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Produktive und analytische Verfahren im Literaturunterricht der zweiten Klasse

Ein Vergleich zweier Unterrichtsbeispiele

Title: Produktive und analytische Verfahren im Literaturunterricht der zweiten Klasse

Examination Thesis , 2008 , 179 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Cindy Munz (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

[...] Im Allgemeinen herrscht in der Literaturdidaktik Uneinigkeit über den Einsatz analytischer und produktiver Verfahren. Durch meine hier vorliegende Wissenschaftliche Hausarbeit bekam ich die Möglichkeit beide Verfahren näher zu untersuchen und einen Vergleich dieser in der Praxis anzustellen. Hierzu führte ich in zwei zweiten Klassen Unterrichtsversuche zum Märchen „Die Bienenkönigin“ der Gebrüder Grimm durch. Für die eine Klasse konzipierte ich eine Unterrichtseinheit mit ausschließlich analytischen Verfahren. In der anderen fanden einzig und allein handlungs- und produktionsorientierte ihre Anwendung. Im regulären Unterricht werden beide Verfahren nicht getrennt behandelt, sondern es findet eine Kombination beider statt. Um jedoch gezielte Aussagen über sie zu machen, werden sie gesondert betrachtet. Es soll im Folgenden kein Verfahren als „besser“ oder „schlechter“ definiert, sondern Vermutungen über ihre jeweilige Wirkung auf die Schüler aufgestellt werden. Die Betonung liegt hierbei auf „Vermutungen“, denn es können keine Aussagen über langfristige Auswirkungen der einzelnen Verfahren getätigt werden. Genauso wenig kann mit Sicherheit gesagt werden, welches Verfahren zu einem besseren Textverständnis führt. Diese Arbeit stellt lediglich einen Vergleich und die Dokumentation der beiden Unterrichtseinheiten dar, woraus sich Vermutungen ergeben.
Im ersten Teil dieser Arbeit wird die oben bereits erwähnte Kontroverse in der Literaturdidaktik kurz erläutert. Des Weiteren erfolgt eine Darstellung der beiden Verfahren durch die Ansätze der jeweiligen Vertreter, auf deren Grundlage diese Untersuchung durchgeführt wurde. Außerdem wird meine Vorgehensweise während des Projekts forschungsmethodisch beschrieben. Im zweiten Teil werden die Planung und die Durchführung des Versuchs methodisch und didaktisch dargestellt und begründet. Im darauf folgenden Teil finden die Dokumentation, der Vergleich und die Interpretation der Unterrichtseinheiten statt. Diese Arbeit wird durch einen Materialband zu den beiden Unterrichtseinheiten vervollständigt. Dieser enthält neben den zahlreichen Arbeitsblättern auch die Transkriptionen ausgewählter Unterrichtssequenzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Voraussetzungen, Verfahrensweise und Ziele der Untersuchung

