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Der Zusammenhang des Sonnen- und Höhlengleichnisses in der Politeia

Title: Der Zusammenhang des Sonnen- und Höhlengleichnisses in der Politeia

Term Paper , 2008 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anne Schneider (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Summary Excerpt Details

Gegenstand der folgenden Hausarbeit ist die Fragestellung, wie das Sonnen- und das Höhlengleichnis Platons in sein Werk der „Politeia“ einzuordnen sind.
Dazu soll zuerst der Inhalt des Gesamtwerkes kurz dargestellt werden, um einen Überblick zu geben. Anschließend werden beide oben genannten Gleichnisse beschrieben. In der darauf folgenden Einordnung dieser in das Thema der Politeia sollen sie in dem Zusammenhang auch interpretiert und miteinander verglichen werden. Neben den eigenen Aussagen Platons sind dabei auch Forschungen anderer Autoren hilfreich. Insbesondere Oswald Utermöhlen hat sich bereits mit der Bedeutung der Ideenlehre für das Gesamtwerk der Politeia beschäftigt und diesbezüglich mehrere Vergleiche zwischen den Gleichnissen angestellt.
Zum Schluss werden einige Gedanken dargelegt, warum Platon für seine Argumentation Gleichnisse gewählt hat, anstatt kurze und eindeutige Definitionen zu geben. Dazu werden Analysen erarbeitet, wie Gleichnisse und die bildliche Sprache auf Leser oder Zuhörer wirken. Erkenntnisse des Autoren Bernhard H. F. Taureck, der sich speziell mit Metaphern und Gleichnissen in der Philosophie beschäftigte, können bei der Beantwortung dieser Frage besonders helfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Inhalt der Politeia und die „Idee des Guten“

3. Die Einordnung der Gleichnisse in das Gesamtwerk

3.1 Beschreibung des Höhlen- und Sonnengleichnisses

3.2 Der inhaltliche Zusammenhang der Gleichnisse und ihre Einordnung in die Politeia

3.3 Mögliche Begründungen, warum Platon Gleichnisse statt Definitionen gewählt hat

4. Fazit

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die systematische Einordnung des Sonnen- und des Höhlengleichnisses in Platons „Politeia“. Dabei wird analysiert, wie diese bildhaften Darstellungen als methodische Werkzeuge dienen, um die Ideenlehre zu erläutern und das Konzept der „Idee des Guten“ innerhalb der Staatsphilosophie greifbar zu machen.

  • Darstellung des Inhalts der Politeia und der Rolle der Gerechtigkeit.
  • Analyse und Vergleich des Sonnen- und Höhlengleichnisses.
  • Untersuchung der pädagogischen und erkenntnistheoretischen Funktion der Ideenlehre.
  • Diskussion der didaktischen Wahl von Gleichnissen gegenüber rein abstrakten Definitionen.
  • Reflektion über die Rolle des Philosophen als Herrscher im idealen Staat.

Auszug aus dem Buch

3.1 Beschreibung des Höhlen- und Sonnengleichnisses

Im Höhlengleichnis, das direkt zu Beginn des siebten Buches erzählt wird, berichtet Platon von der Loslösung des Philosophen von seiner gewohnten Umwelt und der übrigen Gesellschaft, während er sich auf den Weg zur wahren Erkenntnis macht. Platon möchte damit die „menschliche Anlage vor und nach ihrer Entwicklung“ verdeutlichen. Dabei sollen wir uns eine Höhle vorstellen, in der Menschen seit ihrer Kindheit gefangen sind. Sie sind so gefesselt, dass sie nur an die Höhlenwand vor ihnen gucken können. Hinter ihnen befindet sich der Eingang zur Höhle, die einzige Öffnung, die in die Außenwelt zeigt. Dort draußen brennt ein Feuer hinter einer Mauer, vor der Gegenstände hergetragen werden. Die Leute, die diese vorbeitragen, reden teilweise. In der Höhle sind nur Schatten von den Dingen zu sehen, die von dem Licht des Feuers auf die Wand geworfen werden, die die Gefangenen ständig anschauen. Auch etwas Gemurmel der redenden Menschen aus der Außenwelt ist hier zu vernehmen. Die Gefangenen würden sich über das, was sie sehen, austauschen, würden den Schatten Namen geben, sich Meinungen über sie bilden, wenn sie miteinander sprechen könnten, und die Geräusche den Schatten zuordnen.

