Nach Teil 1 (1962 bis Mai 1988) und Teil 2 (Juni 1988 bis 1996) folgt jetzt Teil 3 (1997 bis 2004 und die Zeit danach).
Teil 3 schließt die authentischen Polizei- und Kriminalgeschichten des Autors, die mit seiner Berufswahl im Jahr 1962 beginnen und mit seiner Pensionierung im Jahr 2004 enden, ab. Nicht ganz, denn Teil 3 enthält noch einen Exkurs durch einige Pensionärsjahre (März 2004 bis Ende 2008). Ein Mann, der bis zu seinem letzten Arbeitstag mit Leib und Seele (Kriminal-)Polizeidienst versehen hat, kann nicht von heute auf morgen abschalten.
Teil 3 schließt an Teil 2 an, d.h., Teil 3 ist auch ein Streifzug durch das Aufgabenspektrum der (Kriminal-)Polizei.
Es geht also weiter mit einer - überwiegend dokumentierten - Autobiographie, Geschichten mit lokalem bis internationalem Bezug sowie Menschlichem und Privatem.
Presseveröffentlichungen, Fotos und Bilder runden das Geschehen ab.
Inhaltsverzeichnis
Jahr 1997: im Zeichen der „Drogenbekämpfung“
Das „Beschleunigte Verfahren“
Osnabrücker „Drogenhistorie“ und das „Osnabrücker Anti-Drogen-Modell“ als Erfolgsmodell
Erstes Buchprojekt: „VEREINT GEGEN KRIMINALITÄT…“
Drogenszene um die Großdiskothek „Hydepark“ … und die „Autoattacke“ gegen Hunsicker
Die Osnabrücker Drogenpolitik
Kriegsausbruch in Osnabrück? Nein: Nur SEK-Einsatz!
Auch wieder so ein Highlight:
Teilnehmer an einem „Osnabrücker Friedensgespräch“
Schießerei unter „Drogengangstern“
Vorwurf in „gebetsmühlenartiger“ Form: Stadt Osnabrück vertreibt die Drogenszene in den Landkreis Osnabrück
Auszeichnung der Osnabrücker Präventionsarbeit:
Verhinderung von „Ladendiebstahl“
Regionale Arbeitstagung im Bereich des Landgerichts Osnabrück über „Schutz und Hilfen für Kinder im Verfahren wegen sexuellen Mißbrauchs“ am 09.09.1997 in Osnabrück – Kritik an Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger
Junge Spätaussiedler: großes Problem für die Stadt Osnabrück
„Brechmitteleinsatz“ und „Knasthopping“
Königin Silvia von Schweden zu Besuch in Osnabrück
Und noch einmal: Osnabrück im Mittelpunkt („Kampf gegen die Kriminalität“) aus der Sicht der Boulevardpresse
Vorträge/Referate o.Ä., Teilnahme an Veranstaltungen sowie eigene Veröffentlichungen (1997)
Jahr 1998: gekrönte Häupter in Osnabrück
Tötungsdelikt zum Nachteil der Prostituierten Anna Hauser: DNA-Analyse überführt Täter
Dalai-Lama am 5. und 6. Juni 1998 in Osnabrück
Kriminologische Regionalanalyse Osnabrück 1996/97 (…)
„Wegelagerer“ an deutschen Autobahnen
Besondere „Hilfsangebote“: Kuschelbären und Notruf-Handys
Das Großereignis überhaupt: 350 Jahre Westfälischer Friede
Ein immer wieder auftauchendes Ärgernis: Wohnungsprostitution
Vorträge/Referate o.Ä., Teilnahme an Veranstaltungen sowie eigene Veröffentlichungen (1998)
Jahr 1999: Entspannung vor der Jahrtausendwende
Dennoch turbulenter Jahresanfang: Sohn schießt und bedroht Mutter sowie Polizisten mit scharfer Schusswaffe
Ein neues Fachbuch entsteht
Mal wieder eine Umfrage: Elf Fragen an…
Polizeiliche Unterstützung des Strafverteidiger-Notdienstes:
Kuraufenthalt in Bad Tölz
Eine besondere Silvesternacht: Dienst zum „Jahrtausendwechsel“
Vorträge/Referate o.Ä., Teilnahme an Veranstaltungen sowie eigene Veröffentlichungen (1999)
Jahr 2000: „Osnabrücker Allerlei“
Einladung zu einem „Testtrinken“:
Wieder Beurteilungsstress in eigener Sache
Ein größerer „Drogen-Fang“
Illegale Autorennen mit jährlich wiederkehrenden Höhepunkten am „CarFreitag“
„Kühl bis ans Herz“: Mord aus Habgier
Illegales Glücksspiel im „Club Harmonie“
Ein Beispiel dafür, dass die Polizei nicht nur repressiv und präventiv agiert, sondern sich auch für soziale Belange einsetzt:
