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Der Fall WorldCom aus unternehmensethischer Perspektive

Title: Der Fall WorldCom aus unternehmensethischer Perspektive

Diploma Thesis , 2008 , 92 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl.-Kfm. Matthias Falk (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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Im Jahr 2002 gelangte mit dem Fall WorldCom einer der größten Bilanzskandale der US-Geschichte an die Öffentlichkeit. Das Unternehmen hatte systematisch Bilanzmanipulationen in Höhe von über neun Milliarden US-Dollar vorgenommen, was den bis dato größten Konkursfall eines Unternehmens in den Vereinigten Staaten zur Folge hatte - mit katastrophalen Folgen für Mitarbeiter, Manager und Investoren.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Fall WorldCom einer systematischen Darstellung und Analyse aus der Perspektive der ökonomischen Ethik zu unterziehen. Es soll hierbei insbesondere auf die Fragen eingegangen werden, unter welchen Bedingungen ein Skandal dieser Größenordnung eintreten konnte und wie das Verhalten der Verantwortlichen unter ethischen Gesichtspunkten zu bewerten ist.

Die Arbeit nimmt hierzu eine zweistufige Analyse vor, bei welcher die Manipulationen durch das Top-Management von WorldCom und die zugrundeliegenden empirischen Handlungsbedingungen separat analysiert und bewertet werden. Abgerundet wird die Analyse durch die Einführung eines iterativen Spielmodells, welches die Implikationen des Falles vereinheitlicht darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Fall WorldCom

2.1 Chronologie eines Skandals

2.1.1 Gründung und Aufstieg des Unternehmens (1983-1999)

2.1.2 Krise und Ergebnisfälschung (1999-2002)

2.1.3 Aufdeckung des Betrugs und Untergang des Unternehmens (2002-2006)

2.2 Bilanzmanipulationen

2.2.1 Verringerung der Line Costs

2.2.2 Erhöhung der Umsätze

2.2.3 Zusammenfassung der Manipulationen

3 Das Konzept der ökonomischen Ethik

3.1 Grundstruktur der ethischen Konzeption

3.2 Ökonomische Ethik und die goldene Regel

3.3 Bedeutung der Handlungsbedingungen

3.3.1 Soziale Ebene: Bedeutung des Eigeninteresses und Dilemmastrukturen

3.3.2 Institutionelle Ebene: Offene Institutionen

3.3.3 Zeitliche Ebene: Dynamik der Handlungsbedingungen

3.4 Freiheit, Verantwortung und Vertrauen

3.5 Unternehmensethik

4 Die Handlungsbedingungen von WorldCom

4.1 Unternehmensexterne Handlungsbedingungen: US-amerikanische Telekommunikationsindustrie

4.2 Unternehmensinterne Handlungsbedingungen: Das Unternehmen WorldCom

4.2.1 Unternehmensstrategie

4.2.2 Management-Vergütung und Investitionen von Ebbers

4.2.3 Corporate Governance

4.2.4 Unternehmenskultur

4.3 Schlussfolgerungen

4.3.1 Struktur der Handlungsbedingungen von WorldCom

4.3.2 Spieltheoretische Analyse des WorldCom-Falles

4.3.3 Analyse aus Sicht der Agenturtheorie

5 Die Bewertung der Manipulationen anhand der goldenen Regel

5.1 Verantwortlichkeit der Manipulationen

5.2 Manipulationen unter dem Gesichtspunkt des Investitionsgedankens

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den WorldCom-Bilanzskandal aus der Perspektive der ökonomischen Ethik. Ziel ist es, die systematischen Bedingungen aufzudecken, die das Fehlverhalten des Managements ermöglichten, und das Handeln der Verantwortlichen normativ zu bewerten.

  • Analyse des WorldCom-Skandals als systemisches Versagen.
  • Anwendung der ökonomischen Ethik als Bewertungsrahmen.
  • Untersuchung von Anreiz- und Informationsproblemen in Unternehmen.
  • Bewertung von Corporate Governance und Unternehmenskultur.
  • Ableitung von Lehren für ein verantwortungsvolles Management.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Krise und Ergebnisfälschung (1999-2002)

Die positiven Bedingungen für WorldCom ändern sich jedoch rapide: Anfang des 21. Jahrhunderts zeichnet sich im Kontext unrealistischer Erwartungen an die Industrie, dem Platzen der spekulativen Blase an den Neuen Märkten und der rezessiven US-Wirtschaft ein deutlicher Abwärtstrend in der Telekommunikationsindustrie ab, was deutliche Umsatzeinbußen bei gleichzeitig hohen Kostenniveaus für die Telefongesellschaften zur Folge hat. Und gingen Schätzungen Ende der 1990er Jahre noch von einem Wachstum des Internets in der Größenordnung von 1.000 Prozent pro Jahr aus, muss nun eher von 100 Prozent pro Jahr ausgegangen werden. Die rasche Erweiterung der entsprechenden Netzwerke, in die in Antizipation einer immensen Nachfrage während der 1990er Jahre investiert wurde, führt zu signifikanten Überkapazitäten am Markt.

