Grundzüge einer Marxkritik


Klassiker, 2009
45 Seiten
Karl Liebknecht (Autor)

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Inhalt

A. Begriffe „Arbeitskraft“ und „Arbeit“

B. Formel des Gegensatzes zur Marxschen Werttheorie

C. Die inneren Widersprüche der Marxschen Werttheorie

D. Eigene Konstruktion

E. Wachstum der gesellschaftlichen Wertsumme

F. Wertwandel und Produktivität

Anmerkungen

A. Begriffe „Arbeitskraft“ und „Arbeit“

1. Arbeit = Akt der Ausgabe (Verausgabung) der Arbeitskraft; also nicht ein Faktor, eine Potenz neben, außer der Arbeitskraft, sondern ein Schicksal der Arbeitskraft, ein Vorgang, ein Geschehen mit der Arbeitskraft. Arbeit ist nicht nur kein selbständiger, besonderer Faktor neben (außer) der Arbeitskraft, sie ist vielmehr überhaupt kein Faktor, sondern ein facere, ein agere; auch in geleisteter Arbeit ist Arbeit enthalten als ein Akt, nicht als Kraft, sondern als das Ausgeben einer Kraft, der Arbeitskraft, die den Faktor darstellt.

2. Geleistete „Arbeit“ = die investierte, verausgabte, in den Produktionsprozeß eingeführte (geleistete) Arbeitskraft; = die durch den vollzogenen Akt (vgl. zu i) verausgabte Arbeitskraft. Also nichts Wesensanderes als Arbeitskraft, sondern Arbeitskraft selbst, nur im Stadium des Entäußertseins, im entäußerten Stadium, vom menschlichen Träger der Arbeitskraft losgelöst, entäußert, objektiviert. „Geleistete Arbeit“ also ein wenig präziser Ausdruck für verausgabte Arbeitskraft.

B. Formel des Gegensatzes zur Marxschen Werttheorie

I. Marx bemißt den Wert der Arbeitskraft nach deren klassenmäßig, sozial-bedingten, in praxi aufgewandten Durchschnitt­produktions­kosten, nach den klassenmäßigen Durchschnittsproduktionsbedingungen — ein klassenmäßig, nicht allgemein-gesellschaftlich bestimmter Wert.

Richtig dagegen ist: Die gesamtgesellschaftlichen Durchschnittsproduk­tionsbedingungen bestimmen wie den Wert aller andren Güter, so auch den Wert der Arbeitskraft; auch der Wert der Arbeitskraft ist kein klassenmäßig-, sondern ein allgemein-gesellschaftlich bestimmter Wert. Der gesamtgesellschaftlich bemessene Durchschnittswert der Arbeits­kraft gilt im Produktions- und Zirkulationsprozeß, geht in das Produkt ein usw. Das kapitalistische Tauschobjekt aber (Lohn) wird nicht nach diesem gesamt-gesellschaftlichen Durchschnittswert bemessen, sondern nach dem klassenmäßigen „Wert“, nach den klassenmäßig empirischen Produktionsbedingungen, nach den in praxi konkret klassenmäßig (sozial) durchschnittlich aufgewendeten Produktionskosten; ist also kein Wertäquivalent, sondern ein Minderwert.

II. Marx behandelt die Arbeit als den wertschöpfenden Faktor — als einen besonderen Faktor außer (neben) der Arbeitskraft —; während sie richtig gar kein Faktor ist — nur die Form, der Vorgang der Verausgabung der Arbeitskraft, die den alleinigen menschlichen wertschöpferischen Faktor darstellt.

III. Marx zerreißt den Kreislauf des Werts, der richtig in endloser Kette — Spirale! — zu erkennen und in theoretischer Formulierung zu fassen ist.

IV. Marx macht die „Arbeit“ zu einem ur schöpferischen Faktor; der aus dem Nichts oder einer phantastischen transzendentalen Wunderquelle Wert schafft; Wert über den Wert der Arbeitskraft, deren Verausgabung doch die Arbeit darstellt; den sog. Mehrwert, der aber richtig nur ist der Teil des Werts der verausgabten Arbeitskraft, der über den Wert des kapitalistischen „Äquivalents“, des Lohns hinausgeht, der kein Äquivalent ist.

C. Die inneren Widersprüche der Marxschen Werttheorie

I. a) Marx zerstört den Kreislauf des Werts, indem er ganz willkürlich und rein dialektisch-grammatikalisch Arbeitskraft und Arbeit auseinanderreißt, das Verhältnis zwischen unverausgabter und verausgabter Kraft wegdisputiert, um ihre daraus folgende Wertidentität zu verdecken und der Arbeitskraft so die Fähigkeit zur Erzeugung von mehr Wert, als sie selbst besitzt (Neu-Mehr-Wert, Schöpfungskraft oder -Fähigkeit) zuzusprechen.

b) Unklar, jedenfalls unausgeführt bleibt bei Marx das historischmoralische Moment der wechselnden Lebenshaltung der Arbeiter, des wechselnden tatsächlichen Aufwands für die Erzeugung der Arbeitskraft, dieser tatsächlichen Produktionskosten der Arbeitskraft, die darum doch nicht notwendig ihren Wert bestimmen: es sei denn, daß man die allzu bequeme Tarnkappe der vieldeutigen Definitionsworte „gesellschaftlich-notwendig“ (was hier hieße: „klassenmäßig - notwendig“) auch zur Verdeckung dieser Schwierigkeit benutzen will.

c) In der Stellung zum Problem der Durchschnittsprofitrate knickt die Marxsche Theorie ein zweites Mal (wie zu a) und zerbricht ihren eignen Zusammenhang, ihre eigne logische Konsequenz, ihre Geschlossenheit; sie muß eine rein praktisch-empirische Deutung ergreifen.

II. Zu a ist das wesentlichste in meinen „Bemerkungen zur polit. Ökonomie“ (aus Moabiter Arrest) gesagt — im Anschluß an Ausführungen aus 1891 und aus Glatz — desgleichen ist dort meine Auffassung, wenn auch nur flüchtig und andeutungsweise, skizziert.[3]

III. a) Die Produktivität der Arbeit ist der Ausdruck (das Ergebnis, Produkt) der gesellschaftlichen Kräfte, der Kräfte (Leistungsfähigkeit) der Gesellschaft als Ganzes; nicht des Arbeiters, auch nicht der Arbeiterklasse.

b) Vom Wert der Arbeitskraft, der Arbeit (Arbeitsleistung), des Arbeits produkts gilt das gleiche.

IV. Aus der Sphäre und dem Aspekt der Gesellschaft als Ganzes, der Gesamtgesellschaft muß in die Sphäre der einzelnen Klassen gestiegen werden, der einzelnen Klassen und ihres Verhältnisses (speziell: Machtverhältnisses) zueinander, wenn man zur Betrachtung des Verteilungsproblems schreitet, und zwar des Produkts- und Wert­verteilungs­problems.

Die „Lohnfrage“, die Frage, was jeweils zur Erhaltung des Arbeiters und der Arbeiterklasse als Ganzes und zur Reproduktion der Arbeitskraft tatsächlich von der Gesellschaft aufgewendet wird, ist durchaus eine Machtfrage; liegt im Gebiete der sozialen Machtverteilung (freilich im Sinne früherer Kapitel u. U. — in gewissen Perioden — als gesamtgesellschaftliches Bedürfnis!).

V. Nach diesen jeweils tatsächlichen Produktionskosten den Wert der Arbeitskraft bemessen zu wollen, bleibt eine um so wunderlichere Antinomie und Inkonsequenz der Marxschen Lehre, je mehr diese Lehre in der Konstruktion von Mehrwert und Profit ganz rücksichtslos von der empirischen Erscheinung der Durchschnittsprofitrate abstrahiert hat. Die Abstraktion von der ungleichen Verteilung des Arbeitsprodukts an die verschiedenen Klassen wäre für die Werttheorie nicht auffälliger, noch radikaler gewesen.

