Betrachtung der deutschen Mobilfunkgeschichte, sowie eine ausführliche Darlegung der Bewertung von Mobilfunklizenzen, als Repräsentanten von immateriellen Vermögenswerten, gemäß IFRS. Im Rahmen der Erstbewertung und der Folgebewertung, werden anschließend drei Konzepte zur Fair-Value-Bewertung beschrieben. Zum Abschluss soll im Zuge eines Fazits, die Eignung des Greenfield Approach bzw. möglicher, im Vorfeld genannter, Alternativen betrachtet werden. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Bewertung von Mobilfunklizenzen, im speziellen mit der Frage, ob sich der Greenfield Approach, als eine solche Möglichkeit zur Bewertung eignet. Aus diesem Grund soll zu Beginn der Begriff der Lizenz geklärt werden. Der Definition folgt eine Betrachtung der deutschen Mobilfunkgeschichte, sowie eine ausführliche Darlegung der Bewertung von Mobilfunklizenzen, als Repräsentanten von immateriellen Vermögenswerten, gemäß IFRS. Im Rahmen der Erstbewertung und der Folgebewertung, werden anschließend drei Konzepte zur Fair-Value-Bewertung beschrieben. In einem, dem Kapitalwertorientierten Ansatz, ist der Greenfield Approach anzusiedeln. Zum Abschluss soll im Zuge eines Fazits, die Eignung des Greenfield Approach bzw. möglicher, im Vorfeld genannter, Alternativen betrachtet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Überblick
2. Lizenzen
2.1. Endnutzerlizenzverträge
2.2. Mobilfunklizenzen
2.2.1. Mobilfunknetze 1.Generation
2.2.2. Mobilfunknetze 2.Generation
2.2.3. Mobilfunknetze 3.Generation
3. Bewertung von Mobilfunklizenzen als immateriellen Vermögenswerte nach IFRS
3.1. Zugangbewertung
3.1.1. Tausch
3.1.2. Selbsterstellung
3.1.3. Entgeltlicher Erwerb
3.2. Folgebewertung
3.2.1. Vermögenswert mit begrenzter Nutzungsdauer
3.2.2. Vermögenswert mit unbegrenzter Nutzungsdauer
4. Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes
4.1. Marktpreisorientiertes Verfahren
4.1.1. Marktpreis auf aktiven Markt
4.1.2. Analogiemethoden
4.2. Kapitalwertorientiertes Verfahren
4.2.1. Methode der Zinspreisanalogie
4.2.2. Residualwertmethode
4.2.3. Greenfield Approach
4.3. Kostenorientiertes Verfahren
5. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht, ob der Greenfield Approach eine geeignete Methode zur Bewertung von Mobilfunklizenzen darstellt, indem sie die regulatorischen und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter IFRS analysiert und verschiedene Bewertungsansätze vergleicht.
- Mobilfunkgeschichte in Deutschland (1. bis 3. Generation)
- Bilanzielle Behandlung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS
- Verfahren zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts
- Analyse des Greenfield Approach als Kapitalwertorientiertes Verfahren
- Vergleich und Eignungsprüfung alternativer Bewertungsmethoden
Auszug aus dem Buch
4.2.3. Greenfield Approach
Der Greenfield Approach wird beispielsweise zur Bewertung von Hyperlizenzen eines geworbenen Unternehmens herangezogen, die eine extrem hohe Geschäftsgrundlage für die Unternehmung darstellen. In diese Hyperlizenzen können auch die Mobilfunklizenzen eingeordnet werden. Der Greenfield Approach ist wörtlich zu nehmen, da der Grundansatz von einem kompletten Neuaufbau eines funktionierenden Betriebes auf der grünen Wiese ausgeht. Bei diesem hypothetischen totalen Neubaus soll das Unternehmen am Bilanzstichtag, um die Lizenz herum aufgebaut werden. Dies wird auch build-out-Varinante des Greenfield Approach genannt. In diesem fiktiven build-out-Unternehmen werden Anfangs negative Cash-Flows generiert, aufgrund der notwendigen Investitionen in die technische Infrastruktur, Mitarbeiter usw., aber im weiteren Verlauf, führen die Investitionen dazu, dass die Lizenz Erträge erzeugt, welche schnell zu steigenden Umsätzen führen. Durch den hypothetischen Neuaufbau, werden Fehler der Vergangenheit eliminiert und der Lernkurveneffekt verstärkt sich. Organisch gewachsene Unternehmen sehen sich oft mit einer erheblichen Kostenineffizienz konfrontiert, wo gegen das build-out-Unternehmen die „Gnade der späten Geburt“ erfährt. Der fiktive Businessplan des build-out-Unternehmens konvergiert schon nach 10 Jahren mit dem tatsächlichen. Durch die Abdiskontierung des fiktiven Businessplans wird der beizulegende Zeitwert der Lizenz ermittelt, inklusive des terminal value.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Überblick: Einführung in die Thematik der Lizenzbewertung und Vorstellung des Ziels, die Eignung des Greenfield Approach kritisch zu prüfen.