Für WorldCom setzt die veränderte Situation aufgrund des Marktumfeldes und der eigenen Größe katastrophale Ereignisse in Gang: Das Unternehmen ist ebenfalls von der rückläufigen Umsatzsituation betroffen und muss deutliche Korrekturen bei den Wachstumsprognosen vornehmen, was sich negativ auf den Aktienkurs des Unternehmens auswirkt, schließlich hatte sich WorldCom jahrelang als „high-growth company“ präsentiert. Auch ist der Optimismus der Anleger in der Industrie verflogen. Dies zeigt sich darin, dass das Unternehmen, wie die anderen Gesellschaften der Industrie, deutliche Kurseinbrüche hinnehmen muss, trotz der Tatsache, dass es weiterhin vergleichsweise hohe Wachstumsraten präsentieren kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des WorldCom-Skandals als einen der größten Bilanzskandale der Wirtschaftsgeschichte und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2 Der Fall WorldCom: Detaillierte chronologische Darstellung des Aufstiegs, der Krise und der Bilanzmanipulationen bei WorldCom zwischen 1999 und 2002.

3 Das Konzept der ökonomischen Ethik: Einführung des theoretischen Rahmens der ökonomischen Ethik und Erläuterung der Bedeutung von Handlungsbedingungen sowie der goldenen Regel.

4 Die Handlungsbedingungen von WorldCom: Systematische Analyse der unternehmensexternen und -internen Faktoren, einschließlich Corporate Governance und Unternehmenskultur, die den Betrug begünstigten.

5 Die Bewertung der Manipulationen anhand der goldenen Regel: Ethische Bewertung des Verhaltens des Managements unter Berücksichtigung der Unternehmensverantwortung und des Investitionsgedankens.

6 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerungen zur Bedeutung von Vertrauen und Integrität als Vermögenswerte für den langfristigen Unternehmenserfolg.

Schlüsselwörter

WorldCom, Bilanzmanipulation, ökonomische Ethik, Unternehmensverantwortung, Goldene Regel, Corporate Governance, Unternehmenskultur, Anreizbedingungen, Informationsasymmetrien, Vertrauen, Agenturtheorie, Handlungsbedingungen, Aktienkurs, Finanzskandal, Management.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den historischen Bilanzskandal des US-Telekommunikationsunternehmens WorldCom und analysiert diesen aus einer unternehmensethischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Analyse von Anreizstrukturen in Unternehmen, das Versagen von Kontrollmechanismen (Corporate Governance) und die Rolle ethischer Normen in der modernen Wirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die systematische Darstellung und Analyse des Falls sowie die Bewertung, ob das Verhalten des Managements den Kriterien einer nachhaltigen Unternehmensführung entsprach.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt das Konzept der ökonomischen Ethik, ergänzt durch spieltheoretische Analysen und die Agenturtheorie, um Handlungsanreize und Entscheidungsstrukturen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die chronologische Schilderung des Skandals, die theoretische Grundlegung der ökonomischen Ethik sowie die detaillierte empirische Analyse der internen und externen Faktoren bei WorldCom.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Bilanzmanipulation, Handlungsbedingungen, Vertrauen als Vermögenswert, Anreizkompatibilität und Unternehmensverantwortung.

Warum war der Einfluss von Bernard Ebbers so problematisch?

Ebbers prägte einen autokratischen Führungsstil und ein Klima der Einschüchterung, das es Mitarbeitern verbot, kritische Fragen zu stellen oder Unregelmäßigkeiten zu melden, was als "Gruppendenken" analysiert wird.

Welche Rolle spielte die Prüfungsgesellschaft Arthur Andersen?

Andersen wählte einen risikobasierten Ansatz, der den Betrug aufgrund von Fehleinschätzungen und der Fixierung auf die prestigeträchtige Kundenbeziehung nicht aufdeckte, obwohl zahlreiche Hinweise vorlagen.

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Details

Title
Der Fall WorldCom aus unternehmensethischer Perspektive
College
HHL Leipzig Graduate School of Management
Grade
1,7
Author
Dipl.-Kfm. Matthias Falk (Author)
Publication Year
2008
Pages
92
Catalog Number
V120898
ISBN (eBook)
9783640251391
ISBN (Book)
9783640251353
Language
German
Tags
WorldCom Unternehmensethik Ökonomische Ethik Bernard Ebbers Bernie Ebbers Dilemmastrukturen Investition Vertrauen individuelle Selbstbindung Spieltheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Matthias Falk (Author), 2008, Der Fall WorldCom aus unternehmensethischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120898
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