Aber je mehr Marx in der Profitratenfrage zunächst radikal abstrahiert von den empirischen Erscheinungen, während er in der Lohnfrage die Empirie in die Konstruktion hineinzugeheimnissen versucht hat, um so schwerer konnte man sich in die Vorstellung bequemen, daß das Problem der Durchschnittsprofitrate von Marx durch diese einfache praktisch-empirische Lösung erledigt werden würde, die in der Tat ein Wiederumbiegen, Wiederzurückbiegen der zunächst so abstrakten Konstruktion bedeutet.[4]

Auch in der Frage der Profitrate ist die Marxsche Theorie gebrochen — nur gerade umgekehrt, als zu a (in Frage des Verhältnisses von Wert der Arbeitskraft und Neuwert-Schöpfungsfähigkeit der Arbeit): während hier die Erscheinung der Empirie einfach in das Konstruktionsschema der Theorie eingefügt und durch Zuhilfenahme eines irrationalen (meta­physischen, transzendentalen) Moments (der Urwert-Schöpfungskraft der Arbeit) unschädlich gemacht, neutralisiert wird, ist in der Durch­schnittsprofitfrage die Empirie zunächst völlig — bis zur Irrealität der Lösung — ausgeschaltet, um dann am Schluß in fast gewaltsamer Weise und vom Standpunkt des Marxschen Wesens sehr äußerlich zur Geltung gebracht zu werden.

VI. In beiden Fragen liegt „Tycho de Brahismus“ vor — ein Bemühen einer Wiederausschaltung (Eliminierung) eines erst durch eine falsche Theorie in das Schema hineinkonstruierten Fehlers.

VII. Die Marxsche Theorie hat zwar nicht ihre Dreispältigkeit (denn die Profitratenfrage liegt anders), wohl aber — in der Mehrwertsfrage — ihre Zweispältigkeit von der klassischen bürgerlichen Theorie empfangen — eine echte Erbsünde, wenn auch keine untilgbar-ewige Todsünde.

Smith und Ricardo hatten die Vorstellung und den Begriff von „Ausbeutung“ nicht. Nach ihnen entstand der Profit als Handelsprofit durch einen Zuschlag, den der Kapitalist als Verkäufer seines Produkts auf den Kostpreis der Ware (Unkosten an Roh- und Hilfsstoffen und Verschleiß des konstanten Kapitals plus Arbeitslohn) nahm.[1]

VIII. In einem anderen Punkt, und zwar einem Angel punkt der Marxschen Konstruktion wird die Gesamt gesellschaft als entscheidender Faktor verwendet: das Wertmaß ist das Quantum an gesellschaftlich -notwendiger Arbeit, d. h. das nach dem kulturellen und besonders wirtschaftlichen Gesamthabitus der Gesamtgesellschaft einmal bei der Produktion (entsprechend dem Stand der Technik usw.), sodann für den Bedarf (die Konsumtion) notwendige Quantum an Arbeit.

Also sowohl für die Produktion wie für die Konsumtion ist hier die Gesamtgesellschaft das Dauernde, Allgemeine, die kulturelle Totalität als geschlossene Einheit in die Wertkonstruktion eingeführt.

Warum bei Bemessung des Werts der Arbeitskraft den Maßstab der Klasse, nicht der Gesellschaft, den Maßstab der jeweiligen sozialen Einzel- und Teilerscheinung, nicht der Gesamtheit (Totalität), der Vielheit, nicht der Einheit, des Wechselnden, empirisch-historisch Vorübergehenden, nicht des Dauernden zugrunde legen? Wo doch der Wert der Leistung dieser selben Arbeitskraft, nämlich die Arbeit, nach gesamtgesellschaftlichem Maß gemessen wird? Erfordert nicht die Konsequenz, die Gesamtgesellschaft auch in die Konstruktion des Werts der Arbeitskraft einzuführen, statt der Zufälligkeit (des Details) des sozialen Klassenniveaus in der Lebenshaltung?

