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Prozesskostenrechnung in der Logistik

Merkmale, Aufbau, Anwendungsgebiete

Title: Prozesskostenrechnung in der Logistik

Term Paper , 2008 , 36 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Arne Temme (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Summary Excerpt Details

Im Folgenden soll gezeigt werden, inwiefern die Implementierung einer Prozesskostenrechnung in der
Logistik die notwendige Lösung ist. Nach einer Einführung in die Methodik der Prozess- und
Logistikkostenrechnung werden die heutigen Probleme dargestellt, denen sich diese
Kostenrechnungssysteme zu stellen haben. Damit die Notwendigkeit einer Ergänzung der
Logistikkostenrechnung um eine Prozesskostenrechnung deutlich wird, werden die Merkmale und Vorzüge
einer Logistikprozesskostenrechnung ausführlich beschrieben. Den Lösungsansatz den die
Logistikprozesskostenrechnung bietet, ist begründet in ihrem Aufbau. Deshalb werden vorab die
wesentlichen Begrifflichkeiten geklärt werden, die wichtig sind, um den schrittweise beschriebenen Aufbau
zu verstehen und die folgenden genaueren Ergebnisse nachvollziehen zu können. Das neu ermittelte Datenmaterial führt zu aussagekräftigeren und anderen Ergebnissen in der Kosten- und Ergebnisrechnung.
Die abweichenden Resultate lassen sich anhand der so genannten Strategieeffekte erläutern. Abschließend
soll erklärt werden welchen Platz die Logistikprozesskostenrechnung in der Unternehmenspraxis einnimmt
und welchen Nutzen diese Methode bringen kann, wenn sie als Lösung integriert wurde.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik und Aufbau der Ausführung

2. Vorbemerkung zur Prozesskostenrechnung

2.1.Begriff und Entwicklung der Prozesskostenrechnung

2.2.Erster methodischer Überblick der Prozesskostenrechnung

3. Grundlagen der Kostenrechnung in der Logistik

3.1.Logistik

3.2.Logistikkostenrechnung

3.3.Logistikkosten

3.4.Allgemeine Schwierigkeiten der Kostenrechnung mit Logistikkosten

3.5.Defizite bei der Verrechnung der Logistikkosten in traditionellen Kostenrechnungssystemen

4. Merkmale und Vorzüge der Prozesskostenrechnung in der Logistik

4.1.Eigenschaften der Logistikprozesskostenrechnung

4.2.Möglichkeiten der Logistikprozesskostenrechnung

4.3.Kritikpunkte an der Logistikprozesskostenrechnung

5. Aufbau einer Prozesskostenrechnung in der Logistik

5.1.Entschluss zur Einführung der Logistikprozesskostenrechnung

5.2. Darstellung der Prozessebenen

5.2.1. Prozesse

5.2.2. Tätigkeiten

5.2.3. Teilprozesse

5.2.4. Hauptprozesse

5.2.5. Maßgrößen und Kostentreiber

5.3.Verrechnung der Kosten in der Logistikprozesskostenrechnung

5.3.1. Tätigkeitsanalyse zur Identifizierung von Teilprozessen

5.3.2. Wahl geeigneter Maßgrößen

5.3.3. Festlegung der Planprozessmengen

5.3.4. Planung der Prozesskosten

5.3.5. Ermittlung von Prozesskostensätzen

5.3.6. Zuordnung der Teilprozesse zu den Hauptprozessen

6. Anwendungsgebiete der Prozesskostenrechnung in der Logistik

6.1.Prozessorientierte Produktkalkulation

6.1.1. Ermittlung der notwendigen Daten

6.1.2. Effekte der Prozesskostenrechnung

6.2.Prozessorientierte Deckungsbeitragsrechnung

6.3.Prozessmanagement in der Logistik

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Implementierung der Prozesskostenrechnung als ergänzendes Instrument in der Logistik, um eine verursachungsgerechte Gemeinkostenzurechnung zu ermöglichen und die Kostentransparenz in indirekten Leistungsbereichen zu erhöhen.