2.1 Zur Kontroverse in der Literaturdidaktik

2.2 Analytische und handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsverfahren

2.2.1 Analytische Verfahren

2.2.2 Produktive und handlungsorientierte Verfahren

2.3 Zielsetzung und Vorbereitung der Untersuchung

2.3.1 Ziele und Zweck der Untersuchung

2.3.2 Vorbereitung der Untersuchung

2.4 Die Forschungsmethode

2.4.1 Quantitative Forschung

2.4.2 Qualitative Forschung

2.4.3 Triangulation

2.5 Forschungsmethodische Prinzipien der Untersuchung

2.5.1 Fallanalysen als Untersuchungsrahmen

2.5.2 Der Lehrer als teilnehmender Beobachter und Forscher

2.5.3 Aufnahme und Dokumentation der Daten

2.5.4 Aufbereitung der Daten

2.5.5 Auswertung der Daten

2.5.6 Gütekriterien

3 Planung und Durchführung zweier Fallanalysen

3.1 Märchen in der Grundschule

3.1.1 Zum Märchenbegriff

3.1.2 Die Wichtigkeit der Märchen im Grundschulalter

3.2 Das Märchen „Die Bienenkönigin“ der Gebrüder Grimm

3.2.1 Inhalt

3.2.2 Struktureller Aufbau

3.2.3 Intention

3.3 Handlungs- und produktionsorientierter Umgang mit der „Bienenkönigin“

3.3.1 Die Lerngruppe

3.3.2 Intentionen und Ziele des Unterrichts

3.3.3 Methodische Vorgehensweise

3.3.4 Mögliche Schwierigkeiten und geplante Hilfestellungen

3.4 Klassischer analytischer Umgang mit der „Bienenkönigin“

3.4.1 Die Lerngruppe

3.4.2 Intentionen und Ziele des Unterrichts

3.4.3 Methodische Vorgehensweise

3.4.4 Mögliche Schwierigkeiten und geplante Hilfestellungen

4 Ergebnisse der Untersuchung

4.1 Dokumentation der Unterrichtsergebnisse

4.1.1 Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht

4.1.2 Klassischer analytischer Unterricht

4.1.3 Test als Lernerfolgskontrolle

4.2 Interpretation und Vergleich

4.2.1 Erreichen der Lernziele

4.2.2 Textrezeption und -rekonstruktion

4.2.3 Einsicht in Gedanken und Vorstellungen der Schüler

4.2.4 Entfaltung der Kreativität

4.2.5 Beachtung des genauen Wortlauts im Märchen

5 Reflexion und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das primäre Ziel der Arbeit ist der Vergleich von analytischen sowie handlungs- und produktionsorientierten Unterrichtsverfahren im Literaturunterricht der zweiten Klasse, um deren Auswirkungen auf das Textverständnis und die Motivation der Schüler zu untersuchen und zu dokumentieren.

  • Kontroverse in der Literaturdidaktik (analytisch vs. produktiv)
  • Methodische Gestaltung von Literaturunterricht in der Grundschule
  • Durchführung und Analyse zweier Fallstudien zum Märchen "Die Bienenkönigin"
  • Einsatz unterschiedlicher Forschungsmethoden (Triangulation)
  • Vergleich von Schülerleistungen und kreativen Prozessen

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Struktureller Aufbau

Die beiden älteren Brüder lösen die Ausgangslage des Märchens als „’Mangelsituation’“ aus. Sie sind auf Abwege geraten, nachdem sie das Königshaus verlassen haben. Der Dummling, der jüngste Bruder, entschließt sich dazu, die Älteren zu suchen, welche das Böse in diesem Märchen, durch ihre „zerstörerischen und herzlosen Absichten“ gegenüber den Tieren, verkörpern. Sie haben die Funktion des Gegenspielerpaares zum jüngeren Bruder, der den Helden im Märchen darstellt. Er findet seine Brüder und reist mit ihnen weiter.

Durch ihre Bösartigkeit entwickeln sie sich zum Störungsfaktor auf der sonst friedlichen Reise und rufen den Konflikt in diesem Märchen hervor. Dadurch wird der Dummling als Held zur Gegenhandlung herausgefordert. Lediglich seine Sprache dient hier als Zaubermittel. Mit den Worten „’Laßt die Tiere in Frieden, ich leid’s nicht, daß ihr sie stört’“ (siehe Anhang, S. 91) besiegt er dreimal die Bösartigkeit der Brüder und rettet den Tieren somit das Leben. In der nachfolgenden Situation stehen der Held und seine Gegenspieler vor der Lösung dreier schwerer Aufgaben. Bei Nichterfüllung droht Versteinerung. Diese Aufgabe stellt die Prüfung des Märchens dar, die nur der Dummling mit Hilfe der Tiere, denen er zuvor das Leben gerettet hat, bestehen kann. Hierdurch löst er die „Mangelsituation“ zu Beginn des Märchens auf und wird König. Seine Brüder werden einerseits durch die Versteinerung bestraft und andererseits nach ihrer Erlösung mit den hübschen Prinzessinnen belohnt.