IX. Weitere innere Anomalie und Inkohärenz (Inhomogenität) der Marxschen Werttheorie:

Auch nach Marx ist der Wert eine gesamtgesellschaftliche, keine Klassentatsache, eine Tatsache, die von der gesamten Gesellschaft in allen ihren Klassen anerkannt und verwirklicht, von der gesamten Gesellschaft, in allen ihren Klassen, zur Grundlage ihres wirtschaftlichen Verhaltens genommen wird und werden muß, eine Tatsache, die die Ökonomie der gesamten Gesellschaft, in allen ihren Klassen, beherrscht. Als eine solche Tatsache muß der Wert folgerichtig auch aus den Bedingungen der Gesamtgesellschaft erklärt, konstruiert werden; seine Bestimmungsgründe müssen in dem Gesamtzustand der Gesamt­gesellschaft als einer Totalität (einem Fazit, einer Summe) gefunden werden.

Sie — wie Marx tut — wenn auch in doppelter Inkonsequenz (vgl. oben) — in den sozialen Bedingungen nur eines Teils der Gesellschaft, nur einer Klasse, der Arbeiterklasse (nämlich ihrer jeweils historisch gegebenen Lebenslage, Lebenshaltung) suchen, ist, so scheint mir, ein arger Widerspruch.

X. Trügerisch ist der scheinbare Vorteil der Marxschen Lehre, als ermögliche sie — im Gegensatz zu meiner Konstruktion — eine arithmetisch bestimmte Bemessung des Werts aus dem Wert der für die Erzeugung der Arbeitskraft aufgewandten Waren: denn

a) in diesem letzteren Wert steckt nach Marx das arithmetisch nicht faßbare Moment des „gesellschaftlich notwendig“ (in bezug auf die zur Produktion dieser Ware nötige Arbeit);
b) auch das Moment des „gesellschaftlich notwendig“ in bezug auf die bei der jeweils betrachteten Produktion selbst aufgewandte Arbeit ist arithmetisch nicht faßbar;
c) das historisch-moralische Moment, das in der jeweiligen historisch gegebenen Lebenshaltung steckt, der Wechsel und Wandel der Lebenshaltung ist arithmetisch nicht faßbar; indem Marx hier dies historisch-moralische Moment ausdrücklich in seine Theorie aufnimmt, nimmt er ein soziales Moment aus dem Bereich der Verteilung des gesellschaftlichen Gesamtprodukts, ein Moment aus dem Bereich des Machtkampfes der Klassen auf, das seiner sonstigen Theorie ein fremdartiger Bestandteil ist.

XI. Die Aufnahme dieses fremdartigen Bestandteils (des historisch-moralischen Elements) bildet eine weitere Inkonsequenz der Marxschen Lehre. Dieser Bestandteil ist denn auch stets bei den Untersuchungen Marx' und seiner Anhänger am Katzentisch der Theorie gesessen; er enthält in Wahrheit das Sprengpulver zur Zer-sprengung der Marxschen Wertkonstruktion.

XII. Nur trügerisch ist auch der angebliche Vorteil einer Konkretisierung der Marxschen Theorie auf die besonderen Bedingungen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung, der angebliche Vorzug einer bewußten Beschränkung, Spezialisierung auf die Untersuchung des kapitalistischen Tauschwerts. Ganz abgesehen von dem — über die kapitalistische Gesellschaftsordnung hinausreichenden oder doch hinausweisenden — historisch-moralischen Momente (vgl. zu XI): aller Vorteil, der aus dieser historischen Spezialisierung bei der Wert­konstruk­tion erwachsen kann, wird durch eine allgemeine, die verschiedenen Gesellschaftsordnungen insgesamt umfassende Wertkonstruktion keineswegs preisgegeben; nur findet diese Spezialisierung nicht in der Wertkonstruktion selbst statt, sie wird in das Bereich der Verteilung des gesellschaftlichen Gesamtprodukts verlegt. Hier kann dieser Vorteil sogar in weit gründlicherer Weise und viel reichlicher gewonnen werden (durch Konkretisierung der sozialen Vorgänge, Prozesse, Kämpfe, Machtverhältnisse, Machtverschiebungen und ihrer Wirkungen), als bei der gewaltsamen und künstlichen Erpressung des Verteilungsproblems in das Wertproblem.

