Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

Platons Kratylos - Exzerpte

Title: Platons Kratylos - Exzerpte

Excerpt , 1999 , 45 Pages , Grade: -keine Benotung-

Autor:in: Suzie Bartsch (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

0.3 Anmerkungen zum Aufbau des Dialogs
· Gesprächspartner sind Hermogenes, Kratylos und Sokrates.
· Hermogenes-Teil (383-427): Hermogenes führt das Problem ein und ist auch Sokrates′ Gesprächspartner für mehr als zwei Drittel des Dialogs. Hier wird die Konventionsthese untersucht (384-390). Zu diesem Teil gehört auch der umfangreiche etymologische Teil (393-427), in welchem die natürliche Rich-tigkeit der Wörter demonstriert werden soll.
· Kratylos-Teil (428-440): Kratylos ist Sokrates′ Gesprächspartner. Hier wird die Natürlichkeitsthese untersucht.

0.4 Anmerkungen zum Aufbau der Exzerpte:
· Makrostrukturell gesehen, wird die Reihenfolge, wie beide obengenannte Tei-le, und darin die Teilprobleme und Thesen im Originaldialog erscheinen, mit übernommen.
· In der Mikrostruktur ist aber auch eine thematische Organisation zu finden, so dass weit entfernte Passagen des Dialogs hier nacheinander erscheinen kön-nen, wenn sie sich inhaltlich ergänzen oder präzisieren, aber auch wenn sie sich neutralisieren oder relativieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Vorbemerkungen

0.1 Verwendete Ausgabe

0.2 Anmerkungen zu den Zitaten

0.3 Anmerkungen zum Aufbau des Dialogs

0.4 Anmerkungen zum Aufbau der Exzerpte:

1. Einführung

1.1 Die Natürlichkeitsthese und die Konventionsthese werden präsentiert

1.2 Welche ist die platonische These des Sprachursprungs bzw. der Richtigkeit der Namen?

1.3. Ausgangspunkt der Untersuchung: Gedankenfehler der jeweiligen These und Unterscheidung von falscher und wahrer Rede

1.4 Die Seitenhiebe gegen die Sophisten

2. Untersuchung der Konventionsthese

2.0 Hermogenes’ Gedankenfehler: Anordnung/Vertrag/Übereinkunft basiert auf Willkür

2.1 Erste Voraussetzung für die Untersuchung: die Unterscheidung von wahrer und falscher Rede

2.2 Zweite Voraussetzung für die Untersuchung: die Objektivierbarkeit allen Seins

2.3 Einführung des Werkzeugmodells

2.4 System Sprache vs. Handlung Sprechen; kognitive vs. kommunikative Funktion von Sprache

2.5 Unterscheidung zwischen dem Dialektiker und dem Gesetzgeber

2.6 Zusammenfassung: platonische Ideenlehre, Werkzeugmodell und Sprache

3. Der etymologisierende Teil des Dialogs: Untersuchung der natürlichen Richtigkeit der Benennungen

3.1 Eigennamen und Appellativa

3.1.1 Eigennamen

3.1.2 Appellativa

3.2 Die natürliche Richtigkeit der Wörter ad absurdum geführt

3.2.1 Erster Hinweis auf Ironie: eine überspitzte Gattungstheorie

3.2.2 Akustische Etymologisierung

3.2.3 Überspitzte Verwendung der herakleitischen Lehre des ewigen Stroms des Seins

3.2.4 Ironisierung der etymologisierenden Erkenntnis der natürlichen Richtigkeit der Namen

3.2.5 Direkte Ironisierung der herakleitischen Lehre

3.3 Bewusstsein für mehrere sprachliche Phänomene und semiotisches Verständnis von Sprache

3.3.1 Vorstellung dieser sprachlichen Phänomene

3.3.1.1 Verschiedenheit der Sprachen bzw. Dialekten

3.3.1.2 Sprachwandel

3.3.2 Ironisierung und Relativierung der Natürlichkeitsthese

3.4 Überspitunzg von der Idee der Ur- oder Stammwörter und vom Prinzip der Nachahmung

3.4.1 Vorstellung des Nachahmungsprinzips

3.4.2 Offene Überspitzung der Nachahmungstheorie

3.5 Schlussfolgerung: nachahmende Kraft als Grundlage der natürlichen Richtigkeit der Wörter

4. Untersuchung der Natürlichkeitsthese

4.1. Ausgangspunkt: Relativierung des bisher Gesagten

4.2 Unterscheidung zwischen wahrer und falscher Rede; Kratylos’ Ablehnung der Existenz richtiger und unrichtiger Benennungen

4.3 Präzisierung des Nachahmungsprinzips

4.4. Relativierung des Nachahmungsprinzips

4.5 Kognitive Funktion von Sprache, der Wortbildner und die herakleitisch basierte Etymologisierung

Exkurs I: Grundzüge einer Wort- bzw. Satzlehre

Exkurs II: Semiotik

5. Konklusion: Natürlichkeit oder Konvention?

5.1 Natürlichkeitsthese?

5.2 Aporie?

5.3 Göttlicher Sprachursprung?

5.4. Einfacher „Stand der Forschung“?

5.5 Versöhnung beider Positionen?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert Platons Dialog „Kratylos“, um den zentralen sprachphilosophischen Konflikt zwischen der Natürlichkeitsthese (Namen entsprechen dem Wesen der Dinge) und der Konventionsthese (Namen beruhen auf menschlicher Übereinkunft) zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Rolle von Sprache als Werkzeug der Erkenntnis und die methodische Vorgehensweise Platons, die durch Ironie und die Relativierung beider Positionen gekennzeichnet ist.

