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Perspektiven auf die Weltumweltpolitik

Ein Vergleich von ausgewählten Umweltregimen aus verschiedenen theoretischen Blickwinkeln

Title: Perspektiven auf die Weltumweltpolitik

Seminar Paper , 2008 , 44 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alexander Schröder (Author)

Politics - Environmental Policy
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Die Umweltproblematik ist wie auch die Entwicklungspolitik eine der zentralen Fragen des 21. Jahrhunderts, beide Probleme können nicht unabhängig voneinander gelöst werden.Umweltpolitik ist ein Thema, zu dem es allein schon auf nationaler Ebene viele verschiedene Meinungen gibt. Dabei erleben wir täglich aufs Neue, wie eng verknüpft die Umweltpolitik mit anderen Politikbereichen ist. Als Beispiel möchte ich an dieser Stelle das Stichwort Energiepolitik nennen. Es lässt sich daher leicht annehmen, dass die Vielfalt an Meinungen, was denn die richtige Umweltpolitik sei, auf internationaler Ebene noch weit größer ist. Ähnlich der Vielfalt in der praktischen, realen Politik finden sich in den Internationalen Beziehungen, als Teil der Politikwissenschaft viele Theorien, die die praktische Politik erklären wollen.
In der folgenden Arbeit werde ich mich dem Vergleich von drei unterschiedlichen Perspektiven auf die Weltumweltpolitik beschäftigen. Ich habe dazu die Bücher International Environmental Justice – A North South Dimension von Ruchi Anand, Weltumweltpolitik zwischen Nord und Süd - Die neue Verhandlungsmacht der Entwicklungsländer von Frank Biermann sowie Das Klima zwischen Nord und Süd – Eine regulationstheoretische Untersuchung des Nord-Süd-Konfliktes in der Klimapolitik der Vereinten Nationen von Andreas Missbach ausgewählt. Die drei Bücher basieren auf drei unterschiedlichen Theorien: Der Theorie der environmental justice, der Regulationstheorie und dem Neoinstitutionalismus. Der Themenkomplex, mit dem sich die drei Bücher beschäftigen, ist nahezu identisch, er unterscheidet sich lediglich im Umfang der betrachteten Umweltregime und -verhandlungen. In allen drei Büchern geht es um die internationale Umweltpolitik im Zusammenhang mit dem Nord-Süd-Konflikt. Der zentrale Aspekt jeder der drei Bücher ist die Verhandlungsmacht der Entwicklungsländer. Daher ist zu fragen, wie sich diese Verhandlungsmacht entwickelt. Angesichts der Ausrichtung dieser Arbeit auf den Vergleich der Werke von Anand, Missbach und Biermann ist die Frage nach der Verhandlungsmacht der Entwicklungsländer zu erweitern. Ziel dieser Arbeit ist daher nicht nur die Fragestellung: Hat sich die Verhandlungsmacht der Entwicklungsländer verändert, sondern auch: Woher rührt diese Veränderung und wie erklären die drei Theorien diesen Umstand.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffe

2.1 Macht

2.2 Nord-Süd-Konflikt

2.3 Umweltpolitik

2.4 Klimawandel

2.5 Environmental Justice

2.6 Regulatinstheorie

2.7 Neoinstitutionalismus

3 Kurzrezensionen

3.1 Ruchi Anand: International Environmental Justice: A North South Dimension

3.2 Andreas Missbach: Das Klima zwischen Nord und Süd. Eine regulationstheoretische Untersuchung des Nord-Süd-Konflikts in der Klimapolitik der Vereinten Nationen

3.3 Frank Biermann: Weltumweltpolitik zwischen Nord und Süd. Die neue Verhandlungsmacht der Entwicklungsländer

4 Vergleich der theoretischen Argumentationsstrukturen

4.1 Ozonregime

4.2 Klimaregime

4.3 Vergleich der Sichtweisen auf das Kräfteverhältnisses zwischen Nord und Süd

5 Vergleich der zugrundeliegenden Theorien

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Nord-Süd-Konflikt in der internationalen Umweltpolitik durch den Vergleich dreier politikwissenschaftlicher Standardwerke. Das Hauptziel ist die Analyse, ob sich die Verhandlungsmacht der Entwicklungsländer verändert hat und wie diese Entwicklung durch die theoretischen Ansätze der Environmental Justice, der Regulationstheorie und des Neoinstitutionalismus erklärt wird.

  • Vergleichende Analyse internationaler Umweltregime
  • Die Rolle der Machtverteilung im Nord-Süd-Konflikt
  • Evaluation theoretischer Erklärungsmodelle zur Umweltpolitik
  • Untersuchung der politischen Betroffenheit als Machtfaktor
  • Einfluss von Wirtschaftsinteressen auf Klimaverhandlungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Macht

Macht ist ein politisch-soziologischer Grundbegriff. Er kennzeichnet ein Abhängigkeits- oder Überlegenheits-/Unterlegenheitsverhältnis. Kennzeichnend für Macht ist die Möglichkeit, Interessen auch gegen den Willen Anderer durchzusetzen. In diesem Sinne ist Macht nicht an Strukturen gebunden.

