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Vergleich zwischen "Herr Lehmann" von Sven Regener und "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff

Title: Vergleich zwischen "Herr Lehmann" von Sven Regener und "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff

Pre-University Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 14 Punkte

Autor:in: Simon Jakobs (Author)

Didactics for the subject German - Discussion and Essays
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In dieser Facharbeit werden zwei Werke vorgestellt und verglichen, die zunächst sehr unterschiedlich erscheinen. Die spätromantische Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff wird dem zeitgenössischen Roman „Herr Lehmann“ von Sven Regener gegenübergestellt. Hierbei sollen die Parallelen herausgearbeitet werden, die sich einmal bei der Betrachtung der Protagonisten und zum anderen aus der Autorenintention ergeben. Des Weiteren soll die unterschiedliche Beleuchtung der jeweiligen Protagonisten im literarischen Kontext beider Werke verglichen werden. Darüber hinaus beschäftigt sich die Arbeit mit dem von beiden Schriftstellern angeprangerten fehlenden Wandel des Philistertums in einer Zeitspanne von über 180 Jahren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Sven Regener: „Herr Lehmann“

1.1 Vorstellung des Autors und Inhaltsangabe des Werkes

1.2 Der Protagonist: Frank Lehmann

1.2.1 Charakterisierung des Protagonisten

1.2.2 Lebensphilosophie und Weltbild des Protagonisten

1.3 Analyse der sprachlichen Gestaltung und der philosophischen Aussagen

1.4 Erzähler/ bzw. Autorenhaltung

2. Joseph von Eichendorff: „Aus dem Leben eines Taugenichts“

2.1 Vorstellung des Autors und Inhaltsangabe des Werkes

2.2 Der Protagonist: Der Taugenichts

2.2.1 Charakterisierung des Protagonisten

2.2.2 Lebensphilosophie und Weltbild des Protagonisten

2.3 Analyse der sprachlichen Gestaltung und der philosophischen Aussagen

2.4 Einordnung in die Epoche der Spätromantik

3. Ein Vergleich

3.1 Vergleich der Protagonisten

3.1.1 Übereinstimmung der Wesensmerkmale

3.1.2 Grundsätzliche Verschiedenheiten der beiden Figuren

3.2 Vergleich der Lebensphilosophien der beiden Figuren

3.3 Vergleich der Konzeption beider Werke und der Autorenabsicht

3.4 Erklärung der Verhaltensweisen im zeitlichen Kontext

3.5 Kritik an Mensch und Gesellschaft

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Facharbeit verfolgt das Ziel, den zeitgenössischen Roman „Herr Lehmann“ von Sven Regener dem spätromantischen Werk „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff gegenüberzustellen, um trotz der zeitlichen Distanz von 180 Jahren fundamentale Parallelen in der Figurenkonzeption sowie der Kritik am Philistertum herauszuarbeiten.

  • Vergleich der Protagonisten Frank Lehmann und des Taugenichts hinsichtlich ihrer Wesensmerkmale und Lebensphilosophien.
  • Analyse der Autorenintention und der literarischen Konzeption beider Werke.
  • Untersuchung der zeitbedingten Ausgestaltung der jeweiligen Gesellschaftskritik.
  • Erörterung der Beständigkeit des Philisterbegriffs über verschiedene Epochen hinweg.

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Charakterisierung des Protagonisten

„Der Mensch ist ein Wesen mit freiem Willen.“1 So äußert sich die Lebensphilosophie des Frank Lehmann, der am 09. November 1959 in Bremen geboren wurde und zwischen 1980 und 1988 nach Berlin zog. Im Abschnitt SO 36 in Berlin-Kreuzberg will er auch für den Rest seines Lebens bleiben. Seine Freunde nennen ihn nur „Herr Lehmann“. Über sein Äußeres erfährt man wenig, lediglich der Ansatz eines Bierbauches und die helle Haut, „weiß wie ein Fischbauch“2, werden erwähnt. „Du bist ein Fossil. Du gehst auf eine Party und denkst, huch, was sind die alle gut drauf. Du hast ja keine Ahnung, was abgeht. Das ist ja schon niedlich, wie du drauf bist.“3 charakterisiert ihn sein Chef und beschreibt damit die Lebensgestaltung des Frank Lehmann. In seiner Tätigkeit als Tresenmann ist er zwar nicht perfekt, fühlt sich jedoch qualifiziert und zufrieden. In seiner kleinen Eineinhalbzimmerwohnung bewegt sich der Protagonist in einer räumlichen Eingeschränktheit, die er keineswegs verlassen will.4

