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Der Konflikt der Kulturen und die Rolle der Medien

Title: Der Konflikt der Kulturen und die Rolle der Medien

Term Paper , 2008 , 33 Pages

Autor:in: Dipl. Ing. Pascal Gemperli (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Spätestens seit der Publikation Samuel P. Huntingtons Artikel „The Clash of Civilizations" in der Zeitschrift Foreign Affairs im Jahre 1993 und der Verfeinerung der Theorie in Buchform 1996 wird der Begriff, auch in seiner deutschen Übersetzung „Kampf der Kulturen", gleichzeitig als Schlagwort und als Erklärung verwendet, sobald irgendwo auf der Welt gewalttätige Konflikte zwischen Gruppen verschiedener Kulturen auftreten. Ist dieses Konzept aber wirklich brauchbar um komplexe Vorgänge von Gewalt zu beschreiben oder begreifbar zu machen? Und was heisst eigentlich Kultur? Auf diese zwei Fragen wird im ersten Abschnitt eingegangen. Diese Erkenntnisse werden es erlauben im darauf folgenden Kapitel darzulegen, was die Grundbedingungen zur erfolgreichen Konflikttransformation und friedlichen Koexistenz sind. Hieraus wird schon ersichtlich, dass in der vorliegenden Arbeit davon ausgegangen wird, dass es tatsächlich Konflikte zwischen Kulturgruppen gibt. Dies ist soweit richtig, muss jedoch insofern konkretisiert werden, als das es aufzuzeigen gilt, dass nicht die kulturellen Bruchlinien, sondern andere, meist viel komplexere Gegebenheit dafür verantwortlich sind. Im letzten Kapitel geht es schliesslich darum zu erklären was die Rolle der Medien in dieser Konstellation ist und natürlich, wie sie zur gewaltfreien Konflikttransformation und Friedensförderung beitragen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 KONFLIKT DER KULTUREN?

2.1 Begriffsdefinition

2.2 Kultur und Identität

2.3 Stereotypen und Fremdenfeindlichkeit

3 KONFLIKTTRANSFORMATION UND FRIEDLICHE KOEXISTENZ

3.1 Universelle Weltkultur und gemeinsamer Referenzcode?

3.2 Kulturdialog

4 DIE ROLLE DER MEDIEN

4.1 Die Medien im gesellschaftlichen System

4.2 Die Funktionsweise der Medien

4.3 Die Aufgaben der Medien

4.3.1 Inhalt

4.3.2 Struktur

5 SCHLUSSFOLGERUNGEN

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht kritisch das Konzept des „Kampfes der Kulturen“ und analysiert, inwiefern dieses zur Beschreibung komplexer Gewaltphänomene geeignet ist. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass gesellschaftliche Konflikte primär durch Identitätsfragen und Interessenkollisionen und nicht durch kulturelle Bruchlinien entstehen, und daraus abzuleiten, welche Rolle Medien bei der Konflikttransformation einnehmen können.

  • Kritische Analyse des Begriffs „Kultur“ und der Theorie des Kampfes der Kulturen.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Identität, Stereotypenbildung und Konfliktentstehung.
  • Evaluation des Potenzials von interkulturellem Dialog und transkulturellen Ansätzen zur Konfliktbearbeitung.
  • Analyse der Rolle der Medien als Konstrukteure sozialer Wirklichkeit und Vermittler in interkulturellen Konflikten.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Medien

Menschen sind Beobachter der Wirklichkeit. „Beobachter bilden Realität nicht ab, sondern konstruieren soziale Wirklichkeit“. Die Medien fungieren dabei als Identitätsvermittler und -stifter durch das Ermöglichen der Selbstbeobachtung der Gesellschaft. Verschiedene Funktions- und Sozialsysteme werden gleichzeitig und gleichörtlich wie auf einem Bildschirm angezeigt. Nach Kai Hafez haben Medien in der Gesellschaft die Funktion der Thematisierung und Themenstrukturierung für sinnvolle Ordnung von Umweltinformation für die Gesellschaft, ohne – und dies grenzt die Medien klar von Bereichen wie z.B. der Politik oder der Ökonomie ab – Auskunft über Normen oder Zielvorstellungen. In der Realität jedoch haben Medien gewisse Erwartungen zu erfüllen, denn sie interagieren als Akteur mit einer desorganisierten Umwelt (Publikum, politische und ökonomische Lage, etc.) und weiteren, organisierten Akteuren (Parteien, Regierung, Firmen, Journalisten, andere Medien, Markt- und Konjunkturfaktoren, etc.). Die Erwartungen dieser Umwelt und der Output des Mediums müssen eine gewisse Korrespondenz aufweisen: Es herrscht eine Tausch- und Wettbewerbsverhältnis. Somit prägen Umweltfaktoren die Medieninhalte stark mit.