Nach Max Weber bedeutet Macht die „Chance innerhalb einer sozialen Beziehung […] den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichgültig, worauf diese Chance beruht […]“ (Max Weber zit. nach: Görlitz/Prätorius 1987: 276).

Man kann drei verschiedene Machttypen unterscheiden: die persönliche Macht, die soziale Macht sowie Macht durch Machtstrukturen. Persönliche und soziale Macht können von Individuen als auch von Gruppen ausgeübt werden. Die Macht beruht unter anderem auf psychischer oder physischer Überlegenheit, Wissen und Informationsvorsprung, höhere Organisationsfähigkeit, dem Ausnutzen von Herrschaftsstrukturen oder Angst bei den Unterworfenen. Strukturelle Macht geht von den Positionen formaler Organisationen aus, sie kann auf gesellschaftlich akzeptierten und institutionalisierten Verhaltensvorschriften beruhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der globalen Umweltproblematik ein und stellt das Untersuchungsdesign vor, das drei zentrale Werke der internationalen Politik auf ihre theoretischen Ansätze hin vergleicht.

2 Begriffe: Dieses Kapitel definiert die zentralen Grundbegriffe wie Macht, den Nord-Süd-Konflikt und die theoretischen Fundamente der Arbeit, namentlich Environmental Justice, Regulationstheorie und Neoinstitutionalismus.

3 Kurzrezensionen: Hier werden die ausgewählten Werke von Anand, Missbach und Biermann einzeln vorgestellt, ihr Aufbau analysiert und die zentralen Argumentationslinien zusammengefasst.

4 Vergleich der theoretischen Argumentationsstrukturen: In diesem Hauptteil werden die Argumente der drei Autoren systematisch anhand der Fallbeispiele Ozonregime und Klimaregime sowie hinsichtlich des allgemeinen Kräfteverhältnisses gegenübergestellt.

5 Vergleich der zugrundeliegenden Theorien: Dieses Kapitel abstrahiert die Ergebnisse und vergleicht die theoretischen Ansätze direkt miteinander, um deren Erklärungswert für die internationale Umweltpolitik zu bewerten.

6 Fazit: Das Fazit synthetisiert die Ergebnisse und stellt fest, dass trotz unterschiedlicher theoretischer Ansätze die Schlussfolgerungen hinsichtlich der marginalen Verhandlungsmacht der Entwicklungsländer konsistent sind.

Schlüsselwörter

Nord-Süd-Konflikt, Umweltpolitik, Klimawandel, Verhandlungsmacht, Environmental Justice, Regulationstheorie, Neoinstitutionalismus, Ozonregime, Machtverteilung, Internationale Beziehungen, Politische Betroffenheit, Nachhaltigkeit, Weltwirtschaftsordnung, Entwicklungsländer, Industriestaaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die internationale Umweltpolitik im Spannungsfeld zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, basierend auf einer vergleichenden Studie dreier bedeutender politikwissenschaftlicher Dissertationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Nord-Süd-Konflikt, die Wirksamkeit internationaler Umweltabkommen (insbesondere Ozon- und Klimaregime) und die Frage nach der Verhandlungsmacht der Entwicklungsländer.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu ergründen, ob und warum sich die Verhandlungsmacht der Entwicklungsländer verändert hat und wie unterschiedliche theoretische Blickwinkel diesen Prozess erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Literaturanalyse durchgeführt, bei der die Argumentationsstrukturen der Werke von Ruchi Anand, Andreas Missbach und Frank Biermann kritisch gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Kurzrezensionen der ausgewählten Werke, gefolgt von einer vergleichenden Analyse der theoretischen Argumente zu spezifischen Umweltregimen und den zugrundeliegenden Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Nord-Süd-Konflikt, Umweltpolitik, Machtverteilung, Neoinstitutionalismus und Verhandlungsmacht beschreiben.

Warum spielt die "politische Betroffenheit" eine entscheidende Rolle für den Autor?

Biermann verwendet diesen Begriff, um zu erklären, warum Industriestaaten auf Druck ihrer eigenen Bevölkerung eher zu umweltpolitischen Zugeständnissen bereit sind, was wiederum die Verhandlungsmacht des Südens beeinflusst.

Zu welchem Ergebnis kommt der Vergleich der Theorien?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Neoinstitutionalismus in der machtstrukturellen Ausprägung von Biermann den höchsten Erklärungswert bietet, während normative Theorien wie die Environmental Justice zwar ethisch fundiert, aber in der realpolitischen Machtanalyse weniger präzise sind.

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Details

Title
Perspektiven auf die Weltumweltpolitik
Subtitle
Ein Vergleich von ausgewählten Umweltregimen aus verschiedenen theoretischen Blickwinkeln
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Sommermodul I
Grade
2,0
Author
Alexander Schröder (Author)
Publication Year
2008
Pages
44
Catalog Number
V121255
ISBN (eBook)
9783640295364
ISBN (Book)
9783640301324
Language
German
Tags
Umweltpolitik Environmental Justice Neoinstitutionalismus Regulationstheorie Weltumweltpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Schröder (Author), 2008, Perspektiven auf die Weltumweltpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121255
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