Der Fremdsprachenunterricht in Deutschland unterlag seit jeher einem stetigen Wandel. Die dominierenden fremdsprachendidaktischen Zeile der letzten 30 Jahre sind wohl die interkulturelle und ihre Vorgängerin, die kommunikative Kompetenz. Viele Linguisten, Didaktiker, Psychologen und Lehrer haben sich seither dazu berufen gefühlt, sich in sehr vielen Veröffentlichungen mit diesen beiden Ansätzen zu beschäftigen. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, war es deshalb zunächst nötig, eine knappe Auswahl von Beiträgen zu treffen, um eine möglichst klare Vorstellung der wichtigsten Maximen beider Ansätze zu ermöglichen. Dabei sollen nicht nur Veröffentlichungen aus der heutigen Zeit, sondern auch aus der zeit des Aufkommens der jeweiligen Konzepte Eingang in diese Arbeit finden. Im Anschluss daran soll anhand von Beispielen gezeigt werden, ob, wann beziehungsweise in welchem Ausmaß die Grundgedanken beider Ansätze in der Schulpraxis, also als Vorgaben im Lehrplan oder als Methodik in den Lehrbüchern verwirklicht sind. Abschließend soll in dieser Arbeit noch auf die Bedeutung des Internets im Unterricht der modernen Fremdsprachen eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1 Ziele der Arbeit
- 1.2 Das Schulwesen in Deutschland
- 2. Theoretischer Teil
- 2.1 Kommunikative Kompetenz
- 2.2 Interkulturelle Kompetenz
- 3. Praktischer Teil
- 3.1 Kommunikative Kompetenz in den Lehrplänen
- 3.1.1 Lehrplan Englisch am Gymnasium/ Saarland 1987/88
- 3.1.2 Lehrplan Englisch an der Hauptschule/ Bayern 1985
- 3.2 Interkulturelles Lernen in den Lehrplänen
- 3.2.1 Lehrplan Englisch an der Realschule / Bayern neu
- 3.2.2 Lehrplan Englisch am Gymnasium / Bayern 2003
- 3.2.3 Lehrplan Französisch am Gymnasium / Bayern 2003
- 4. Die Hauptmerkmale des Fremdsprachenunterrichts in den siebziger Jahren
- 4.1 Themenschwerpunkt im Französischunterricht
- 4.2 Diskussionen um den Erwerb einer Fremdsprache
- 4.2.1 Diskussion um den einsprachigen Unterricht
- 4.2.2 Diskussion über den Beginn des Erlernens einer Fremdsprache
- 5. Internet im Unterricht der modernen Fremdsprachen
- 5.1 Nutzungsmöglichkeiten des Internets
- 5.1.1 Internetkontakte
- 5.1.2 Nutzung von Daten und Materialien aus dem Internet
- 5.1.3 Das Internet als Lernhilfe beziehungsweise Arbeitshilfe
- 5.2 Hinweise zum Französischen
- 5.2.1 Un voyage virtuel à Paris – Beschreibung eines Simulationsprojekts
- 5.2.2 La rue Daguerre et la tour Montparnasse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Wandel des Fremdsprachenunterrichts in Deutschland seit den 1970er Jahren, mit besonderem Fokus auf die kommunikative und interkulturelle Kompetenz. Sie analysiert die Umsetzung dieser Konzepte in Lehrplänen und Lehrbüchern und beleuchtet die Rolle des Internets im modernen Fremdsprachenunterricht.
- Entwicklung der Fremdsprachendidaktik seit den 1970er Jahren
- Einfluss der kommunikativen Kompetenz auf den Unterricht
- Integration interkultureller Kompetenz in Lehrpläne
- Die Rolle des Internets im Fremdsprachenunterricht
- Analyse von Lehrplänen verschiedener Bundesländer
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einleitung legt die Ziele der Arbeit dar und beschreibt das deutsche Schulsystem und seine sprachpolitischen Regelungen. Kapitel 2: Theoretischer Teil behandelt die Konzepte der kommunikativen und interkulturellen Kompetenz. Kapitel 3: Praktischer Teil analysiert die Umsetzung dieser Konzepte in verschiedenen Lehrplänen. Kapitel 4: Die Hauptmerkmale des Fremdsprachenunterrichts in den siebziger Jahren beleuchtet die Diskussionen um einsprachigen Unterricht und den Beginn des Fremdsprachenlernens. Kapitel 5: Internet im Unterricht der modernen Fremdsprachen untersucht die Nutzungsmöglichkeiten des Internets im Fremdsprachenunterricht, inklusive konkreter Beispiele wie einem Simulationsprojekt zu Paris.
Schlüsselwörter
Kommunikative Kompetenz, Interkulturelle Kompetenz, Fremdsprachenunterricht, Lehrpläne, Deutschland, Internet im Unterricht, einsprachiger Unterricht, Sprachendidaktik, methodenzentrierter FSU, Pragmadidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Was war der Fokus der Fremdsprachendidaktik in den 70er Jahren?
In den 70er Jahren standen Diskussionen um den einsprachigen Unterricht und den idealen Zeitpunkt für den Beginn des Erlernens einer Fremdsprache im Mittelpunkt.
Was ist der Unterschied zwischen kommunikativer und interkultureller Kompetenz?
Kommunikative Kompetenz zielt auf die sprachliche Verständigung ab, während interkulturelle Kompetenz das Verständnis für kulturelle Kontexte und den Umgang mit kultureller Fremdheit beinhaltet.
Wie wird interkulturelles Lernen in heutigen Lehrplänen umgesetzt?
Moderne Lehrpläne, etwa am Gymnasium in Bayern, integrieren interkulturelle Themen fest in den Unterricht, um Schüler auf eine globalisierte Welt vorzubereiten.
Welche Rolle spielt das Internet im modernen Fremdsprachenunterricht?
Das Internet dient als Quelle für authentische Materialien, ermöglicht virtuelle Kontakte ins Ausland und bietet Werkzeuge für Simulationsprojekte wie virtuelle Reisen.
Was ist ein „voyage virtuel“?
Es ist ein Simulationsprojekt (z. B. nach Paris), bei dem Schüler mithilfe von Online-Ressourcen eine Stadt erkunden und dabei ihre Sprachkenntnisse praxisnah anwenden.
War der Fremdsprachenunterricht früher methodenzentrierter?
Ja, die Entwicklung ging weg von rein grammatik- und methodenzentrierten Ansätzen hin zur Pragmadidaktik und zur Förderung der aktiven Sprachverwendung.
- Arbeit zitieren
- Rainer Kohlhaupt (Autor:in), 2006, Fremdsprachendidaktik seit den 70er Jahren im Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120492