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Perspektiven von Entwicklungsländern im Welthandel - Die Rolle der WTO

Titel: Perspektiven von Entwicklungsländern im Welthandel - Die Rolle der WTO

Bachelorarbeit , 2008 , 57 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: BA Econ. Björn Schömann (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll ein Überblick über die Situation der Entwicklungsländer im Welthandel und vor allem im Rahmen des Vertragswerks der Welthandelsorganisation gegeben werden. Sie hat das Ziel, Perspektiven der Entwicklungsländer aufzuzeigen so wie insbesondere Wege, wie diese gewinnbringend und entwicklungsfördernd am internationalen Handel teilnehmen.
Im ersten Teil soll zunächst die Grundproblematik der Entwicklungsländer im Welthandel erläutert werden, mit besonderem Fokus auf den Einfluss von internationalem Handel auf Entwicklung. Grundsätzlich ergibt sich hieraus die theoretische Frage ob es für Wachstum und Wohlstand eines Entwicklungs-landes besser ist, sich entweder „liberal“ oder „protektionistisch“ auf dem Weltmarkt zu verhalten. Anschließend sollen die beiden gängigen Handelspolitiken der Entwicklungs-länder „Importsubstituierende Industriali-sierung“ sowie „Exportorientierte Industriali-sierung“ vorgestellt und erläutert werden. Zum Abschluss wird Bezug auf eine Studie von Dollar und Kraay genommen, die den Einfluss von Globalisierungsaktivitäten auf Wirtschafts-wachstum untersucht.
Der zweite Teil gibt einen Einblick in die Organisation und Aufgaben der WTO und analysiert deren Bedeutung für die Entwicklungsländer. Im Mittelpunkt dieses Abschnitts stehen insbesondere die Kritik an der WTO und ihren Handelsliberalisierungsrunden mit besonderem Augenmerk darauf, ob internationaler Handel im Hinblick auf Entwicklungsländer fair gestaltet wird und wie die aktuelle Perspektive der Entwicklungsländer im Welthandel verbessert werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Entwicklungsländer im Welthandel

2.1 Begriffliche Erklärung

2.2 Handel und Entwicklung

2.2.1 Gründe für die Teilnahme von Entwicklungsländern am Welthandel

2.2.2 Statische und dynamische Wohlfahrtseffekte

2.2.3 Entwicklungshemmende Wirkung des Außenhandels

2.3 Freihandel versus Protektionismus

2.4 Handelspolitiken der Entwicklungsländer

2.4.1 Importsubstituierende Industrialisierung

2.4.2 Exportorientierte Industrialisierung

2.5 Dollar/Kraay-Studie

3. Welthandelsorganisation

3.1 Entstehung

3.2 Organisation und Aufgaben

3.3 Vertragswerk

3.4 Grundprinzipien

3.5 Notwendigkeit

4. Entwicklungsländer im Ordnungssystem der WTO

4.1 Ordnungsfunktion des WTO-Systems

4.2 Sonderregeln des GATT für Entwicklungsländer

4.2.1 Ausnahme vom Reziprozitätsprinzip

4.2.2 Zollpräferenzen für Entwicklungsländer

4.2.3 Erlaubnis zur mengenmäßigen Importbeschränkung und zu Exportsubventionen

4.2.4 Nicht-Anwendbarkeit von Schutzmaßnahmen eines Landes bei Importen aus Entwicklungsländern

5. Auswirkungen der WTO-Handelsrunden auf Entwicklungsländer

5.1 Doha-Runde

5.2 Uruguay-Runde

5.2.1 Von nicht-tarifären Handelsbeschränkungen zu festen Zöllen im GATT

5.2.2 Welttextilabkommen

5.2.3 Protektionismus der Industrieländer

5.2.4 Anti-Dumping-Maßnahmen

5.2.5 Exportsubventionen

5.2.6 GATS- und Trips-Abkommen

6. Perspektiven der Entwicklungsländer im Welthandel

6.1 Integration der Entwicklungsländer in den Welthandel

6.2 „Aid for Trade“ im Rahmen der Entwicklungshilfe

6.3 Handelsinitiativen als Alternativen zur Entwicklungshilfe

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Situation von Entwicklungsländern im Welthandel unter besonderer Berücksichtigung des Vertragswerks der Welthandelsorganisation (WTO). Das primäre Ziel besteht darin, Perspektiven und Wege aufzuzeigen, wie Entwicklungsländer gewinnbringend und entwicklungsfördernd am internationalen Handel teilnehmen können, um so ihren Wohlstand zu erhöhen.

  • Theoretische Grundlagen zur Handelsstrategie von Entwicklungsländern
  • Strukturelle Analyse der Organisation, Aufgaben und Grundprinzipien der WTO
  • Kritische Würdigung der Auswirkungen von WTO-Handelsrunden auf Entwicklungsländer
  • Vergleich von Importsubstitution und exportorientierter Industrialisierung
  • Diskussion von Handelsinitiativen und Entwicklungshilfemaßnahmen (z.B. Aid for Trade)

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Importsubstituierende Industrialisierung

Ein sicherlich streitbares Argument für die Importsubstitution ist das des Erziehungszolles. Interessanterweise begann die wirtschaftliche Entwicklung im Rahmen der Industrialisierung der weltweit größten Marktwirtschaften USA, Deutschland und Japan unter Heranziehung von Erziehungszöllen [Krugman und Obstfeld 2003, S.339]. Grundlage des Erziehungszolles ist die Annahme sinkender Durchschnittskosten. Zu Beginn produzieren die inländischen jungen Industrien noch zu höheren Durchschnittskosten als die ihrer ausländischen Konkurrenten und müssen ihre Produkte demnach zu einem höheren Preis auf dem Weltmarkt anbieten.

