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Indianische Erziehung

Traditionelle Aspekte der indianischen Erziehung

Title: Indianische Erziehung

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kirsten Ludwig (Author)

Pedagogy - Family Education
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Summary Excerpt Details

Im Zentrum dieser Arbeit stehen zunächst die traditionellen Überlieferungen, dabei wurde hauptsächlich das Werk von F. Seidenfaden verwendet. Hier wird unterschieden zwischen der frühen Kindheit, der Geschlechtererziehung und der moralischen Erziehung, wobei ausgewählte, meist auch von der begrenzten Literatur abhängige, Aspekte der traditionellen Erziehung vorgestellt werden.
Anhand einer historischen Perspektive lässt sich gut erläutern, wie die aktuelleren Erziehungsmerkmale und Aspekte der Kindheit entstanden sind und warum sie sich nicht einfach mit „unserer Erziehungswelt“ vergleichen lassen.
Abschließend wird noch ein zeitlicher Bogen von den Traditionen zu der gegenwärtigen Situation mittels aktueller Beispiele und Ereignisse gezogen.
Zahlreiche Veröffentlichungen erwecken den Eindruck, dass der Begriff „Indianische Erziehung“ zu stark bestimmte, negative Assoziationen hervorruft und mittlerweile einem Label entspricht, weswegen er in dieser Arbeit durch die Formulierung „uramerikanische Erziehung“, wie auch von U. Fahrenholz vorgeschlagen, ersetzt wird.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Frühe Kindheit

2.1.1. Weltbild

2.1.2. Werte

2.1.3. Einstellung gegenüber Kindern

2.1.4. Soziale Beziehungen

2.2. Die Geschlechtererziehung

2.2.1. Mädchen

2.2.2. Jungen

2.2.3. „Das bevorzugte Kind“

2.3. Moralische Erziehung

2.3.1. Funktionale Erziehung

2.3.2. Intentionale Erziehung

2.5. Stand der Forschung und aktuelle Probleme

2.6. Ein Beispiel aus neuerer Zeit

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die traditionellen Erziehungsaspekte indianischer Kulturen unter besonderer Berücksichtigung historischer Überlieferungen, um die Unterschiede zur europäischen Erziehungswelt aufzuzeigen und die Relevanz dieser Werte in der heutigen Zeit zu beleuchten.

  • Traditionelle Erziehungsmerkmale und Weltbilder indianischer Stämme
  • Differenzierung der Geschlechtererziehung und Sozialisationsprozesse
  • Bedeutung der moralischen Erziehung sowie funktionaler und intentionaler Erziehungsformen
  • Institutionen des sozialen Ansehens, wie das „bevorzugte Kind“
  • Gegenüberstellung von überlieferten Traditionen und der heutigen Situation der Ureinwohner

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Weltbild

Die Leitlinien der uramerikanischen Stämme bestanden aus drei wichtigen Komponenten: das Konzept des Konsensus, der Respekt vor dem Leben und der Erde, die Spiritualität als die höchste Ebene des Bewusstseins.

Der erste Punkt stellt ein Konzept dar, in welchem eine gemeinschaftliche Entscheidung absoluten Vorrang hatte. Selbst bei größeren Konflikten war es immer Ziel der Diskussionen und Auseinandersetzungen, einen für alle akzeptablen Kompromiss zu finden, ohne dass einzelne bevorzugt und benachteiligt wurden.

Der zweite Punkt bezieht sich auf den Respekt, der als ein grundsätzlicher sozialer Wert überall vorherrschte - zum einen bezogen auf den Respekt vor jedem anderen Menschen, selbst wenn dieser nicht zu der eigenen Gemeinschaft zählte, aber zum anderen auch der Respekt vor anderen Lebewesen und vor allem der Natur.

In Verbindung mit dem letzten Punkt verstanden sich die Indianer als ein Teil der metaphysischen Welt, in welcher alles miteinander verbunden ist und dementsprechend jede Handlung weitläufige Folgen hat. Aus diesem Grund sollte die Natur geschützt werden, damit man nicht auf Kosten der nachkommenden Generationen lebte. Im Vordergrund stand das Kollektiv, also die Gemeinschaft und nicht der einzelne, weswegen auch persönliches Eigentum kaum eine Rolle spielte, wohingegen das gemeinsame Eigentum geachtet und geschützt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Arbeit, begründet die methodische Beschränkung auf traditionelle Überlieferungen und erläutert den terminologischen Wechsel von „indianischer Erziehung“ zu „uramerikanischer Erziehung“.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert strukturiert die traditionellen Erziehungspraktiken, unterteilt in die Bereiche frühe Kindheit, Geschlechtererziehung und moralische Erziehung, und verknüpft diese mit aktuellen Problemen sowie zeitgenössischen Entwicklungen.

3. Schluss: Der Schlussteil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert kritisch die schwierige historische Erforschung und würdigt die Beständigkeit traditioneller Werte als mögliche Perspektive für moderne Fragestellungen.

Schlüsselwörter

Indianische Erziehung, uramerikanische Erziehung, traditionelle Werte, Geschlechtererziehung, moralische Erziehung, soziale Bindungen, Weltbild, Spiritualität, Konsensprinzip, Naturverständnis, indigene Kulturen, Erziehungsgeschichte, Gemeinschaftsgedanke, Identität, Ureinwohner.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die traditionellen Erziehungsaspekte nordamerikanischer Ureinwohner, insbesondere im Kontext von Gemeinschaften der Prairie und Plains im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem indianischen Weltbild, der Geschlechtererziehung, der moralischen Sozialisation und der Bedeutung sozialer Institutionen innerhalb der Clans.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Unterschiede zwischen traditionell indianischen und europäischen Erziehungswelten herauszuarbeiten und ein Verständnis für die Ursprünge aktueller Erziehungsmerkmale zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine historisch-analytische Methode, die sich vorwiegend auf die Literatur von F. Seidenfaden sowie aktuelle ethnologische und anthropologische Quellen stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Frühe Kindheit (Weltbild/Werte), Geschlechtererziehung, moralische Erziehung (funktionale/intentionale Erziehung) sowie eine kritische Betrachtung des aktuellen Forschungsstandes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie uramerikanische Erziehung, Spiritualität, Gemeinschaftsleben, Respekt vor der Natur und soziale Normen innerhalb der indianischen Clans.

Wie wurde das „bevorzugte Kind“ innerhalb der Stämme definiert?

Es handelte sich um einen besonderen Status innerhalb der Gemeinschaft, der oft mit hohem Prestige verbunden war, jedoch finanziell aufwendig war und in einem Spannungsfeld zum kollektiven Gemeinschaftsgedanken stand.

Welche Rolle spielt das Erbe der Traditionen für heutige Ureinwohner?

Die Arbeit zeigt auf, dass eine Rückbesinnung auf den „roten Weg“ und traditionelle Werte als Gegenstrategie zu modernen sozialen Problemen wie Drogenmissbrauch und Armut dienen kann.

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Details

Title
Indianische Erziehung
Subtitle
Traditionelle Aspekte der indianischen Erziehung
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Systematisch-Vergleichende Erziehungswissenschaft)
Course
Erziehung in fremden Kulturen, Hauptseminar
Grade
1,0
Author
Kirsten Ludwig (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V121085
ISBN (eBook)
9783640253791
ISBN (Book)
9783640253821
Language
German
Tags
Indianische Erziehung Kulturen Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kirsten Ludwig (Author), 2007, Indianische Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121085
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