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Rechtschreibschwierigkeiten – Diagnose, Ursachen, Förderung

Title: Rechtschreibschwierigkeiten – Diagnose, Ursachen, Förderung

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefan Schusterbauer (Author)

Didactics - German Studies
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Die Fähigkeiten zu Lesen und zu Schreiben werden in unserer heutigen Gesellschaft oft als vorausgesetzt angesehen und insbesondere beim Einstieg in das Berufsleben benötigt. Die Aufgabe zur Vermittlung dieser Fähigkeiten kommt dabei den Schulen, in der Praxis den Lehrern im Unterrichtsfach Deutsch, zu, die dieses in der Regel mit bewährten Methoden auch erfolgreich umsetzen. Nichtsdestotrotz gibt es aber eine Vielzahl von Schülern, die Schwierigkeiten damit haben, Lesen und Schreiben in einem dem Klassenniveau entsprechenden Maße zu lernen und zu beherrschen. An diesem Punkt setzt nun diese Arbeit an, richtet ihr Hauptaugenmerk jedoch auf das Rechtschreiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erlernen der Schriftsprache

2.1 Schreibenlernen als sprachanalytische Fähigkeit

2.2 Beginnender Schriftspracherwerb

2.3 Rechtschreiblernprozesse und ihre Bedingungsfaktoren

2.4 Zugang zur Schrift und Strategien des Erstunterrichts

3 Schwierigkeiten beim Erlernen der Schriftsprache

3.1 Störungen des Schrifterwerbs

3.2 Ursachen

3.3 Förderung

3.4 „Legasthenie“ – Spezielle Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten

3.5 Prävention von Analphabetismus in der Schule

4 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Prozesse des Schriftspracherwerbs sowie die Ursachen und Fördermöglichkeiten bei Rechtschreibschwierigkeiten in der Sekundarstufe I, um pädagogische Strategien zur Unterstützung betroffener Schüler abzuleiten.

  • Psychologische und kognitive Grundlagen des Schriftspracherwerbs
  • Ursachenanalyse von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten
  • Methodik und Organisation der schulischen Förderung
  • Legasthenie als spezifisches Lernphänomen
  • Prävention von funktionalem Analphabetismus

Auszug aus dem Buch

3.1 Störungen des Schrifterwerbs

Vergleicht man rechtschreibschwache mit durchschnittlichen Schülern, so zeigt sich deutlich, dass erstere wesentlich mehr Fehler, in allen Fehlerarten, produzieren, die Fehlerquantität also Indikator für Rechtschreibschwäche ist. In Punkto Schreibgeschwindigkeit besteht aber kaum ein Unterschied, lediglich die Schrift ist in vielen Fällen schwerer lesbar.

Brügelmann teilt nun die Schwere von Rechtschreib-, als auch Leseschwierigkeiten in drei Niveaustufen ein, von denen die erste Stufe, manchmal aber auch die ersten beiden Stufen zusammen als Ausprägung „funktionaler Analphabetismus“ angesehen werden. Schüler der ersten Stufe haben dabei bereits mit dem Erlesen einzelner Wörter Probleme und sind nahezu unfähig, Wörter lesbar zu verschriften. Im zweiten Bereich werden diejenigen zusammengefasst, die sowohl Schwierigkeiten mit dem Verstehen des Sinns einfacher Sätze und Texte, als auch mit der Rechtschreibung häufiger Wörter haben und drittens gibt es Schüler, die Probleme mit komplexeren Texten haben und Unsicherheiten bei orthographischen Besonderheiten der Rechtschreibung zeigen.

