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Empowerment Zones und Soziale Stadt

Ein Vergleich zweier sozialräumlich orientierter Entwicklungsprogramme in den USA und Deutschland im Hinblick auf Empowerment

Title: Empowerment Zones und Soziale Stadt

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Magister Artium Timo Metzner (Author)

American Studies - Culture and Applied Geography
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Im Rahmen der folgenden Arbeit sollen die beiden prominentesten und umfangreichsten Stadtentwicklungsprogramme der jüngeren Vergangenheit in Deutschland und den USA bezüglich ihrer Zielsetzung und Struktur im Hinblick auf Bürgerbeteiligung und Empowerment untersucht werden. Bei den beiden Programmen handelt es sich um das 1994 in Kraft getretene „Empowerment Zones/Enterprise Communities (EZ/EC) Program“ und das Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ (kurz: Soziale Stadt). Im wesentlichen ist die Untersuchung auf die inhaltlich formulierten Intentionen der Bundesregierungen sowie deren Umsetzung fokussiert. Da die Programmvorgaben in beiden Fällen - korrespondierend mit der Verschiedenartigkeit der Entwicklungsgebiete - äußerst offen gehalten sind, unterbleibt eine detaillierte Analyse einzelner Maßnahmen, die nicht von den Bundesregierungen verantwortet werden. Beide Programme zeichnen sich dadurch aus, dass sie sozialräumlich ausgerichtet sind und integrierte, politikfelderübergreifende, Handlungsansätze verfolgen, um den Problemen in benachteiligten Gebieten zu begegnen. Einer Aktivierung der Bewohner, die zu einem Prozess des Empowerment führen soll, wird in beiden Programmen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der Probleme zugeschrieben. In dieser Arbeit soll sowohl eine kritische Reflektion dieses Aktivierungsansatzes als auch eine Bewertung von dessen Umsetzung erfolgen, denn eine kritische Hinterfragung der grundsätzlichen Konzepte steht nicht im Widerspruch zu einer Einschätzung der intendierten Ziele und der möglichen Erfolge beziehungsweise Misserfolge.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Programm “Soziale Stadt“

2.1 Grundlagen und Ziele

2.2 Empowerment und soziales Kapital

3. Das „Empowerment Zones/Community Enterprises Program“

3.1 Grundlagen und Ziele

3.2 Empowerment und soziales Kapital

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Stadtentwicklungsprogramme „Soziale Stadt“ in Deutschland und das „Empowerment Zones/Enterprise Communities (EZ/EC) Program“ in den USA im Hinblick auf deren Struktur, Zielsetzung sowie den Umgang mit Bürgerbeteiligung und Empowerment. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwiefern diese sozialräumlich orientierten Ansätze tatsächlich zur Emanzipation marginalisierter Gruppen beitragen oder lediglich strukturelle soziale Probleme innerhalb des marktwirtschaftlichen Systems verwalten.

  • Vergleichende Analyse deutscher und US-amerikanischer Stadtentwicklungspolitik
  • Bedeutung von Empowerment und sozialem Kapital bei der Quartiersentwicklung
  • Kritische Reflexion von Aktivierungsansätzen und Bürgerbeteiligungsverfahren
  • Untersuchung der strukturellen Probleme und Grenzen lokaler Maßnahmen
  • Kontextualisierung im Rahmen von Sozialpolitik und neoliberalen Strategien

Auszug aus dem Buch

2. Das Programm „Soziale Stadt“

Das Programm „Soziale Stadt“ wurde 1999 durch eine Bund-Länder-Verwaltungsvereinbarung ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, räumliche und soziale Ausgrenzung durch integrierte Maßnahmen im sozialen, wirtschaftlichen und städtebaulichen Bereich zu bekämpfen. Derzeit befinden sich 363 Gebiete in 252 Gemeinden in dem Programm. Im Durchschnitt wohnen in den Quartieren 8415 Einwohner. 52% der Gebiete befinden sich in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern und davon wiederum 21% in Großstädten mit über 500.000.

