Die wirtschaftliche Entwicklung der niederländischen Kolonie am Kap der Guten Hoffnung

Von der Gründung des Stützpunktes durch die VOC im Jahre 1652 bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts


Magisterarbeit, 2007

83 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Gliederung:

1. Einleitung
1.1 Forschungsstand und Quellenlage

2. Thematische Einführung
2.1 Die Niederlande und der Asienhandel im 17. Jahrhundert
2.2 Die Politik der VOC
2.3 Das Kap der Guten Hoffnung vor 1652

3. Verwaltung
3.1 Aufbau der Verwaltung
3.2 Kommissare der Kompanie
3.3 Kommandanten und Gouverneure der Kolonie
3.3.1 Jan van Riebeeck (1652–1662)
3.3.2 Zacharias Wagener (1662–1666)
3.3.3 Usbrand Godske (1672–1676)
3.3.4 Simon van der Stel (1679–1699)

4. Wirtschaft der Kapkolonie
4.1 Die wirtschaftliche Entwicklung der Kapkolonie
4.2 Phaseneinteilung
4.2.1 Gründungsphase
4.2.2 Konsolidierungsphase
4.2.3 Expansionsphase
4.3 Handelsbeziehungen zu den Khoikhoi
4.4 Frequentierung des Kapstützpunktes
4.5 Fazit

5. Sozialstruktur der Kapkolonie
5.1 Freibürgersystem
5.2 Sklaverei am Kap
5.3 Demographische Entwicklung
5.4 Fazit

6. Ausblick auf das 18. Jahrhundert
6.1 Wirtschaft
6.2 Freibürgersystem
6.3 Sklaverei
6.4 Fazit

7. Schlußbetrachtung

8. Quellenverzeichnis

9. Literaturverzeichnis

10. Abbildungsverzeichnis

11. Anhang: Statistiken

1. Einleitung

„Kap der Stürme“ versus „Kap der Guten Hoffnung“. Die Südspitze des afrikanischen Kontinents wurde erstmals im Jahr 1488 durch den portugiesischen Seefahrer Bartolo-meu Diaz umrundet. Er nannte es ob der widrigen Wetterbedingungen „Kap der Stür-me“. Die Umbenennung durch die portugiesische Krone in „Kap der Guten Hoffnung“ hatte auch psychologische Gründe. Man wollte den Seefahrern nicht das Gefühl ver-mitteln, die Umsegelung sei zu gefährlich.[1] Der natürliche Schutzhafen in der Tafel-bucht diente Ostindienfahrern als Erfrischungsstation.[2] Die Portugiesen und Engländer nutzten ihn nur sporadisch, die Niederländer seit dem frühen 17. Jahrhundert regel-mäßig. Eine dauerhafte Kontrolle durch eine Niederlassung lag daher nahe.

Im Jahre 1652 ließ die Vereinigte Ostindische Kompanie dort eine Versorgungs-station für ihre Handelsflotte errichten. Diese Station sollte von Kompanieangestellten bewirtschaftet werden. Innerhalb weniger Jahre entschied sich die Kompanieleitung indes aufgrund finanzieller Erwägungen, die landwirtschaftliche Produktion Privat-leuten, so genannten Freileuten, zu übergeben, wodurch sich der Stützpunkt im Laufe des 17. Jahrhunderts zur Siedlungskolonie entwickelte. Ein Prozeß, den die VOC weder vorhergesehen noch beabsichtigt hatte. Der ursprüngliche Beweggrund war die Errich-tung „einer kleinen Erfrischungsstation zur Unterstützung der Retourflotten auf ihrem Weg von und nach Osten.“[3]

Die frühe Entwicklung der Kapkolonie wurde in den vergangenen Jahrzehnten kaum beziehungsweise nur schlaglichtartig untersucht. In dieser Arbeit sollen nun die ersten 50 Jahre der Geschichte der Kapkolonie und somit Südafrikas dargestellt werden.

Die Zielformulierung des Vorstands der VOC im Vorfeld der Festsetzung am Kap war ausschließlich utilitaristisch, hinsichtlich der Versorgung der Asien- und Retour-flotten, gehalten. Der Stützpunkt sollte also rein wirtschaftlichen Zwecken dienen. Vor diesem Hintergrund ist die Untersuchung der wirtschaftlichen Entwicklung der nieder-ländischen Kolonie am Kap der Guten Hoffnung besonders interessant.

Aus meiner Sicht lassen sich wirtschaftliche Zusammenhänge jedoch nur in ihrem sozialen Kontext verstehen und bewerten. Deshalb widmet diese Untersuchung der sozialen Entwicklung der Kapkolonie besonderes Augenmerk, zumindest hinsichtlich ihrer Wechselwirkung mit der Wirtschaftsentwicklung. Die bekannten Probleme der Gründung europäischer Außenposten in Räumen mit primitiven Wirtschafts- und Infra-strukturen über den gesamten Zeitraum der frühen Neuzeit vor Augen, stellen sich in diesem Zusammenhang insbesondere zwei Fragen:

Waren alle Entscheidungen der Kompanie bezüglich des Kaps wirtschaftlich moti-viert? Konnten die wirtschaftlichen Ziele, die der Vorstand der VOC für das Kap der Guten Hoffnung 1651 formuliert beziehungsweise impliziert hatte im Untersuchungs-zeitraum unter den sozialen Bedingungen des Stützpunktes am Kap, unmittelbar nach seiner Gründung, überhaupt erfüllt werden?

Besonderes Augenmerk wird dabei auf das Verhältnis zu den Einwohnern des Kap-landes zu legen sein, den sogenannten Khoisan.[4] Der Begriff Khoisan beschreibt die indigene Bevölkerung im Gesamten. Für die Kompanie waren allerdings nur die Khoi-khoi von Bedeutung, da sie Viehzüchter waren, von denen die VOC Tiere erwerben wollte, während es sich bei den San um Fischer und Sammler handelte. Sie unter-schieden sich in Lebens- und Organisationsart. Die Khoikhoi lebten in größeren Stammesverbindungen, während die San in kleineren Gruppen lebten und jagten.[5] Im Folgenden werden nur die Khoikhoi bearbeitet, die für die Vereinigte Ostindische Kompanie außerordentlich wichtig waren, weil sie über die nötigen Viehherden ver-fügten, die für die Versorgung der Flotten unentbehrlich waren. Jan van Riebeeck selbst nennt die San in seinem Tagebuch „Strandläufer“ und die Khoikhoi „Saldanier“. Die Khoisan unterschieden sich in Sprache, äußerem Erscheinungsbild und sozialem Organisationsgrad von den weiter östlich siedelnden Bantu.[6]

Eine weitere soziale Gruppe sollte im Verlauf dieser ersten 50 Jahre eine immer wichtiger werdende Rolle spielen: die Freibürger. Auf Betreiben des ersten Komman-danten des Stützpunktes, Jan van Riebeeck, wurden im Jahre 1657 erste Kompanie-angestellte aus dem Dienst entlassen, die das Land auf eigene Rechnung kultivieren sollten.[7] Damit war der erste Schritt zu einer Siedlungskolonie getan. Der Grund für diese Ansiedlung erster Bürger war die Überlegung, daß sie, wenn sie eigenver-antwortlich arbeiteten, mehr produzieren würden, denn der Stützpunkt war zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht in der Lage, die Versorgung der Schiffe sicherzustellen, geschweige denn Überschüsse zu erzeugen.