XIII. Während meine Konstruktion keinen Vorteil der Marxschen preisgibt, sie vielmehr durchweg und wohl gar verstärkt festhält, weist sie gerade in der die verschiedenen Gesellschaftsordnungen, die Gesamt­entwicklung der menschlichen Kultur über(um-)span-nenden Allgemeingültigkeit einen, wie mich dünkt, beträchtlichen Vorzug auf.

Die Trennung der Wertkonstruktion für die verschiedenen Gesellschafts­ordnungen ist gewaltsam, ja unmöglich. Sie bedeutet einen Versuch, die verschiedenen Formen der Gesellschaft, die doch nur verschiedene Stadien ihrer Entwicklung sind, radikal und prinzipiell auseinanderzuschneiden. Der Wert ist nicht eine nur kapitalistisch-gesellschaftliche Tatsache; er existiert vor und nach der kapitalistischen Gesellschaft; nur in verschiedener Form, in verschiedenen Händen. Wie soll beim Übergang zu einer andren Gesellschaftsform die Übernahme des (akkumulierten) gesellschaftlichen Reichtums (des materiellen, stofflichen Feudums) konstruiert werden, wie speziell ein Wertmaß für diesen Reichtum im ganzen und im einzelnen gewonnen werden, wenn der Wert nicht „über-einzelgesellschaftliche“ (d. h. über eine besondere Gesellschaftsordnung hinausgehende) Realität und Konstitution besitzt?

So wahr das Feudum, der gesellschaftliche Reichtum, als konkreter Wertträger, über-einzelgesellschaftliche Realität und Konstitution besitzt, von einer Form der Gesellschaft in die andre übernommen wird, so wahr muß der Wert über-einzelgesellschaftlich erfaßt, konstruiert werden, nämlich als eine allgemein kulturelle, allgemein sozial-entwicklungs­geschichtliche Tatsache.

XIV. Auch das propagandistische Erfordernis der einleuchtenden Deutlichkeit und der Handgreiflichkeit der sozialen Exploitation wird durch diese Konstruktion mindestens so befriedigt wie durch die Marxsche.

XV. Reinliche Scheidung von Wert- und Verteilungsproblem ist geboten; die Marxsche Einschachtelung, Einzwängung, Einpres-sung des Verteilungsproblems in die Wertkonstruktion schädigt beide Probleme.

Das Wertproblem liegt in der über – einzelgesellschaftlichen Sphäre; das Verteilungsproblem (und damit das Ausbeutungsproblem) in der einzelgesellschaftlichen Sphäre, in der Sphäre des Verhältnisses zwischen den einzelnen Schichten einer gegebenen Gesellschaftsform.

[...]


[1] (Vgl. Smith, Wealth of Nations, I, c VI am Anfang.) Die Arbeit des Arbeiters wird demnach in ihrem vollen Wert bezahlt. Der Profit wird also von einem anderen Punkte her abgeleitet. Das entlarvende Verteilungsproblem in seiner wichtigsten Rolle, beruhend auf der sozialen Lage, wird also von ihnen nicht betrachtet. Auf dieser falschen Fährte folgt ihnen Marx, bei dem die Arbeitskraft des Arbeiters voll entlohnt wird und die Entstehung des Profits, des Mehrwerts auch an einen anderen Ort verlegt wird, nämlich in das rätselvolle Vermögen der Arbeitskraft, mehr Wert zu produzieren, als sie selbst hat. Jedenfalls ist Marx in diesen Punkten insofern nur ein Tycho de Brahe der Nationalökonomie.

44 von 45 Seiten

Details

Titel
Grundzüge einer Marxkritik
Autor
Jahr
2009
Seiten
45
Katalognummer
V121403
ISBN (Buch)
9783640253432
Dateigröße
614 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundzüge, Marxkritik
Arbeit zitieren
Karl Liebknecht (Autor), 2009, Grundzüge einer Marxkritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121403

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