Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Investition und Finanzierung

Implizite Optionen in der Banksteuerung

Titel: Implizite Optionen in der Banksteuerung

Seminararbeit , 2008 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Markus Bohl (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit werden im Kapitel 2.1 allgemein vorkommende Optionen kurz beschrieben. Auf eine explizite Erläuterung wird aufgrund des Platzmangels verzichtet. Anschließend erfolgt eine Abgrenzung von allgemeinen und impliziten Optionen. Die Hausarbeit beschränkt sich auf die Analyse und Bewertung von impliziten Optionen im Bankbereich. Andere vorkommende implizite Optionen werden nur kurz erwähnt. Es wird aufgezeigt, dass eine Berücksichtigung der impliziten Optionen in der Kalkulation vor allem aufgrund der betriebwirtschaftlichen Auswirkungen unverzichtbar ist. Aber auch aufsichtsrechtliche Vorgaben haben ihren Einfluss auf die Notwendigkeit der Berücksichtigung.
Unterschiedliche Verhaltensweisen von Kunden werden in Kapitel 3.1 beschrieben. Nach einer Gruppierung in verschiedene Sparten folgt eine Analyse. Die Verhaltensweisen haben auch Auswirkungen auf den anschließend ermittelten Preis einer impliziten Option. Anhand eines Beispiels wird der Preis einer impliziten Option sowie dessen Auswirkung auf den Konditionsbeitragsbarwert dargestellt. Hier wird aufgrund des Platzmangels nur eine von vielen Bewertungsmöglichkeiten aufgezeigt. Weitere Möglichkeiten zur Bewertung werden am Ende des Kapitels 3.2 kurz angesprochen. Interessierte Leser werden hier auf weitere Literatur verwiesen. Auch beschränkt sich die Bewertung auf ein ausgewähltes Kundenverhalten. Die Auswirkungen der unterschiedlichen Verhaltensweisen werden nach der Bewertung kurz erörtert.
In Kapitel 4 wird eine weitere Zielsetzung der Arbeit, mögliche Produktgestaltungen aufzuzeigen, thematisiert. Angestrebt wird eine Minimierung des Optionspreises bzw. eine Vermeidung der impliziten Optionen. Voraussetzung ist jeweils die Akzeptanz bei den Kunden sowie eine praktikable Umsetzungsmöglichkeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Begriffserläuterungen und Auswirkungen impliziter Optionen

2.1 Definition von Optionen

2.2 Erläuterung von impliziten Optionen anhand von Beispielen

2.3 Notwendigkeit der Berücksichtigung von impliziten Optionen

3. Bewertung impliziter Optionen

3.1 Mögliches Kundenausübungsverhalten

3.2 Optionsbewertung bei optionalem Kundenverhalten

3.3 Einfluss des statistischen Kundenverhaltens auf den Optionspreis

4. Mögliche Handlungsansätze für Kreditinstitute

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Bedeutung und Bewertung von impliziten Optionen, die in vielen Bankprodukten mit Festzinsvereinbarung enthalten sind. Ziel ist es, die Notwendigkeit einer präzisen Kalkulation dieser Risiken aufzuzeigen, verschiedene Bewertungsmodelle zu vergleichen und praxisnahe Handlungsansätze zur Kostenoptimierung durch geeignete Produktgestaltung zu entwickeln.

  • Identifikation und Definition von impliziten Optionen in Bankprodukten
  • Methodische Bewertung von Optionen unter Einbeziehung des Kundenverhaltens
  • Unterscheidung zwischen statistischem und optionalem Kundenausübungsverhalten
  • Strategien zur Reduzierung von Optionskosten für Kreditinstitute
  • Auswirkungen aufsichtsrechtlicher Vorgaben und betriebswirtschaftlicher Risiken

Auszug aus dem Buch

3.1 Mögliches Kundenausübungsverhalten

Bei der Optionspreisbewertung muss stets das Verhalten der Kunden berücksichtigt werden. Hier kann zwischen statistischem und optionalem Kundenverhalten unterschieden werden. Ein optional handelnder Kunde macht seine Entscheidung alleine von dem vorliegenden Zinsniveau abhängig. Bei einem statistisch handelnden Kunden hingegen beeinflussen verschiedene Einflussfaktoren das Verhalten. Diese sind unter anderem der Bildungsgrad, die Erfahrung, die zur Verfügung stehende Liquidität und das Informationsniveau des Kunden.

