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Die Entstehung und Entwicklung des historisch militärisch geprägten Strategiebegriffs

In Bezug auf die Verwert- und Anwendbarkeit für die Implementierung einer modernen strategischen Unternehmensplanung im globalen wirtschaftlichen Wettkampf

Title: Die Entstehung und Entwicklung des historisch militärisch geprägten Strategiebegriffs

Diploma Thesis , 2007 , 74 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diplom-Betriebswirt Dennis Hauptmann (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Die praktische grundlegende Fragestellung ist, ob ein betriebswirtschaftlich
geführtes Unternehmen aus der Militärischen Strategiedefinierung lernen kann
und in wieweit bestehen Parallelen.
Um Parallelen und gemeinsame Grundkonzepte aus dem militärischen und
betriebswirtschaftlichen Bereich zu finden werden Überlegungen und
Denkmodelle durchgespielt, die auf den ersten Blick vielleicht grotesk bzw. aus
der Luft gegriffen erscheinen mögen, da kriegerisches Handeln i. d. R. moralisch
verwerflich erscheint oder zumindest in bestimmten Maße kritisch betrachtet
werden muss. Ohne Zweifel bestehen signifikante Unterschiede zwischen
ökonomischen und militärischen Denkweisen. Ein Krieg ist in seiner Extremform
schwerlich durch einen Handlungsrahmen einzuengen, während Unternehmen in
einer Volkswirtschaft durch Restriktionen und Kontrollmechanismen innerhalb
eines vorgegebenen Rahmens agieren und funktionieren sollten.
Ziel dieser Arbeit ist es den Übergang und die Grundlagen des strategischen
Denkens vom militärischen in den betriebswirtschaftlichen Bereich zu beleuchten.
Es wird nach gehaltvollen zeitlosen Prinzipien gesucht und versucht eine
möglichst logisch konsistente Entwicklung der Strategiekompetenz in die
Gegenwart aufzuzeigen. Am Ende stellt sich die Frage nach den
Entwicklungstendenzen und Herausforderungen an die Strategische
Unternehmensplanung für die Zukunft heutiger Unternehmen im globalen
wirtschaftlichen Wettkampf und in wieweit es sinnvoll ist militärisch strategisches Denken in den unternehmerischen Strategieentwicklungsprozess mit
einzubinden...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Ziel dieser Arbeit