Hier wird die erste Verknüpfung zwischen wirtschaftlichem Kalkül und politischer Entscheidung deutlich, die zur Grundlage eines Staates mit europäischen Siedlern an der Südspitze Afrikas werden sollte. An dieser Stelle sollte nicht unerwähnt bleiben, daß die Siedler und ihre Nachkommen dazu verpflichtet wurden, das Land 20 Jahre lang zu bestellen und das Kap nicht vorher zu verlassen.[8] Diese Entscheidung der VOC zielte auf eine stabile Siedlungsstruktur, die eine Kontinuität in der landwirtschaftlichen Produktion und Viehzucht sicherstellen sollte, um eine dauerhafte Versorgung der Flot-ten zu gewährleisten. Die dauerhafte Bindung der Freibürger an das ihnen übertragene Land ließ die Kontakte der Siedler zu ihren Heimatländern zunehmend abreißen. Aus dem Jahr 1707 ist der durchaus patriotisch anmutende Satz schriftlich überliefert: „Ich gehe hier nicht weg! Ich bin Afrikaner!“ Der junge Hendrik Bibault, der diesen Aus-spruch tat, sollte freilich nicht die Kolonie verlassen, sondern nur das Wirtshaus, in dem er angetrunken, den ihm nicht sympathischen Landdrost Starrenburg beleidigt hatte.[9] Dieser Ausspruch belegt, daß die Überlegung der VOC, die Siedler über längere Zeit an das Land zu binden, ein Identitätsbewußtsein generierte, ja es vielleicht sogar erst möglich machte.

Wie überall im Zuge der europäischen Expansion beeinflußten die Europäer andere Völker und wurden von ihnen beeinflußt. Sie lernten Techniken und tauschten Waren aus, so unter anderem auch sogenannte Genußmittel, wie Alkohol und Tabak, die gerade am Kap der Guten Hoffnung bald zu einem zentralen Handelsgut mit den Khoikhoi werden sollten und einen großen Anteil an der Zersetzung der Kultur der Khoisan hatten.

Im Jahre 1652 gründete, wie bereits erwähnt, die Vereinigte Ostindische Kompanie am Kap der Guten Hoffnung einen Stützpunkt, dessen Zweck es sein sollte, die Versorgung der niederländischen Handelsflotte auf halbem Weg zwischen den Nieder-landen und Asien zu gewährleisten. Sybille Pfaff bezeichnet die Niederlassung als eine Art „Low Budget Projekt“[10], ging es doch primär darum, mit geringen Investitionen eine effiziente Versorgungsstation aufzubauen.

Im Durchschnitt waren die Schiffe, ausgehend von den Reedereien der Niederlande bis Batavia, dem Knotenpunkt des Handels der VOC in Indien, sechs Monate auf See.[11] Über diesen vergleichsweise langen Zeitraum lebten die Menschen unter schwersten Bedingungen. Wasser wurde rationiert, Fleisch und Fisch waren gesalzen, Früchte waren nicht vorhanden und das Brot von Maden zersetzt. Die Besatzungen der Schiffe litten dadurch häufig an Krankheiten, Skorbut und anderen Mangelerscheinungen. Die Mortalitätsrate wird in der Literatur auf rund 6% geschätzt, wobei zu beachten ist, daß viele bereits in der ersten Woche starben, da das Personal oftmals schon krank oder schwach an Bord ging. Roelof van Gelder hat in seinem Buch „Das Ostindische Abenteuer – Deutsche im Dienst der VOC“ deutlich dargestellt, daß die Besatzungen außerdem schlecht ausgebildet und oft unzureichend mit Kleidung ausgestattet waren.[12]

Der Stützpunkt am Kap sollte daher sowohl die Krankenversorgung, als auch die Ausstattung der Schiffe mit frischen Nahrungsmitteln sicherstellen. Die Heren Zeventien, das Entscheidungsgremium der VOC, hatten grundsätzlich nicht vor, eine Kolonie zu gründen. Dennoch sollten die Entscheidungen der VOC und der Gouver-neure am Kap die Entwicklung Südafrikas nachhaltig beeinflussen.

Die Arbeit ist in fünf Themenschwerpunkte gegliedert, die systematisch die Ent-wicklung des Stützpunktes beziehungsweise der Kolonie erläutern. In der thematischen Einführung sollen zunächst bestimmte Bedingungen definiert werden, die für das Verständnis der Arbeit unerläßlich sind. Um die Kolonie in ihren historischen und zeitlichen Rahmen einzuordnen, wird im ersten Teil die Niederlande und der Asienhan-del im 17. Jahrhundert dargestellt. Um die Motive für die Gründung der Niederlassung verständlich zu machen, wird im zweiten Teil die Vereinigte Ostindische Kompanie vorgestellt und ihre „Firmenpolitik“ erläutert. Der dritte Teil der Einführung beschäftigt sich mit der Vorgeschichte des Kaps der Guten Hoffnung, wobei die Gründungsmotive näher erläutert werden. Desweiteren sollen an dieser Stelle auch die näheren Umstände, die die Kompanie letztlich zur Errichtung der Station bewogen haben, dargelegt werden.

Im Anschluß an diese thematische Hinleitung wird die Verwaltung des Stützpunktes untersucht. Dabei werden sowohl die Verwaltungsstrukturen, als auch die individuellen Entscheidungsträger vorgestellt, die aufgrund von weitreichenden Befugnissen maß-geblichen Einfluß auf die strukturelle Ausbildung der Niederlassung hatten.

Im vierten Kapitel der Darstellung soll die wirtschaftliche Entwicklung, die keineswegs geradlinig verlief, erläutert werden. Aus diesem Grund wird dieses Kapitel eine chrono-logische Darstellung in drei Phasen enthalten. Durch die Verknüpfung des Zahlen-materials mit zeitgenössischen Reiseberichten wird dabei ein plastisches Bild erzeugt. Ferner gilt es, die wichtigsten wirtschaftlichen Einflußfaktoren, nämlich die Handels-beziehungen zu den Khoikhoi und die Frequentierung des Stützpunktes aufzuschlüsseln. Dabei stehen grundsätzlich drei Fragen im Vordergrund: In welchem Umfang und mit welchen Gütern wurde der Handel mit den Khoikhoi betrieben? Wie viele Schiffe nutzten das Kap als Erfrischungsstation und wie groß war die zu verpflegende Anzahl von Menschen im Untersuchungszeitraum?

Unmittelbar verknüpft mit der wirtschaftlichen Entwicklung und Folge der politischen Entscheidungen war die sozialstrukturelle Ausprägung der Kolonie, die im fünften Kapitel untersucht wird. In diesem Rahmen wird das Augenmerk auf die Ein-führung des Freibürgersystems und der Sklaverei gelegt, welche die Basis der Analyse der demographischen Entwicklung sind.

