausgangslage und Aufgabenstellung: Definition der Problemstellung für die Brauerei "Teufelsbräu" hinsichtlich Expansion und Imagebildung durch Sportsponsoring.
2.0. Sportsponsoringstrategie für die Brauerei Teufelsbräu: Erläuterung theoretischer Grundlagen sowie die spezifische Ableitung einer Sponsoringstrategie für das untersuchte Unternehmen.
3.0. Sinnvoll Vernetzung mit Unternehmensstrategie: Analyse der Notwendigkeit und Möglichkeiten zur Integration von Sponsoringmaßnahmen in die gesamte Unternehmenskommunikation.
4.0. Methoden der Erfolgskontrollen: Darstellung der Ansätze zur Messung von Sponsoringwirkungen sowie die Abgrenzung qualitativer und quantitativer Methoden.
5.0. Überprüfung des Sponsoringangebots des BVB: Konkrete kritische Prüfung eines vorliegenden Angebots unter Berücksichtigung der Unternehmensziele und Budgetvorgaben.
6.0. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung des Sponsorings für moderne Unternehmen und Bestätigung der strategischen Relevanz.
Schlüsselwörter
Sportsponsoring, Strategieentwicklung, Unternehmenskommunikation, Brauerei, Zielgruppenplanung, Reichweitenanalyse, Erfolgskontrolle, Markengestaltung, Image, Affinität, Sponsoringkonzept, Marketinginstrument, Zielgruppenaffinität, Sponsoringangebot, Budgetierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Studienarbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer strategischen Sportsponsoringkonzeption für eine mittelständische bayrische Brauerei namens "Teufelsbräu", die ihre Marktpräsenz in Deutschland ausbauen möchte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Sponsorings, die methodische Vorgehensweise bei der Konzept- und Strategieentwicklung sowie die Integration dieser Maßnahmen in die Unternehmenskommunikation und die Erfolgskontrolle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, eine Sportsponsoringstrategie zu entwerfen, die den Markenaufbau fördert, das Image innovativ festigt und das vorgegebene Budget von 500.000 € effizient nutzt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine strategische Planungs- und Analyse-Methode angewandt, die auf der Festlegung von Zielgruppen, Reichweitenanalysen und der Abwägung von Affinitäten zwischen Unternehmen und Sportobjekten basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Konzept- und Strategieentwicklung, die Integration in die Unternehmensstrategie, die verschiedenen Methoden der Erfolgskontrolle sowie eine praxisnahe Evaluation eines BVB-Sponsoringangebots.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sportsponsoring, Strategieentwicklung, Unternehmenskommunikation, Zielgruppenaffinität und Erfolgskontrolle geprägt.
Warum wird das Angebot des BVB von der Brauerei abgelehnt?
Das Angebot wird abgelehnt, da es zu teuer ist, die Zielgruppe eine zu hohe Streuung aufweist und das Image des Fußballsportes die angestrebten innovativen Unternehmensziele der Brauerei nicht optimal widerspiegelt.
Was bedeutet der Begriff "trojanisches Pferd" in dieser Arbeit?
Dieser Begriff wird genutzt, um zu beschreiben, dass Sportsponsoring als subtile Werbeform fungiert, bei der die Markenbotschaft durch die emotionale Bindung an den Sport vom Konsumenten akzeptiert wird, ohne dass sie primär als reine Werbung wahrgenommen wird.
Welche Rolle spielt die "Affinität" bei der Auswahl von Sponsoringpartnern?
Die Affinität (Produkt-, Zielgruppen- und Imageaffinität) ist das zentrale Auswahlkriterium, um sicherzustellen, dass das gewählte Sportobjekt inhaltlich und strategisch zur Marke und den Unternehmenszielen passt.
- Quote paper
- Bernhard Öl (Author), 2003, Entwicklung einer Sportsponsoringstrategie für die Brauerei Teufelsbräu, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120262