Es ist zu berücksichtigen, dass ein statistisches Verhalten meist nur bis zu einem gewissen Zinsanstieg zu beobachten ist. Wird die Zinsdifferenz zu groß, nutzt auch ein ursprünglich statistisch handelnder Kunden den Zinsvorteil. Motiv eines statistisch handelnden Kunden kann unter anderem die möglichst schnelle Entschuldung sein. Ein solcher Kunde würde bei freier Liquidität Sondertilgungen ohne größere Rücksicht auf die aktuelle Zinssituation vornehmen. Eine Anlage des freien Betrages zu einem höheren Zins lässt er bis zu einem gewissen Grad außer Acht. Auch die Trägheit von Kunden kann Ursache für statistisches Verhalten sein. Insgesamt ist das Kundenverhalten bei der Bewertung von Optionen somit zu berücksichtigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Kurze Einführung in die Thematik der impliziten Optionen und Abgrenzung des Untersuchungsbereichs im Bankwesen.

2. Allgemeine Begriffserläuterungen und Auswirkungen impliziter Optionen: Definition von Optionen sowie Darstellung praktischer Beispiele für implizite Optionen und die Notwendigkeit ihrer Berücksichtigung.

3. Bewertung impliziter Optionen: Analyse des Kundenausübungsverhaltens sowie detaillierte Erläuterung von Bewertungsverfahren und deren Einflussfaktoren auf den Optionspreis.

4. Mögliche Handlungsansätze für Kreditinstitute: Vorstellung konkreter Gestaltungsmöglichkeiten für Bankprodukte zur Minimierung von Risiken und Kosten durch implizite Optionen.

5. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Relevanz einer genauen Bewertung impliziter Optionen.

Schlüsselwörter

Implizite Optionen, Banksteuerung, Optionspreisbewertung, Kundenverhalten, Zinsänderungsrisiko, Festzinsdarlehen, Konditionsbeitragsbarwert, Binomialmodell, Produktgestaltung, Sonderkündigungsrechte, Risikomanagement, Zinsstruktur, Arbitragefreie Bewertung, Deckungsbeitragsrechnung, Bankkalkulation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Analyse und Bewertung von impliziten Optionen, die häufig in Bankprodukten mit Zinsbindung enthalten sind und wesentliche betriebswirtschaftliche Risiken darstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition dieser Optionen, ihrer finanzmathematischen Bewertung und der Ableitung von Gestaltungsstrategien für Kreditinstitute.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Banken durch eine präzisere Bewertung und bewusste Produktgestaltung die durch implizite Optionen entstehenden Kosten minimieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig das Binomialmodell zur Bewertung von Optionen und setzt dieses in den Kontext praktischer Anforderungen der Banksteuerung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte mathematische Bewertung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kundentypen und die praktische Anwendung durch Produktgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind implizite Optionen, Kundenverhalten, Optionspreis, Zinssteuerung, Risikomanagement und Produktkalkulation.

Wie unterscheidet sich das statistische vom optionalen Kundenverhalten?

Ein optional handelnder Kunde nutzt Zinsvorteile rational und ausschließlich marktgetrieben, während das statistische Kundenverhalten durch Faktoren wie Trägheit, Bildungsstand oder individuelle Liquiditätssituationen geprägt ist.

Warum ist die Berücksichtigung von impliziten Optionen für Banken kritisch?

Die Vernachlässigung dieser Optionen führt zu einer unerwünschten Reduzierung der Marge, da die Bank als Stillhalter einer Option ein Risiko übernimmt, welches oft nicht im Preis des Produktes reflektiert wird.

Welche Rolle spielt die Vorlaufzeit bei Darlehensverträgen?

Die Vorlaufzeit ist ein entscheidender Hebel zur Kostenminimierung; je länger die Zeitspanne bis zur ersten möglichen Ausübung einer Option, desto geringer ist der aktuelle Optionswert.

Was zeigt die Fallstudie der Sparkasse Coburg – Lichtenfels?

Die Sparkasse verdeutlicht den Übergang von pauschalen Aufschlägen hin zu einem gesteigerten Interesse an einer exakten datengestützten Bewertung, um auf das real beobachtete Kundenverhalten reagieren zu können.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Implizite Optionen in der Banksteuerung
Hochschule
Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe Bonn
Veranstaltung
Wertorientierte Steuerung / Banksteuerung
Note
1,7
Autor
Markus Bohl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V121286
ISBN (eBook)
9783640257867
ISBN (Buch)
9783640259526
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Implizite Optionen Banksteuerung Wertorientierte Steuerung Banksteuerung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Bohl (Autor:in), 2008, Implizite Optionen in der Banksteuerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121286
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum