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Sachpolitiken als Instrumente politischer Gestaltung

Title: Sachpolitiken als Instrumente politischer Gestaltung

Term Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Christoph Kern (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Die Hausklausur beschäftigt sich mit der Frage, ob Sachpolitiken bei bestehenden Einflussmöglichkeiten durch das Parlament, die Parteien und die Interessenverbände möglich sind und ebenfalls Lösungen für politische Probleme anbieten. Aufgrund der vorliegenden Fragestellung wird folgende Hypothese überprüft: Je höher der Einfluss von politischen Akteuren (Parlament, Parteien und Interessengruppen) auf die konkrete Politik ist, desto mehr sind Sachpolitiken möglich.
Die Operationalisierung folgt im Fall der politics-Variable „der Einfluss von politischen Akteuren“ anhand der Anzahl der politischen Akteure und deren Möglichkeit am politischen Prozess einzuwirken, da hier eine hohe Varianz der abhängigen Variablen „Sachpolitik“ erreicht werden kann. Eine andere Operationalisierung kann kaum erfolgen, da sich die beiden Variablen weder durch Statistiken oder Befragungen eindeutig durch Zahlen bestimmen lassen.
Überprüft werden soll die Hypothese durch das Most Similar System Design (MSSD), in dem zwei ähnliche Systeme auf ihre Unterschiede hin verglichen werden. Die beiden Vergleichsstaaten bilden Großbritannien und Deutschland, bei denen ein Vergleich durch die Gemeinsamkeit des parlamentarischen Regierungssystems sinnvoll ist. Die spezielle Sachpolitik des Forschungsvorhabens wird die Umweltpolitik sein. Sie ist ein noch sehr junges Politikfeld, aber zurzeit durch die Klimaveränderungen stets im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.
Ergebnis der vorliegenden Hausklausur ist eine Bestätigung der oben erstellten Hypothese unter der Voraussetzung, dass Sachpolitiken als rationale Politik unabhängig von parteilichen Interessen definiert werden. Die Möglichkeit der Sachpolitiken ist in Deutschland damit höher und es zeigt sich auch in der effektiveren deutschen Umweltpolitik, dass diese Sachpolitik durchaus Lösungen für politische Probleme anbietet. Eingeschränkt werden muss die Hypothese insoweit, dass in beiden Staaten die Regierung den größten Einfluss auf den Gesetzgebungsprozess hat und ihn auch stärker durch eigene Interessen beeinflussen kann. Sachpolitiken im eigentlichen Sinne sind damit in Staaten mit starker Regierung generell unwahrscheinlich. In Deutschland sind sie wahrscheinlicher als in Großbritannien, aber erfolgen deswegen nicht zwingend.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Vorbetrachtung

2.1 Die Forschungsfrage

2.2 Die Hypothesenbildung und Variablenbestimmung

2.3 Die Operationalisierung

2.4 Das Vergleichsdesign

3. Das politische System Deutschlands und Großbritanniens

3.1 Die Parlamente

3.2 Die Parteiensysteme

3.3 Die Interessengruppen

4. Die Einflussnahme der politischen Akteure auf die konkrete Politik am Beispiel der Umweltpolitik

4.1 Zum Begriff der Umweltpolitik

4.2 Die politischen Akteure in der Umweltpolitik

4.3 Die Bilanz der Umweltpolitiken

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, unter welchen Bedingungen Sachpolitiken in parlamentarischen Demokratien möglich sind und inwieweit der Einfluss verschiedener politischer Akteure wie Parlamente, Parteien und Interessengruppen deren Umsetzung behindert oder fördert.

  • Analyse des Einflusses politischer Akteure auf den Gesetzgebungsprozess
  • Vergleich der politischen Systeme Deutschlands und Großbritanniens mittels Most Similar System Design (MSSD)
  • Operationalisierung des Begriffs der Sachpolitik
  • Untersuchung der Umweltpolitik als spezifisches Politikfeld für die Praxistauglichkeit von Sachpolitiken

Auszug aus dem Buch

2.4 Das Vergleichsdesign

Um die Forschungsfrage umfassend beantworten zu können, soll sie anhand eines Vergleichs einer Sachpolitik (Umweltpolitik) in zwei verschiedenen europäischen Staaten (Deutschland und Großbritannien) veranschaulicht werden. Damit folgt die vorliegende Arbeit dem Most Similar System Design (MSSD), in dem zwei ähnliche Systeme, in diesem Fall Deutschland und Großbritannien, miteinander verglichen werden. Aufgrund der Ähnlichkeit der beiden politischen Systeme, da beide Länder westliche Demokratien mit einem parlamentarischen Regierungssystem sind, ist ein weitestgehender gemeinsamer polity-Rahmen gegeben. So können Einflüsse durch Variablen, die nicht direkt in den Hypothesen vorhanden sind, ausgeschlossen werden oder zumindest auf ein Minimum reduziert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird der Begriff der Sachpolitik definiert und in Abgrenzung zur Parteien- bzw. Wertepolitik die Forschungsfrage nach deren Realisierbarkeit in westlichen Demokratien aufgeworfen.

2. Theoretische Vorbetrachtung: Dieses Kapitel legt den theoretischen Rahmen fest, formuliert die Hypothese zum Einfluss politischer Akteure, operationalisiert die Variablen und begründet das gewählte Vergleichsdesign.

3. Das politische System Deutschlands und Großbritanniens: Es werden die verfassungsrechtlichen Stellungen und Arbeitsweisen von Parlamenten, Parteien und Interessengruppen in beiden Ländern gegenübergestellt.

4. Die Einflussnahme der politischen Akteure auf die konkrete Politik am Beispiel der Umweltpolitik: Das Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf das konkrete Politikfeld der Umweltpolitik und vergleicht die Akteurskonstellationen sowie die jeweiligen Politikergebnisse.

5. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Hypothese zum Einfluss neokorporatistischer Strukturen und reflektiert die Möglichkeiten sowie Grenzen von Sachpolitik.

Schlüsselwörter

Sachpolitik, Umweltpolitik, Parlamentarismus, Vetospieler, Most Similar System Design, Parteiensystem, Interessengruppen, Deutschland, Großbritannien, politische Willensbildung, Gesetzgebungsprozess, Neokorporatismus, Nachhaltigkeit, politischer Einfluss, Regierungsform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob eine fach- und sachbezogene Politik ("Sachpolitik") in parlamentarischen Systemen überhaupt möglich ist oder ob Parteipolitik und weltanschauliche Interessen den politischen Prozess dominieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Untersuchung politischer Entscheidungsprozesse, die Rolle von Vetospielern wie Parteien und Verbänden sowie der Vergleich der Umweltpolitik in Deutschland und Großbritannien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu überprüfen, ob ein höherer Einfluss von politischen Akteuren, bedingt durch mehr Vetospieler und Kompromisszwang, die Realisierung von rationalen Sachpolitiken begünstigt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt das Most Similar System Design (MSSD), um zwei strukturell ähnliche parlamentarische Demokratien anhand eines spezifischen Politikfeldes zu vergleichen.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die parlamentarischen Systeme, Parteistrukturen und die Rolle der Interessengruppen in Deutschland und Großbritannien, gefolgt von einer fallbezogenen Anwendung auf die Umweltpolitik.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Sachpolitik, parlamentarischer Vergleich, politischer Akteurseinfluss, Vetospieler-Theorie und Umweltpolitik beschreiben.

Warum ist das deutsche System für Sachpolitik laut Autor "geeigneter" als das britische?

Aufgrund des Mehrparteiensystems und der Notwendigkeit zur Koalitionsbildung müssen in Deutschland häufiger Kompromisse zwischen verschiedenen Akteuren gefunden werden, was laut Hypothese eher zu rationalen Sachentscheidungen führt.

Welche Rolle spielt die Umweltpolitik für die Schlussfolgerung der Arbeit?

Die Umweltpolitik dient als empirischer Beleg: Während in Deutschland langfristige Strategien und Prinzipien wie Nachhaltigkeit eine größere Rolle spielen, sind diese in Großbritannien häufiger ad-hoc Entscheidungen untergeordnet.

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Details

Title
Sachpolitiken als Instrumente politischer Gestaltung
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
3,0
Author
Christoph Kern (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V121122
ISBN (eBook)
9783640250981
Language
German
Tags
Sachpolitiken Instrumente Gestaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Kern (Author), 2008, Sachpolitiken als Instrumente politischer Gestaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121122
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