Das sechste Kapitel soll einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der Kapkolonie im 18. Jahrhundert geben. Besonderes Gewicht liegt auf der Frage, inwieweit sich die im 17. Jahrhundert ausgebildeten Strukturen der Kolonie veränderten und wodurch. Aufgrund dessen, daß meines Erachtens jegliche Entscheidung der VOC ökonomisch motiviert war, liegt es nahe, gerade die wirtschaftliche Entwicklung der Kolonie zu charakterisieren, da sie eben für alle politischen Entscheidungen, sei es in den Nieder-landen, in Batavia oder in der Kolonie selbst, verantwortlich war.

Das Ziel der Arbeit ist es die politischen, sozialen und ökonomischen Verknüp-fungen herauszufinden und aufzuzeigen. Dies soll mit folgenden grundlegenden Ar-beitshypothesen bewiesen werden:

1. Die politischen Entscheidungen der VOC bezüglich des Kaps waren wirtschaftlich motiviert.
2. Die Gründung des Stützpunktes sollte die Versorgung der Schiffe sicherstellen und die Mortalitätsrate senken.
3. Die Einführung des Freibürgersystems sollte die Produktionskosten für landwirt-schaftliche Erzeugnisse minimieren, um somit die Unterhaltungskosten des Stütz-punktes zu senken.
4. Durch die vertragliche Langzeitbindung der Freibürger und ihrer Kinder an das Land, die Distanz zu ihren Heimatländern und die geschickte Ansiedlungspolitik der Kap-kommandeure förderte die Kompanie die Entwicklung des Bewußtseins einer afrika-nischen Identität der Siedler.
5. Mit der Einführung des Freibürgersystems und der Langzeitbindung der Freibürger legte die Kompanie den Grundstein für eine Siedlungskolonie.
6. Der Import von Sklaven erfolgte ebenfalls aus Kostengründen.

1.1 Forschungsstand und Quellenlage

Die frühe südafrikanische Geschichte wurde gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts gerade von der deutsch- und englischsprachigen Geschichtsschreibung intensiv beleuchtet. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf prominente Komman-danten des Stützpunktes wie Jan van Riebeeck und Simon van der Stel gelegt.

Nach dem zweiten Weltkrieg hat das Interesse an Südafrika stark nachgelassen. In den letzten Jahrzehnten ist dieses Interesse an der südafrikanischen Geschichte im Zuge der Konjunktur der „Europäischen Expansionsgeschichte“, speziell der Forschung über die Vereinigte Oostindische Compagnie, wieder gewachsen. Ähnlich verhält es sich auch mit der niederländischen Forschung. Die Geschichte der VOC wurde hinlänglich bearbeitet, aber innerhalb dieses Komplexes führte und führt die Kapkolonie eher ein Schattendasein. Das gilt insbesondere für den hier bearbeiteten Untersuchungszeitraum.

Die frühe Entwicklung der Kapkolonie wurde in den vergangenen Jahrzehnten also kaum beziehungsweise nur in Ansätzen untersucht. Von den wenigen Arbeiten sind vor allem die von Richard Elphick, Hermann Giliomee, Jörg Fisch, Leonard Thompson und Monica Wilson zu nennen. Sie behandeln die Geschichte Südafrikas allerdings im Allgemeinen und geben daher nur einen Ausschnitt der frühen Entwicklung der Kolonie wieder. Ausnahmen stellen die Arbeit von Robert Ross und Pieter van Duin über die wirtschaftliche Entwicklung der Kapkolonie im 18. Jahrhundert sowie die Biographie über Zacharias Wagener von Sybille Pfaff dar. Desweiteren die Habilitationsschrift von Arend Biewenga, welche die Kolonie allerdings erst ab 1680 untersucht hat. Im Gegensatz zu allen anderen Autoren greifen Ross und van Duin auf eine große Quellen-basis zurück und kritisieren gleichsam, „ [...]that all these historians have given their portrayals of the Cape`s economy without any extensive back- up.“[13] Sie beziehen sich damit auf Autoren wie Davenport, Giliomee und Elphick. Ihre Kritik ist durchaus berechtigt, aber dennoch sollte man beachten, daß diese Autoren Überblickswerke über die südafrikanische Geschichte geschrieben haben, wodurch der Kapkolonie zwangs-läufig geringere Beachtung zukommt. In die Zeitschriftenliteratur der letzten Jahrzehnte hat die frühe Geschichte der Kolonie keinen Eingang gefunden.

Die Arbeit stützt sich bei der inhaltlichen Quellenanalyse vor allem auf die „Serie der gesandten Briefe und Papiere vom Kap der Guten Hoffnung an die 17 Herren und die Kammer Amsterdam 1651- 1794.“[14] Es handelt sich dabei um eine chronologisch aufgebaute Aktensammlung, welche die Korrespondenzen der Kapkolonie mit der Indischen Regierung in Batavia und den Direktoren in den Niederlanden enthält, denen sie direkt unterstellt war. Sie liegen als gebundene Handschriften in Buchform im Nationalarchiv Den Haag vor. Alle Vorgänge am Kap wurden dokumentiert und in Kopien sowohl an die 17 Herren in die Niederlande, als auch an die Hohe Regierung nach Batavia geschickt.

Innerhalb dieser Aktensammlung sind zahllose Dokumente, wie Stationstagebücher, Freibriefe an die Bürger, Medikamentenkataloge, Kriminaldelikte und Statistiken über Bevölkerungs- und Wirtschaftssituation der jeweiligen Jahre, die Anzahl der am Kap vor Anker gegangenen Schiffe, Rechnungsbücher, oder auch Zahlen über die Be-waffnung der Freileute enthalten. In dem untersuchten Zeitraum von 1652 bis 1699 sind diese Quellen nahezu lückenlos vorhanden. Sie unterscheiden sich allerdings stark in Erhaltungszustand und Umfang. Im Laufe der Jahrzehnte und mit zunehmender Größe der Kolonie werden die Aufzeichnungen immer umfangreicher und sehr viel detaillierter, was letztlich auch dem enorm gewachsenen Verwaltungsaufwand der Kolonie zuzuschreiben ist. So sind in der Regierungszeit Simon van der Stels alle Angaben zum Kap präziser als bei seinen Vorgängern.

Desweiteren wird die 1960 neu aufgelegte Quellenedition von Donald Moodie ausgewertet. Moodie publizierte in den Jahren 1838–1841 Ausschnitte der Teile der Korrespondenzen zwischen der Kapkolonie, Batavia und den Niederlanden, sowie Teile des Stationstagebuchs und übersetzte sie ins Englische.

Als weiterer Quellenkorpus dienen die „Reisebeschreibungen von deutschen Beamten und Kriegsleuten im Dienst der VOC“, die von S. P. L` Honoré Naber in den Jahren 1931/32 neu herausgegeben worden sind. Es handelt sich dabei um Neuauflagen der im 17. und 18. Jahrhundert erschienenen Reiseberichte. Sie enthalten sehr detail-lierte Beschreibungen dessen, was die Besucher des Kaplandes gesehen haben. Mit dieser Art von Quellen ist jedoch äußerst kritisch umzugehen, da die Autoren das Erlebte teilweise nicht selbst geschrieben haben, sondern ihre Erinnerungen auf-schreiben ließen. Außerdem stellten sie Sachverhalte bisweilen übertrieben dar und bedienten sich, was zum Beispiel das Leben der Khoisan betraf, Darstellungen Dritter. Trotzdem bieten sich die Reiseberichte als Quellen an, denn die Entwicklung des Stützpunktes zur Kolonie läßt sich dadurch plastisch nachvollziehen, nicht zuletzt weil aus jedem Entwicklungsstand der Kolonie Überlieferungen erhalten sind.