Immer mal wieder Presseanfragen zur Prostitutionsausübung:
Ergebnisse der 3. Fortschreibung (Strukturdaten) der Kriminologischen Regionalanalyse Osnabrück (KRA OS)
Der Herr Regierungspräsident „gibt sich die Ehre“:
Was zunächst den Verdacht einer fremdenfeindlichen Straftat aufkommen lies, stellte sich recht schnell als ein Fall von Selbstjustiz heraus:
Projekt: Weniger Gewalt an Schulen – Entwicklung von Schulprojekten
Und schon wieder ein neues Projekt: Kundenorientierung/-befragung
Vorträge/Referate o.Ä., Teilnahme an Veranstaltungen sowie eigene Veröffentlichungen (2001)
Jahr 2001: das Jahr der „Heilsbringer“
Veranstaltungsreihe „Netzwerk Innere Sicherheit“
Und noch einmal: Prostitutionsausübung in Osnabrück
Atterfeld: vermeintlicher „Drogensumpf“
DNA-Spuren: Tolle Sache
Terroranschläge am 11. September 2001
Doppelmord aus Eifersucht und verletztem Ehrgefühl in einer Arztpraxis in Melle
Marvins Geburt: Enkelsohn und „Kumpel(chen)“
Ein besonderes Erlebnis: Vortrag in Igualada (Spanien) und Schneechaos
Vorträge/Referate o.Ä., Teilnahme an Veranstaltungen sowie eigene Veröffentlichungen (2001)
Jahr 2002: 40 Jahre bei der Polizei
Immer wieder kritisch hinterfragt: Die Zahl der Drogentoten
Tod von Waldemar Burghard am 27. Januar 2002
Alle Jahre wieder: Erklärungen zur Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS)
Wieder mal so ein Unrecht: Bekleidungszuschuss gestrichen
1. April 2002: 40jähriges Dienstjubiläum
Zum 2. Mal: Kriminologische Regionalanalyse Osnabrück 2002/03 (KRA OS 02/03)
Rauschgiftfälle und Drogentote: erfreuliche Entwicklung
Teilnahme am „Lombroso-Test“:
Ein Jubiläum: 50. Sitzung der „Ressortübergreifenden Präventionskommission Osnabrück“ (RePrOS)
Vorträge/Referate o.Ä., Teilnahme an Veranstaltungen sowie eigene Veröffentlichungen (2002)
Jahr 2003: die Pensionierung „droht“
Intensivierung der Korruptionsbekämpfung
Die Osnabrücker Kriminalstatistik für das Jahr 2002:
Alexandra („Alex“) Rietz: „Ich könnte Schauspielerin werden!“
„Polizeiladen“ und „OS Team“ unter einem Dach
Internetkriminalität
Polizei zerschlägt Bankräuber-Bande: SEK-Einsatz mit „Blitz und Donner“
Vorträge/Referate o.Ä., Teilnahme an Veranstaltungen sowie eigene Veröffentlichungen (2003)
Jahr 2004: die letzten aktiven Wochen
Eine schöne Abschiedsfeier
„Kriminalist bleibt aber Kriminalist“, …
Vorträge/Referate o.Ä., Teilnahme an Veranstaltungen sowie eigene Veröffentlichungen (Januar/Februar 2004)
Zeit danach
Mitarbeit im Kriminalpräventionsrat Osnabrück
Präventive Gewinnabschöpfung (PräGe)
Tod des Leitenden Polizeidirektors Georg Sasse
„Ringvorlesung Kriminalistik“ an der Universität Osnabrück
Jubiläumsveranstaltung: 10 Jahre „Osnabrücker Modell“ der Drogenbekämpfung
Jubiläum: 10 Jahre „Präventionsverein Osnabrück e.V.“
„Fliegende Schulpartner“
Noch ein Jubiläum: 40 Jahre Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) in Osnabrück
3. Kriminologische Regionalanalyse Osnabrück 2007/08 (KRA OS 07/08)
Vorträge/Referate o.Ä., Teilnahme an Veranstaltungen sowie eigene Veröffentlichungen (ab März 2004)
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dokumentiert die berufliche Laufbahn und die kriminalpräventiven Aktivitäten des Autors Ernst Hunsicker im Zeitraum von 1997 bis 2004 sowie in der anschließenden Zeit als Pensionär. Im Fokus steht die Entwicklung und Umsetzung des „Osnabrücker Modells“, einer ressortübergreifenden Strategie zur Kriminalitätsbekämpfung, die Repression, Prävention und soziale Hilfsangebote kombiniert, um die Sicherheit im Stadtgebiet nachhaltig zu erhöhen.
