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Prävention von Verhaltensstörungen am Beispiel von Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung

Title: Prävention von Verhaltensstörungen am Beispiel von Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung

Examination Thesis , 2002 , 116 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mandy Zimmerling (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Kinder erkunden, erleben und begreifen ihre personelle und dingliche Umwelt in ihren Wahrnehmungs- und Bewegungsaktivitäten. Sie lernen Fähigkeiten anderer Kinder einzuschätzen, treffen Absprachen im Bewegungsspiel, begreifen Regeln, streiten miteinander, kooperieren und erwerben auf diese Weise soziale Kompetenzen. Bewegung und Sinneserfahrung sind Motor der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung. Unter der auf Leistung und Konsum orientierten Gesellschaft aber leiden die spezifischen Entfaltungsmöglichkeiten der Kinder, die Umwelt wirkt durch Einengung der natürlichen Spielmöglichkeiten bewegungs- und wahrnehmungshemmend. Das Erleben von Zeit und Raum ist geprägt durch eine komplette Durchstrukturierung des Alltags ohne freie, selbstständige Bewegungsentfaltung. Immer mehr wird die greifbare natürliche Realität im Alltag durch eine imaginäre Welt der Medien und vor allem des Fernsehens ersetzt. Kinder, und vor allem in ihrer Entwicklung und ihrem Verhalten auffällige Kinder, brauchen nicht weniger sondern mehr Handlungsräume zur Kompensation von Problemen und einschränkenden Entwicklungsbedingungen.

Auffälliges Verhalten provoziert zum Nachdenken über Ursachen und Bedingungen seiner Entstehung, vor allem aber über Möglichkeiten, dieses zu vermeiden bzw. Handlungsalternativen anzubieten. Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit werden, ausgehend von der Definition von Verhaltensstörungen, Möglichkeiten der Prävention und Intervention von Verhaltensstörungen aufgezeigt. Im Hinblick auf das Thema der Arbeit und auf den praktisch-empirischen Teil wird dabei im besonderen Maße auf die Möglichkeiten Wert gelegt, die sich auf Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung beziehen und die für das Konzept zur Umsetzung in die Praxis relevant sind.

Kindheit hat sich verändert und Schule muss sich auf diese Veränderungen einstellen, sich den veränderten Bedingungen stellen und im Rahmen der sich bietenden Möglichkeiten einen positiven Beitrag zur Erziehung leisten. Ausgehend von einem ganzheitlichen Menschenbild soll mit der vorliegenden Arbeit eine Möglichkeit aufgezeigt werden, den veränderten Bedingungen der Umwelt von Kindern gerecht zu werden, Störungen im Verhalten zu verhindern bzw. zu kompensieren. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärung und Definition von Verhaltensstörungen

3 Prävention und Intervention von Verhaltensstörungen

3.1 Grundlegende Aspekte der Prävention

3.2 Präventionsmaßnahmen in der Schule

3.3 Interventionsmaßnahmen

3.4 Pädagogisch–therapeutische Intervention bei Verhaltensstörungen

3.5 Pädagogische Verhaltensmodifikation

4 Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung als Präventions- und Interventionsmaßnahme

4.1 Wahrnehmungsförderung

4.2 Spielen als pädagogisch-therapeutisches Verfahren

4.3 Entspannung und Meditation als pädagogisch-therapeutisches Verfahren

4.4 Pädagogische Mototherapie/Psychomotorik

4.4.1 Grundlagen und Begriffsklärung

4.4.2 Inhalt und Ziele der Psychomotorik

4.4.3 Rahmenbedingungen psychomotorischer Förderung

4.4.4 Die Gestaltung der Psychomotorik-Stunden

4.4.5 Einsatz psychomotorischer Förderung in der Schule

4.5 Intervention nach AYRES und AFFOLTER

4.6 Lernen durch Bewegung (nach FROSTIG)

5 Praktische Erfahrungen und Erkenntnisse zur Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung am Beispiel der Arbeitsgemeinschaft „Sport und Spiele“

5.1 Ausgangssituation und Idee

5.2 Pädagogische Begründung

5.3 Rahmenbedingungen

5.4 Konzept und Zielsetzung der Arbeitsgemeinschaft

5.5 Umsetzung des Konzeptes

5.5.1 Vorbereitungsmaßnahmen

5.5.2 Grundgerüst

5.5.3 Gesamtaufbau

5.5.4 Regeln

5.5.5 Rituale

5.5.6 Die Teilnehmer

5.5.7 Themen

5.5.8 Vorstellung von zwei AG-Nachmittagen

5.6 Evaluation

5.6.1 Verlauf und verwendete Verfahren

5.6.2 Besonderheiten, Probleme und Grenzen

5.6.3 Analyse und Bewertung

5.7 Zielbetrachtung

5.8 Konsequenzen

6 Schlusswort

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Prävention von Verhaltensstörungen bei Kindern durch Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung. Das primäre Ziel besteht darin, darzulegen, wie ein praktisch-empirisches Konzept – hier am Beispiel einer schulischen Arbeitsgemeinschaft – dazu beitragen kann, kindliche Entwicklungsprozesse zu stützen, Fehlentwicklungen vorzubeugen und soziale sowie emotionale Kompetenzen nachhaltig zu fördern.