2. Lizenzen: Definition des Lizenzbegriffs sowie detaillierte Betrachtung der historischen Entwicklung der deutschen Mobilfunknetze von der ersten bis zur dritten Generation.
3. Bewertung von Mobilfunklizenzen als immateriellen Vermögenswerte nach IFRS: Erläuterung der bilanziellen Einordnung von Lizenzen und Darstellung der Kriterien für die Erst- sowie Folgebewertung gemäß internationalen Rechnungslegungsstandards.
4. Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes: Systematische Analyse verschiedener Bewertungsverfahren, insbesondere markt-, kapitalwert- und kostenorientierter Ansätze, und deren Anwendbarkeit auf Mobilfunklizenzen.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Greenfield Approach als geeignete Methode, unter Berücksichtigung von Synergieeffekten und Alternativen wie der relief-from-royalty-Methode.
Schlüsselwörter
Mobilfunklizenzen, Greenfield Approach, IFRS, Bewertung, beizulegender Zeitwert, Kapitalwertorientiertes Verfahren, immaterielle Vermögenswerte, Mobilfunk, Fair Value, Bilanzierung, Businessplan, Diskontierung, Lizenzvergabe, UMTS, Investition.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der bilanziellen Bewertung von Mobilfunklizenzen nach den Regeln der IFRS und prüft kritisch, inwieweit der "Greenfield Approach" hierfür ein geeignetes Instrument darstellt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der deutschen Mobilfunknetze, die Kriterien für immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38 sowie die verschiedenen Methoden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Eignung des Greenfield Approach für die Lizenzbewertung zu untersuchen und ihn mit anderen Verfahren, wie etwa der relief-from-royalty-Methode, zu vergleichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den systematischen Vergleich von Bewertungsverfahren im Kontext der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).
Was bildet den Schwerpunkt im Hauptteil?
Im Hauptteil stehen die theoretischen Grundlagen der IFRS-Bewertung sowie die Differenzierung zwischen markt-, kapitalwert- und kostenorientierten Bewertungsansätzen im Fokus.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Greenfield Approach, IFRS, Fair Value, Mobilfunklizenzen und Kapitalwertorientiertes Verfahren.
Warum ist eine Selbsterstellung von Lizenzen laut Autor nicht möglich?
Da Mobilfunkfrequenzen in Deutschland ausschließlich durch staatliche Stellen (Bundesnetzagentur) vergeben werden, entfällt die Möglichkeit einer betriebsinternen Selbsterstellung für Unternehmen.
Was versteht man unter der "Gnade der späten Geburt" beim Greenfield Approach?
Dieser Begriff beschreibt den Vorteil eines fiktiven "build-out"-Unternehmens, das ohne die historischen Altlasten und Ineffizienzen organisch gewachsener Firmen direkt mit modernster Technologie starten kann.
- Arbeit zitieren
- Robert Taboga (Autor:in), 2006, Der Greenfield Approach, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120896