Ferner wird für diese Arbeit die Quellenedition Dutch-Asiatic Shipping in the 17th and 18th centuries, herausgegeben von van Gaastra, Bruijn und Schöffer genutzt, die sowohl als zweibändige Monographie, als auch als Datenbank zugänglich ist. Außerdem werden die Bände drei und fünf der Dokumentenreihe zur Europäischen Expansion, herausgegeben von Eberhard Schmitt, genutzt.

2. Thematische Einführung

2.1 Die Niederlande und der Asienhandel im 17. Jahrhundert

Die Expansion der westeuropäischen Mächte begann schon im 15. Jahrhundert. Die Spanier, Portugiesen, Venezianer und Genuesen dehnten ihre wirtschaftlichen Einfluß-sphären nach Nordafrika, den Atlantischen Inseln, Zypern, auf den Balkan und den Nahen Osten aus.

Im Vertrag von Tordesillas vom 7. Juni 1494 teilten Spanien und Portugal die Welt in zwei von ihnen beanspruchte Einflußsphären auf. Im 16. Jahrhundert eroberten die Spanier Mexiko und Peru und erweiterten ihren Wirkungsbereich bis zu den Philippi-nen. Die Portugiesen errichteten ein Imperium von Brasilien bis nach Indien. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht, um 1580, lebten circa 15.000 Portugiesen und portugiesische Eurasier in Asien.[15] Seit diesem Jahr begann auch der Niedergang des portugiesischen Kolonialreiches in Asien, denn Portugal war nun im Reichsverbund mit Spanien. Die immensen Aufwendungen für den spanischen Kampf um die Hegemonie in Europa ließen die nötigen Verstärkungen der portugiesischen Kolonien und Posten in Asien kaum zu.

Weite Räume, besonders im Malaiischen Archipel, lagen ungeschützt vor den englischen und niederländischen Eindringlingen. Besonders die Niederlande erwiesen sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts als stärkste Expansionsmacht.[16] Sie nahmen den Portugiesen zentrale Schlüsselstellen ab – wie etwa Malakka im Jahr 1641 – und brachten die Produktionsgebiete der teuersten Spezereien unter ihre Kontrolle.

Die Motive der europäischen Expansion waren vielfältig. Die Suche nach Gold und Silber, die Suche nach dem Christenreich des Johannes und der maritime Zugang zu den „Schätzen Indiens“ waren die Triebfedern der Europäer.[17]

Beherrschten im 16. Jahrhundert die Iberer noch die Weltmeere, so erwuchs ihnen im 17. Jahrhundert starke Konkurrenz – die Engländer und die Niederländer. Die beiden protestantischen Nationen erachteten den Vertrag von Tordesillas als nicht bindend.[18]

Die Niederlande und England befanden sich allerdings nicht nur in Konkurrenz zu den iberischen Seemächten, sondern auch in Konkurrenz zueinander, die insbesondere in Übersee häufig zu bewaffneten Auseinandersetzungen führte und in drei Seekriegen mündete. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts befanden sich die Niederlande im Unabhängigkeitskampf gegen Spanien, der bis zum Ende des 30-jährigen Krieges andauerte.[19] Bereits im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts hatte sich die „Union von Utrecht“ jedoch politisch und militärisch bereits so stabilisiert, daß sie ihre überragende Wirtschaftskraft auch für den Ausgriff nach Übersee einsetzen konnte. Jonathan Israel bezeichnet die folgende westeuropäische Expansion als „rapid, relentless and on a vast scale.“[20] Gerade die Niederlande waren nicht nur in Europa, sondern auch in Asien derart wirtschaftlich erfolgreich, daß das 17. Jahrhundert als „Goldenes Zeitalter“ der Niederlande gilt. In den 20 Jahren der Regierungszeit von Jan de Witt, von 1650 bis 1670, prosperierte die Wirtschaft des Landes derart, daß man diesen Zeitraum mit Keppel Jones und Jonathan Israel[21] als Zenit der holländischen Macht[22] bezeichnen kann.

Die großen Häfen der Nordsee, Amsterdam, Hamburg und London, entwickelten sich nach dem Niedergang der Hanse zu den neuen Zentren des maritimen Handels. Die Holländer etablierten sich in der Führungsrolle, weil sie große Fortschritte in Wissen-schaft, Technik und Ausbildung machten, und ihre Ökonomie prosperierte. Die beiden großen Provinzen am Meer, Zeeland und Holland, hatten wenig Ressourcen und eine schwach ausgeprägte Landwirtschaft. Landrückgewinnung erforderte große Anstren-gungen und technisches Geschick. Schiffsbau wurde zur Hauptindustrie und die Schiffe wurden mit Methoden gebaut, die kostengünstig und ihrer Zeit einen Schritt voraus waren. Mit Hilfe eines Systems von Investments (Aktionären) wurde das nötige Finanzkapital für den Bau bereitgestellt.[23] So konnten auch Handwerkergilden Schiffs-anteile kaufen. Im Jahr 1592 waren 1200 niederländische Schiffe in der Ostsee, wäh-renddessen sich nur 51 englische Schiffe dort befanden. Als die Niederländer sich dem Fernhandel zuwandten, konnten sie auf diese große Flotte zurückgreifen und die Portugiesen schnell überflügeln. Zwischen 1600 und 1609 sandten die Niederländer 74 Schiffe, die Engländer 9 und die Portugiesen 24 Schiffe nach Asien. Von den 344 Schiffen, die zwischen 1600 und 1630 nach Asien fuhren, segelten 194 unter niederländischer Flagge.[24]

Die portugiesischen Einnahmen aus dem Asienhandel wuchsen nur bis 1607 und nahmen danach rapide ab.[25] In dieser Zeit verlor auch Venedig immer mehr an wirt-schaftlicher Bedeutung, da sein relativer Anteil am Asienhandel stetig schwand. Statt-dessen wurde Amsterdam „das neue Venedig“ im Norden.[26] Die Handelsstadt wuchs sehr schnell. Die Wechselbank von Amsterdam wurde 1609 gegründet, die Kreditbank von Amsterdam 1614 – ein Indiz für die zunehmende Entwicklung Amsterdams zum Finanzzentrum.[27] Die 1602 in Amsterdam gegründete Vereinigte Ostindische Kompanie tagte in der Regel ebenfalls in Amsterdam, da die Stadt innerhalb der Handelsorga-nisation das größte Mitspracherecht hatte. Das Gründungskapital betrug 6,5 Millionen Gulden. Im Gegensatz dazu betrug das Gründungskapital der Englischen Ostindischen Kompanie, die im Jahr 1600 in London gegründet wurde und zur größten Konkurrenz der Niederländer werden sollte, nur 30.000 Pfund.[28]