Sie halten das, was sie in ihrem Höhlengefängnis sehen und hören, für das einzig Wahre, weil sie nie etwas anderes wahrgenommen haben. Wenn nun ein Gefangener entfesselt und in die Außenwelt geführt würde, würde das helle Licht, das er nun sieht, ihn blenden und er müsste zunächst die Augen zusammenkneifen vor Schmerzen. Die Versuchung wäre sehr groß, schnell wieder in die für ihn angenehme und gewohnte Umgebung der düsteren Höhle zu entfliehen. Würde der Befreite aber die Herausforderung annehmen und sich nach und nach an das Licht gewöhnen, also erst die Schatten, dann die Spiegelbilder der Dinge im Wasser anschauen, anschließend die Gegenstände selbst, noch später die Gestirne und den Mond am Himmel in der Nacht, die Sonne als Spiegelbild im Wasser und schließlich sie selbst im Himmel, so würde er einsehen, dass alles, was er zuvor in seiner Gefangenschaft betrachten konnte, nur Abbilder und schlechte Kopien des Wahren und Schönen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Fragestellung der Arbeit bezüglich der Einordnung der platonischen Gleichnisse und nennt die methodische Vorgehensweise sowie die herangezogene Forschungsliteratur.

2. Der Inhalt der Politeia und die „Idee des Guten“: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Politeia, den Idealstaat und die fundamentale Bedeutung der Ideenlehre sowie der „Idee des Guten“ für die platonische Gerechtigkeitskonzeption.

3. Die Einordnung der Gleichnisse in das Gesamtwerk: Das Kapitel befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der Gleichnisse, deren theoretischer Verknüpfung sowie der Begründung, warum Platon bildhafte Sprache zur Argumentation bevorzugte.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung des Philosophenaufstiegs zusammen und stellt fest, dass die Gleichnisse als wirkungsvolle Begründungsfiguren für die platonische Staatsphilosophie dienen.

5. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die für die Hausarbeit verwendete Literatur sowie die herangezogenen Quellen auf.

Schlüsselwörter

Platon, Politeia, Höhlengleichnis, Sonnengleichnis, Ideenlehre, Idee des Guten, Gerechtigkeit, Philosophie, Erkenntnistheorie, Idealstaat, Metapher, Didaktik, Staatsphilosophie, Vernunft, Sinnenwelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Bedeutung des Sonnen- und Höhlengleichnisses innerhalb von Platons Werk „Politeia“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die platonische Ideenlehre, die Struktur des Idealstaates, die Definition von Gerechtigkeit und die erkenntnistheoretische Reise des Philosophen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, wie die Gleichnisse systematisch in das Gesamtwerk der Politeia eingeordnet werden können und welche Funktion sie für das Verständnis des „Guten“ haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische Textanalyse und den Vergleich mit philosophischer Sekundärliteratur zur Interpretation der platonischen Metaphorik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Einführung in die Politeia, die detaillierte Analyse der beiden zentralen Gleichnisse sowie eine methodische Reflexion zur Verwendung bildhafter Sprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen den platonischen Idealstaat, die Ideenlehre, das Sonnengleichnis, das Höhlengleichnis und die Idee des Guten.

Warum wählt Platon nach Ansicht der Autorin Gleichnisse statt einfacher Definitionen?

Platon nutzt Gleichnisse, um komplexe philosophische Konzepte didaktisch anschaulicher zu machen, einen Lerneffekt beim Leser zu erzielen und seine Theorien als universell erfahrbar darzustellen.

In welchem Verhältnis steht die „Idee des Guten“ zu den anderen Ideen in der Politeia?

Die „Idee des Guten“ bildet den höchsten Maßstab; sie verleiht den anderen Ideen erst ihren Nutzen und ermöglicht der menschlichen Vernunft überhaupt die Erkenntnis des Wahren und Schönen.

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Details

Title
Der Zusammenhang des Sonnen- und Höhlengleichnisses in der Politeia
College
University of Paderborn  (Institut für Kulturwissenschaften)
Course
Wie sollen wir leben? Grundpositionen europäischer Ethik von Platon bis Kant
Grade
1,0
Author
Anne Schneider (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V121010
ISBN (eBook)
9783640254408
ISBN (Book)
9783640254576
Language
German
Tags
Zusammenhang Sonnen- Höhlengleichnisses Politeia Grundpositionen Ethik Platon Kant
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Schneider (Author), 2008, Der Zusammenhang des Sonnen- und Höhlengleichnisses in der Politeia, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121010
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