Das Programm wird von Seiten des Bundes mit 100 Mio. DM beziehungsweise seit 2001 mit 150 Mio. DM jährlich ausgestattet. Es ist wie die Städtebauförderung jährlich fortzuschreiben, was einen Unterschied zum EZ/EC Programm darstellt, das auf einen Zeitraum von zehn Jahren angelegt ist. Da Länder und Kommunen die Bundesförderung mit weiteren 300 Mio. DM kofinanzieren, steht für das Programm zur Zeit ein Gesamtvolumen von rund 230 Mio. Euro jährlich zur Verfügung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die beiden zentralen Stadtentwicklungsprogramme Deutschlands und der USA im Hinblick auf Empowerment und Bürgerbeteiligung vergleichend zu analysieren.

2. Das Programm “Soziale Stadt“: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen, Ziele und das institutionelle Gefüge des deutschen Programms sowie dessen theoretische Verankerung in Konzepten wie sozialem Kapital.

3. Das „Empowerment Zones/Community Enterprises Program“: Hier werden die Entstehung, die zentralen Prinzipien und die Umsetzung der US-amerikanischen Initiative sowie deren Erfolgsaussichten untersucht.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert, dass gesamtgesellschaftliche soziale Probleme trotz integrativer Ansätze nur begrenzt auf lokaler Quartiersebene lösbar sind.

Schlüsselwörter

Empowerment, Soziale Stadt, Stadtentwicklung, USA, Deutschland, soziales Kapital, Bürgerbeteiligung, Quartiersmanagement, soziale Segregation, Empowerment Zones, Community Organizing, Sozialpolitik, Inklusion, Aktivierung, Stadtteilentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert zwei bedeutende Stadtentwicklungsprogramme – die deutsche „Soziale Stadt“ und das US-amerikanische „Empowerment Zones/Enterprise Communities (EZ/EC) Program“ – hinsichtlich ihres Umgangs mit Bürgerbeteiligung und Empowerment.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die Strategien der beiden Regierungen zur Bekämpfung sozialer Ausgrenzung, die Rolle von lokalem Sozialkapital sowie die Effektivität von Maßnahmen zur Aktivierung der Quartiersbewohner.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Konzepte kritisch zu reflektieren und zu bewerten, ob diese Programme eine wirkliche gesellschaftliche Emanzipation fördern oder lediglich als Instrument zur Verwaltung sozialer Missstände dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt einen vergleichenden, qualitativ orientierten Ansatz, der auf der Auswertung offizieller Evaluationsberichte sowie sozialwissenschaftlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung und kritische Analyse beider Programme, wobei jeweils die Grundlagen, Ziele sowie die Umsetzungspraxis inklusive der Hindernisse bei der Bürgerbeteiligung gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Empowerment, soziale Segregation, integrierte Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung und lokale Ökonomie geprägt.

Wie unterscheidet sich die Umsetzung von Empowerment in den USA von der in Deutschland?

Während in Deutschland das Quartiersmanagement als professionelles Instrument dominiert, sind in den USA aufgrund historischer Strukturen eher gemeindebasierte Organisationen (CBOs) direkt in die Planungsprozesse der "governing boards" eingebunden.

Welche Hauptschwierigkeit identifiziert der Autor bei beiden Programmen?

Ein zentrales Problem ist die soziale Selektivität der Beteiligungsverfahren, wodurch es kaum gelingt, die am stärksten marginalisierten Bevölkerungsgruppen oder Bewohner in hochgradig segregierten Stadtteilen effektiv zu erreichen.

Was ist das Fazit bezüglich der Nachhaltigkeit dieser Ansätze?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass solche lokalen Ansätze zwar das Wohnumfeld verbessern können, aber an ihre Grenzen stoßen, wenn es darum geht, gesamtgesellschaftliche strukturelle Probleme wie Arbeitslosigkeit oder tiefe soziale Segregation dauerhaft zu lösen.

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Details

Title
Empowerment Zones und Soziale Stadt
Subtitle
Ein Vergleich zweier sozialräumlich orientierter Entwicklungsprogramme in den USA und Deutschland im Hinblick auf Empowerment
College
Free University of Berlin  (John-F.-Kennedy-Institut)
Course
„Informelle und soziale Ökonomie: Vergleich Nordamerika und Europa“
Grade
1,7
Author
Magister Artium Timo Metzner (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V120932
ISBN (eBook)
9783640247424
ISBN (Book)
9783640247783
Language
German
Tags
Empowerment Zones Soziale Stadt Vergleich Nordamerika Europa“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Timo Metzner (Author), 2005, Empowerment Zones und Soziale Stadt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120932
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