Während die Portugiesen vornehmlich Pfeffer handelten, erweiterten die Nieder-länder die Warenvielfalt aus Asien beträchtlich. Sie handelten mit asiatischen Speze-reien aller Art, wie Nelken, Muskatnuss, Zimt, aber auch mit Kaffee, Tee und anderen Gütern wie Textilien und Porzellan.[29] Allerdings blieb auch für die VOC der Spezereienhandel die wichtigste Einnahmequelle, die im 17. Jahrhundert noch kräftig sprudelte. Als die Preise für Spezereien nachgaben und andere Warengruppen, wie Textilien, Fasern, Farbstoff und Tee stärker nachgefragt wurden beziehungsweise einen regelrechten Boom erfuhren, wurden auf diese Produkte spezialisierte Konkurrenten, wie etwa die englische East India Company, erfolgreicher und die VOC geriet in diesen Marktsegmenten zunehmend ins Hintertreffen. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts gingen die Geschäfte der VOC aber zumindest in längeren Zyklen sehr gut.[30]

Abbildung 1: Die VOC im Malaiischen Archipel um 1650[31]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Politik der VOC

Femme van Gaastra schrieb 1987, daß sich die Sicht der Geschichtsschreibung auf die Vereinigte Ostindische Kompanie verändert habe. Sie werde nicht mehr als eine zögernde und wegen der Betonung der Handelsgeschäfte zwitterhafte Begründerin des niederländischen Kolonialreiches des 19. Jahrhunderts betrachtet. Vielmehr werde ihr eine zentrale Rolle bei der Ausdehnung der europäischen Handelsnetze des 17. und 18. Jahrhunderts zugesprochen.[32] Nach Kristof Glamann prägte die VOC die Niederlande politisch und kulturell.

Die Gründung der Kompanie sei gleichsam ein Teil der Genese dieses Staates gewesen.[33] Die am 20. März 1602 in Amsterdam auf Drängen der Generalstaaten ge-gründete Handelsgesellschaft „Vereinigte Ostindische Kompanie“ (VOC) war eine un-abhängig von den Niederlanden operierende Aktiengesellschaft, die von Kaufleuten geleitet wurde. Trotzdem waren Kompanieführung und die politische Elite der Nieder-lande auf das Engste miteinander verknüpft, sodaß man zwar formal, aber nicht faktisch von einer Trennung zwischen den Generalständen und den Direktoren der VOC spchen kann. Die Republik verlieh der Kompanie das Monopol für den Handel und die Schiffahrt östlich des Kaps der Guten Hoffnung und jenseits der Magellanstraße.[34] Die Generalstände gewährten der Kompanie noch weitere Befugnisse, welche sowohl juristischer, als auch militärischer, wirtschaftlicher und staatsrechtlicher Art waren. So konnte die VOC im Namen der Niederlande Soldaten einstellen, Stützpunkte errichten, Handelsverträge und Friedensabkommen abschließen und eigenständig Krieg führen. Diese souveränen Rechte waren im 17. Jahrhundert im Übrigen längst ausschließlich eigenständigen Staaten vorbehalten.[35]

Bis ins 17. Jahrhundert hinein dominierten die Iberer die Weltmeere und somit den Handel mit der Neuen Welt. Land, das entdeckt wurde, wurde gleichsam zum recht-mäßigen Besitz des jeweiligen europäischen Staates. Die Politik der VOC war eine andere. Es ging ihr nicht um Landgewinn, sondern um Gewinnsteigerung bei möglichst geringen Kosten.[36] Deshalb war es ihr oberstes Ziel, sich am profitablen Handel mit und im indischen Raum zu beteiligen, beziehungsweise ihn durch die Schaffung von Monopolstellungen zu kontrollieren.

Die Organisationsstruktur der Kompanie war dezentral, aufgeteilt in sechs Kam-mern, die in den Städten Amsterdam, Middelburg, Hoorn, Enkhuizen, Delft und Rotter-dam beheimatet waren. Sowohl der Bau als auch die Ausrüstung von Schiffen und der Verkauf der erworbenen Waren wurden zwischen diesen Städten genau aufgeteilt. Das zentrale Entscheidungsgremium der VOC war die „Versammlung der Siebzehn Herren“(Vergadering der Heren XVII), welches man heute wohl mit einem Konzernvorstand vergleichen könnte. Diese Versammlung setzte sich aus Vertretern aller sechs Kammern zusammen, wobei acht Mitglieder aus Amsterdam, vier aus Seeland und jeweils einer aus den übrigen Kammern entsandt wurden. Das 17. Mitglied stellten abwechselnd Seeland und die kleineren Kammern.[37] Das Gremium tagte mehrmals jährlich und entschied über alle wichtigen Anliegen der Kompanie, so auch über die Errichtung des Stützpunktes am Kap der Guten Hoffnung.

Im Laufe des 17. Jahrhunderts errichteten die Niederländer Kontore an der Malabar- und der Coromandelküste, auf Java, Ambon, Ceylon, Bantam, den Molukken, den Ban-dainseln und sicherten sich somit das Monopol auf Zimt, Gewürznelken, Muskatnüsse und -blüten. Gleichzeitig durften sie seit 1639 als einzige europäische Macht Handel mit Japan auf der vorgelagerten künstlichen Insel Deshima in der Bucht von Nagasaki betreiben und schalteten sich intensiv in den innerasiatischen Handel ein. Dieser Handel entwickelte sich zu einer wichtigen Einnahmequelle.[38]

Im Jahre 1619 eroberte die VOC Jakarta und nannte es Batavia.[39] Die Stadt wurde zum Verwaltungszentrum der Organisation in Asien und zum Drehkreuz des Handels der VOC in Asien. Sie war auch Sitz der Hohen Regierung, die ihrerseits die Ak-tivitäten der Kompanie in Asien steuerte. Dieses zweite Entscheidungsgremium – außerhalb Europas – war für das Funktionieren der Kompanie außerordentlich wichtig. Erstens, um die Vorgänge in Ostindien zu kontrollieren und zweitens, um sie zu ko-ordinieren. Schließlich dauerte es bis zu sechs Monate, bis Anweisungen aus den Niederlanden Batavia erreichten. Die gleiche Problematik stellte sich auch in bezug auf den Schriftverkehr zwischen den Niederlanden, beziehungsweise Batavia und dem Kapstützpunkt. Aufgrund dieser Tatsache hatte die Hohe Regierung eine große Ent-scheidungsgewalt, auch wenn sie letztlich an die Weisungen der 17 Herren gebunden war.

Es liegt auf der Hand, daß sich daraus für die VOC sowohl Vorteile als auch Nachteile ergaben. Die Vorteile bestanden darin, daß die Regierung in Batavia den Handel und die Schiffahrt koordinieren konnte und zeitnah auf Schwierigkeiten mit den potentiellen Handelspartnern, wie etwa kriegerische Auseinandersetzungen und poli-tische Instabilitäten, reagieren konnte. Die Nachteile waren vor allem die schlechte Kontrollierbarkeit der Angestellten in Batavia, die sich oftmals durch eigene Handels-geschäfte, an der VOC vorbei, bereicherten. So blühten Schmuggel und Korruption in Asien – ein Aspekt, den die Forschung für den Niedergang der VOC im 18. Jahrhundert mitverantwortlich macht.