Das ganze Geschehen vollzieht sich in nur einer „fortlaufenden Sequenz“. Es handelt sich um ein eingliedriges Märchen: der Protagonist führt wenige Handlungen aus, welche eine lineare Anordnung aufweisen und durch keinerlei verwirrende Nebenhandlungen durchbrochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Verfasserin beschreibt ihre persönliche Motivation zur Untersuchung unterschiedlicher Literaturunterrichtsverfahren und stellt die Forschungsfrage sowie das Vorgehen vor.

2 Voraussetzungen, Verfahrensweise und Ziele der Untersuchung: Dieser Teil beleuchtet die literaturdidaktische Kontroverse zwischen analytischen und produktiven Methoden und beschreibt das methodische Design der Fallstudien.

3 Planung und Durchführung zweier Fallanalysen: Hier werden die theoretischen Grundlagen zum Märchen und die konkrete Planung der beiden Unterrichtsreihen zum Märchen "Die Bienenkönigin" dargelegt.

4 Ergebnisse der Untersuchung: In diesem Kapitel werden die Beobachtungen und Arbeitsergebnisse aus den Unterrichtsversuchen sowie die Testergebnisse dokumentiert und interpretiert.

5 Reflexion und Ausblick: Die Autorin resümiert ihre Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt und bewertet die Vor- und Nachteile der untersuchten Unterrichtsformen.

Schlüsselwörter

Literaturdidaktik, Märchen, Die Bienenkönigin, Grundschule, Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Analytischer Literaturunterricht, Fallanalyse, Triangulation, Textrezeption, Textanalyse, Kreativität, Lesebereitschaft, Dummlingsmärchen, Empirische Untersuchung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die Wirkung von zwei unterschiedlichen didaktischen Ansätzen – analytischen Verfahren sowie handlungs- und produktionsorientierten Verfahren – im Literaturunterricht einer zweiten Klasse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die theoretische Kontroverse dieser beiden Ansätze in der Literaturdidaktik, die methodische Umsetzung im Grundschulunterricht anhand des Märchens "Die Bienenkönigin" sowie die empirische Dokumentation der Lernergebnisse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, durch eine praktische Erprobung in zwei Klassen Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich die unterschiedlichen Verfahren auf das Textverständnis, die Motivation und die Kreativität der Schüler auswirken.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt ein triangulatives Vorgehen, das qualitative Elemente (Fallstudien, Beobachtung, Schülerarbeiten, Transkriptionen) mit quantitativen Ansätzen (Leistungstests) kombiniert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Didaktik-Kontroverse), die detaillierte Planung und Durchführung der Unterrichtseinheiten sowie die systematische Auswertung der gewonnenen Daten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht, die Fallanalyse, die Textrezeption von Märchen und die Förderung der kindlichen Imaginationsfähigkeit.

Warum wurde gerade das Märchen "Die Bienenkönigin" als Fallbeispiel gewählt?

Das Märchen eignet sich als "Dummlingsmärchen" aufgrund seiner klaren linearen Struktur und der motivierenden Thematik von Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeit hervorragend zur Erprobung beider didaktischer Ansätze in der Grundschule.

Welches Fazit zieht die Verfasserin bezüglich der beiden Methoden?

Sie kommt zu dem Ergebnis, dass eine Kombination beider Verfahren ideal ist. Während der produktive Umgang einen tieferen Einblick in die Gedankenwelt der Kinder bietet, fördert der analytische Zugang eine nähere Auseinandersetzung mit dem ursprünglichen Wortlaut des Textes.

Excerpt out of 179 pages  - scroll top

Details

Title
Produktive und analytische Verfahren im Literaturunterricht der zweiten Klasse
Subtitle
Ein Vergleich zweier Unterrichtsbeispiele
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
1,0
Author
Cindy Munz (Author)
Publication Year
2008
Pages
179
Catalog Number
V120683
ISBN (eBook)
9783640242856
ISBN (Book)
9783640246250
Language
German
Tags
Produktive Verfahren Literaturunterricht Klasse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cindy Munz (Author), 2008, Produktive und analytische Verfahren im Literaturunterricht der zweiten Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120683
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