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„Gated Communities“. Zur Typologie und Entwicklung geschlossener Wohnkomplexe im suburbanen Raum

Title: „Gated Communities“. Zur Typologie und Entwicklung geschlossener Wohnkomplexe im suburbanen Raum

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katharina Kurzmann (Author)

Sociology - Habitation and Urban Sociology
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Summary Excerpt Details

Um den Einstieg in diese Thematik zu erleichtern, soll zu Anfang der Begriff „Gated Community“ in Kapitel 2. definiert werden. In Kapitel 2.1 soll diese Definition um die Aspekte der Segregation und des räumlichen Ausschlusses erweitert werden.
Im Vordergrund dieser Arbeit steht neben der Entwicklung und den Gründen für die Entstehung geschlossener Wohnkomplexe die Typologie dieser. Dazu werden die Klassifikationen drei bzw. vier verschiedener Autoren in Kapitel 3. vorgestellt. Die Autoren Glasze, Blakely/Snyder und Wehrheim ordnen und klassifizieren die verschiedenen Arten dieser Wohnform anhand sehr unterschiedlicher Aspekte. Doch erscheint es wichtig, die verschiedenen Blickwinkel zu erfassen, um zu einem, alle Sichtweisen einbeziehenden, Ergebnis zu gelangen.
Kapitel 4. ist dem zweiten Hauptaspekt dieser Arbeit gewidmet. Darin soll zunächst in Kapitel 4.1 der historische Aspekt geschlossener Wohnkomplexe dargestellt und die Frage geklärt werden, ob geschlossene Wohnkomplexe tatsächlich so neu sind, wie es zunächst den Anschein erweckt, ob sie ihren Ursprung in den USA haben oder es möglicherweise städtebauliche Vorläufer gibt, die sich mit Gated Communities in Verbindung setzen lassen und ob diese Wohnform eine „Bedrohung“ für Städte und öffentliche Haushalte werden.
Daran schließen sich in Kapitel 4.2 die Ausführungen über die Entwicklung und die Hintergründe geschlossener Wohnkomplexe an, die vor allem in den USA zu einer ubiquitären Erscheinung geworden sind.
Kapitel 4.3 wird dazu dienen, die Frage zu beantworten, ob geschlossene Wohnkomplexe ein Modell für die Zukunft sind oder ob sich der momentane „Boom“ nicht als Trend erweist. Da diese Wohnform erst in den 1990er Jahren in den Blickwinkel von Medien und Forschung gerückt ist und Autoren mittlerweile eben von einem „Boom“ dieser Wohnform in vielen Teilen der Welt sprechen, erscheint es gerade sinnvoll den Aspekt der Entstehung von Gated Communities zu beleuchten. Dieser Gesichtspunkt soll deshalb innerhalb dieser Arbeit im Blick behalten und mit einem Ausblick in die Zukunft der Gated Communities verbunden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition – Gated Community

2.1 Kriterien der Segregation und des räumlichen Ausschlusses

3. Zur Typologie geschlossener Wohnkomplexe

3.1 Bauliche und funktionale Unterscheidung bei Glasze

3.2 Lifestyle-, Prestige- und Security Zone Communities bei Blakely/Snyder

3.3 Neu und bereits bestehende Siedlungen und Gebäudekomplexe bei Wehrheim

4. Zur Entwicklung geschlossener Wohnkomplexe

4.1 Vorläufer geschlossener Wohnkomplexe – Von Villenkolonien und Gartenstädten

4.2 Gründe für die Entstehung geschlossener Wohnkomplexe

4.3 Ein Modell der Zukunft?

5. Fazit

6. Literaturnachweis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der „Gated Communities“ unter Berücksichtigung ihrer Typologie, historischer Entwicklung und der Gründe für ihre Entstehung. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese geschlossenen Wohnkomplexe ein zukunftsfähiges Modell darstellen oder lediglich einen temporären Trend widerspiegeln, wobei ein besonderer Fokus auf den soziologischen und städtebaulichen Aspekten liegt.