2. Die Bedeutung des Planungsbegriffs in unserer heutigen Zeit

2.1 Die Entstehung und Entwicklung des Planungsbegriffs

2.2 Betriebswirtschaftliche Definitionsansätze des Planungsbegriffs

2.3 Der Planungsprozess

2.4 Die Bedeutung der Planung für die Entwicklung von Strategien

2.4.1 Eingrenzung der Planung in eine zeitliche und hierarchische Struktur

2.4.1.1 Differenzierung der strategischen von der operativen Planung

2.4.1.2 Differenzierung der strategischen von der taktischen Planung

2.5 Planung als Grundvoraussetzung für Strategien

3. Die Eigenschaften Strategischen Verhaltens

3.1 Der Ursprung des Strategiebegriffs

3.2 Das Übergreifen der Strategie auf andere gesellschaftliche Bereiche

3.3 Wesentliche Merkmale strategischer Planung

4. Allgemeine Beziehungen zwischen Unternehmens- und Militärstrategie

4.1 Entstehung der Methodik im militärischen Bereich

4.2 Grundlegende Unterschiede zwischen Militär- und Unternehmensstrategie

4.2.1 Militärstrategie ist stets antagonistisch

4.2.2 Kriege sind zeitlich begrenzte Vorhaben

4.2.3 Militärstrategie ist stets Element eines Subsystems

5. Sunzi: „Die Kunst des Krieges“ ein 2500 Jahre altes Meisterwerk

5.1 Die Kunst des Krieges – die erste bekannte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Strategiebegriff

5.2 Die chinesische Philosophie einer erfolgreichen Kriegsführung

5.3 Maxime für das erfolgreiche Führen eines Kampfes

6. Clausewitz: „Vom Kriege“ der Grundstein des Strategiedenkens und Entscheidungsfindung zu unsicheren Zeiten

6.1 Die Intention von Carl von Clausewitz für das Verfassen dieser Schrift

6.2 Taktik und Strategie in „Vom Kriege“

6.2.1 Die Notwendigkeit der Anpassung

6.2.2 Angriff und Verteidigung

6.3 Strategische Grundsätze

6.3.1 Elemente der Strategie

6.3.2 Dynamik der Strategie

6.4 Die Tugenden der Strategie

6.5 Der Zweck der Strategie im Kriege

7. Die Spieltheorie der 40er Jahre

7.1 Die Entstehung der Spieltheorie

7.2 Grundannahmen der Spieltheorie

7.3 Erläuterung der Grundfunktionsweise der Spieltheorie anhand der beiden gängigsten Beispiele

7.3.1 Das Gefangenendilemma

7.3.2 Das Nash Gleichgewicht

7.4 Die Kooperative Spieltheorie

7.5 Zusammenfassung und Beurteilung der Spieltheorie

8. Die „Ten Schools of Thought“ von Henry Mintzberg

8.1 Ausgangspunkt der Überlegungen zu den „Ten Schools of Thought“

8.2 Die zehn Denkschulen als Kategorisierung des Strategischen Managements

8.3 Beurteilung und Gebrauch der Ten Schools of Thought

9. Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Unternehmensstrategie

9.1 Die Unternehmensstrategie wächst langsam aus den Kinderschuhen heraus

9.2 Unsicherheit heißt nicht gleich Gefahr

9.3 Regeln brechen als Erfolgskonzept

9.4 Die Bedeutung der Globalisierung für die Strategische Planung

9.5 Die Suche nach einem Konstrukt welches eine wirklich sichere Strategie beschreibt

10. Fazit

11. Quellen und Literaturverzeichnis

11.1 Primärliteratur

11.2 Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die historischen Ursprünge und die Entwicklung des militärisch geprägten Strategiebegriffs zu analysieren und dessen Anwendbarkeit für die moderne strategische Unternehmensplanung im globalen Wettbewerb zu prüfen. Es soll dabei untersucht werden, ob betriebswirtschaftlich geführte Unternehmen von militärischen Strategiedefinitionen lernen können und inwiefern zwischen beiden Bereichen Parallelen bestehen.

  • Historische und militärische Ursprünge des Strategiebegriffs
  • Bedeutung der Planung als Grundlage für Unternehmensstrategien
  • Vergleich von Militär- und Unternehmensstrategie
  • Klassische Strategielehren (Sunzi, Clausewitz)
  • Spieltheoretische Ansätze und deren Relevanz für den Wettbewerb
  • Henry Mintzbergs "Ten Schools of Thought" zur Kategorisierung des strategischen Managements

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Ursprung des Strategiebegriffs

Das Konzept der Strategie wird in der Literatur auf den griechischen Begriff „strategos“ (militärischer Befehlshaber und Mitglied des Kriegsrates) zurückgeführt. Die Wurzeln dieser Bezeichnung lassen sich auf die Begriffe „stratos“ (Heer) und „agos“ (führen) zurückführen.

Im Athen des fünften vorchristlichen Jahrhunderts wurde das Kollegium der Athenischen „Strategen“ eingesetzt, die für Fragen der Kriegsführung verantwortlich waren. Es wird jedoch angenommen, dass die „Strategen“ auch „normale“ außenpolitische Funktionen wahrnahmen, die nicht zwangsläufig mit kriegerischen Zielsetzungen und Aufgaben in Verbindung standen. Deshalb wurde der griechische Strategiebegriff „strategia“ in einem allgemeinen Sinne gebraucht und erst später auf den militärischen Bereich reduziert.

Ende des 18. Jahrhunderts führte der französische Militärtheoretiker Graf Guibert den Begriff der „strategique“ in seinem Werk „Defense du systeme guerre moderne“ (1779) ein. In diesem Werk wurden die von Friedrich dem Großen eingeführten tiefgreifenden Neuerungen in der Kriegsführung beleuchtet. Die Art und Weise wie Friedrich der Große seine vorausschauende Planung anlegte deutet auf einen ersten geschichtlichen Beleg einer wirksam angewandten Strategie. Deshalb wurde es notwendig den Begriff der Taktik von einem umfassenderen Begriff abzugrenzen.

Napoleon war wohl der erste Kriegsherr der dem Begriff Strategie eine Bedeutung gab die den Strategiebegriff nach unseren heutigen Maßstäben in besonderem Maße umfassend erklärt und demonstriert.

Er hat bei der Entwicklung seiner Strategien auch auf das aus dem chinesischen übersetzte Werk „Die Kunst des Krieges“ zurückgegriffen.

Carl von Clausewitz hat in seinem Werk „vom Kriege“ (1832) – worauf im weiteren Verlauf noch ausführlich eingegangen wird - systematisch das Wesen der Strategie analysiert. In diesem Werk werden erste Parallelen zwischen Militär und Wirtschaft gezogen. Damit öffnete Clausewitz der Übertragung militärischen Gedankenguts in die Ökonomie die Tür.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Motivation, den Ursprung des heutigen Begriffs der Unternehmensstrategie zu untersuchen und die Zielsetzung der Arbeit zu definieren.

2. Die Bedeutung des Planungsbegriffs in unserer heutigen Zeit: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der Planung, ihre Bedeutung für die Unternehmensstrategie und definiert den Planungsprozess als rationale Entscheidungsvorbereitung.

3. Die Eigenschaften Strategischen Verhaltens: Hier werden die historischen Ursprünge des Strategiebegriffs, sein Übergreifen auf andere gesellschaftliche Bereiche und die Merkmale strategischer Planung beleuchtet.

