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Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz

Title: Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz

Term Paper , 2000 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Betriebsw. (FH) Nina Ternka (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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In der alten Arbeitswelt, zu Zeiten der Industriegesellschaft, führten physische Belastungen (allseitige, einseitige und statische Muskelbelastungen) und äußere Reize wie Beleuchtung, Lärm Temperatur oder Schadstoffe oftmals zu Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, des Atmungssystems sowie zu Verletzungen und Vergiftungen. Dies ist jedoch heute Vergangenheit, denn die Gesundheits- und Unfallgefahren am Arbeitsplatz haben im Zeitraum von 1990 bis 2000 rapide abgenommen; dem technisch-organisatorischem Wandel sei Dank.
Trotz allem gibt es eine Krankheitsgruppe, die sich entgegen diesem abnehmendem Trend in den letzten zwei Jahrzehnten bei den deutschen Erwerbstätigen nahezu verdreifacht hat. Die Rede ist von psychischen Erkrankungen. 1980 machten diese gerade mal 2,5 % des gesamten Krankenstandes aus, 1990 waren es bereits 3,7 % und heute sind wir bei 7,3 % angekommen. Die Gründe hierfür sind vor allem in der neuen Arbeitswelt zu finden. Im Rahmen der Globalisierung wird der Wettbewerb für Unternehmen immer härter und somit steigen auch die Anforderungen an die Mitarbeiter. In einem Arbeitsumfeld geprägt von einer wachsenden Informationsflut, neuen Kommunikationstechnologien, Zeitdruck und Rationalisierungsmaßnahmen sollen sie mehr Verantwortung übernehmen, motiviert und belastbar und am besten noch fortlaufend auf dem neusten Stand der Technik sein. Kein Wunder also, dass der ein oder andere diesen gestiegenen psychosozialen Belastungen nicht mehr gewachsen ist und psychisch auf der Strecke bleibt. Depressionen, Ängste, Antriebshemmungen und Suizidalität sind die häufigsten psychischen Erkrankungen, die durch die neue Arbeitswelt hervorgebracht werden. Im Folgenden werde ich daher nach einer allgemeinen Definition psychischer Krankheiten auf diese vier speziellen genauer eingehen.
Bei der Auseinandersetzung mit der Thematik dieser Hausarbeit erschien es mir als ungeeignet, mich seitenweise über die Symptome psychischer Erkrankungen auszulassen und was diese Krankheiten im einzelnen sind. Dieses möchte ich lieber Studenten anderer Studienrichtungen vorbehalten. Ich sah vielmehr einen Sinn darin, mich mit den Wurzeln, also den Auslösern, zu beschäftigen, denn nur wer ein Problem an den Wurzeln anpackt, kann etwas verändern. Ich werde mich auf die Auslöser Mobbing, Stress und Arbeitssucht konzentrieren. Mobbing auf Grund der katastrophalen Arbeitslage in Deutschland, die den Kampf am und um den Arbeitsplatz immer härter und gemeiner werden lässt, sodass heute schon jeder Fünfte Angst hat, einmal Opfer von Mobbing zu werden. Stress, da sich fast jeder Arbeitnehmer dieser Belastung am Arbeitsplatz ausgesetzt sieht und Arbeitssucht, weil es ein sehr junges Phänomen in Deutschland ist, was sich auch in der zu diesem Topic verwendeten Literatur äußert.
Zuerst werde ich den jeweiligen Auslöser definieren, dann den Verlauf bis zum Entstehen der tatsächlichen Krankheit erläutern mit allen bereits während des Verlaufs auftretenden psychischen Symptomen. Im Anschluss daran gehe ich noch auf mögliche Lösungen oder Präventionsmaßnahmen ein, die aufzeigen sollen, wie psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz bereits in ihrem Keim erstickt werden können bzw. wie deren Ausmaß in Grenzen gehalten werden kann. Um anschließend nochmals die Brisanz dieses Themas zu unterstreichen, werde ich am Ende meiner Ausführungen auf den Kostenaspekt eingehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Psychische Krankheiten

2.1. Definition

2.2. Beispiele psychischer Krankheiten

2.2.1. Depression – Die psychische Erkrankung Nummer eins

2.2.2. Angst, Antriebshemmung und Suizidalität

3. Auslöser psychischer Erkrankungen durch den Arbeitsplatz

3.1. Mobbing

3.1.1. Definition

3.1.2. Ursachen

3.1.3. Der Verlauf von Mobbing und damit verbundene psychische Folgen für das Opfer

3.1.4. Vorgehensweisen gegen Mobbing

3.2. Stress

3.2.1. Definition

3.2.3. Ursachen des Disstresses

3.2.1. Psychische Krankheitsfolgen von Stress

3.2.4. Stressbewältigung

3.3. Arbeitssucht

3.3.1. Definition

3.3.2. Wer ist gefährdet?

3.3.3. Verlauf der Arbeitssucht und dabei auftretende psychische Erkrankungen

3.3.4. Prävention am Arbeitsplatz

4. Was kosten psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz?

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Anstieg psychischer Erkrankungen in der modernen Arbeitswelt, wobei der Fokus auf den Ursachen Mobbing, Stress und Arbeitssucht liegt, um durch deren Analyse notwendige Präventionsstrategien und die ökonomischen Folgen für Unternehmen aufzuzeigen.

  • Zusammenhang zwischen moderner Arbeitswelt und psychosozialer Belastung
  • Analyse der Dynamik und Folgen von Mobbing am Arbeitsplatz
  • Strukturierung von Stressoren und Mechanismen der Stressbewältigung
  • Charakterisierung der Arbeitssucht als spezifisches Phänomen der neuen Arbeitsformen
  • Untersuchung der betriebs- und volkswirtschaftlichen Kosten psychischer Erkrankungen

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Ursachen

Laut Mobbingreport für die BRD aus dem Jahre 2002 sind ca. 800.000 Menschen Opfer von Mobbinghandlungen, was knapp 3 % aller Arbeitnehmer ausmacht. Mit 11,3 % muss jeder neunte Deutsche davon ausgehen, mindestens einmal in seinem Berufsleben gemobbt zu werden.

Im Zuge der schlechten Arbeitsmarktlage kommt es heute zu zahlreichen Rationalisierungsmaßnahmen, sodass der Kampf um und am Arbeitsplatz immer härter wird. Dieser ständig steigende Druck ist die Hauptquelle, aus der Mobbing entspringen kann. Ferner können menschliche Eigenschaften wie Neid, Hass, Intoleranz oder Eifersucht Mobbing auslösen. Wie und ob Mobbing gedeiht, hängt auch weiterhin davon ab, wie produktiv ein Arbeitsplatz ist, denn Langeweile und Eintönigkeit laden geradewegs dazu ein, Boshaftigkeiten auszuhecken. Die Unternehmenskultur kann ebenfalls Ursache für Mobbing sein. Denn ein autoritärer Führungsstil verbunden mit Angst und Druck lässt eher Mobbinghandlungen gedeihen als ein liberaler Führungsstil, bei dem selbständig im Team gearbeitet werden darf.

Abschließend sei noch erwähnt, dass es auch Firmen gibt, die nicht vor Mobbing als personalwirtschaftliches Instrumentarium haltmachen, um überflüssige Mitarbeiter kostengünstig loszuwerden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Anstieg psychischer Erkrankungen in der modernen Arbeitswelt im Kontrast zum Rückgang körperlicher Arbeitsbelastungen und führt in die gewählten Schwerpunkte Mobbing, Stress und Arbeitssucht ein.

2. Psychische Krankheiten: Dieses Kapitel definiert den Begriff der psychischen Krankheit und erläutert insbesondere endogene sowie reaktive Depressionen sowie das Spektrum von Angst, Antriebshemmung und Suizidalität.

3. Auslöser psychischer Erkrankungen durch den Arbeitsplatz: Der Hauptteil analysiert detailliert die Phänomene Mobbing, Stress und Arbeitssucht, ihre jeweiligen Ursachen, Verlaufsstadien sowie Ansätze zur betrieblichen Prävention.

4. Was kosten psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz?: Hier wird die ökonomische Dimension beleuchtet, indem zwischen direkten und indirekten Kosten für Unternehmen und das Gesundheitssystem unterschieden wird.

5. Zusammenfassung: Das Fazit unterstreicht die wachsende Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements als strategischen Wettbewerbsfaktor und betont die Notwendigkeit, psychische Belastungen präventiv zu minimieren.

Schlüsselwörter

Psychische Erkrankungen, Arbeitsplatz, Mobbing, Stress, Arbeitssucht, Prävention, Gesundheitsmanagement, psychosoziale Belastung, Leistungsabfall, Suizidalität, Kostenfaktor, Unternehmenskultur, Rationalisierungsmaßnahmen, Depression, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Zunahme psychischer Erkrankungen bei Erwerbstätigen und deren direkte Verbindung zu modernen Arbeitsbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den drei Auslösern Mobbing, Stress und Arbeitssucht sowie der finanziellen Belastung durch diese Krankheiten für Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Wurzeln dieser psychischen Belastungen aufzuzeigen, um fundierte Präventionsmöglichkeiten für ein effektives betriebliches Gesundheitsmanagement zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene psychologische und arbeitswissenschaftliche Studien zum Thema zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Phänomene Mobbing, Stress und Arbeitssucht mit jeweils eigenen Abschnitten zu Definition, Ursachen, Verlauf und Prävention.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind psychische Erkrankungen, Arbeitsplatz, Prävention, Mobbing, Stress, Arbeitssucht und Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Warum wird Arbeitssucht als besonders kritisches Thema hervorgehoben?

Da "Vielarbeiten" in der Gesellschaft oft noch als Tugend missverstanden wird, bleibt die Suchtgefahr und die daraus resultierende psychische Belastung für viele Betroffene und Unternehmen lange Zeit unerkannt.

Welchen Einfluss hat der Führungsstil auf das Entstehen von Mobbing?

Autoritäre Führungsstile, die Angst und Druck erzeugen, begünstigen Mobbinghandlungen, während liberale Stile mit Fokus auf Teamarbeit das Risiko nachweislich senken können.

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Details

Title
Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Course
Personalwesen
Grade
1,3
Author
Dipl.-Betriebsw. (FH) Nina Ternka (Author)
Publication Year
2000
Pages
21
Catalog Number
V121260
ISBN (eBook)
9783640257690
ISBN (Book)
9783640259410
Language
German
Tags
Psychische Erkrankungen Arbeitsplatz Personalwesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Betriebsw. (FH) Nina Ternka (Author), 2000, Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121260
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