  • Definition und Kernkriterien von Gated Communities
  • Klassifizierung verschiedener Typologien nach Glasze, Blakely/Snyder und Wehrheim
  • Historische Betrachtung von Vorläufern wie Villenkolonien und Gartenstädten
  • Soziologische Analyse der Entstehungsgründe (Sicherheit, Exklusivität, sozialer Wandel)
  • Zukunftsperspektiven geschlossener Wohnkomplexe im europäischen Kontext

Auszug aus dem Buch

Vorläufer geschlossener Wohnkomplexe – Von Villenkolonien und Gartenstädten

Um die Entwicklung und Zunahme von geschlossenen Wohnkomplexen besser verstehen zu können, erscheint es sinnvoll auch die historischen Vorläufer dieser Wohnform in die Überlegungen einzubeziehen. Blickt man also in die Geschichte der Suburbanisierung, lassen sich Parallelen finden, die zu weiteren Aussagen über den Charakter von Gated Communities und ihrer Aussagekraft für moderne Gesellschaften des 21. Jahrhunderts genutzt werden können. Fishman (1987) drückt den Ertrag eines solchen historischen Vergleichs wie folgt aus: „Only by examining the eighteenth century origins of suburbia can one grasp its radical departure from all previous traditions of urban structure as well as its crucial role in reshaping the modern city“ (S.5).

Privat verwaltete, geschlossene und bewachte Wohnkomplexe entwickeln sich in vielen Teilen der Welt und es stellt sich so dar, dass meistens spezifische, regionale Faktoren eine große Rolle bei der Entwicklung dieser Wohnform spielen. Nicht wie oft angenommen liegen die Wurzeln dieses Phänomens in den USA, in denen sich seit den 1960er Jahren geschlossene Wohnkomplexe immer weiter ausbreiten. Es ist also „kein ‚amerikanisches’ Phänomen“ (Glasze 2001, o.S.), sondern auch in Europa nichts völlig Neues.

Sowohl die Villenkolonien die sich ab den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts um Berlin herum entwickelt haben, wie auch die „villas“ in Paris oder die exklusiven Siedlungen in London können als Vorläufer der amerikanischen „gated communities“ gesehen werden. Sie sollen im Folgenden näher betrachtet werden.

Die ersten Villenkolonien entstanden im 18. und 19. Jahrhundert vor allem in England, das in dieser Zeit in städtebaulicher Hinsicht sowohl für Europa als auch für die USA Vorbild war. Viele Städtebauer orientierten sich an dem „Mutterland von Suburbia“ (Harlander 2001, S.499). Die Villenkolonien waren die ersten suburbanen Siedlungen und begründeten mit dem Übergang von ihrer Nutzung als Wochenendresidenzen hin zu permanenten Wohnsitzen die neue Ära der Suburbanisierung (vgl. Fishman 1987, S.39).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Hausarbeit ein, definiert den Untersuchungsgegenstand und legt die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Analyse dar.

2. Definition – Gated Community: Dieses Kapitel erarbeitet eine Minimaldefinition für Gated Communities und erörtert zentrale Kriterien wie physische Barrieren, private Infrastruktur und Selbstverwaltung.

2.1 Kriterien der Segregation und des räumlichen Ausschlusses: Hier werden die Mechanismen der sozialen Distanzierung und die verschiedenen Arten der Ausschließung analysiert, die den räumlichen Ausschluss in geschlossenen Wohnkomplexen konstituieren.

3. Zur Typologie geschlossener Wohnkomplexe: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über verschiedene Klassifizierungsmodelle von Gated Communities anhand baulicher, funktionaler und sozialer Merkmale.

3.1 Bauliche und funktionale Unterscheidung bei Glasze: Es wird die Typisierung von Glasze vorgestellt, die primär auf baulichen Strukturen und der Unterscheidung zwischen Appartementanlagen und Siedlungen basiert.

3.2 Lifestyle-, Prestige- und Security Zone Communities bei Blakely/Snyder: Dieses Kapitel erläutert die einflussreiche Klassifizierung nach Blakely und Snyder, die Gated Communities in drei spezifische, motivgebundene Typen unterteilt.

3.3 Neu und bereits bestehende Siedlungen und Gebäudekomplexe bei Wehrheim: Wehrheims Typologie wird hier detailliert, wobei der Fokus auf dem Zugangskontrollaspekt und der Einbindung von Gebäudekomplexen liegt.

4. Zur Entwicklung geschlossener Wohnkomplexe: Dieses Kapitel widmet sich der historischen Herleitung und der allgemeinen Entwicklung sowie den Einflussfaktoren der Entstehung von Gated Communities.