  • Die Untersuchung der Konventionsthese durch die Kritik an Hermogenes.
  • Die Analyse des etymologisierenden Teils zur Bestimmung der natürlichen Richtigkeit von Benennungen.
  • Die Rolle der Ideenlehre und des Werkzeugmodells im Kontext sprachlicher Richtigkeit.
  • Die ironische Dekonstruktion der herakleitischen Lehre des ewigen Stroms in Bezug auf die Sprache.
  • Die Reflexion über den Stellenwert von Sprachwandel, Dialekten und dem Nachahmungsprinzip.

Auszug aus dem Buch

2.3 Einführung des Werkzeugmodells

Sokrates: Also auch die Handlungen gehen nach ihrer eigenen Natur vor sich, und nicht nach unserer Vorstellung. Wie wenn wir unternehmen etwas zu schneiden, das wir schneiden wie wir wollen und womit wir wollen? oder werden wir nur dann, wenn wir jedes nach der Natur des Schneidens Geschnittenwerden, und die Handlung recht verrichten, wenn aber gegen die Natur, dann es verfehlen und nichts ausrichten?

Hermogenes: So dünkt es mich.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Vorbemerkungen: Einleitung in die verwendete Literatur sowie Erläuterungen zum Aufbau des Dialogs und der methodischen Vorgehensweise der Exzerpte.

1. Einführung: Vorstellung der gegensätzlichen Positionen zur Sprachrichtigkeit und Klärung der Ausgangspunkte für die weiterführende Untersuchung.

2. Untersuchung der Konventionsthese: Kritische Auseinandersetzung mit der These der willkürlichen Benennung und Einführung des platonischen Werkzeugmodells der Sprache.

3. Der etymologisierende Teil des Dialogs: Untersuchung der natürlichen Richtigkeit der Benennungen: Detaillierte Prüfung der etymologischen Herleitungen, geprägt durch Ironie und die Auseinandersetzung mit herakleitischen Ideen.

4. Untersuchung der Natürlichkeitsthese: Zusammenführende Betrachtung der Natürlichkeitsthese nach der teilweisen Relativierung der vorangegangenen Argumentationsschritte.

5. Konklusion: Natürlichkeit oder Konvention?: Abschließende Reflexion über die Vereinbarkeit beider Positionen und die mögliche aporetische Tendenz des Dialogs.

Schlüsselwörter

Platon, Kratylos, Natürlichkeitsthese, Konventionsthese, Sprachursprung, Etymologisierung, Werkzeugmodell, Ideenlehre, Herakleitos, Sprachwandel, Nachahmungsprinzip, Semiotik, Dialektik, Nomos, Physis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit bietet eine strukturierte Exzerpt-Sammlung und einen Kommentar zu Platons Dialog „Kratylos“, der die philosophische Debatte um die Richtigkeit von Namen behandelt.

Welche zwei Hauptthesen werden in der Sprachentstehung diskutiert?

Es werden die Natürlichkeitsthese (Physis), welche besagt, dass Namen das Wesen der Dinge abbilden, und die Konventionsthese (Nomos), welche Sprache als Ergebnis willkürlicher menschlicher Übereinkunft begreift, gegenübergestellt.

Was ist das zentrale Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Komplexität von Platons Sprachdenken aufzuzeigen und zu prüfen, ob der Dialog einer der beiden Positionen zuneigt oder bewusst in einer Aporie endet.

Welche wissenschaftliche Methode wendet Sokrates an?

Sokrates nutzt seine bekannte dialektische Methode des fragenden Prüfens, ergänzt durch eine intensive, teils ironische etymologische Dekonstruktion der Sprache.

Was thematisiert der Hauptteil des Textes?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Konventionsthese, dem Werkzeugmodell der Sprache sowie dem etymologisierenden Teil des Dialogs, in dem die Natürlichkeit der Wörter anhand zahlreicher Beispiele geprüft wird.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit maßgeblich?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ideenlehre, Werkzeugmodell, Nachahmungsprinzip, herakleitische Lehre, etymologische Erkenntnis und die Unterscheidung zwischen wahrer und falscher Rede.

Wie bewertet Sokrates die etymologischen Herleitungen der Götternamen?

Sokrates nutzt diese mit erkennbarer Ironie; er demonstriert die Fragwürdigkeit der etymologischen Methode, indem er teils absurde und überspitzte Herleitungen präsentiert, die die Natürlichkeitsthese ironisieren.

Welche Rolle spielt die „herakleitische Lehre“ in diesem Kontext?

Platon nutzt die herakleitische Lehre vom ewigen Strom als Grundlage für etymologische Spekulationen, um deren Schwächen und die Gefahr der Beliebigkeit in der Sprachdeutung aufzuzeigen.

Excerpt out of 45 pages  - scroll top

Details

Title
Platons Kratylos - Exzerpte
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Romanistik)
Course
Projektutorium Ein Abriss der Geschichte des Sprachdenkens seit der Antike bis Ende des 20. Jahrhunderts
Grade
-keine Benotung-
Author
Suzie Bartsch (Author)
Publication Year
1999
Pages
45
Catalog Number
V12082
ISBN (eBook)
9783638180689
Language
German
Tags
Sprachphilosophie Natürlichkeitsthese Konventionsthese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Suzie Bartsch (Author), 1999, Platons Kratylos - Exzerpte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12082
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  45  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint