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Textlinguistik in der Förderung von der schulischen Textproduktion

Title: Textlinguistik in der Förderung von der schulischen Textproduktion

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 22 Pages , Grade: 2

Autor:in: Malgorzata Swietlik (Author)

German Studies - Linguistics
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In der vorliegenden Ausarbeitung wird der Versuch unternommen, der Frage nachzugehen, mit welchen didaktischen Ansätzen aus dem Bereich der Textlinguistik sich die Textkompetenz von Schülern fördern lässt. Da sich die Textlinguistik mit den verschiedenen Aspekten der Textproduktion und –Rezeption beschäftigt, können die Befunde aus dieser linguistischen Disziplin didaktisch in der Förderung von schulischen Textkompetenzen eingesetzt werden.
Zuerst wird ein Überblick über die Entwicklung des schulischen Schreibens gegeben. Die verschiedenen Ansätze aus der Geschichte der Aufsatzerziehung werden im Hinblick auf ihre Mängel und Potentiale besprochen. Dann werden die textlinguistischen Grundbegriffe der (Text, Kriterien der Textualität wie Kohäsion, Kohärenz, Thema und Textfunktion) erläutert und es wird überlegt, wie die Ergebnisse aus der Textlinguistik in den Unterricht integriert sein sollten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die historische Entwicklung der schulischen Textproduktion

2.1. Der gebundene Aufsatz

2.2. Der freie Aufsatz

2.3. Der stilbildende Aufsatz (der sprachgestaltende und sprachschaffende Aufsatz)

2.4. Der kommunikative Aufsatz

2.5. Das kreative Schreiben

3. Textlinguistik

4. Text

4.1. Textbegriff nach Brinker (2005)

4.1.1. Sprachsystematisch orientierte Textlinguistik und kommunikationsorientierte Textlinguistik

4.2. Textbegriff nach der Prototypentheorie

4.2.1. Prototypenkonzept nach Sandig (2000)

4.3. Textbegriff nach Nussbaumer (1993)

4.4.Text, Fazit

5. Kriterien der Textualität

5.1. Kohärenzkonzept

5.2. Kohäsion und Kohärenz

5.3. Thema

5.4. Textfunktion

5.5. Kriterien der Textualität, Fazit

6. Textlinguistik im Aufsatzunterricht

6.1. Schreibkonferenzen

7. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie didaktische Ansätze aus dem Bereich der Textlinguistik dazu beitragen können, die Textkompetenz von Schülern gezielt zu fördern. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwiefern traditionelle Konzepte der Aufsatzerziehung durch moderne, linguistisch fundierte Verfahren ergänzt oder abgelöst werden sollten, um Schüler zu kompetenteren Schreibern zu befähigen.

  • Historische Entwicklung schulischer Aufsatzformen und deren didaktische Bewertung
  • Grundlagen der Textlinguistik und verschiedene Textdefinitionen
  • Zentrale Kriterien der Textualität wie Kohäsion, Kohärenz und Textfunktion
  • Integration linguistischer Erkenntnisse in den modernen Schreibunterricht
  • Die Methode der Schreibkonferenz als prozessorientierte Schreibdidaktik

Auszug aus dem Buch

2.1 Der gebundene Aufsatz

Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der gebundene Aufsatz das Instrument der Aufsatzerziehung. Er war an starke Regeln geknüpft und beschränkte sich auf die reine Reproduktion von Musteraufsätzen. Es handelte sich um eine bloße Nachahmung „vorbildlicher“ Texte und es wurde von den Schülern die Reproduktion von Textsorten sowie stilistischer und syntaktischer Muster verlangt:„Gebunden war er thematisch, inhaltlich, formal, sprachlich usw. Es gab nichts, aber auch gar nichts, was vom Schüler hätte kommen können.“ (Schuster 1997, S. 7)

Der gebundene Aufsatz hatte zudem festgelegte Textsorten. Zu diesen Textsorten gehörten Berichte, Erzählungen, Erörterungen und Beschreibungen. Von den späteren didaktischen Ansätzen wurde das Reproduzieren von fertigen Texten im Rahmen des gebundenen Aufsatzes als „Dressurleistung“ empfunden. (vgl. Schuster 1997, S. 7)

Obwohl der gebundene Aufsatz so stark beurteilt wird, bemerkt Jasmin Merz-Grötsch, dass bestimmte Aspekte dieser Aufsatzdidaktik – z.B. das Abschreiben zum Einprägen schriftsprachlicher Strukturen oder die Reproduktion eingeübter Textsorten immer noch im heutigen Schreibunterricht präsent sind. (Merz-Grötsch 2000, S. 194)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung formuliert das Ziel, didaktische Ansätze der Textlinguistik zur Förderung der schulischen Textkompetenz zu identifizieren und zu diskutieren.