- Entwicklung des Osnabrücker Präventionsmodells und des Präventionsvereins
- Kampf gegen die Drogenkriminalität und Beschaffungskriminalität
- Einsatz innovativer Methoden wie DNA-Analysen und kriminologische Regionalanalysen
- Kommunale Kriminalprävention an Schulen und die „Konfliktlotsen“-Projekte
- Erfahrungsberichte zu spektakulären Kriminalfällen und polizeilichen Großereignissen
Auszug aus dem Buch
Drogenszene um die Großdiskothek „Hydepark“ … und die „Autoattacke“ gegen Hunsicker
Nachdem wir die Osnabrücker (halb-)offene Drogenszene (Händler/Dealer, Konsumenten/Junkies) einigermaßen im Griff hatten, tat sich einer neuer „Drogensumpf“ um den „Hydepark“ (kurz: „Park“), der damals noch zwischen dem Fürstenauer Weg und dem Stichkanal angesiedelt war, auf.
Der für die Drogen- und Beschaffungsdelikte zuständige Kommissariatsleiter berichtete mir von den Ergebnissen einer längeren Observation des Geländes um den „Park“. Demzufolge fuhren ab dem späten Nachmittag bis zu 100 Kraftfahrzeuge täglich aus Richtung Fürstenauer Weg in den Wendehammer neben dem „Hydepark“, obwohl dieser erst in den Abendstunden öffnete. Alle Fahrzeuginsassen, die aus Regionen bis zu einer Entfernung von 100 km rund um Osnabrück kamen, hatten nur ein Bestreben: Kauf von Weichdrogen und Kokain.
Die Händler gingen arbeitsteilig vor („Anbahner“, „Depotwächter“, „Geldhalter“). Mehrere Erddepots („Bunker“) befanden sich ganz offensichtlich in einem kleinen Birkenbestand hinter dem „Park“. Da die „Obser“ (Observationskräfte) dieses Kuschelgelände nur schlecht einsehen konnten, wurden in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Sträucher und Birken gekappt, sodass die „Bunker“ besser ausgemacht werden konnten. Sogar uniformierten Kollegen des Einsatz- und Streifendienstes gelang es so, selbst nicht geringe Mengen Kokain samt Händler sicher- bzw. festzustellen.
Die „Besondere Aufbauorganisation Rauschgift“ (BAO RG) musste wieder schwer arbeiten. Fast täglich waren Polizeikräfte stundenlang um den „Park“ aber auch im „Park“ selbst aktiv, weil sich dort zeitweise die „Geldhalter“ aufhielten. Alle Register an präventiven und repressiven Maßnahmen wurden gezogen: Identitätsfeststellungen, Ingewahrsamnahmen/Vorläufige Festnahmen, Sicherstellungen/Beschlagnahmen, Aufenthaltsverbote, Platzverweisungen, Festsetzung von Zwangsgeldern usw.
Zusammenfassung der Kapitel
Jahr 1997: im Zeichen der „Drogenbekämpfung“: Dieses Kapitel erläutert die Intensivierung polizeilicher Maßnahmen gegen die lokale Drogenszene, die Einführung beschleunigter Verfahren bei Ladendiebstahl sowie die erfolgreiche Umsetzung präventiver Konzepte.
Jahr 1998: gekrönte Häupter in Osnabrück: Hier werden herausragende Ereignisse wie der Besuch des Dalai-Lama und die Feierlichkeiten zum Westfälischen Frieden sowie der Einsatz gegen „Wegelagerer“ an Autobahnen thematisiert.
