Die „Zwei Spanien“ in Jose Camilo Celas „La Colmena“ und in dem gleichnamigen Literaturfilm von Mario Camus


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008
30 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

1.Erläuterung des Begriffs „Zwei Spanien“ und der historischen Situation Spaniens nach dem Bürgerkrieg von 1936-1939
1.1 Erläuterung des Begriffs „Zwei Spanien“
1.2 Spanien nach dem Bürgerkrieg

2. Die Spanische Gesellschaft nach dem Bürgerkrieg im Buch und im Film
2.1 Zeitbezüge in Buch und Film
2.2 Buch und Film als Abbild der spanischen Gesellschaft nach dem Bürgerkrieg
2.2.1 Die Familie als Mikrokosmos
2.2.1.1 Die Familie Gonzalez
2.2.1.2 Die Familie Moises
2.2.2 Das Cafe und das Bordell als Mikrokosmen
2.2.3 Los anos del hambre
2.2.4 Desillusionierung
2.2.5 Die Darstellung des Franco-Staates

3. Repräsentation des zerrissenen Spanien durch die Figurenzeichnung und die Figurenkonstellation im Roman und im Film
3.1 Martin Marco
3.2 Doña Rosa
3.3 Roberto und Filo
3.4 Visitacion und Roque
3.5 Leonardo Melendez und Segundo Segura
3.6 Mario de la Vega und Eloy Rubio Antofagasta
3.7 Victorita
3.8 Zusammenfassung: Die Figurencharakterisierung im Roman und im Film

4. Zusammenfassung: Die Darstellung der „Zwei Spanien“ der Nachkriegszeit in Roman und Film

Literaturverzeichnis

1.Erläuterung des Begriffs „Zwei Spanien“ und der historischen Situation Spaniens nach dem Bürgerkrieg von 1936-1939

1.1 Erläuterung des Begriffs „Zwei Spanien“

In der historischen Fachliteratur findet sich in zahlreichen Arbeiten, die Spanien und den Spanischen Bürgerkrieg zum Thema haben, die Feststellung, dass es in Spanien seit langer Zeit zwei Lager gibt, die sich unversöhnlich gegenüber stehen. Im spanischen Konflikt standen sich mit den Anhängern Francos und den Republikanern zwei Parteien gegenüber, welche die ideologische Trennungslinie eines zerrissenen Landes symbolisierten. Im Folgenden möchte ich die Ursprünge dieser Zerrissenheit aufdecken und die Entwicklung einer Spaltung nachvollziehen, die schließlich im Spanischen Bürgerkrieg ihren traurigen Höhepunkt fand und auch danach weiter andauerte.

Der innerspanische Konflikt entstand nicht erst 1936. Er hat seinen Ursprung in ungelösten Streitfragen des neunzehnten Jahrhunderts, die in noch früheren Jahrhunderten entstanden waren. Nach Walther L. Bernecker lassen sich in der Geschichte Spaniens vier Problemfragen ausmachen, an denen sich immer wieder Konflikte entzündeten und die für die Uneinigkeit des spanische Volkes verantwortlich waren: Erstens die ungerechte Landverteilung, zweitens die Unabhängigkeitsbestrebungen des Baskenlandes und Kataloniens, drittens die Rolle des Militärs im Staatsapparat und viertens der Einfluss der Kirche auf die Gesellschaft. Bei dem ersten Problem, der Frage der Landverteilung, kämpften arme Arbeiter gegen die reichen Landbesitzer, deren Felder sie bewirtschafteten. Bei dem zweiten Konfliktpunkt traten Vertreter des Zentralismus den Forderungen von Katalanen und Basken nach Unabhängigkeit entschieden entgegen. Die in Spanien traditionell starke Kirche wurde von aufgeklärten Liberalen angegriffen, die eine Trennung von Staat und Kirche befürworteten. In einem weiteren Konfliktfeld sah sich das Militär mit Gegnern konfrontiert, die dessen unberechenbare Macht zurückdrängen wollten. So kann man für jeden einzelnen Konflikt zwei feindliche Parteien und somit eine „ideologische Spaltung des Landes“[1] erkennen. Während sich auf der rechten Seite Monarchisten, Nationalisten, Katholiken und Konservative vereinigten, taten dies auf der linken Seite die Republikaner, Kirchengegner und Reformer. Natürlich spiegelt diese Aufteilung in zwei Lager nur eine allgemeine Tendenz wider. Es hat immer wieder Konflikte innerhalb, sowie auch Übereinstimmungen außerhalb dieser großen Lager gegeben[2]. Die „Zwei Spanien“ hat es „in völlig reiner Ausprägung nicht gegeben“(Bernecker:1984, S.14), wohl aber ein Spanien, das sich aufgrund mehrerer Konfliktfelder aufspaltete und nach verschiedenen Interessenslagen wieder verband und gegenüberstellte.

