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Gesellschaftlicher Diskurs über Frauen in der Wohnungslosigkeit

Title: Gesellschaftlicher Diskurs über Frauen in der Wohnungslosigkeit

Research Paper (postgraduate) , 2021 , 35 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Einer Studie des Heidelberger Institut Sinus Sociovision im Jahr 2008 zufolge haben vier Prozent der Deutschen persönlichen Kontakt zu einem Obdachlosen gehabt. Somit herrscht hier eine Informationslücke in der Bevölkerung, die durch Berichterstattungen in den Medien und Darstellungen in der Politik geschlossen werden sollen. Politik und Medien lenken und prägen somit den Diskurs über die Obdachlosigkeit. Dies unterstreicht die Wichtigkeit von Zeitungsartikeln, da diese den Diskurs stark prägen. Daher fiel meine Wahl des Forschungsgegenstandes auf dieses Medium.

Die Forschungsarbeit ist in verschiedene Abschnitte gegliedert. Zunächst soll das Phänomen der Wohnungslosigkeit in Deutschland und die Besonderheit von wohnungslosen Frauen näher differenziert werden. Darauffolgend wird der aktuelle Forschungsstand zu der Forschungsfrage dargestellt. Hierbei wird auf verschiedene Konzepte und Studien zurückgegriffen, die bedeutend für das Themenfeld sind. Im nächsten Schritt wird die Methode der Wissenssoziologischen Diskursforschung nach Reiner Keller erläutert und das methodische Vorgehen in dieser Forschungsarbeit beschrieben. Danach werden die Ergebnisse der Forschung präsentiert und mit der verwendeten Literatur und dem Forschungsstand verknüpft. Schließlich folgen eine Methodenreflexion und eine Abstraktion der Ergebnisse, bei dem ein Fazit gezogen wird, sowie ein Ausblick in die Zukunft gegeben wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wohnungslosigkeit in Deutschland

2.1 Besonderheit der Frauen in der Wohnungslosigkeit

2.2 Aktueller Forschungsstand

2.3 Diskurs

2.3.1 Methodische Grundlage – Diskursforschung

2.4 Methodisches Vorgehen – Forschung

2.5 Forschungsergebnisse

2.5.1 Situiertheit und Materialität

2.5.2 Formale und sprachlich-rhetorische Struktur

2.5.3 Die Interpretative Analytik der Inhalte

2.6 Einordnung in den Forschungsstand

2.7 Methodenreflexion

3 Zusammenfassung, Einordnung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den gesellschaftlichen Diskurs über weibliche Wohnungslosigkeit in Deutschland. Ziel ist es, mithilfe einer wissenssoziologischen Diskursforschung nach Reiner Keller zu analysieren, wie Medien – insbesondere Zeitungsartikel – diese Personengruppe darstellen, welche Meinungsbilder erzeugt werden und welche Rolle die Berichterstattung bei der Konstruktion dieses sozialen Phänomens spielt.

  • Analyse der medialen Repräsentation wohnungsloser Frauen
  • Untersuchung von Ursachen und negativen Auswirkungen der Wohnungslosigkeit
  • Rekonstruktion diskursiver Deutungsmuster und emotionalisierender Darstellungsweisen
  • Verknüpfung der Ergebnisse mit dem aktuellen Forschungsstand und sozialarbeiterischen Handlungsfeldern

Auszug aus dem Buch

2.5.2 Formale und sprachlich-rhetorische Struktur

Im nächsten Schritt der Feinanalyse wurden die formale und sprachlich-rhetorische Struktur analysiert. In jedem der Zeitungsartikel werden Bilder für die Gestaltung der Artikel verwendet. Diese stehen immer eng in Zusammenhang mit dem Leben der wohnungslosen Frauen und dienen der Veranschaulichung. In einem der Zeitungsartikel befindet sich ein Bild ganz zu Anfang des Artikels. Auf diesem ist ein Blatt mit der Aufschrift „Suche bezahlbare Wohnung“ zu sehen. Der Einsatz des Bildes hat den Nutzen, auf ein bestimmtes Problem aufmerksam zu machen, dass eng in Verbindung mit dem Thema der Wohnungslosigkeit steht. Dies ist in diesem Fall die herausfordernde Lage bezüglich der Wohnungssuche auf dem Wohnungsmarkt (vgl. Text 3). Neben dem Einsatz von Bildern finden sich auch in allen Zeitungsartikeln viele eingerückte und dick geschriebene Wörter oder Sätze in dem Text wieder, die dem Leser besonders auffallen sollen. Dies sind beispielsweise „Ausschlussprozesse der Gesellschaft“ (Text 1, Z. 97), „Viele trauen niemanden“ (Text 2, Z. 42), „Scham und Schuldgefühle“ (Text 3, Z.16) und „Leben in verdeckter Obdachlosigkeit“ (Text 4, Z. 117).

Auffallend an der Rhetorik des Aussagen- und Präsentationsstils ist, dass in allen Zeitungsartikeln besonders emotionalisierende Darstellungen vorzufinden sind. Die verschiedenen Biografien der wohnungslosen Frauen werden dargestellt und dabei oftmals betont, welchen schweren Lebensweg die Frauen hatten. Ein Beispiel hierfür sind zwei Frauen in einem Zeitungsartikel, die von ihrem schweren Leben auf der Straße berichten. Die erste Frau hatte damals einen gewalttätigen Freund und hat ihren Job verloren. Daraufhin ging sie ins Frauenhaus (vgl. Text 2, Z. 6-9).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Problem der Wohnungslosigkeit als gesellschaftliches Phänomen und begründet das Forschungsinteresse der Autorin, die durch ihre Praxisphase motiviert wurde, den medialen Diskurs über wohnungslose Frauen zu untersuchen.