Jahr 1999: Entspannung vor der Jahrtausendwende: Das Kapitel behandelt den Umgang mit einem dramatischen Familiendrama und reflektiert die Erstellung eines neuen Fachbuchs sowie die Vorbereitungen auf den Jahreswechsel.
Jahr 2000: „Osnabrücker Allerlei“: Inhalt dieses Abschnitts sind diverse polizeiliche Projekte, wie das illegale Glücksspiel im „Club Harmonie“ und die kriminologische Analyse der Stadtteilbelastungen.
Jahr 2001: das Jahr der „Heilsbringer“: Dieses Kapitel fokussiert auf neue Sicherheitsnetzwerke, das Internet als Kriminalitätsschwerpunkt und weitere Analysen zur Drogenszene.
Jahr 2002: 40 Jahre bei der Polizei: Neben dem Dienstjubiläum des Autors beleuchtet dieses Kapitel die Fortführung der kriminologischen Regionalanalyse und den Einsatz gegen organisierte Kriminalität.
Jahr 2003: die Pensionierung „droht“: Die letzten aktiven Dienstjahre stehen im Zeichen der Korruptionsbekämpfung und der Übergabe von Projekten an die kommunale Verantwortung.
Jahr 2004: die letzten aktiven Wochen: Hier werden die Verabschiedung des Autors, die Bilanz seiner 42-jährigen Laufbahn und erste Einblicke in sein Leben als Pensionär beschrieben.
Zeit danach: Das abschließende Kapitel beschreibt die ehrenamtliche Fortführung der Arbeit im Kriminalpräventionsrat und das Engagement in neuen Projekten wie „Fliegende Schulpartner“.
Schlüsselwörter
Kriminalprävention, Osnabrücker Modell, Drogenbekämpfung, Polizei, Polizeiarbeit, Kriminologische Regionalanalyse, Internetkriminalität, Präventionsverein, Sachbeschädigung, Jugendgewalt, DNA-Analyse, kommunale Sicherheit, Sicherheitsgefühl, Kriminalstatistik, Zeugen und Täter
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem Buch grundlegend?
Das Buch bietet authentische Einblicke in die polizeiliche Tätigkeit und die Entwicklung kriminalpräventiver Strategien in Osnabrück über mehrere Jahrzehnte hinweg, mit einem speziellen Fokus auf den Zeitraum von 1997 bis 2004.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Zentrale Themen sind die Kriminalprävention, der Kampf gegen Drogen- und Beschaffungskriminalität, die Erhöhung der subjektiven Sicherheit der Bürger sowie die Vernetzung von Polizei, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren.
Was ist das primäre Ziel des Autors?
Das primäre Ziel ist die Dokumentation erfolgreicher, ressortübergreifender Ansätze zur Kriminalitätsbekämpfung, die belegen, dass Prävention und soziale Unterstützung effektiv zur Sicherheit beitragen können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf eigenen polizeilichen Erfahrungen, der Auswertung polizeilicher Kriminalstatistiken sowie der Durchführung und Analyse wiederholter kriminologischer Regionalanalysen (Bürger- und Schülerbefragungen).
Was steht im inhaltlichen Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Jahresabschnitte, die konkrete Polizeieinsätze, Projekte, Vorträge sowie Medienberichte zur Arbeit des Autors und der Osnabrücker Polizei zusammenfassen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Prävention, Osnabrücker Modell, Polizei, Kriminalität, Sicherheit, Regionalanalyse und Kooperation sind die bestimmenden Begriffe.
Welche Bedeutung hat das „Osnabrücker Modell“?
Es fungiert als zentrales, deutschlandweit beachtetes Konzept, das Repression durch die Polizei mit präventiven Angeboten und der Einbindung kommunaler Stellen kombiniert.
Wie wichtig ist die DNA-Analyse für die polizeiliche Arbeit laut Autor?
Der Autor stuft die DNA-Analyse als eines der erfolgreichsten kriminalistischen Instrumente zur Identifizierung von Tätern und Aufklärung langjähriger Straftatserien ein.
Was ist die Rolle des Präventionsvereins in Osnabrück?
Der Verein unterstützt finanziell und ideell Projekte zur Kriminalitätsvermeidung und fördert die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Institutionen in der Stadt.
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- Ernst Hunsicker (Author), 2009, Authentische Polizei- und Kriminalgeschichten. Teil 3, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121038