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Ein Rundflug über die Städte der Welt: Von den Stadtstrukturmodellen der Chicago School bis zur Entstehung von Satelliten- und Gartenstädten

Title: Ein Rundflug über die Städte der Welt: Von den Stadtstrukturmodellen der Chicago School bis zur Entstehung von Satelliten- und Gartenstädten

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 38 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefanie Weber (Author)

Sociology - Habitation and Urban Sociology
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Summary Excerpt Details

Was sehen wir, wenn wir durch eine Stadt spazieren? Straßen, Einkaufszentren,
vielleicht ein Waldstück. All das sehen wir, wenn wir daran vorbeilaufen. Eine etwas
andere Perspektive können wir beispielsweise von einem Hochhaus einnehmen. Der
Augsburger Hotelturm lässt einen schon etwas weiter blicken. Noch immer sehen wir
dort Straßen – doch eine Struktur können wir aus dieser Perspektive nur schwer
erkennen. Dazu müssten wir in einen Hubschrauber steigen und von oben auf die
Stadt blicken. Nur dann ist es uns vielleicht möglich, eine Stadtstruktur zu erkennen.
Doch was bringt uns ein einziges Modell? Dann wollen wir schon vergleichen wie die
Strukturen anderer Städte aussehen. Genau das – nur ohne den Einsatz eines
Hubschraubers – möchte ich nun in meiner Arbeit versuchen. Ich werde verschiedene
Stadtstrukturmodelle beschreiben und mit anderen Modellen vergleichen.
Bevor ich nun einige Modelle genauer ansehe, möchte ich zunächst auf die drei
wichtigsten Modellfamilien hinweisen: Es gibt sozialgeographische Modelle,
kulturökologische Modelle und sozialökologische Modelle1.
Die sozialgeographischen Modelle bauen auf der These, dass Städte räumliche
Ausschnitte der Gesamtgesellschaft darstellen und sich dabei an der jeweiligen
politischen Struktur orientieren. Ändert sich dann die Konzeption der Stadt an sich oder
der Gesellschaft, ändert sich somit auch das gesellschaftlich-politische System. Zu den
sozialgeographischen Modellen zählen Perioden- und Stufenmodelle,
Landnutzungsmodelle, Städtebau- und Transformationsmodelle und bipolare Modelle.
Die kulturökologischen Modelle bauen ihre Erkenntnisse auf die kulturökologische
Stadtforschung. Darunter fällt die Erkundung von Kulturerdteilen und kulturhistorischen
Perspektiven.
Und was fällt einem beim Begriff „Sozialökologie ein? – Die soziologischen Theorien
der Chicago School. Hierbei wird die klassische Sozialökologie in zwei Etappen
ausgebaut: Den ersten Schritt machte die Sozialraumanalyse von Shevky und Bell.
Die analytische Geographie, die Faktorialökologie, wurde von Berry initiiert, von
Mackensen und Friedrichs dann weitergeführt. Im Weiteren werde ich mich nun zunächst auf die Stadtstrukturmodelle der Chicago School fokussieren. Im weiteren
Verlauf, werden dann Satelliten- und Gartenstädte ausführlich besprochen.

Excerpt


Struktur der wissenschaftlichen Arbeit

A.) Städte aus verschiedenen Perspektiven

B.) Die Stadtstrukturmodelle der Chicago School

1.1. Das Zonenmodell von Burgess

1.2. Vergleich zu anderen Theorien und Modellen

1.3. Kritik am Modell von Burgess

2.1. Das Sektorenmodell von Hoyt

2.2. Vergleich zu anderen Theorien und Modellen

2.3. Kritik am Modell von Hoyt

3.1. Das Mehrkernmodell von Harris und Ullmann

3.2. Vergleich zu anderen Theorien und Modellen

3.3. Kritik am Modell von Harris und Ullmann

4.1. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse

4.2. Anwendbarkeit der Modelle

C.) Die Entstehung neuer Städte

1.1. Das Gartenstadt-Modell

1.2. Vergleich zu anderen Theorien und Modellen

1.3. Kritik am Gartenstadt-Modell

2.1. Das Satelliten-Modell

2.2. Vergleich zu anderen Theorien und Modellen

2.3. Kritik am Satelliten-Modell

3.1. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse

3.2. Anwendbarkeit der Modelle

D.) Städte und Strukturen – Resümee eines virtuellen Rundflugs

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, verschiedene klassische Stadtstrukturmodelle der Chicago School sowie Konzepte neuerer Stadtformen (Garten- und Satellitenstädte) zu beschreiben, kritisch zu hinterfragen und deren Anwendbarkeit auf reale Städte anhand von Fallbeispielen zu prüfen.

  • Analyse der Stadtstrukturmodelle der Chicago School (Burgess, Hoyt, Harris/Ullmann).
  • Untersuchung der Entstehung und Konzeption von Garten- und Satellitenstädten.
  • Vergleich der theoretischen Modelle mit realen urbanen Strukturen (u.a. Hannover, Frankfurt, München, London).
  • Kritische Reflexion über die Übertragbarkeit stadtsoziologischer Theorien auf moderne Stadtentwicklung.

Auszug aus dem Buch

B.) 1.1. Das Zonenmodell von Burgess

Burgess war Mitarbeiter von Robert Ezra Park, dem Mitbegründer der Chicago School. 1925 entwarf er das erste Stadtstrukturmodell dieser soziologischen Strömung. Das „Ringmodell“, „Zonenmodell“ oder auch „Kreismodell“ gilt als Klassiker der stadtökologischen Theorien und als Vorlage für weitere Modelle. Mit einer Vielzahl von Annahmen und Hypothesen stürzte Burgess sich auf die Stadtstruktur Chicagos. Einige der wichtigsten seien hier genannt:

„Hypothese 2: Wenn eine Stadt sich ausdehnt, dann erfolgt die Ausdehnung tendenziell in alle Richtungen gleichzeitig. Annahme 6: Die Nutzung und Bevölkerungsgruppen sind nicht gleichmäßig über das metropolitane Gebiet verteilt, es überwiegen vielmehr in jeder Zone bestimmte Nutzungen und Bevölkerungsgruppen. Hypothese 4: Nutzungen, die in der City vertreten sind, dehnen sich am stärksten aus. Wenn sich diese Nutzungen ausdehnen, dann bringen sie in die Zone 2 ein und verdrängen Wohnnutzungen. Hypothese 8: Wenn eine Stadt wächst, a) dann wird ihre Struktur komplexer, b) dann werden ihre Gebiete differenzierter. Annahme 8: Die gegebene Differenzierung der Berufe führt zu räumlichen Verschiebungen und Trennungen der einzelnen Berufe (Segregation).“

Der Ausgangspunkt von Burgess’ Kreismodell ist die Einteilung von Städten in mehrere Kreise mit mobiler Stadtbewegung durch ständig zuziehende Gruppen, bodennutzende Veränderungen und Expansion. Entscheidende Mechanismen in diesem Modell sind Invasion und Sukzession. Jedem der fünf konzentrischen Kreise in Burgess’ Modell schreibt dieser eine bestimmte Funktion zu.

Zusammenfassung der Kapitel

A.) Städte aus verschiedenen Perspektiven: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit der Wahrnehmung von Stadtstrukturen und führt in die theoretischen Modellfamilien der Stadtsoziologie ein.

B.) Die Stadtstrukturmodelle der Chicago School: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Modelle von Burgess, Hoyt sowie Harris und Ullmann und hinterfragt deren Gültigkeit und Anwendbarkeit auf heutige Städte.

C.) Die Entstehung neuer Städte: Hier werden die Konzepte der Gartenstadt und der Satellitenstadt als Antwort auf die Überbevölkerung von Großstädten vorgestellt und kritisch bewertet.

D.) Städte und Strukturen – Resümee eines virtuellen Rundflugs: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz spezifischer Schwächen der Modelle alle Ansätze grundlegende Bedürfnisse menschlicher Siedlungsprozesse abbilden.

Schlüsselwörter

Stadtsoziologie, Chicago School, Zonenmodell, Sektorenmodell, Mehrkernmodell, Gartenstadt, Satellitenstadt, Stadtstruktur, Segregation, Invasion, Sukzession, Urbanisierung, Stadtplanung, Metropolis, Raumstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht klassische stadtsoziologische Modelle und neue städtebauliche Konzepte, um zu verstehen, wie städtische Räume strukturiert sind und sich entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Stadtstrukturmodelle der Chicago School sowie die Entstehung von Gartenstädten und Satellitenstädten als Strategien zur Stadtentlastung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine vergleichende Beschreibung der Modelle sowie die Überprüfung ihrer Anwendbarkeit auf reale Städte anhand von Kartenmaterial.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse theoretischer Stadtmodelle in Kombination mit einem empirischen Abgleich anhand von konkreten Kartenbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Modelle von Burgess (Zonenmodell), Hoyt (Sektorenmodell) und Harris/Ullmann (Mehrkernmodell) sowie Howard (Gartenstadt) und Satelliten-Modelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Stadtsoziologie, Stadtstruktur, Segregation, Suburbanisierung und Stadtplanung definiert.

Wie unterscheidet sich das Modell von Burgess von dem von Harris und Ullmann?

Burgess postuliert eine konzentrische Ringanordnung, während Harris und Ullmann eine differenziertere Mehrkernstruktur ohne zirkuläre Zwangsläufigkeit beschreiben.

Welche Rolle spielt die Gartenstadt nach Ebenezer Howard?

Die Gartenstadt soll als geplante Symbiose aus Stadt und Land der Überbevölkerung der Metropolen entgegenwirken und eine dezentrale Wachstumssteuerung ermöglichen.

Wie bewertet die Autorin die Anwendbarkeit der Modelle?

Sie stellt fest, dass keines der Modelle zu 100 % auf moderne Städte passt, einzelne Details und Ideen jedoch nach wie vor auf heutige urbane Räume übertragbar sind.

Was genau ist laut der Arbeit eine „Edge City“?

Eine „Edge City“ ist eine städtische Siedlung in einer Entfernung von 30 km oder mehr vom ursprünglichen Stadtkern, die eine mittlere Bevölkerungsdichte anstrebt.

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Details

Title
Ein Rundflug über die Städte der Welt: Von den Stadtstrukturmodellen der Chicago School bis zur Entstehung von Satelliten- und Gartenstädten
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Soziologie und empirische Sozialforschung)
Course
Stadtsoziologie/Stadtforschung
Grade
1,7
Author
Stefanie Weber (Author)
Publication Year
2005
Pages
38
Catalog Number
V121272
ISBN (eBook)
9783640257799
ISBN (Book)
9783640259465
Language
German
Tags
Rundflug Städte Welt Stadtstrukturmodellen Chicago School Entstehung Satelliten- Gartenstädten Stadtsoziologie/Stadtforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Weber (Author), 2005, Ein Rundflug über die Städte der Welt: Von den Stadtstrukturmodellen der Chicago School bis zur Entstehung von Satelliten- und Gartenstädten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121272
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