Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Basiskrisenintervention in der Betreuung von Kindern und kindliche Todeskonzepte

Titel: Basiskrisenintervention in der Betreuung von Kindern und kindliche Todeskonzepte

Seminararbeit , 2009 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Timo Grünbacher (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Situation in unserer Gesellschaft ist paradox: Einerseits erlauben uns die Massenmedien tagtäglichen Einblick in die tödlichen Ereignisse wie Krieg, Terrorismus und Naturkatastrophen an vielen Brennpunkten dieser Welt. Der Tod wird sozusagen direkt in unser
Wohnzimmer geliefert, sei es nachrichtenjournalistisch-neutral oder „pervertiertübertrieben“ aufbereitet. Andererseits werden Sterben und Tod im eigenen Umfeld immer weiter institutionalisiert, „man stirbt den 'weißen Tod' in der Klinik“, persönliche Erfahrungen
mit dieser Thematik sind selten.
Dieses Abschotten gegenüber den Themen „Tod und Sterben“ findet ein jähes Ende, sobald beispielsweise die engere Familie von einem Todesfall belastet wird. Plötzlich steht der Tod gewissermaßen wieder im Wohnzimmer, diesmal allerdings nicht als Information aus fernen Welten, die sich mit dem Fernseher abschalten lässt, sondern nun geradezu als leibhaftige Erscheinung, die eine intensive Auseinandersetzung fordert. Die fehlenden Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit dem Tod vergrößern die Hilflosigkeit der Hinterbliebenen. Und als wäre der Tod eines nahen Menschen nicht schon Herausforderung genug, wird es erst so richtig kompliziert, wenn Kleinkinder unter den Trauernden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Trauernde und belastete Kinder – eine Herausforderung

Betreuung traumatisierter Kinder in der peritraumatischen Phase

Kindliche Todesvorstellungen und Trennungsschmerz

Kleinkinder bis 3 Jahre

Vorschulkinder, 3 bis 6 Jahre

Grundschulkinder, 6 bis 9 Jahre

Schulkinder, 9 bis 12 Jahre

Jugendliche

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Betreuung von Kindern in Notfallsituationen sowie die altersabhängige Entwicklung kindlicher Todeskonzepte, um Mitarbeitern der Basiskrisenintervention praktische Orientierungshilfen für den Umgang mit trauernden und traumatisierten Kindern an die Hand zu geben.

  • Psychologische Grundlagen der kindlichen Trauer.
  • Methoden der Basiskrisenintervention bei Kindern.
  • Entwicklungsstufen des Todesverständnisses bei Kindern und Jugendlichen.
  • Umgang mit Schuldgefühlen und Abschiednahme.
  • Reaktionen auf traumatische Erlebnisse in der peritraumatischen Phase.

Auszug aus dem Buch

Betreuung traumatisierter Kinder in der peritraumatischen Phase

Immer wieder haben Mitarbeiter von Kriseninterventions- und Notfallseelsorgeteams die Aufgabe, Kinder zu betreuen, die entweder an einem Unfall/ Unglück direkt oder indirekt (zum Beispiel als Augenzeuge) beteiligt sind, oder dass in deren direkten Umfeld eine nahe Person schwer erkrankt oder gar verstorben ist. „In diesem Kontext sind zwei Konstellationen möglich: Zum einen kann es sein, dass keine erwachsenen Bezugspersonen zur Verfügung stehen (...). Zum anderen ist es möglich, dass Erwachsene zwar anwesend, aber aufgrund ihrer Traumatisierung nicht in der Lage sind, sich ihrer Kinder anzunehmen.“