4.1 Vorläufer geschlossener Wohnkomplexe – Von Villenkolonien und Gartenstädten: Hier werden historische Vorläufer wie Villenkolonien und Gartenstädte als Teil der Suburbanisierungsgeschichte und als Vorboten heutiger geschlossener Wohnformen diskutiert.

4.2 Gründe für die Entstehung geschlossener Wohnkomplexe: Es werden sozioökonomische und politische Hintergründe, wie gesellschaftliche Transformationen und der Wandel der staatlichen Steuerungsfähigkeit, als Ursachen untersucht.

4.3 Ein Modell der Zukunft?: Dieses Kapitel beleuchtet die Zukunftsfähigkeit von Gated Communities durch eine Diskussion über den Einfluss demografischer, planerischer und gesellschaftlicher Faktoren.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Rolle und die Auswirkungen von Gated Communities im internationalen und historischen Kontext.

6. Literaturnachweis: Dieser Abschnitt enthält das vollständige Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Gated Communities, geschlossene Wohnkomplexe, Suburbanisierung, Segregation, räumlicher Ausschluss, Typologie, städtebauliche Entwicklung, soziale Exklusion, Selbstverwaltung, Sicherheit, Villenkolonien, Gartenstadt, Immobilienmarkt, Privatisierung, Stadtentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem soziologischen Phänomen der Gated Communities (geschlossene Wohnkomplexe) und analysiert deren Wesen, Erscheinungsformen und historische Wurzeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Definition und Typologie geschlossener Wohnsiedlungen, die historischen Vorläufer, die soziologischen Gründe für ihre Entstehung sowie die Frage ihrer zukünftigen Relevanz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis über Gated Communities zu gewinnen, verschiedene Autorenperspektiven (wie Glasze, Blakely/Snyder und Wehrheim) zu synthetisieren und zu prüfen, ob es sich um ein nachhaltiges Modell oder einen flüchtigen Trend handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse und den theoretischen Vergleich, um verschiedene Typologien und soziologische Deutungsmuster von Gated Communities aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Definition inklusive Segregationskriterien, die Vorstellung verschiedener Typisierungsansätze und eine detaillierte Analyse der historischen sowie aktuellen Entwicklungsfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Gated Communities, Suburbanisierung, Segregation, soziale Exklusion, räumlicher Ausschluss, Typologie und städtebauliche Entwicklung.

Inwiefern unterscheiden sich „Prestige Communities“ von „Security Zone Communities“?

Prestige Communities dienen primär der Repräsentation und Statussicherung durch exklusives Wohnen, während bei Security Zone Communities die Angst vor Kriminalität und der Wunsch nach Kontrolle durch die Bewohner im Vordergrund stehen.

Warum werden Villenkolonien des 19. Jahrhunderts als Vorläufer betrachtet?

Sie teilen mit modernen Gated Communities das Streben nach sozialer Exklusivität, der Abgrenzung von der urbanen Masse und der bewussten Inszenierung von Wohnraum in naturnaher Umgebung.

Welche Rolle spielt die Selbstverwaltung in Gated Communities?

Die Selbstverwaltung fungiert als eine private Form der lokalen Regierung, die Regeln für das Zusammenleben etabliert und Infrastrukturen verwaltet, was den Charakter als „privat organisiertes System“ stärkt.

Welche Bedeutung haben „Gated Ghetto“ im Kontext der Arbeit?

Dieser Begriff wird für staatlich implementierte, abgegrenzte Wohnkomplexe für einkommensschwache Schichten verwendet, um darauf hinzuweisen, dass Abschottung hier nicht immer ein Wunsch der Bewohner ist, sondern soziale Stigmatisierung und Isolation forcieren kann.

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Details

Title
„Gated Communities“. Zur Typologie und Entwicklung geschlossener Wohnkomplexe im suburbanen Raum
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Soziologisches Institut)
Course
Minderheiten im Kontext urbaner Inszenierungen
Grade
1,7
Author
Katharina Kurzmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
23
Catalog Number
V120974
ISBN (eBook)
9783640253081
ISBN (Book)
9783640253272
Language
German
Tags
Communities“ Typologie Entwicklung Wohnkomplexe Raum Minderheiten Kontext Inszenierungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Kurzmann (Author), 2008, „Gated Communities“. Zur Typologie und Entwicklung geschlossener Wohnkomplexe im suburbanen Raum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120974
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