Tatsächlich war es im republikanischen Spanien nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1931 so, dass sich das Parteiensystem immer mehr fraktionierte. Das Wahlsystem begünstigte aber Zusammenschlüsse mehrerer Parteien. Die Folge war, dass nicht extreme Volksvertreter auf Koalitionen mit Parteien des politischen Randes angewiesen waren. Dies zog eine konfrontative Blockbildung und die weitere Zweiteilung des politischen Spaniens nach sich. Die Linken eroberten die Macht bei den Wahlen von 1931, gaben sie 1933 an die Rechten ab und gewannen sie 1936 wieder. Die jeweiligen Regierungen scheiterten aber alle daran die vier großen Probleme Spaniens zu lösen. Im Jahr des Kriegsbeginns wurden diese ohnehin schwierigen Bedingungen durch weitere innenpolitische Krisen verschärft. Ebenso nahm durch internationale Einflüsse der Antagonismus im politischen Leben zu: Die Rechten sahen ihre Aufgabe darin, dass Gespenst des Kommunismus aus Spanien zu vertreiben, während die Linken einem Aufkommen des Faschismus entgegentreten wollten.

In Wirklichkeit waren die Gegner, die sich vor Ausbruch des Bürgerkrieges gegenüberstanden, aber die sozialistische, kommunistische und anarchistische Volksfront, die auch von Regionalisten unterstützt wurde und die Nationale Front, die die Großgrundbesitzer und katholische, militärische, monarchistische und faschistische Kräfte band. Einen großen Teil beider Bewegungen machten auch die linken, beziehungsweise die rechten Republikaner aus, die insgesamt die politische Mitte vertraten, sich aber aufgrund der bipolaren Trennung einer Seite zuwandten.

Es lassen sich also durchaus aufgrund der historischen Entwicklung zwei Lager in Spanien ausmachen, die man gegenüberstellen kann und die man als „Zwei Spanien“ bezeichnen könnte. Dennoch muss man sich, wenn man diesen Begriff benutzt, bewusst sein, dass er „ein relativer Begriff ist“[3] und eine „abstrakte Idee eines historischen Phänomens“ (Maier:2004, S.7). Dass es aber einen ideologisch motivierten Antagonismus in Spanien gab und gibt, ist unbestritten. Eine literarische Untersuchung dieses Antagonismus ist sehr sinnvoll, da er sich in sehr vielen Werken der spanischen und der Spanien behandelnden Literatur findet und man ihn berücksichtigen und hervorheben muss, wenn man sie vollständig verstehen möchte.

1.2 Spanien nach dem Bürgerkrieg

Sowohl das Buch von Cela als auch der Film von Camus spielen zu einem Zeitpunkt, an dem in Spanien der Bürgerkrieg beendet ist, während die militärischen Auseinandersetzungen des Zweiten Weltkrieges noch anhalten. Von daher ist es sinnvoll, sich einen kurzen Überblick über diese Zeit zu verschaffen.

Im spanischen Bürgerkrieg standen sich mit den Anhängern Francos und den Republikanern zwei Feinde gegenüber, die für unzählige Tote und Verwundete, für verlorene Söhne und vergewaltigte Töchter verantwortlich waren. Notwendigerweise verstärkte sich in den Jahren des Krieges die Teilung des Landes. Da es im Krieg nur Freund oder Feind gibt, entwickelte sich eine sehr starke Polarisierung innerhalb der spanischen Bevölkerung. Diese wurde durch Propagandamaßnahmen beider Seiten noch verstärkt.

Nach 1939 gab es in Spanien die Sieger und die Besiegten des Bürgerkriegs. Franco gründete nach dem Sieg seinen „Nuevo Estado“ und ließ sich zum unangreifbaren Diktator aufbauen. Legitimiert durch die neu erworbene Macht trieben er und seine Mitstreiter eine für sie vorteilhafte Spaltung der Gesellschaft weiter voran, indem sie Gesetze schufen, durch die die Anhänger der Republik unterdrückt wurden.

Viele Franco-Gegner mussten auch nach dem Krieg ihr Leben lassen. „ As in many wars, the number of those killed in action or who died of wounds afterwards, was a modest part of the dead“[4]. Während im Krieg insgesamt etwa 200.000[5] Menschen in Kampfhandlungen starben, wurden während und nach dem Bürgerkrieg zwischen 300.000 und 400.000 Menschen[6] Opfer der politischen Repressionsmaßnahmen des Regimes und starben. Eine ungefähr ebenso große Zahl an Menschen trat die Flucht aus Spanien an und ging ins Exil[7]. Dies führte dazu, dass die Stimmen der Republikaner während der Zeit der Diktatur in Spanien fast gänzlich ungehört blieben. Nun war die andere Seite des Landes endgültig besiegt und es gab nur noch eine offizielle Sicht auf die Geschichte. Die Frage, auf welcher Seite man im Bürgerkrieg gestanden hatte, wurde in einem autoritären Staat, der keinen Widerspruch duldete, immer wichtiger. Sympathisanten der Republik wurde das Leben im neuen Spanien von allen Seiten erschwert. Sie erhielten Berufsverbot und mussten bis zum Tode Francos mit ideologisch begründeten Verhaftungen rechnen, da es bis zu diesem Zeitpunkt keinen allgemeinen Straferlass für die Taten im Bürgerkrieg gab. „Nationalspanien war für all jene, die nicht mit dem Regime sympathisierten, nicht viel besser als ein Gefängnis“(Beevor:2006, S. 509).Die Schlacht war mit dem ersten April 1939 zwar beendet, doch der ideologische Krieg dauerte an.

Verstärkt wurde dieser Konflikt durch die Wirtschaftspolitik der neuen Machthaber. Spanien befand sich 1939 in einem zerstörten Zustand, in dem es äußerst schwierig war eine prosperierende Wirtschaftsentwicklung voranzutreiben. Das Land war international nicht konkurrenzfähig und konzentrierte sich vornehmlich auf die Landwirtschaft. Doch diese zu betreiben gestaltete sich nach dem Krieg schwierig, da die Grundlagen fehlten. Die wichtigsten Nahrungsmittel wurden knapper. In dieser Situation trieb die Regierung einen Keil zwischen die Bevölkerung. Sie hielt die Lohnkosten so niedrig, dass die Großgrundbesitzer, die ihre enteigneten Landgüter unter Franco zurückerhalten hatten, sich trotz der schwierigen Situation bereichern konnten. Es entstand eine sehr große Kluft zwischen Arm und Reich. Zur ersten Gruppe zählten die Arbeiter, von denen viele die Republikaner unterstützt hatten, zur zweiten die Besitzer des Kapitals, die den Militärputsch Francos in der Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Ausgangslage 1936 begrüßt hatten. Nicht nur in der Lohn- sondern auch an der Steuerpolitik lässt sich die Bevorzugung der Besitzendenfestmachen. Während die Abgaben auf Lebensmittel und Verbrauchsgüter stiegen, sanken die, welche auf Einkommen und Vermögen erhoben wurden. Bei den ausgebeuteten Land- und Industriearbeitern, aber auch bei der verarmten bürgerlichen Mittelschicht musste die ganze Familie mitarbeiten, um die Existenz zu sichern. Auch deswegen werden die Jahre nach dem Bürgerkrieg auch in Spanien als „Los anos del hambre“(Haubrich:1976, S.32), die Jahre des Hungers bezeichnet. Dieses Thema spielt eine wichtige Rolle in den beiden Werken, die in dieser Arbeit behandelt werden.

Ein weiterer Aspekt dieses Unterkapitels ist der Umgang mit den Ereignissen des Bürgerkriegs in der spanischen Gesellschaft nach 1939. Dieser Aspekt ist besonders für die Entstehungskontexte der beiden Werke interessant. Die historische Aufarbeitung des Krieges stand unter dem Diktat der autoritären Regierung. Die Zensur verhinderte die Veröffentlichung von Literatur und Filmen, die den Frankismus negativ erscheinen ließen. Unter diese Maßnahmen fiel auch „La Colmena“ von Camilo Jose Cela, das nach Umwegen erst 1951 in Buenos Aires erscheinen konnte. Problematische Fragen wurden von der Regierung systematisch ausgeschlossen. Auch Versöhnung und Entgegenkommen der beiden Kriegsparteien wurde gesetzlich unterbunden.

Mit Francos Tod am 20. November 1975 trat ein Wendepunkt in der spanischen Geschichte ein. „Die Diktatur hatte ein unversöhntes Volk hinterlassen“(Haubrich:1976, S.13,14). Die Frage, wie nach diesem entscheidenden Umbruch die zwei Parteien miteinander umgehen sollten, trat ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. 1975 war das Land immer noch gespalten, da die Erinnerung an die Erlebnisse des Bürgerkriegs bei den Nationalisten öffentlich und bei den Republikanern privat wach gehalten worden war.

Ein ideologischer Wahrheitskrieg blieb aber trotz der zwei Lager, die sich in den Jahren nach der Diktatur gegenüberstanden in breiten Bevölkerungsschichten aus. Vielmehr setzte Mitte der Siebziger Jahre ein „Verdrängen um der Versöhnung willen“[8] ein. In der Politik setzte sich auch in den linken Gruppierungen die Ansicht durch, dass eine Bestrafung von frankistischen Tätern nicht gewollt wurde. Mit einem Straferlass-Gesetz, das sich auf beide Seiten bezog, wurde die Diskussion um Täter und Opfer symbolisch zu einem Abschluss gebracht. Auch die Historiker verweigerten einen provozierenden Umgang mit der Vergangenheit. Für Julia Macher wurde der politische Friede, der einen reibungslosen Übergang von der Diktatur zur Demokratie garantierte „um den Preis des Vergessens erkauft“(Macher:2002, S.116) und kam den Unterstützern des Regimes sowie den Mitläufern sehr entgegen. Der Konsens in der Art des Umgangs geschah auf Kosten der Bürgerkriegsverlierer, deren politische Vertreter eine Auseinandersetzung mit den Rechten, die auf Kosten der eigenen Mitbestimmungsmöglichkeiten gegangen wäre, vermeiden wollten.

Entsprechend zur politischen und historischen Art und Weise mit den Folgen von 1936 umzugehen, gab es auch in der Kunst eine Tendenz den Bürgerkrieg zwar zu thematisieren, aber sein Konfliktpotential in der Darstellungsweise abzumildern. Ursula Vossen spricht imFalle der Beschönigung der Bürgerkriegsthematik bei künstlerischen Prozessen, die beide Seiten positiver erscheinen lässt und Schuldgefühle beim spanischen Zuschauer ausschließt von der „Ent-Schuldung“[9]. Vossen hat in ihrem Buch „Schatten der Erinnerung“ dies als Tendenz im spanischen Film der Achtziger Jahre nachgewiesen. In einem späteren Kapitel wird zu klären sein, inwieweit der 1982 veröffentlichte Film von Mario Camus von diesen gesellschaftlichen und künstlerischen Entwicklungen beeinflusst worden ist.

2. Die Spanische Gesellschaft nach dem Bürgerkrieg im Buch und im Film

In dem Roman „La Colmena“ spielt die Beschreibung der Spanischen Gesellschaft der Vierziger Jahre eine sehr wichtige Rolle. Er spiegelt diese Epoche durch zahlreiche zeitliche Bezüge wider. Der Krieg und seine Auswirkungen sind dabei häufig präsent. Vossen weist darauf hin, dass Cela selbst mit seinem Werk die „Situation einer ganzen Gesellschaft zu einem kritischen und entscheidenden Zeitpunkt einfangen“(Vossen: 2002, S.186) will. Auch der Film versteht sich als Wiedergabe fiktiver geschichtlicher Realität und stellt zahlreiche Beziehungen zu der historischen und gesellschaftlichen Situation her. Ich möchte diese aufzeigen und unter besonderer Berücksichtigung der unter 1.1 gewonnenen Ergebnisse näher untersuchen.

2.1 Zeitbezüge in Buch und Film

Der Roman spielt in den frühen Vierziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts. Dies kann man zum Beispiel daraus erschließen, dass zum Schluss der Zeitungsleser Romulo Nachrichten über die Konferenz von Teheran, das Führerhauptquartier und eine Maltareise von Roosevelt liest[10].

Der Roman stellt immer wieder Bezüge zum Bürgerkrieg her[11] und teilt in eine Zeit vor[12] und nach dem Krieg ein. Auch, dass der Zweite Weltkrieg stattfindet, wird immer wieder angesprochen[13]. Im Film wird gezeigt, wie Doña Rosa Radio Nacional de España hört. In einem Beitrag wird über die Entwicklung an der deutschen Ostfront berichtet. Zu einem frühen Zeitpunkt des Films erschallt es in Filos und Robertos Wohnung „Viva Franco! Arriba Espana!“ aus dem Rundfunkgerät. Neben der zeitlichen Situierung geben diese Einspielungen auch schon einen Hinweis auf die ideologische Positionierung der Radiohörer. Als Ventura und Julita sich im Kino treffen, läuft dort eine Ausgabe „Noticiero Documental“, eine spanischeVersion der Wochenschau. Auch die Ausstattung und die Kostüme, sowie die Tatsache, dass Camus zeitgenössische Fotoaufnahmen von Madrid in seinen Film integriert, untermalen die Annahme, dass es sich um die Vierziger Jahre handelt. Es lässt sich in jedem Fall konstatieren, dass die Zeit, in der das Buch und der Film spielen, zwischen dem Ende des Spanischen Bürgerkrieges und der Beendigung des Zweiten Weltkriegs zu bestimmen ist und insofern beide Auskunft über die Spanische Nachkriegsgesellschaft geben.

[...]


[1] Bernecker, Walther L.: Spaniens Geschichte seit dem Bürgerkrieg, München 1984, (Beck´sche Schwarze Reihe 284), S.14

[2] Und so findet zum Beispiel Bernhard Schmidt nach der Sichtung einiger ausgewählter Texte zum Spanienproblem zwar eine Kritik an den bestehenden Machtverhältnissen und ihrer katholisch-ideologischen Rechtfertigung, aber keine einheitliche fortschrittlich-liberale Gruppierung in Spanien. Siehe:

Schmidt, Bernhard : Spanien im Urteil spanischer Autoren. Kritische Untersuchungen zum sogenannten Spanienproblem 1609-1936, Berlin 1975, S.305 f.