  • Grundlagen der Kostenrechnung und spezifische Herausforderungen in der Logistik
  • Konzeptionelle Merkmale der Prozesskostenrechnung im logistischen Umfeld
  • Methodischer Aufbau der Prozesskostenrechnung (Prozessebenen und Verrechnungslogik)
  • Anwendungsbereiche in der Produktkalkulation, Deckungsbeitragsrechnung und im Prozessmanagement
  • Kritische Würdigung der Vorteile und Limitationen (insbesondere Fixkostenproblematik)

Auszug aus dem Buch

2.1.Begriff und Entwicklung der Prozesskostenrechnung

Der Begriff „Prozesskostenrechnung“ leitet sich von der Vorgehensweise ab, kostenstellenübergreifende Aktivitäten und Prozesse in den indirekten Leistungsbereichen eines Unternehmens kostenrechnerisch abzubilden. In der Literatur und Praxis werden auch die Synonyme vorgangs- und aktivitätsorientierte Kostenrechnung, oder prozessorientierte Kostenrechnung benutzt. Der Inhalt des Begriffs hat sich inzwischen weiterentwickelt. R. Mayer versteht unter Prozesskostenrechnung ein Verfahren zur Planung, Steuerung und Verrechnung von Prozessen in Organisationen und es wird deshalb heute ebenfalls der Ausdruck „Prozesskostenmanagement“ benutzt (Vgl. Mayer 1998, S. 5).

Mit größer werdender Unzufriedenheit über die Art der Verrechnung der Gemeinkosten, entstanden Bemühungen neue Kostenrechnungssysteme zu konzipieren. Trotz dieser schon über Jahre währenden Überlegungen dauerte es noch bis 1985 ehe die prozessorientierte Kostenrechnung auf ein breites Interesse stieß (Vgl. Horváth, Mayer 1989, S.216). In den USA sind zu dieser Zeit Gemeinkostenzuschlagssätze in der traditionellen Vollkostenrechnung von 1000% nicht ungewöhnlich und so beschäftigen sich Miller und Vollmann in einem Artikel für die Harvard Business Review mit dem Titel „The hidden factory“ mit diesem Problem. Miller und Vollmann vertreten die These, dass die Anzahl der in einem Unternehmen ablaufenden verschiedenen Transaktionen ursächlich für die Höhe der Gemeinkosten ist und nicht die physischen Produkte (Vgl. Miller, Vollmann 1985, S. 142ff). Allerdings waren ihre Überlegungen noch nicht soweit ausgereift, dass von einem neuen Kostenrechnungssystem gesprochen werden konnte. In den darauf folgenden Jahren waren es die Amerikaner Cooper und Kaplan die den Grundgedanken dieser Methodik zum Activity Based Costing maßgeblich weiterentwickelten (Vgl. Braun 1994, S. 5ff).

Erst 1987 wurde das erste Konzept zum Gemeinkostenmanagement, nach amerikanischem Vorbild, im Material- und Logistikbereich von Wäscher in Deutschland vorgestellt. Jedoch waren es Horváth und Mayer die Ende der achtziger Jahre das Activity Based Costing für deutsche Kostenrechnungszwecke zur Prozesskostenrechnung modifizierten (Vgl. Wikipedia - Prozesskostenrechnung). Es sind deshalb zwei verschiedene Methoden, weil die Prozesskostenrechnung Prozesse als Basis benutzt, die sich aus Aktivitäten ableiten lassen, wo hingegen das Activity Based Costing nur auf Grundlage von Aktivitäten basiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik und Aufbau der Ausführung: Einleitung in den Strukturwandel der Märkte und die wachsende Bedeutung der Logistikkosten, die als Gemeinkosten in traditionellen Systemen oft falsch abgebildet werden.