Abbildung 2: Eine Sitzung des Direktoriums der VOC, der Heren Zeventien, die die Leitlinien der Politik der Kompanie bestimmten[40]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Das Kap der Guten Hoffnung vor 1652

Die Südspitze des afrikanischen Kontinents wurde 1488 erstmals durch den portu-giesischen Seefahrer Bartolomeu Diaz umrundet. Er nannte es aufgrund der widrigen Wetterbedingungen „Cabo tormentoso“ – „Kap der Stürme“. Der König von Portugal, Johann II., änderte den Namen allerdings in „Cabo de bona esperanca“ – „Kap der Guten Hoffnung“, in der Zuversicht, den Seeweg nach Indien zu finden.[41]

In der Wissenschaft ist immer wieder diskutiert worden, ob das Kap möglicherweise schon früher umschifft worden ist. Festzustellen bleibt aber, daß es dafür keine Indizien gibt, wodurch die Fahrt des Bartolomeo Diaz, nach heutigem Stand der Forschung, als Erstumrundung gilt.

Im Laufe des 15. Jahrhunderts drangen die Portugiesen auf ihren Suchfahrten entlang der westafrikanischen Küste immer weiter nach Süden vor und errichteten, nachdem Vasco da Gama 1498 den Seeweg nach Indien entdeckt hatte, bis 1515 ein dichtes Netz von Stützpunkten entlang der afrikanischen und asiatischen Küsten.[42] Allerdings bauten die Portugiesen am Kap keinen Stützpunkt auf, obwohl ihnen die strategische Bedeutung bewußt war. Dies hatte vielfältige Gründe. Zum einen wurde die wirtschaftliche Bedeutung als zu gering angesehen und das Kap von starken Winter-stürmen heimgesucht, sodaß es im Winter keinen sicheren Hafen bot. Zum anderen mieden die Portugiesen den Kontakt zu den dort ansässigen Ureinwohnern, da sie bereits in bewaffnete Konflikte mit ihnen geraten waren. Im Jahre 1510 kam dort beispielsweise der portugiesische Vizekönig Almeida bei einer Auseinandersetzung auf der Rückreise von Indien ums Leben.[43] Dieser Zeit entstammt auch eine der ersten Reisebeschreibungen über das Land und die dort ansässigen Ureinwohner von Balthasar Springer.[44]

Die Portugiesen nutzten, wie die Araber, den Südwestmonsun für die Überquerung des indischen Ozeans.[45] Zudem verfügten sie über günstigere Stützpunkte, wie die Küste von Mosambik, Madeira, St. Helena oder aber auch die Ostspitze Brasiliens. Diese Situation änderte sich mit der Konkurrenz, die den Portugiesen ab 1595 durch die Holländer und Engländer erwuchs: 1611 segelte ein holländischer Kapitän erstmals direkt vom Kap aus nach Indonesien, wodurch die Passage entlang der portugiesisch kontrollierten Ostküste Afrikas umgangen werden konnte. Dieser Umstand machte das Kap als Ausgangspunkt nach Indien strategisch noch wertvoller. Im Jahr 1620 nahm ein englischer Kapitän das Land für England in Besitz. Dennoch gründeten die euro-päischen Seemächte keinen Stützpunkt am Kap.

Erst mit der Strandung eines niederländischen Schiffes im Jahre 1647 rückte das Kap ins Blickfeld der Generalstaaten der Niederlande. Zwei ehemalige Besatzungs-mitglieder der gestrandeten Haarlem reichten am 26. Juli 1649 ein Memorandum bei der Kompanie ein, das die Vorteile eines Stützpunktes am Kap erläuterte. Sie legten dar, daß sie, im Gegensatz zur gängigen Ansicht, eine Niederlassung am Kap nicht für unnütz, sondern im Gegenteil sogar für profitabel hielten: „[...]wir beabsichtigen euch Ehrenwerte, so kurz und einfach, wie es unsere bescheidenen Fähigkeiten erlauben, darauf aufmerksam zu machen, nicht allein wie nützlich und notwendig die Errichtung des besagten Forts und Gartens für die Versorgung der Schiffe und Besatzungen der Kompanie sein wird, sondern dasselbe ohne Ausgaben, mit Profit und [landwirtschaftlichen] Erträgen erreicht werden kann.“[46] Das Land wäre für den Anbau von Obst und Gemüse geeignet und durch ein Fort mit einer Besatzung von 60–70 Mann zu beschützen. Durch ihre eigenen Erfahrungen seien sie überzeugt, daß die große Anzahl der Erkrankten auf den Schiffen durch frische Lebensmittel am Kap geheilt werden könnten. Somit würde das Hospital in Batavia entlastet, wodurch wiederum die Kosten für die Krankenversorgung gesenkt würden. Der Garten könne durch drei oder vier Gärtner aus Holland und durch einige Chinesen kultiviert werden. Desweiteren könne von den Eingeborenen, die grundsätzlich friedlich und zum Handel bereit wären, Vieh erworben und eine eigene Zucht aufgebaut werden.[47] Janszen und Proot versuchten auch das Vorurteil des Kannibalismus zu widerlegen. Die Ursachen für gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Khoikhoi und Europäern begründeten sie wie folgt: „ Der erste Offizier, der Zimmermann und der Unteroffizier des besagten Schiffes Haarlem, waren einst weit [ins Landesinnere] zu den Behausungen der Eingeborenen vorgedrungen. Während ihres Aufenthaltes wurden sie von den besagten Eingeborenen freundlich behandelt und bewirtet, obwohl sie sie, wären sie nur Kannibalen gewesen, problemlos hätten erschlagen können. Jenseits aller Befürchtungen, sie hätten unsere Leute töten können, wäre dies eher als Racheakt für gestohlenes Vieh geschehen, als in der Absicht sie aufzuessen.“[48] Stattdessen seien die Eingeborenen in der Lage, schnell niederländisch zu lernen, und könnten zur christ-lichen reformierten Religion bekehrt werden. Alles in allem böte sich das Kap auch aus strategischer Perspektive als ideale Zwischenstation an.[49]

Van Zyl und Grütter vermuten, daß die beiden Autoren des Memorandums, Janszen und Proot dazu aufgefordert worden sind, einen positiven Bericht über ihre Zeit am Kap zu verfassen, da die 17 Herren sich grundsätzlich schon für die Errichtung einer Niederlassung entschieden hätten.[50] Im April 1651 entschied sich der Rat dann formal für die Errichtung einer Erfrischungsstation und beauftragte Jan van Riebeeck mit der Verwirklichung. Die Instruktionen der Direktoren vom 25. März 1651 sahen vor, daß nach der Landnahme ein kleines Fort zur Verteidigung in der Nähe zur Wasser-versorgung errichtet werden sollte. Es sollte den Namen Goede Hoop tragen und Platz für eine Besatzung von 70 bis 80 Mann bieten. Danach sollte umgehend ein geeigneter Ort für den Kompaniegarten gesucht werden, ferner Weideflächen für die Viehzucht.[51] Im Hinblick darauf sollte auf gute Beziehungen zu den Eingeborenen geachtet werden, denn „[…]ein angemessener Austausch und Ausgleich mit den Eingeborenen wird wohl äußerst notwendig sein.“[52] Der Kommandant wurde dazu verpflichtet, alle Vorgänge am Kap im Sinne der Kompanie zu behandeln und darüber Buch zu führen. In einem Nachtrag der Instruktionen an den Kommandanten vom 12. Dezember 1651 heißt es, daß alle Nationen, die am Kap Zwischenstation machen würden, nicht behindert oder blockiert werden sollten, „[…]mit Ausnahme der Portugiesen, denen die Kompanie den Krieg zur See und auf dem Land erklärt hatte[…].“[53]