Frank Lehmann lässt sich im Folgenden als die perfekte Definition eines Philisters preisen und ist ein Spießer der Extraklasse: Er ist unsportlich, wird von allen anderen als unauffällig5 und simpel6 beschrieben, hasst Pathos und liebt in einer widersprüchlichen Art seine Eltern, feiert auch nur ungern seine Geburtstage und verteidigt seine kleinbürgerliche Umgebung wie ein menschliches Nagetier. Lehmann hat Angst vor dem Alter, er befürchtet, dass sich Erinnerungen anhäufen könnten, die ihn später belasten7 und beschreibt sich selbst als ehemaliger „Carpe-Diem-Typ“8.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sven Regener: „Herr Lehmann“: Dieses Kapitel stellt das Werk und den Protagonisten Frank Lehmann vor, analysiert dessen Charakter und Weltbild sowie die sprachliche Gestaltung des Romans.

2. Joseph von Eichendorff: „Aus dem Leben eines Taugenichts“: Hier wird Eichendorffs Novelle eingeführt, der Protagonist charakterisiert und das Werk in den Kontext der Spätromantik eingeordnet.

3. Ein Vergleich: In diesem Hauptteil werden die beiden Protagonisten, ihre Lebensphilosophien, die Autorenabsichten und die gesellschaftskritischen Aspekte der Werke direkt gegenübergestellt.

Schlüsselwörter

Facharbeit, Sven Regener, Herr Lehmann, Joseph von Eichendorff, Aus dem Leben eines Taugenichts, Romantik, Spätromantik, Philistertum, Spießertum, Literaturvergleich, Roman, Novelle, Frank Lehmann, Gesellschaftskritik, Lebensphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit?

Die Arbeit vergleicht den Roman „Herr Lehmann“ von Sven Regener mit der Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff hinsichtlich ihrer Figuren und gesellschaftskritischen Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Vergleich der Protagonisten, die Analyse ihrer Lebensphilosophien, die Rolle des Philistertums und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Erwartungen über Epochengrenzen hinweg.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Parallelen zwischen den beiden Werken trotz ihrer unterschiedlichen Entstehungszeiten aufzuzeigen und zu untersuchen, wie beide Autoren das gesellschaftliche Phänomen des Philisterbegriffs kritisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Literaturanalyse durchgeführt, bei der sowohl die inhaltliche Charakterisierung der Figuren als auch die stilistische und intentionale Ebene der Texte gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Analyse beider Protagonisten, den direkten Vergleich ihrer Philosophien, die Konzeption der Werke und eine Einordnung ihrer Verhaltensweisen in den jeweiligen zeitlichen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Literaturvergleich, Romantik, Spätromantik, Philistertum, Spießertum und Gesellschaftskritik.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Philisters in beiden Epochen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Typus des Philisters zeitlos ist und in beiden Werken als Gegenstand scharfer Kritik dient, wenngleich die Darstellung durch die Autoren (Regener vs. Eichendorff) stilistisch stark variiert.

Was unterscheidet Frank Lehmann in seiner Entwicklung von anderen Romanfiguren?

Im Gegensatz zu klassischen Entwicklungsromanen zeichnet sich Frank Lehmann durch eine fast vollständige Abwesenheit von persönlicher Entwicklung und eine bewusste Entscheidung für die Stagnation und räumliche Begrenzung aus.

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Details

Title
Vergleich zwischen "Herr Lehmann" von Sven Regener und "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff
Course
-
Grade
14 Punkte
Author
Simon Jakobs (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V121352
ISBN (eBook)
9783640263523
Language
German
Tags
Vergleich Herr Lehmann Sven Regener Leben Taugenichts Joseph Eichendorff
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Jakobs (Author), 2007, Vergleich zwischen "Herr Lehmann" von Sven Regener und "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121352
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