2. Vorbemerkung zur Prozesskostenrechnung: Definition und historische Entwicklung der Prozesskostenrechnung als Verfahren zur Planung und Verrechnung von Prozessen in indirekten Leistungsbereichen.

3. Grundlagen der Kostenrechnung in der Logistik: Erläuterung der Logistikbegriffe, der spezifischen Logistikkosten und der Schwierigkeiten bei deren verursachungsgerechter Verrechnung in klassischen Systemen.

4. Merkmale und Vorzüge der Prozesskostenrechnung in der Logistik: Diskussion der Prozessorientierung sowie der Vorzüge einer präzisen Kostenerfassung durch Kostentreiber und Prozesshierarchien.

5. Aufbau einer Prozesskostenrechnung in der Logistik: Detaillierte Darstellung der Vorgehensweise, von der Identifizierung von Prozessen und Tätigkeiten bis hin zur Ermittlung von Prozesskostensätzen.

6. Anwendungsgebiete der Prozesskostenrechnung in der Logistik: Praktische Anwendung der Methode zur prozessorientierten Produktkalkulation, Deckungsbeitragsrechnung und als Basis für das Prozessmanagement.

7. Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der Notwendigkeit einer Kombination verschiedener Kostenrechnungssysteme, um den Anforderungen der modernen Logistik gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

Prozesskostenrechnung, Logistik, Gemeinkostenmanagement, Kostentransparenz, Logistikcontrolling, Produktkalkulation, Deckungsbeitragsrechnung, Prozessmanagement, Kostentreiber, Prozessorientierung, Fixkostenproblematik, Tätigkeitsanalyse, Logistikkosten, Prozesshierarchie, Ressourcenverbrauch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung der Prozesskostenrechnung in der Logistik, um die traditionelle, oft ungenaue Verrechnung von Logistik-Gemeinkosten zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Logistikkostenrechnung, die methodische Vorgehensweise bei der Einführung einer Prozesskostenrechnung sowie deren Anwendungsmöglichkeiten in der Unternehmenspraxis ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine prozessorientierte Kostenrechnung eine höhere Kostentransparenz erreicht und eine verursachungsgerechte Zurechnung von Gemeinkosten in der Logistik sichergestellt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Kostenrechnungsmodellen, ergänzt durch die Darstellung von Berechnungsbeispielen und Fallstudien-Daten (u.a. nach Siepermann und Remer).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Defizite klassischer Verfahren, die Merkmale der Prozesskostenrechnung, eine schrittweise Anleitung zum Aufbau der Logistikprozesskostenrechnung sowie konkrete Anwendungsgebiete.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Prozesskostenrechnung, Logistik, Kostentreiber, Gemeinkostenmanagement und Prozessorientierung.

Wie unterscheidet sich die Prozesskostenrechnung von traditionellen Systemen?

Im Gegensatz zur traditionellen, wertabhängigen Zuschlagskalkulation basiert die Prozesskostenrechnung auf der tatsächlichen Inanspruchnahme von Ressourcen durch logistische Aktivitäten und Prozesse.

Welche Bedeutung hat das Prozessmanagement im Kontext dieser Arbeit?

Das Prozessmanagement nutzt die durch das Controlling gelieferten Informationen aus der Prozesskostenrechnung, um Optimierungspotenziale und Schwachstellen in logistischen Prozessketten zu identifizieren und die Rentabilität zu steigern.

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Details

Title
Prozesskostenrechnung in der Logistik
Subtitle
Merkmale, Aufbau, Anwendungsgebiete
College
BVL Campus gGmbH  (DAV-Akademie Bremen)
Course
BWL-Logistik
Grade
1,2
Author
Arne Temme (Author)
Publication Year
2008
Pages
36
Catalog Number
V120418
ISBN (eBook)
9783640247080
Language
German
Tags
Prozesskostenrechnung Logistik BWL-Logistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arne Temme (Author), 2008, Prozesskostenrechnung in der Logistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120418
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