Am Weihnachtsabend des Jahres 1651 stach van Riebeecks Flotte von der Reede vor Texel aus in See.[54] In der Literatur besteht Uneinigkeit darüber, wie groß die Flotte war. Während Werner Joop annimmt, daß die Flotte van Riebeecks aus drei Schiffen,[55] dem Flaggschiff Drommedaris, der Reijer und der Goede Hoop, bestand, gehen die südafrikanischen Autoren Hymen Picard[56], Wilhelm Grütter und Dirk van Zyl von fünf Schiffen aus. Ihrer Meinung nach gehörten die Walvis und die Oliphant zur Flotte, wurden allerdings schon zu Beginn der Reise aufgehalten und trafen daher verspätet am Kap ein.[57] Eine Beurteilung dieser Frage erscheint schwierig.

Van Riebeeck erwähnte beide Schiffe in seinem Tagebucheintrag vom 11. Mai 1652 und sagte, daß diese „[...]viele Kranke an Bord haben, von denen einige an Land gebracht wurden, um sich zu erholen – von denselben 50 Mann hier zurücklassen wird, damit sie nach Wiederherstellung ihrer Gesundheit mit an der Werken arbeiten helfen und die genannten Schiffe von ihnen entlastet werden.“[58] Aus der Edition der Holländisch-Asiatischen Schiffahrt lässt sich entnehmen, daß sowohl die Oliphant als auch die Walvis ebenfalls wie van Riebeeck von der Reederei in Texel aus in See stachen, aber erst am 3. Januar 1652. Eine direkte Zusammengehörigkeit mit dem Flottenverband van Riebeecks läßt sich daraus meines Erachtens nicht ableiten.

3. Verwaltung

3.1 Aufbau der Verwaltung

Die Kapkolonie stellte verwaltungstechnisch eine Ausnahme für die VOC dar. Man war zwar einerseits darauf eingestellt, Handelsniederlassungen zu verwalten und über außer-europäische Bevölkerungen zu herrschen, nicht aber über europäische Kolonisten. Auffällig dabei ist auch, daß es am Kap am Ende des 17. Jahrhunderts mehr Freibürger gab, als in allen anderen Gebieten der VOC. Die Tatsache, daß vergleichsweise wenige Kompanieangestellte am Kap eingesetzt waren, hatte zur Folge, daß die Freibürger weitaus unabhängiger lebten, als dies in anderen Handelsposten der Kompanie möglich war. Trotzdem beschwerten sie sich wiederholt über die Restriktionen, die sie durch die Reglementierungen der VOC erfuhren.[59] Insbesondere die ihnen auferlegten Handels-beschränkungen sorgten für Unmut.

In der Praxis funktionierte das Verwaltungssystem der VOC am Kap nur unzu-reichend. An der Spitze der Niederlassung stand ein Kommandant, der mit weitgehend autokratischen Vollmachten ausgestattet war. Die Kommandantur wurde 1691 in ein Gouverneursamt umgewandelt. Möglicherweise deutet sich mit dieser Entscheidung innerhalb der Kompanieleitung ein Wandel der Wahrnehmung des Status der Kap-kolonie an. Diese These wird auch durch die Aussage Hintragers unterstützt, der die Umwandlung des Titels mit der erhöhten Bedeutung der Kolonie begründete.[60] Femme van Gaastra schreibt dazu: „The importance and the status of the establishments was expssed in the forms of address and the salaries of the chief officials. The large establishments, where the VOC also exercised a territorial authority, were under the authority of a gouverneur.”[61] Unlängst hatte sich die Versorgungsstation also zur Siedlungskolonie entwickelt.

Sowohl dem Kommandanten als auch später dem Gouverneur war ein „Politischer Rat“ zur Seite gestellt, der allerdings kein Gegengewicht bilden sollte oder konnte. Dieser bestand aus vier Angestellten der Kompanie: Sekunde, Sergeant, Buchhalter und Sekretär. Außerdem wurden dem „Politischen Rat“ im Jahr 1657 zwei Bürgerräte als Vertreter der Freibürger zugeteilt.[62]

Grundsätzlich war die Kapkolonie Batavia der Hauptstadt aller niederländischen Besitzungen in Asien unterstellt,[63] die wiederum dem Direktorium der 17 Herren untergeordnet war, aber auch einen eigenen Rat und Gouverneur besaß. Sie hatten umfangreiche Vollmachten inne. Das betraf neben der Rechtspchung und Gesetz-gebung auch die Organisation des Handels und die Kontrolle der Kontore in Asien. Dennoch war die Regierung in Batavia den Direktoren der VOC direkt unterstellt und rechenschaftspflichtig.

Die Freibürger am Kap partizipierten nicht an den politischen Entscheidungen, obwohl sie wiederholt darum baten. Dennoch spielten die Bürger im alltäglichen Leben eine wichtige Rolle. Sie mußten die Kosten für Feuerwehr, Sozialfürsorge und Militär übernehmen und waren in untergeordneten Gremien und Gerichten vertreten. Kleinere Konflikte lösten die Freibürger also untereinander. Grundsätzlich aber hatten sie im autokratisch geprägten System der Kapkolonie kein entscheidendes politisches Mit-spracherecht.[64]

[...]


[1] Schmitt, Eberhard; Meyn, Michael (Hg.): Dokumente zur Geschichte der europäischen Expansion, Band 2. Die großen Entdeckungen. München 1984. S. 88.

[2] Biewenga, Arend: De Kaap de Goede Hoop. Een Nederlandse vestigingskolonie, 1680–1730. Amsterdam 1999. S. 19.

[3] van Aswegen, Hendrik: History of South Africa to 1854. Pretoria 1990. S. 68.

[4] Der Terminus Khoisan wurde für die hellhäutige Urbevölkerung der Kapgion erstmals 1930 von Schapera geprägt und wird noch heute verwandt. Bis ins 20. Jh. hinein war die Bezeichnung „Hottentotten“ üblich.

[5] Lester, Alan: From Colonisation to Democacy. A New Historical Geography of South Africa. London – New York 1998. S. 16.

[6] Fisch, Jörg: Geschichte Südafrikas. München 1990. S. 30ff.

[7] Biewenga: 1999. S. 22.

[8] Coertzen, Pieter: The Huguenots of South Africa 1688–1988. Cape Town 1988. S. 107.

[9] Grütter, Wilhelm: Die Geschichte Südafrikas. Kapstadt – Pretoria – Johannesburg 1982. S. 15.