2. Die historische Entwicklung der schulischen Textproduktion: Dieses Kapitel zeichnet die Geschichte der Aufsatzerziehung von gebundenen Formen bis hin zum kreativen Schreiben nach und analysiert deren Mängel und Potenziale.

3. Textlinguistik: Hier werden die Grundlagen der Textlinguistik als junge linguistische Disziplin eingeführt, die den Text als Grundeinheit der sprachlichen Kommunikation begreift.

4. Text: Dieses Kapitel erläutert verschiedene Textdefinitionen (nach Brinker, Nussbaumer und unter Berücksichtigung der Prototypentheorie) und verdeutlicht die Komplexität des Textbegriffs.

5. Kriterien der Textualität: Hier stehen die zentralen Merkmale wie Kohäsion, Kohärenz, Thema und Textfunktion im Fokus, wobei deren Bedeutung für das Textverständnis herausgearbeitet wird.

6. Textlinguistik im Aufsatzunterricht: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf den Schulunterricht und stellt die Schreibkonferenz als effektive Methode zur prozessorientierten Schreibförderung vor.

7. Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst zusammen, dass eine moderne Schreibdidaktik auf Interaktionsorientierung und Prozessbezogenheit setzen muss, um erfolgreich zu sein.

Schlüsselwörter

Textlinguistik, Schreibdidaktik, Textproduktion, Textkompetenz, Kohärenz, Kohäsion, Textualität, Schreibkonferenz, Aufsatzunterricht, Textfunktion, Prozessorientierung, Schreibprozess, schulische Textproduktion, Textverstehen, Kommunikative Didaktik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Nutzen der Textlinguistik für die Förderung der schulischen Textkompetenz und analysiert, wie sich der Schreibunterricht von traditionellen Aufsatzformen hin zu modernen, prozessorientierten Methoden entwickeln lässt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Aufsatzdidaktik, die theoretischen Grundlagen der Textlinguistik, Kriterien der Textualität sowie die praktische Umsetzung dieser Erkenntnisse im Unterricht durch Methoden wie Schreibkonferenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Befunde aus der Textlinguistik didaktisch eingesetzt werden können, um die Fähigkeit der Schüler, eigene Texte zu produzieren und fremde Texte zu verstehen, gezielt zu verbessern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse didaktischer und linguistischer Fachliteratur, wobei verschiedene theoretische Konzepte (z.B. nach Brinker, Nussbaumer und Sandig) miteinander in Beziehung gesetzt und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Aufsatzdidaktik, eine theoretische Definition des Textbegriffs, die Analyse von Kriterien der Textualität und die Diskussion moderner Schreibkonferenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Textlinguistik, Schreibdidaktik, Textkompetenz, Kohärenz, Kohäsion und Schreibkonferenzen charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der „gebundene Aufsatz“ vom „kreativen Schreiben“?

Während der gebundene Aufsatz auf die strikte Reproduktion von Mustern und Regeln setzt, fördert das kreative Schreiben die Entfaltung der Phantasie, den persönlichen Ausdruck und die individuelle Auseinandersetzung mit dem Schreibprozess.

Warum ist das Konzept der „Schreibkonferenz“ für den modernen Unterricht wichtig?

Die Schreibkonferenz ermöglicht es den Schülern, in Interaktion mit Mitschülern ihre Texte zu evaluieren und zu überarbeiten, was einen Perspektivwechsel fördert und das Schreiben als kommunikativen, prozesshaften Vorgang begreifbar macht.

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Details

Title
Textlinguistik in der Förderung von der schulischen Textproduktion
College
University of Koblenz-Landau  (Institut für Germanistik)
Course
Von der Aufsatzdidaktik zu einer modernen Schreibdidaktik
Grade
2
Author
Malgorzata Swietlik (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V121336
ISBN (eBook)
9783640255528
Language
German
Tags
Textlinguistik Förderung Textproduktion Aufsatzdidaktik Schreibdidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Malgorzata Swietlik (Author), 2007, Textlinguistik in der Förderung von der schulischen Textproduktion , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121336
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