[3] Maier, Winfried: Das „Spanienproblem“ und die „Zwei Spanien“ bei Miguel Delibes, Würzburg 2004, S. 7

[4] Thomas, Hugh: The Spanish Civil War, London 1977, Third Edition revised and enlarged, S. 926

[5] Vgl. Thomas, Hugh: 1977, S. 926

[6] Vgl. Bernecker, Walther L.: 1984, S.54

[7] Bernecker spricht von circa 400.000 siehe: Bernecker; Walther L.: Der Spanische Bürgerkrieg. Materialien und Quellen, 2. veränd. Aufl ., Frankfurt a.M. 1986 (Spanien und Lateinamerika Materialien zur Landeskund; Bd. 2), S. 9

Beevor von mehr als 450.000 Vgl. Beevor, Anthony: Der Spanische Bürgerkrieg, München, 2006, S. 512, Haubrich von 600.000 siehe: Haubrich, Walter: Francos Erben. Spanien auf dem Weg in die Gegenwart, Köln 1976, S. 31

[8] Macher, Julia: Verdrängung um der Versöhnung willen ? Die geschichtspolitischen Auseinandersetzung mit Bürgerkrieg und Franco-Diktatur in den ersten Jahren des friedlichen Übergangs von der Diktatur zur Demokratie in Spanien (1975 – 1978), Bonn 2002, (Gesprächskreis Geschichte Heft 48), S.11

[9] Vossen, Ursula: Schatten der Erinnerung. Film und Literatur im Spanien nach Franco, St.Augustin 2002 (Filmstudien, Bd. 19), S.141

[10] In der Fachliteratur ist das genaue Jahr umstritten. Vgl. Gumbrecht, Hans Ulrich: Eine Geschichte der spanischen Literatur, Frankfurt a. M. 1990, S. 1007, Kirsner, Robert: The novels and the travels of Camilo Jose Cela, Chapel Hill North Carolina 1966, S. 82, Roloff, Volker: Camilo Jose Cela – “La Colmena” in: Roloff, Volker, Wentzlaff-Eggebert, Harald (Hg.): Der spanische Roman vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 2. akt. Aufl., Stuttgart (u.a) 1995, S. 387, Vossen bemerkt, dass auch Cela selbst unstimmige Aussagen hierzu tätigt Vgl. Vossen: 2002, S. 194

[11] Vgl. Camilo Jose Cela: La Colmena, 2. ed, Esplugues de Llobregat (Barcelona) 1989 S.61, S.88, S. 90 , S. 133; S. 211, S. 235 S. 243, S. 248, S. 251

[12] Vgl. Cela: 1989, S.30; S. 113, S.143, S. 204, S. 213

[13] Vgl. Cela: 1989, S. 62, S. 63 S. 198, S. 252, S. 263, S. 266

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Die „Zwei Spanien“ in Jose Camilo Celas „La Colmena“ und in dem gleichnamigen Literaturfilm von Mario Camus
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Germanistisches Seminar/Komparatistik)
Veranstaltung
Literarische Bearbeitungen des Spanischen Bürgerkrieges
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
30
Katalognummer
V121365
ISBN (eBook)
9783640257249
ISBN (Buch)
9783640259670
Dateigröße
504 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Hauptseminararbeit untersucht den Roman "La Colmena" von Jose Camilo Cela sowie den gleichnamigen Film von Mario Camus. Die Arbeit ist logisch und klar strukturiert, flüssig formuliert sowie sorgfältig gearbeitet.Außerdem ist - mit Blick auf die Bibliographie und den Anmerkungsapparat - die Arbeit gründlich recherchiert. Ausführlich werden vor allem inhaltliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie die jeweiligen historischen Bezüge beider Werke herausgearbeiet. Wünschenswert wäre jedoch auch eine stärkere medienspezifische Differenzierung zwischen Vorlage und Adaption.
Schlagworte
Spanien“, Jose, Camilo, Celas, Colmena“, Literaturfilm, Mario, Camus, Literarische, Bearbeitungen, Spanischen, Bürgerkrieges
Arbeit zitieren
Fabian Kühn-Schulze-Frieling (Autor), 2008, Die „Zwei Spanien“ in Jose Camilo Celas „La Colmena“ und in dem gleichnamigen Literaturfilm von Mario Camus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121365

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