[10] Pfaff, Sybille: Zacharias Wagener (1614–1668): Haßfurt 2001. S. 191.

[11] Lindner, Adolphe: The Swiss at the Cape of Good Hope 1652–1971. Basel 1997. S. 27.

[12] van Gelder, Roelof: Das Ostindische Abenteuer. Deutsche in Diensten der Vereinigten Ostindischen Kompanie der Niederlande 1600–1800. Nijmegen 1997. S. 40.

[13] Ross, Robert; van Duin, Pieter: The Economy of the Cape colony in the eigtheenth century. Leiden 1987. S. 3.

[14] Nationalarcief Den Haag. Serie overgekomen brieven en papieren uit Kaap de Goede Hoop aan de Heren XVII en de Kamer Amsterdam 1651- 1794. Archivbestandnummer: 1.04.02.

[15] Schmitt, Eberhard (Hg.): Dokumente zur Geschichte der europäischen Expansion, Band 4. Wirtschaft und Handel der Kolonialreiche. München 1988. S. 146.

[16] Ebenda. S. 149.

[17] Schmitt, Eberhard: Die Anfänge der europäischen Expansion. In: Reese, Arnim; Uffelmann, Uwe (Hg.): Historisches Seminar. Band II. Idstein 1991. S. 9.

[18] Jopp, Werner: Die frühen deutschen Berichte über das Kapland und die Hottentotten. Göttingen 1960. S. 11.

[19] Prak, Maarten: The Dutch Republic in the Seventeenth Century. Cambride 2005. S. 44.

[20] Israel, Jonathan: Dutch Primacy in World Trade 1585–1740. Oxford 1989. S. 1.

[21] Israel: Oxford 1989. S. 197.

[22] Keppel- Jones, Arthur: South Africa. Melbourne – London – Sydney 51975. S. 18.

[23] Rothermund, Dietmar: Asian Trade and European Expansion in the Age of Mercantilism. Manohar 1981. S. 27.

[24] Ebenda. S. 27.

[25] Ebenda.

[26] Ebenda. S. 28.

[27] Israel: 1989. S. 77.

[28] Hintrager: Oskar: Geschichte von Südafrika. München 1952. S. 28.

[29] Steensgard, Niels: The Asian Trade Revolutuion of the Seventeenth Century. The East India Companies and the decline of the Caravan Trade. Chicago – London 1973. S. 407-408.

[30] Prak: 2005. S. 120.

[31] Quelle: Schmitt, Eberhard (Hg.): Dokumente zur Geschichte der europäischen Expansion, Band 3. Aufbau der Kolonialreiche. München 1986. S. 72.

[32] Schmitt, Eberhard.; Schleich, Thomas; Beck, Thomas (Hg.): Kaufleute als Kolonialherren: Die Handelswelt der Niederländer vom Kap der Guten Hoffnung bis Nagasaki 1600–1800. Bamberg 1988. S. 1.

[33] Glamann, Kristof: Dutch-Asiatic Trade 1620–1740. Martinis – Nijhoff 1981. Vorwort.

[34] Schmitt: Kaufleute als Kolonialherren. 1988. S. 5.

[35] van Gelder: 1997. S. 28.

[36] Hier trifft Sybille Pfaffs These, der Kapstützpunkt sei ein „Low Budget Projekt“ gewesen, zu.

[37] Schmitt: Kaufleute als Kolonialherren.1988. S. 57.

[38] Schmitt: 1988. S. 165.

[39] Schmitt, Eberhard; Meyn, Matthias (Hg.): Aufbau der Kolonialreiche. Band 3. 1986. S. 158.

[40] Quelle: Schmitt, Eberhard(Hg.): Dokumente zur Geschichte der europäischen Expansion, Band 4. Wirtschaft und Handel der Kolonialreiche. München 1988. S.272.

[41] Jopp: 1960. S. 9.

[42] Fisch: 1990. S. 53.

[43] Ebenda. S. 54.

[44] Jopp: 1960. S. 11.

[45] Wilson, Monica; Thompson, Leonard: The Oxford History of South Africa. Oxford 1969. S. 187.

[46] Moodie, Donald: The Record. Or a series of official papers relative to the native tribes of South Africa. Amsterdam – Cape Town 1960. S.1. „[…]we shall, however, point out to your Honors, as briefly and simply as our poor ability will permit, not only how useful and necessary the formation of the said Fort and Garden will be, for the pservation of the Company`s ships and people, but that the same may be effected, without expense, and with profit and gain.”

[47] Ebenda. S. 1ff.

[48] Ebenda. S. 4. „The chief mate, carpenter, and corporal, of the said ship Haarlem, having once also gone so far as to the houses of the natives, and where they were at that time resided, they were received and treated in a friendly manner by the said natives, who, as they were in their hands, could easily have beaten them to death, had they been inclined to cannibalism; so that beyond all doubt their killing our people, happens more out of revenge for taking their cattle, than for the purpose of eating them.“

[49] Ebenda.

[50] Grütter: 1982. S. 10.

[51] Moodie: 1960. S. 8.

[52] Ebenda. „[...]a good correspondence and intelligence with the natives will be very necessary.“

[53] Ebenda. S. 9. „[…]the Potuguese exepted, whom the Company has declared to be enemies by sea and by land.“

[54] Bruijn, Jaap; Gaastra, Femme; Schöffer, Ivo: Dutch- Asiatic Shipping in the 17th and 18th centuries. Band II. The Hague 1979. S. 106.

[55] Joop: 1960. S. 14.

[56] Picard, Hymen: Masters of the castle. A portrait gallery of the Dutch Commanders und Governors of the Cape of Good Hope. 1652–1795, 1803–1806. Cape Town 1972. S. 23.

[57] Grütter: 1982. S. 10.

[58] Schmitt: 1987. S. 165.

[59] Schutte, Gerrit: Company and colonists at the Cape. In: Elphick, Richard.; Giliomee, Hermann (Hg.): The Shaping of South African Society, 1652–1820. Cape Town – London 1979. S. 182.

[60] Hintrager: 1952. S. 57.

[61] http://www.tanap.net/content/voc/organization/organization_asia.htm. Stand: 01.11.2006.

[62] Jopp: 1960. S. 22

[63] Fisch: 1990. S.85.

[64] Schutte, Gerrit: Company and colonists at the Cape. In: Elphick, Richard.; Giliomee, Hermann (Hg.): The Shaping of South African Society, 1652–1820. Cape Town – London 1979. S. 179.

Ende der Leseprobe aus 83 Seiten

Details

Titel
Die wirtschaftliche Entwicklung der niederländischen Kolonie am Kap der Guten Hoffnung
Untertitel
Von der Gründung des Stützpunktes durch die VOC im Jahre 1652 bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Historisches Seminar)
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
83
Katalognummer
V120908
ISBN (eBook)
9783640249619
ISBN (Buch)
9783640249701
Dateigröße
3244 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung, Kolonie, Guten, Hoffnung
Arbeit zitieren
Magister Tillman Wormuth (Autor), 2007, Die wirtschaftliche Entwicklung der niederländischen Kolonie am Kap der Guten Hoffnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120908

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