Ein in der ersten Klasse nicht unwesentlicher Fehlerteil ist, wie schon beschrieben, dialektal bedingt, geht aber im Laufe der Zeit zurück. Eine weitere Schwierigkeitsquelle besteht darin, dass sich Schüler die spezifische Schreibweise von Wörtern nicht einprägen und so nicht über die Repräsentation dieser Wörter in ihrem inneren orthographischen Lexikon verfügen, weshalb es ihnen Mühe bereitet, Regelmäßigkeiten zu bilden, die den orthographischen Konventionen zugrunde liegen. Schwache Rechtschreiber begehen zudem häufig grammatikalische Fehler, in den ersten Klassen bestehen beispielsweise häufig Probleme bei notwendigen Änderungen der Gestalt von Wörtern zum Ausdruck ihrer grammatischen Funktionen innerhalb eines Satzgefüges, etwa der Konjugation bei Verben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Relevanz der Schriftsprachkompetenz und skizziert das Ziel der Arbeit, Rechtschreibschwierigkeiten zu analysieren.

2 Erlernen der Schriftsprache: Dieses Kapitel beschreibt den kognitiven Prozess des Schreibenlernens, vom ersten Kritzeln bis hin zur Herausbildung komplexer orthographischer Kenntnisse.

3 Schwierigkeiten beim Erlernen der Schriftsprache: Das Hauptkapitel analysiert Ursachen, Symptome und Fördermöglichkeiten bei Rechtschreib- und Leseschwierigkeiten im Schulkontext.

4 Schluss: Das Schlusskapitel resümiert die pädagogische Notwendigkeit gezielter Unterstützung und diskutiert die gesetzliche Situation des Nachteilsausgleichs.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Rechtschreibung, Legasthenie, Rechtschreibschwierigkeiten, Förderunterricht, Lernprozesse, Lese- und Schreibfähigkeit, Graphem, Phonem, orthographisches Lexikon, Didaktik, Analphabetismus, Schulleistung, Fehlerquantität, Nachteilsausgleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen beim Erwerb von Lese- und Schreibkompetenzen, insbesondere unter dem Aspekt der Diagnose und Förderung von Schülern mit Rechtschreibschwierigkeiten.

Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?

Es werden der normale Schriftspracherwerb, die Identifikation von Lernstörungen, die soziokulturellen Ursachen von Defiziten und verschiedene pädagogische Förderansätze behandelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Entstehung von Rechtschreibschwierigkeiten zu entwickeln und darzulegen, wie Schulen durch gezielte Förderung und organisatorische Maßnahmen den betroffenen Schülern helfen können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Literaturanalyse, die auf etablierten Theorien zum Schriftspracherwerb und der Legasthenieforschung basiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Teilleistungen beim Schreiben, die Analyse von Störungsbildern wie der Legasthenie und die Bewertung konkreter Förderprogramme sowie methodischer Ansätze im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Die zentralen Begriffe umfassen Rechtschreibschwierigkeiten, Schriftspracherwerb, Legasthenie, Förderdidaktik und orthographische Kompetenz.

Inwiefern beeinflussen soziale Faktoren den Schriftspracherwerb?

Laut Autor spielen familiäre Ressourcen, der Bildungsgrad der Eltern und die Anregungsqualität im häuslichen Umfeld eine entscheidende Rolle für den späteren schulischen Erfolg.

Was bedeutet der „Nachteilsausgleich“ im Kontext dieser Arbeit?

Der Nachteilsausgleich umfasst spezifische Rechte für Schüler mit diagnostizierter Lese-Rechtschreibstörung, wie etwa Zeitzuschläge oder Notenschutz, um individuelle Defizite auszugleichen und die Chancengleichheit zu fördern.

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Details

Title
Rechtschreibschwierigkeiten – Diagnose, Ursachen, Förderung
College
Technical University of Braunschweig  (Seminar für deutsche Sprache und Literatur, Deutsche Sprache und ihre Didaktik )
Course
Förderung im Bereich der schriftsprachlichen Kompetenz in der Sekundarstufe I
Grade
2,0
Author
Stefan Schusterbauer (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V120991
ISBN (eBook)
9783640254316
Language
German
Tags
Rechtschreibschwierigkeiten Diagnose Ursachen Förderung Bereich Kompetenz Sekundarstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Schusterbauer (Author), 2005, Rechtschreibschwierigkeiten – Diagnose, Ursachen, Förderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120991
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