Durch organisatorische und technologische Lernprozesse kommt es zu Produktionssteigerungen. Die steigenden Absatzmengen führen langfristig zu einer Senkung der Durchschnittskosten. Erreichen diese dann ein stabiles Niveau unter den Durchschnittskosten der ausländischen Konkurrenz, sollte der Importzoll wieder abgebaut werden, da die inländische Industrie stark genug für den internationalen Wettbewerb ist [Rübel 2004, S.214 f.]. Rübel [2004, S.215] sowie auch Krugman und Obstfeld [2003, S.352 f.] hinterfragen allerdings, warum es den inländischen Produzenten nicht möglich ist, ihre Entwicklung ohne staatliche handelspolitische Maßnahmen voranzutreiben, z.B. mit kurzfristigen nicht-kostendeckenden Angebotspreisen zur Erzielung von Größen- bzw. Wettbewerbsvorteilen.

Dennoch hat sich die Importsubstitution als erfolgreiche Förderungsstrategie des Industriesektors herausgestellt. Die lateinamerikanischen Entwicklungsländer haben im Wesentlichen einen fast ebenso großen Anteil des Industriesektors an ihrer Gesamtproduktion wie die fortgeschrittenen Industrieländer. Die Annahme, dass die importsubstituierende Industrialisierung allerdings die wirtschaftliche Entwicklung in den Entwicklungsländern verbessert hat, wird generell bezweifelt. Vielmehr haben empirische Untersuchungen ergeben, dass die Länder die diese Strategie angewandt haben bislang nicht zu den Industrieländern aufschließen konnten, sondern in ihrer Entwicklung stagnierten.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der gescheiterten Welthandelsrunden und das Machtgefüge zwischen Industrie- und Entwicklungsländern innerhalb der WTO ein.

2. Entwicklungsländer im Welthandel: Dieses Kapitel erläutert definitorische Grundlagen, den Zusammenhang von Handel und Entwicklung sowie die Strategien der Importsubstitution und exportorientierten Industrialisierung.

3. Welthandelsorganisation: Hier werden die Entstehung, Organisation, das Vertragswerk und die Grundprinzipien der WTO detailliert dargestellt.

4. Entwicklungsländer im Ordnungssystem der WTO: Das Kapitel analysiert die Ordnungsfunktion des WTO-Systems und diskutiert die speziellen Sonderregeln, die für Entwicklungsländer gelten.

5. Auswirkungen der WTO-Handelsrunden auf Entwicklungsländer: Dieser Abschnitt kritisiert die Ergebnisse vergangener Handelsrunden, insbesondere hinsichtlich der Benachteiligung von Entwicklungsländern durch Protektionismus der Industrieländer.

6. Perspektiven der Entwicklungsländer im Welthandel: Das Kapitel zeigt Wege auf, wie Entwicklungsländer durch Integration und Handelsinitiativen wie „Aid for Trade“ ihre Position im Welthandel stärken können.

7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Notwendigkeit von Handelsliberalisierung und der Forderung nach gerechteren Rahmenbedingungen innerhalb der WTO.

Schlüsselwörter

Welthandel, WTO, Entwicklungsländer, Importsubstitution, Exportorientierung, Freihandel, Protektionismus, Uruguay-Runde, Doha-Runde, GATT, GATS, TRIPS, Handelsliberalisierung, Wirtschaftswachstum, Aid for Trade.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle der Entwicklungsländer im Welthandel und beleuchtet kritisch, wie die Regeln und Institutionen der Welthandelsorganisation (WTO) deren Entwicklung beeinflussen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Entwicklungsländer durch eine Integration in den Welthandel ihre wirtschaftliche Entwicklung fördern und gewinnbringend am globalen Handel teilnehmen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt Themen wie Handelsliberalisierung, Protektionismus der Industrieländer, die Bedeutung von WTO-Abkommen (GATT, GATS, TRIPS) sowie die Wirksamkeit von Entwicklungshilfeinitiativen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien (u.a. Dollar/Kraay-Studie) und Wirtschaftsstatistiken zur globalen Handelsintegration.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Handelsstrategien, die Analyse des WTO-Regelwerks, die Kritik an den Ergebnissen der Uruguay- und Doha-Runden sowie Perspektiven zur künftigen Integration der Entwicklungsländer.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Importsubstitution, exportorientierte Industrialisierung, Terms of Trade, Gefangenendilemma, Meistbegünstigungsprinzip und Handelsgerechtigkeit.

Warum ist laut der Arbeit der Schutz geistigen Eigentums durch TRIPS problematisch für Entwicklungsländer?

Laut Arbeit belastet TRIPS die armen Länder finanziell, da sie hohe Patentgebühren für wichtige Güter wie lebensnotwendige Medikamente an Industrieländer zahlen müssen, was ihre ökonomische Situation zusätzlich erschwert.

Welche Bedeutung hat das "Aid for Trade" Programm?

Es dient als Hilfsprogramm, um Entwicklungsländer finanziell und strukturell bei der Umsetzung von Handelsreformen zu unterstützen, damit sie langfristig von der Teilnahme am internationalen Handel profitieren können.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Perspektiven von Entwicklungsländern im Welthandel - Die Rolle der WTO
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für internationale und monetäre Wirtschaft)
Note
2,0
Autor
BA Econ. Björn Schömann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
57
Katalognummer
V121119
ISBN (eBook)
9783640254071
ISBN (Buch)
9783640737499
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Welthandel WTO Entwicklung Entwicklungsländer Internationaler Handel Welthandelsorganisation Globalisierung Fair Trade Tiger-Staaten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
BA Econ. Björn Schömann (Autor:in), 2008, Perspektiven von Entwicklungsländern im Welthandel - Die Rolle der WTO, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121119
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Leseprobe aus  57  Seiten
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