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Kinder keine 'kleinen Erwachsenen' sind und dass sie deshalb immer wieder auf eine Art und Weise reagieren können, die erwachsenen Menschen fremd ist. Obwohl Kinder sicherlich aufgrund ihrer kürzeren Lebenserfahrung weniger Coping-Strategien haben, also Möglichkeiten, „mit inneren oder äußeren Anforderungen umzugehen, welche als einschränkend erlebt werden oder welche die Ressourcen eines Menschen überschreiten“, und gegebene Sachverhalte je nach Alter kognitiv nur schwer bis gar nicht erfassen können, konnte in Studien festgestellt werden, dass Kinder „entgegen den gängigen Klischee-Vorstellungen in Notsituationen ein hohes Maß an Problembewältigungskapazität“ aufweisen. Deswegen empfiehlt es sich, bei der Betreuung von Kindern ähnlich vorzugehen wie bei der Betreuung von Erwachsenen, „teilweise allerdings leicht modifiziert“.

Zusammenfassung der Kapitel

Trauernde und belastete Kinder – eine Herausforderung: Das Kapitel thematisiert die Paradoxie im Umgang mit dem Tod in der modernen Gesellschaft und die besondere Belastung, wenn Kleinkinder von traumatischen Ereignissen betroffen sind.

Betreuung traumatisierter Kinder in der peritraumatischen Phase: Dieser Abschnitt erläutert praxisnahe Ansätze für Einsatzkräfte, um Kinder unmittelbar nach einem Schockereignis behutsam zu begleiten und ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Kindliche Todesvorstellungen und Trennungsschmerz: Dieses Kapitel bietet eine entwicklungspsychologische Übersicht darüber, wie Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersstufen – von Kleinkindern bis zu Jugendlichen – den Tod verstehen und verarbeiten.

Schlüsselwörter

Basiskrisenintervention, Kinder, Trauer, Notfallseelsorge, Traumatisierung, peritraumatische Phase, Todeskonzepte, Entwicklungspsychologie, Kindertrauer, Krisenintervention, psychische Erste Hilfe, Trennungsschmerz, Coping-Strategien, Abschiednahme, Sterben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung von Kindern, die mit Tod oder traumatischen Notfällen konfrontiert sind, und bietet Leitlinien für Kriseninterventions-Mitarbeiter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten gehören die kindliche Trauer, die Krisenintervention in der Akutphase sowie die altersgerechte Entwicklung von Todesvorstellungen.

Was ist das Ziel dieser Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Einsatzkräften Kompetenzen zu vermitteln, um Kinder in Notsituationen psychologisch adäquat zu betreuen und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung entwicklungspsychologischer Literatur und fachspezifischer Erkenntnisse aus der Notfallseelsorge und Krisenintervention.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Kinder – unterteilt nach Altersstufen – das Phänomen Tod wahrnehmen und welche spezifischen Schwierigkeiten in der Kommunikation und Betreuung auftreten können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Basiskrisenintervention, Kindertrauer, peritraumatische Phase und kindliche Todeskonzepte.

Warum ist die Kontaktaufnahme zu Kindern im Einsatz oft so schwierig?

Die Schwierigkeit liegt oft darin, dass die Bezugspersonen entweder nicht verfügbar oder selbst traumatisiert sind und das Kind den Helfer zudem als Teil der bedrohlichen Situation identifizieren könnte.

Welche Rolle spielt die „Schuldfrage“ bei traumatisierten Kindern?

Kinder entwickeln häufig irrationale Schuldgefühle, etwa weil sie sich eine Person „weggewünscht“ haben. Es ist eine Kernaufgabe der Begleiter, dem Kind diese Last durch gezielte Gespräche zu nehmen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Basiskrisenintervention in der Betreuung von Kindern und kindliche Todeskonzepte
Hochschule
Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern
Note
1,0
Autor
Timo Grünbacher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V121363
ISBN (eBook)
9783640257225
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Basiskrisenintervention Betreuung Kindern Todeskonzepte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Timo Grünbacher (Autor:in), 2009, Basiskrisenintervention in der Betreuung von Kindern und kindliche Todeskonzepte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121363
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  14  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum