Einleitung
Ein Wort ist in den letzten Jahren fast zu einem Zauberwort geworden: Globalisierung. Mit diesem Wort meint man einen unvermeidlichen und unwiderstehlichen Trend, eine mächtige
Herausforderung und gleichzeitig ein Allheilmittel. Zur Globalisierung wurde so ein Phänomenskomplex assoziiert, das janusköpfig ist.
Das Dickicht des Phänomens Globalisierung macht eine genaue Bestimmung für diesen Begriff ungeheuer schwer. Allgemein wird Globalisierung als ein Prozeß verstanden, wobei sich die Welt durch eine Reihe von Mechanismen in immer höherem Maße verflechtet. Seit
es in der Welt Grenzen gibt, stellt Globalisierung vor allem ein Prozeß dar, in dem sich die grenzüberschreitenden Transaktionen und sich damit die Vernetzungen der Gesellschaften bzw. Staaten immer weiter verdichten.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Weltwirtschaft im Umbruch
2.1 Allgemeine Weltwirtschaftskrise in den 70er und 80er Jahren
2.2 Multipolarität und ‘Geo-Ökonomie’
2.3 Technologische Revolution
2.4 Transnationale Unternehmen
3 Das doppelte Gesicht der Weltwirtschaft: Interdependenz und Fragmentierung
3.1 Interdependenz
3.2 Triadisierung
3.3 Zweiteilung oder neue Dreiteilung der Weltwirtschaft
4 Triebkräfte des Prozesses: ‘Antworten’ auf die ‘Herausforderung’ der Globalisierung
4.1 Multilateralismus
4.2 Regionalisierung
4.3 Post-Fordismus
5 Bilanz und Perspektiven
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Globalisierung als einen fundamentalen Wandel von der Nationalökonomie zur Weltwirtschaft. Im Fokus steht dabei die Analyse der wirtschaftlichen Aspekte, der treibenden Kräfte sowie der daraus resultierenden Paradoxa von Interdependenz und Fragmentierung.
- Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrisen und der technologischen Revolution.
- Die Rolle transnationaler Unternehmen als treibende Akteure.
- Das Konzept der "Triadisierung" und die damit verbundene weltwirtschaftliche Zweiteilung.
- Strategische Antworten auf die Globalisierung wie Multilateralismus und Regionalisierung.
- Die Transformation organisatorischer Paradigmen unter dem Begriff Post-Fordismus.
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Ein Wort ist in den letzten Jahren fast zu einem Zauberwort geworden: Globalisierung. Mit diesem Wort meint man einen unvermeidlichen und unwiderstehlichen Trend, eine mächtige Herausforderung und gleichzeitig ein Allheilmittel. Zur Globalisierung wurde so ein Phänomenskomplex assoziiert, das janusköpfig ist.
Das Dickicht des Phänomens Globalisierung macht eine genaue Bestimmung für diesen Begriff ungeheuer schwer. Allgemein wird Globalisierung als ein Prozeß verstanden, wobei sich die Welt durch eine Reihe von Mechanismen in immer höherem Maße verflechtet. Seit es in der Welt Grenzen gibt, stellt Globalisierung vor allem ein Prozeß dar, in dem sich die grenzüberschreitenden Transaktionen und sich damit die Vernetzungen der Gesellschaften bzw. Staaten immer weiter verdichten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einführung definiert Globalisierung als janusköpfigen Prozess zunehmender weltweiter Verflechtungen und grenzüberschreitender Transaktionen.
2 Die Weltwirtschaft im Umbruch: Das Kapitel analysiert die historischen Wurzeln der Globalisierung, getrieben durch Krisen, technologische Innovationen und das Wirken transnationaler Unternehmen.
3 Das doppelte Gesicht der Weltwirtschaft: Interdependenz und Fragmentierung: Es wird erörtert, wie Globalisierung einerseits zu tiefer wirtschaftlicher Interdependenz führt, andererseits aber durch Triadisierung eine Fragmentierung und Abkopplung großer Teile der Entwicklungsländer bewirkt.
4 Triebkräfte des Prozesses: ‘Antworten’ auf die ‘Herausforderung’ der Globalisierung: Hier werden die Mechanismen Multilateralismus, Regionalisierung und Post-Fordismus als bewusste Reaktionen auf die Herausforderungen des Globalisierungsprozesses diskutiert.
5 Bilanz und Perspektiven: Das Fazit zieht eine Bilanz der paradoxen Entwicklung der Globalisierung und verweist auf die Notwendigkeit, eine Integration der Weltbevölkerung zu erreichen.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Weltwirtschaft, Nationalökonomie, Interdependenz, Fragmentierung, Transnationale Unternehmen, Triadisierung, Multilateralismus, Regionalisierung, Post-Fordismus, Technologische Revolution, Weltwirtschaftskrise, Kapitalismus, Standortwettbewerb, Geo-Ökonomie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Wandel der globalen Wirtschaftsstruktur von nationalstaatlich geprägten Ökonomien hin zu einem vernetzten, aber zugleich fragmentierten Weltwirtschaftssystem.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zu den Schwerpunkten zählen der technologische Fortschritt, die Macht transnationaler Konzerne sowie die Spannung zwischen wirtschaftlicher Verflechtung und der Spaltung in Kern- und Randgebiete.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das "doppelte Gesicht" der Globalisierung – also die gleichzeitige Existenz von Fortschritt und Ausschluss – wissenschaftlich zu erfassen und die Triebkräfte dieses Prozesses zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und ökonomische Analyse, die theoretische Konzepte (wie den Post-Fordismus) mit empirischen Beobachtungen der Weltwirtschaft verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die historischen Umbrüche seit den 1970er Jahren, die Rolle der Triadisierung und konkrete politische und unternehmerische Antwortstrategien auf die Globalisierung beleuchtet.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Interdependenz, Fragmentierung, Triadisierung und die Dialektik des Globalisierungsprozesses beschreiben.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Interdependenz und Fragmentierung?
Interdependenz beschreibt die dichte Vernetzung zwischen Industrienationen, während Fragmentierung das Abkoppeln von Entwicklungsländern und die zunehmende Ungleichheit innerhalb von Gesellschaften bezeichnet.
Welche Rolle spielen transnationale Unternehmen laut der Untersuchung?
Sie fungieren als "Agenten Nummer Eins", da sie durch ihre Mobilität und Ressourcenallokation staatliche Grenzen weitgehend irrelevant machen und globale Kapitalströme dominieren.
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- Alexander Hong Lam Vu (Author), 1997, Globalisierung: Von der Nationalökonomie zur Weltwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1207