4. Allgemeine Beziehungen zwischen Unternehmens- und Militärstrategie: Dieses Kapitel stellt die Methodik der militärischen Planung dar und arbeitet die wesentlichen Unterschiede zur Unternehmensstrategie hinsichtlich Antagonismus, Zeitlichkeit und Systemzugehörigkeit heraus.

5. Sunzi: „Die Kunst des Krieges“ ein 2500 Jahre altes Meisterwerk: Dieses Kapitel analysiert Sunzis Lehren als erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Strategiebegriff und leitet Maximen für den modernen Unternehmenswettbewerb ab.

6. Clausewitz: „Vom Kriege“ der Grundstein des Strategiedenkens und Entscheidungsfindung zu unsicheren Zeiten: Hier wird das Werk von Clausewitz als systematischer Ansatz zur Strategieentwicklung unter Unsicherheit vorgestellt, inklusive taktischer und strategischer Prinzipien sowie der notwendigen Anpassungsfähigkeit.

7. Die Spieltheorie der 40er Jahre: Dieses Kapitel widmet sich der Spieltheorie als mathematisch objektivem Ansatz zur Analyse von Konflikten und Konkurrenzsituationen, dargestellt anhand des Gefangenendilemmas und des Nash-Gleichgewichts.

8. Die „Ten Schools of Thought“ von Henry Mintzberg: Hier werden die zehn Denkschulen des strategischen Managements nach Henry Mintzberg systematisch kategorisiert, um einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Prozesse der Strategiebildung zu geben.

9. Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Unternehmensstrategie: Dieses Kapitel diskutiert die Herausforderungen durch die Globalisierung, die Notwendigkeit von innovativem Denken (wie Szenariotechnik) und das Brechen von Regeln als Erfolgsfaktor.

10. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die anhaltende Relevanz militärischer und philosophischer Strategielehren für die heutige, von Unsicherheit geprägte Unternehmenswelt.

Schlüsselwörter

Unternehmensstrategie, Strategische Planung, Militärstrategie, Clausewitz, Sunzi, Spieltheorie, Henry Mintzberg, Denkschulen, Wettbewerb, Globalisierung, Planungsprozess, Führung, Entscheidungstheorie, Krisenvorsorge, Szenariotechnik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Ursprung des heute gebräuchlichen Begriffs der Unternehmensstrategie und analysiert, wie militärisches und strategisches Denken über die Jahrhunderte entstanden ist und für heutige Unternehmen im globalen Wettbewerb nutzbar gemacht werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung des Strategiebegriffs, die Bedeutung der Planung im Betrieb, die Gegenüberstellung von Militär- und Unternehmensstrategie sowie verschiedene strategische Denkschulen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, ob betriebswirtschaftlich geführte Unternehmen aus der militärischen Strategiedefinierung lernen können und inwiefern Parallelen oder gemeinsame Konzepte für die moderne strategische Unternehmensplanung bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine historisch-analytische Methode, indem sie klassische Strategielehren (Sunzi, Clausewitz) sowie spieltheoretische und managementtheoretische Ansätze (Mintzberg) systematisch auf ihre Anwendbarkeit in der heutigen Unternehmensführung untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Planung, die historischen Grundlagen des Strategiebegriffs, die Anwendung von militärischen Lehren auf die Unternehmensstrategie, die mathematische Analyse durch Spieltheorie und die Kategorisierung durch die zehn Denkschulen von Mintzberg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unternehmensstrategie, Strategische Planung, Militärstrategie, Wettbewerb, Spieltheorie und Denkschulen charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung von Taktik und Strategie bei Clausewitz eine Rolle?

Die Unterscheidung verdeutlicht, dass Strategie die übergeordnete Planung ist, während Taktik den konkreten Gebrauch der Mittel im Gefecht beschreibt. Für Unternehmen bedeutet dies, die strategische Ausrichtung stets über die operativen Tagesaufgaben zu stellen.

Was versteht man unter dem in der Arbeit beschriebenen "Ökozyklus"?

Der Ökozyklus verdeutlicht die Vielfältigkeit der Anforderungen an das strategische Management in verschiedenen Phasen des Unternehmenslebens, wobei unterschiedliche Denkschulen je nach Phase und Kontext an Relevanz gewinnen.

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Details

Title
Die Entstehung und Entwicklung des historisch militärisch geprägten Strategiebegriffs
Subtitle
In Bezug auf die Verwert- und Anwendbarkeit für die Implementierung einer modernen strategischen Unternehmensplanung im globalen wirtschaftlichen Wettkampf
College
University of Applied Sciences Worms  (Außenwirtschaft)
Grade
1,7
Author
Diplom-Betriebswirt Dennis Hauptmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
74
Catalog Number
V121261
ISBN (eBook)
9783640254835
ISBN (Book)
9783640254972
Language
German
Tags
Entstehung Entwicklung Strategiebegriffs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirt Dennis Hauptmann (Author), 2007, Die Entstehung und Entwicklung des historisch militärisch geprägten Strategiebegriffs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121261
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