2 Wohnungslosigkeit in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die Definitionsvielfalt von Wohnungslosigkeit, stellt aktuelle statistische Daten vor und verweist auf die rechtliche Situation sowie grundlegende menschenrechtliche Verpflichtungen.

2.1 Besonderheit der Frauen in der Wohnungslosigkeit: Hier wird differenziert, warum die Lebenssituation von Frauen in der Wohnungslosigkeit besondere Merkmale wie verdecktes Wohnen, Schamgefühle und spezifische Gefährdungssituationen aufweist.

2.2 Aktueller Forschungsstand: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über existierende Theorien, insbesondere die Stigmatisierungstheorie nach Goffman, und skizziert bisherige mediale und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema.

2.3 Diskurs: Das Kapitel führt in die methodischen Grundlagen der Wissenssoziologischen Diskursforschung nach Reiner Keller ein und erläutert deren Relevanz für die Untersuchung medialer Konstruktionen.

2.3.1 Methodische Grundlage – Diskursforschung: Hier werden die theoretischen Wurzeln der Diskursforschung im Poststrukturalismus und der Wissenssoziologie detailliert beschrieben.

2.4 Methodisches Vorgehen – Forschung: Dieses Kapitel beschreibt den konkreten Forschungsprozess, die Korpusbildung anhand von Zeitungsartikeln und die Anwendung der methodischen Schritte nach Keller.

2.5 Forschungsergebnisse: Die Ergebnisse der Analyse werden präsentiert, wobei der Fokus auf der medialen Konstruktion der Thematik in den ausgewählten Zeitungsartikeln liegt.

2.5.1 Situiertheit und Materialität: In diesem Unterkapitel werden die Rahmenbedingungen der analysierten Texte, wie Publikationskontext, Verbreitungswege und redaktionelle Einbettung, reflektiert.

2.5.2 Formale und sprachlich-rhetorische Struktur: Der Abschnitt befasst sich mit den gestalterischen und rhetorischen Mitteln der Texte, insbesondere dem Einsatz von Bildern und emotionalisierender Sprache.

2.5.3 Die Interpretative Analytik der Inhalte: Hier erfolgt die Darstellung der gebildeten Kodierkategorien (Ursachen, Auswirkungen, Hilfe) und der daraus abgeleiteten Deutungsmuster.

2.6 Einordnung in den Forschungsstand: Die gewonnenen Erkenntnisse werden kritisch in den bestehenden Forschungsdiskurs eingeordnet und dessen Ergänzungspotenzial aufgezeigt.

2.7 Methodenreflexion: Die Autorin reflektiert ihre erste eigenständige Forschungstätigkeit, diskutiert methodische Schwierigkeiten und die Grenzen der Wissenssoziologischen Diskursforschung.

3 Zusammenfassung, Einordnung und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert die drei zentralen Hypothesen der Arbeit und diskutiert die Bedeutung der Ergebnisse für die Soziale Arbeit sowie künftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Wohnungslosigkeit, Frauen, Diskursforschung, Medien, Stigmatisierung, Sozialarbeit, Obdachlosigkeit, Wissenssoziologie, Zeitungsartikel, Geschlechterrollen, Diskurs, Lebenswelt, Mediale Repräsentation, Hilfeplanung, Soziale Ungleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des gesellschaftlichen Diskurses über Frauen in der Wohnungslosigkeit, wie er sich in deutschsprachigen Zeitungsberichten manifestiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Ursachen weiblicher Wohnungslosigkeit, die negativen Auswirkungen auf die Betroffenen sowie die Rolle der medialen Berichterstattung bei der Stigmatisierung dieser Bevölkerungsgruppe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welcher gesellschaftliche Diskurs über die weibliche Wohnungslosigkeit herrscht und welche Wirkungen die mediale Darstellung dabei entfaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Wissenssoziologische Diskursforschung nach Reiner Keller angewandt, welche eine systematische Analyse von Textkorpora (hier: Zeitungsartikel) ermöglicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung der Wohnungslosigkeit, die methodische Herleitung des Forschungsprozesses sowie die detaillierte Ergebnispräsentation der Inhalts- und Strukturanalysen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Wohnungslosigkeit, Diskursforschung, mediale Repräsentation, Stigmatisierung, Frauen und soziale Ungleichheit.

Warum spielt die mediale Rhetorik eine so wichtige Rolle für das Verständnis des Themas?

Die Arbeit zeigt, dass Medien durch emotionalisierende Sprache und die Auswahl spezifischer Einzelfälle den gesellschaftlichen Blick auf wohnungslose Frauen stark prägen und mitbestimmen, wie das Hilfesystem wahrgenommen wird.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für die Soziale Arbeit?

Die Autorin folgert, dass ein besseres Verständnis des gesellschaftlichen Diskurses der Sozialen Arbeit hilft, die Lebensrealität der Klientinnen fundierter zu erfassen und gezielter auf die Problemlagen zu reagieren.

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Details

Title
Gesellschaftlicher Diskurs über Frauen in der Wohnungslosigkeit
College
University of Siegen
Grade
1.0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
35
Catalog Number
V1202894
ISBN (PDF)
9783346646941
ISBN (Book)
9783346646958
Language
German
Tags
gesellschaftlicher diskurs frauen wohnungslosigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Gesellschaftlicher Diskurs über Frauen in der Wohnungslosigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1202894
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