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Der Krieg in der Lyrik des Expressionismus

Staatsexamensvorbereitung

Título: Der Krieg in der Lyrik des Expressionismus

Trabajo Universitario , 2008 , 26 Páginas

Autor:in: Angelina Kalden (Autor)

Filología alemana - Otros
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Der Begriff Expressionismus stammt vom lateinischen Wort expressio (Ausdruck) und bedeutet 'Ausdruckskunst'. Die Expressionisten lehnten sich gegen die Tradition des 19. Jahrhunderts auf, das schon lange kritisiert wurde, aber bisher nicht in einer solchen Schärfe . Auch Naturalisten, Neuromantiker und Impressionisten standen den damaligen Entwicklungen kritisch gegenüber, aber sie hatten sich eher leidend als polemisch verhalten. Die ablehnende Haltung gegenüber der Zeit wandelte sich bei den Expressionisten von Resignation zu einer ganz entschiedenen Verneinung. Sie kritisierten aktuelle zeitliche Entwicklungen wie zum Beispiel die Industrialisierung und Urbanisierung.
In expressionistischen Gedichten findet man dementsprechend den Bruch mit der Tradition neben der Beibehaltung traditioneller lyrischer Formen. Expressionisten wollten vor allem Gefühle darstellen und ihre Gedichte waren durch eine extrem subjektive Sprache, Ekstase und Pathos gekennzeichnet. Ein typisches Merkmal der Zeit sind eine große Metaphorik und Farbsymbolik. Häufig fanden auch hässliche oder schockierende Elemente ihren Platz, wie zum Beispiel in den Gedichten von Gottfried Benn oder Georg Heym. Manche Autoren machten Sprachexperimente, missachteten grammatische Regeln und verwendeten häufig Neologismen . Der Autor August Stramm zeichnete sich beispielsweise durch die völlige Missachtung der traditionellen lyrischen Formen, Grammatik und Sprache aus. Wichtige Expressionistische Themen waren die Großstadt, der Ich-Zerfall, der Weltuntergang, Tod, Verfall, Krankheit und der Krieg.
Im Folgenden wird erst auf das Thema des Krieges allgemein eingegangen. Nach einem Überblick über die geschichtlichen Entwicklungen der Zeit werden die Gefühle der Menschen genauer dargestellt. Danach folgt eine ausführliche Interpretation von drei repräsentativen Gedichten: „Der Krieg“ von Georg Heym, „Patrouille“ von August Stramm und „Grodek“ von Georg Trakl. Abschließend soll der Umgang der Autoren mit dem Motivkreis verglichen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Der Krieg im Expressionismus

3) Interpretationen

3.1) Der Krieg, Georg Heym

Interpretation

3.2) Patrouille, August Stramm

Interpretation

3.3) Georg Trakl, Grodek

Interpretation

4) Abschlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung des Krieges in der Lyrik des Expressionismus anhand dreier repräsentativer Gedichte. Das primäre Ziel ist es, den Umgang der Autoren mit dem Motivkreis des Krieges zu analysieren und zu vergleichen, wobei sowohl visionäre als auch realistische Kriegsdarstellungen im Kontext der Epoche betrachtet werden.

  • Analyse expressionistischer Stilmittel (Metaphorik, Farbgebung, Neologismen)
  • Gegenüberstellung von kriegsvisionärer Literatur und unmittelbaren Kriegserfahrungen
  • Untersuchung der Personifizierung des Krieges und seiner destruktiven Folgen
  • Behandlung der Themenkomplexe Weltuntergang, Todesangst und Zivilisationskritik

Auszug aus dem Buch

Interpretation

Das Gedicht „Der Krieg“ von Georg Heym stammt aus dem Jahr 1911 und setzt sich drei Jahre vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges mit dem Thema des Krieges auseinander. Georg Heym, der schon 1912 im Alter von 24 Jahren bei einem Unfall ums Leben kam, hat die Schrecken des Krieges im Gegensatz zu seinen Altersgenossen nicht mehr erlebt.