  • Grundlagen der Prävention und Definition von Verhaltensstörungen
  • Pädagogisch-therapeutische Ansätze und Interventionen
  • Die Bedeutung von Psychomotorik und Wahrnehmungsförderung
  • Empirische Untersuchung durch ein pädagogisches Arbeitsgemeinschaftskonzept

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Können Kinder denn in unserer Lebensumwelt sich nicht frei bewegen und entfalten? Haben denn nicht alle Kinder täglich die Möglichkeit, sich auf dem Spielplatz oder in der Schule mit anderen Kindern bei Spiel und Sport frei und kreativ zu bewegen?“ (EGGERT 1995, S. 11)

Kinder erkunden, erleben und begreifen ihre personelle und dingliche Umwelt in ihren Wahrnehmungs- und Bewegungsaktivitäten. Sie lernen Fähigkeiten anderer Kinder einzuschätzen, treffen Absprachen im Bewegungsspiel, begreifen Regeln, streiten miteinander, kooperieren und erwerben auf diese Weise soziale Kompetenzen. Bewegung und Sinneserfahrung sind Motor der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung. Unter der auf Leistung und Konsum orientierten Gesellschaft aber leiden die spezifischen Entfaltungsmöglichkeiten der Kinder, die Umwelt wirkt durch Einengung der natürlichen Spielmöglichkeiten bewegungs- und wahrnehmungshemmend.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der eingeschränkten Bewegungsräume für Kinder ein und formuliert das Anliegen der Arbeit, Präventions- und Interventionsmöglichkeiten bei Verhaltensstörungen aufzuzeigen.

2 Begriffsklärung und Definition von Verhaltensstörungen: Das Kapitel beleuchtet die vielschichtige Begriffsbildung und verschiedene theoretische Ansätze zur Definition von Verhaltensstörungen in der wissenschaftlichen Literatur.

3 Prävention und Intervention von Verhaltensstörungen: Hier werden grundlegende Präventionsmodelle vorgestellt und Strategien zur pädagogisch-therapeutischen Intervention bei Verhaltensstörungen diskutiert.

4 Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung als Präventions- und Interventionsmaßnahme: Dieses Kapitel verknüpft theoretische Konzepte der Wahrnehmungsförderung und Psychomotorik mit verschiedenen Ansätzen zur Förderung durch Bewegung und Spiel.

5 Praktische Erfahrungen und Erkenntnisse zur Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung am Beispiel der Arbeitsgemeinschaft „Sport und Spiele“: Der empirische Teil dokumentiert die praktische Umsetzung eines Förderkonzepts in einer Arbeitsgemeinschaft und dessen anschließende Evaluation.

6 Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Eignung der Bewegungsförderung als wirkungsvolles Mittel zur Prävention von Verhaltensstörungen im schulischen Kontext.

Schlüsselwörter

Verhaltensstörungen, Prävention, Intervention, Psychomotorik, Wahrnehmungsförderung, Bewegungsförderung, Soziale Kompetenz, Persönlichkeitsentwicklung, Grundschule, Pädagogisch-therapeutisches Konzept, Kindzentrierte Pädagogik, Lernumwelt, Sensorische Integration, Spielpädagogik, Selbstkonzept

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung als pädagogischem Präventionsinstrument bei Verhaltensstörungen im Grundschulalter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Verhaltensstörungen, verschiedene Interventionsmethoden (wie Psychomotorik oder Mototherapie) und deren praktische Erprobung in einer Arbeitsgemeinschaft.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob gezielte Bewegungsangebote im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft einen Beitrag zur Prävention von Verhaltensstörungen leisten können.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu pädagogisch-therapeutischen Ansätzen und einer empirischen Praxisevaluation, inklusive Beobachtungen und Eltern-/Schülerbefragungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Bewegungsförderung und die detaillierte Darstellung, Planung und Auswertung einer real durchgeführten Arbeitsgemeinschaft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Psychomotorik, Selbstkonzept, Prävention, soziale Handlungsfähigkeit und ganzheitliche Förderung geprägt.

Warum wurde das Projekt „Sport und Spiele“ initiiert?

Die Idee entstand aus der Erfahrung, dass spielerische Bewegung ein ideales Medium ist, um Kinder in ihrer Gesamtpersönlichkeit zu stärken und soziale Interaktionsprozesse positiv zu beeinflussen.

Welchen Stellenwert nimmt die Evaluation in der Arbeit ein?

Die Evaluation dient der wissenschaftlichen Überprüfung des Konzepts; dabei wird durch Beobachtungen und Befragungen analysiert, ob die Ziele (Spaß, soziale Kompetenz) erreicht wurden.

Excerpt out of 116 pages  - scroll top

Details

Title
Prävention von Verhaltensstörungen am Beispiel von Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung
College
University of Leipzig  (Institut für Förderpädagogik)
Grade
1,0
Author
Mandy Zimmerling (Author)
Publication Year
2002
Pages
116
Catalog Number
V12112
ISBN (eBook)
9783638180863
Language
German
Tags
Verhaltensstörungen Bewegung Bewegungsstörungen Bewegungsförderung Wahrnehmung Wahrnehmungsstörungen Wahrnehmungsförderung Psychomotorik Prävention Intervention Arbeitsgemeinschaft Sp
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mandy Zimmerling (Author), 2002, Prävention von Verhaltensstörungen am Beispiel von Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12112
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