Die internationale Massenkommunikation ist ein systemverbindendes Element der Globalisierung. In dieser Funktion birgt sie Chancen wie auch Risiken in Bezug auf den interkulturellen Dialog und somit die friedliche Koexistenz verschiedener Völker. In gleichem Masse wie sie Fremd- und konfliktträchtige Weltbilder abbauen und zu einem globalen kollektiven Bewusstsein beitragen könnte besteht die Möglichkeit, dass sie kulturelle, politische und weitere lokale Einflüsse und Eigenheiten und somit globale ideologische Differenzen verstärkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des Begriffs „Kampf der Kulturen“ und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit, die Rolle der Medien bei der Konflikttransformation zu untersuchen.

2 KONFLIKT DER KULTUREN?: Untersuchung theoretischer Grundlagen, bei denen Kultur als dynamisches Konstrukt und nicht als statische, ethnozentristische Größe definiert wird.

3 KONFLIKTTRANSFORMATION UND FRIEDLICHE KOEXISTENZ: Erläuterung der Voraussetzungen für einen konstruktiven Dialog sowie der Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in Richtung Transkulturalität.

4 DIE ROLLE DER MEDIEN: Detaillierte Analyse der Medien als Akteure in gesellschaftlichen Systemen, ihrer Funktionsweise bei der Informationsverarbeitung und ihrer Aufgaben zur Förderung von Dialog und Konfliktbearbeitung.

5 SCHLUSSFOLGERUNGEN: Zusammenführung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Plädoyer für ein identitätsorientiertes Kulturverständnis, das durch verantwortungsvolle Medienarbeit gestärkt wird.

Schlüsselwörter

Kampf der Kulturen, Konflikttransformation, Identität, Stereotypen, Fremdenfeindlichkeit, Kulturdialog, Transkulturalität, Medien, Konstruktivismus, Friedensförderung, Interdependenz, Journalismus, Gesellschaft, Kommunikation, Weltethos.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit hinterfragt die Eignung des Konzepts „Kampf der Kulturen“ zur Erklärung realer weltweiter Konflikte und analysiert die Verantwortung der Medien in diesem Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Kultur und Identität, die Entstehung von Stereotypen, Konzepte der Konflikttransformation und die mediale Berichterstattung.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Konflikte meist andere als rein kulturelle Ursachen haben, und Strategien für eine friedlichere Koexistenz und konstruktivere Medienberichterstattung zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Analyse, die Erkenntnisse aus der Kultur-, Kommunikations- sowie Friedens- und Konfliktwissenschaft zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Kultur- und Konfliktbegriffs und eine spezifische Untersuchung der Rolle, Funktionen und Aufgaben von Medien innerhalb von Konfliktsituationen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Transkulturalität, Identitätsdimensionen, mediale Konstruktion von Wirklichkeit und Konflikttransformation.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von der klassischen Huntington-Perspektive?

Die Arbeit lehnt den essentialistischen „Kampf der Kulturen“ ab und setzt stattdessen auf ein dynamisches, auf Identitätskombinationen basierendes Verständnis von Kultur.

Welche Rolle spielt die „kognitive Dissonanz“ bei der Vermittlung von Inhalten?

Der Autor argumentiert, dass kognitive Dissonanz in Medien bewusst erzeugt werden kann, sofern sie von einer konstruktiven Anleitung zur Auflösung und tieferen Auseinandersetzung begleitet wird.

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Details

Title
Der Konflikt der Kulturen und die Rolle der Medien
College
University of Hagen  (Institut für Frieden und Demokratie)
Course
Modul: Frieden und Demokratie
Author
Dipl. Ing. Pascal Gemperli (Author)
Publication Year
2008
Pages
33
Catalog Number
V120497
ISBN (eBook)
9783640242184
ISBN (Book)
9783640245611
Language
German
Tags
Konflikt Kulturen Rolle Medien Modul Frieden Demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Ing. Pascal Gemperli (Author), 2008, Der Konflikt der Kulturen und die Rolle der Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120497
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