Heym stellt in diesem Gedicht den Krieg als personifiziertes schwarzes Monster dar und schildert die Situation vor dem Krieg, die Kriegsbegeisterung der Menschen, die beim Ausbruch des Krieges in Ungewissheit und Angst umschlägt. Anschließend geht er auf die grausamen Folgen eines Krieges ein, die in der totalen Vernichtung enden. Man kann drei Sinnabschnitte ausmachen: Die ersten 4 Strophen stellen die Kriegsvorbereitungen dar, Strophe 5 bis 9 schildern Zerstörungsvorgänge des Kriegs und die letzten beiden Strophen zeigen ein Bild der Verwüstung.

Die 11 Strophen des Gedichts bestehen jeweils aus vier Zeilen, die zwei Paarreime enthalten. Durch diese Reimart und den sechsfüßigen Trochäus wirkt der Rhythmus schwer und gleichförmig, was zum großen Kriegsmonster und seinem Kriegstanz passt. Heym verwendet stets männliche Kadenzen und fast durchgehend den im Expressionismus häufig vorkommenden Zeilenstil. Es gibt kein lyrisches Ich, sondern einen eher distanzierten Beobachter, was man auch in Heyms „Der Gott der Stadt“ beobachten kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Diese Einleitung definiert den Begriff Expressionismus als Ausdruckskunst und führt in die zentralen Themen der Epoche wie Ich-Zerfall, Großstadt und Krieg ein.

2) Der Krieg im Expressionismus: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext des Ersten Weltkriegs und die Rolle des Krieges als visionäre Metapher oder Aufbruchsmythos innerhalb der expressionistischen Literatur.

3) Interpretationen: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Gedichte „Der Krieg“ von Georg Heym, „Patrouille“ von August Stramm sowie „Grodek“ von Georg Trakl hinsichtlich ihrer sprachlichen und inhaltlichen Gestaltung.

4) Abschlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass alle drei Gedichte trotz individueller Zugänge durch Hoffnungslosigkeit und die Darstellung subjektiver Kriegsimpressionen geprägt sind.

Schlüsselwörter

Expressionismus, Lyrik, Erster Weltkrieg, Georg Heym, August Stramm, Georg Trakl, Kriegsdarstellung, Metaphorik, Zerstörung, Todesangst, Weltuntergang, Kriegsbegeisterung, Zivilisationskritik, Sprachzertrümmerung, Personifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die thematische und stilistische Verarbeitung des Krieges in drei bedeutenden expressionistischen Gedichten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Kriegsbegeisterung, der Untergang, die Darstellung der Zerstörung sowie die Angst des Individuums im Kriegskontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche Autoren den Krieg zwischen visionärer Vorahnung und grausamem Schlachtfeld-Erlebnis lyrisch transformieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die formale Kriterien, Symbolik, Farbmetaphorik und die biographischen Hintergründe der Autoren einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil bietet eine tiefgehende Interpretation der Gedichte „Der Krieg“, „Patrouille“ und „Grodek“ unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen historischen Entstehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Expressionismus, Krieg, Todesangst, Metaphorik und Verfallsästhetik beschreiben.

Wie unterscheidet sich Heyms Darstellung von der Trakls?

Heym nutzt die Allegorie des Kriegsmonsters, um den Krieg visionär und vor dem Ereignis zu beschreiben, während Trakl unmittelbar das Grauen des Schlachtfelds als Zeuge thematisiert.

Welche Funktion hat die Kürze in Stramms „Patrouille“?

Die radikale Reduktion der Sprache auf das Wesentliche soll die gehetzte, beklemmende Atmosphäre der Todesangst eines Soldaten auf Patrouille direkt spürbar machen.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Krieg in der Lyrik des Expressionismus
Subtítulo
Staatsexamensvorbereitung
Universidad
Technical University of Berlin
Autor
Angelina Kalden (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
26
No. de catálogo
V120431
ISBN (Ebook)
9783640241897
ISBN (Libro)
9783640245451
Idioma
Alemán
Etiqueta
Krieg Lyrik Expressionismus Heym Stramm
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Angelina Kalden (Autor), 2008, Der Krieg in der Lyrik des Expressionismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120431
Leer eBook
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