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Wie können Schüler mit ADHS in den Biologieunterricht der Sekundarstufe I inkludiert werden?

Title: Wie können Schüler mit ADHS in den Biologieunterricht der Sekundarstufe I inkludiert werden?

Bachelor Thesis , 2021 , 55 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lisann Schwartz (Author)

Didactics - Biolology
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Summary Excerpt Details

Diese Bachelorarbeit beschreibt Möglichkeiten, Methoden und Maßnahmen zur Inklusion von Schüler:innen mit ADHS in den Biologieunterricht der Sekundarstufe I.

Für die Inklusion von Schüler:innen mit der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (kurz ADHS) mangelt es in der Fachliteratur an konkreten, fachspezifischen Möglichkeiten, Methoden und Maßnahmen. Diese sind jedoch essenziell, um einen inklusiven Unterricht zu ermöglichen, an dem Schüler*innen mit ADHS gleichberechtigt teilhaben können. Dies gilt insbesondere für den Biologieunterricht, welcher durch fachspezifische Methoden und Themenbereiche besondere Schwierigkeiten und Herausforderungen für Schüler:innen mit ADHS darstellt.

Diese Arbeit strebt demnach nach der Beantwortung der Frage: „Wie können Schüler:innen mit ADHS in den Biologieunterricht der Sekundarstufe I inkludiert werden?“ Weiterhin verfolgt diese das Ziel, eine theoretische Grundlage sowie praktische Informationsquelle für Biologielehrkräfte zu schaffen, um Schüler:innen mit ADHS in den Biologieunterricht zu inkludieren.

Hierzu wurde eine umfassende Literaturrecherche getätigt, aus welcher primäre Schwierigkeiten für Schüler:innen mit ADHS im Unterricht allgemein sowie im Biologieunterricht im Besonderen resultieren. Anhand dieser wurden Möglichkeiten, Methoden und Maßnahmen entwickelt und ausgearbeitet, um betroffene Schüler:innen in den Biologieunterricht zu inkludieren. Die wichtigsten Erkenntnisse dieser waren, dass Schüler:innen mit ADHS bei keiner fachwissenschaftlichen Methode des Biologieunterrichts exkludiert, sondern die Methoden abgeändert werden sollten, sodass Schüler:innen mit ADHS an dem Unterricht gleichberechtigt teilhaben können.

Die Kenntnisse der Lehrkraft haben hierbei eine entscheidende Rolle. Ebenfalls sollte bei der Implementierung der Möglichkeiten, Methoden und Maßnahmen auf deren Passung mit dem von ADHS betroffene Individuum geachtet werden, da jede ADHS einzigartig ist. Kritisch ist jedoch anzumerken, dass die Möglichkeiten, Methoden und Maßnahmen nicht empirisch überprüft worden sind. Dennoch sollten Biologielehrkräfte diese vorbehaltlich umsetzen, um Schüler:innen mit ADHS in den Biologieunterricht teilhaben zu lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

2.1 Definition

2.2 Klassifikation und Symptomatik

2.2.1 Klassifikationssysteme

2.2.1.1 ICD-10

2.2.1.2 DSM-5

2.2.2 Symptomatik

2.2.2.1 Unaufmerksamkeit

2.2.2.2 Hyperaktivität

2.2.2.3 Impulsivität

2.3 Prävalenz

2.4 Ätiologie

2.4.1 Neurobiologie

2.4.2 Genetik

2.4.3 Psychosoziale Bedingungen

2.5 Diagnostizierung

2.5.1 Multidimensionale Diagnostik

2.5.2 Differenzialdiagnostik

2.6 Komorbiditäten

2.7 Behandlungsmöglichkeiten

2.7.1 Multimodale Behandlung

2.8 Verlauf

3. ADHS und Schule

3.1 Schule (Sekundarstufe I) generell

3.1.1 Schwierigkeiten für Schüler*innen mit ADHS

3.1.2 Stärken von Schüler*innen mit ADHS

3.1.3 Bedeutung der Lehrkraft

3.2 Inklusion von Schüler*innen mit ADHS

3.2.1 Definition

3.2.2 Inklusiver Unterricht

3.3 Biologieunterricht der Sekundarstufe I

3.3.1 Methodische und didaktische Charakteristiken

3.3.2 Fachspezifische Schwierigkeiten für Schüler*innen mit ADHS

4. Möglichkeiten, Methoden und Maßnahmen für die Inklusion von Schüler*innen mit ADHS in den Biologieunterricht der Sekundarstufe I

4.1 Möglichkeiten

4.1.1 Individualisierung und Differenzierung

4.1.2 Kognitive Anregungen

4.1.3 Struktur, Transparenz und Klarheit

4.1.4 Didaktische Reduktion

4.2 Inklusive Unterrichtsmethoden

4.2.1 Förderung der Motivation und des Lernens

4.2.2 Erkenntnisgewinnung

4.2.3 Dokumentieren und Strukturieren

4.2.4 Offener Unterricht

4.3 Weitere ADHS-spezifische Maßnahmen

4.3.1 Präventionen

4.3.2 Interventionen

4.3.3 Klassen-/ Fachraumgestaltung und Sitzplatz

4.3.4 Verhalten und Rolle der Fachlehrkraft

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die Forschungsfrage „Wie können Schüler*innen mit ADHS in den Biologieunterricht der Sekundarstufe I inkludiert werden?“ zu beantworten. Dabei soll eine theoretische Grundlage geschaffen und als praktische Informationsquelle für Biologielehrkräfte dienen, um betroffene Lernende erfolgreich in den Unterricht einzubeziehen, ohne diese aufgrund ihrer spezifischen Herausforderungen zu exkludieren.

  • Grundlagen des Störungsbildes ADHS und deren Relevanz für den Schulkontext.
  • Analyse der fachspezifischen Herausforderungen für Schüler*innen mit ADHS im Biologieunterricht der Sekundarstufe I.
  • Entwicklung und Darlegung von Möglichkeiten, Methoden und Maßnahmen zur Differenzierung und Inklusion.
  • Bedeutung der Lehrkraft, der Klassenraumgestaltung und einer positiven Beziehung für den inklusiven Erfolg.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Stärken von Schüler*innen mit ADHS

Ein Großteil der Fachliteratur konzentriert sich ausschließlich auf die Schwierigkeiten und Probleme von Schüler*innen mit ADHS. Doch die betroffenen Schüler*innen können ebenfalls eine große Bereicherung für den Unterricht darstellen. Sie sind offen für Neues und haben förmlich ein Bedürfnis, Dinge und Sachverhalte zu erforschen bzw. ein „Erlebnishunger“ (Neuhaus, 2020, S. 62). Dies trifft insbesondere auf subjektive Interessen der Betroffenen zu, wodurch sie über diese Themen umfangreiche Kenntnisse haben. Hierbei ist ihre Aufmerksamkeitsspanne ebenfalls deutlich erhöht (Born & Oehler, 2011; Neuhaus, 2020). Dies ist bspw. bei Themen der Flora und Fauna der Fall, da viele Schüler*innen mit ADHS eine große Verbundenheit zur Natur und zu Tieren zeigen (Eitle, 2006; Silz, 2009).

Auch wenn betroffene Kinder und Jugendliche teilweise dissozial sind und Schwierigkeiten haben, zu kollaborieren, haben sie ein hohes Feingefühl im Kontakt mit Anderen. Bereits bei dem ersten Kennenlernen nehmen sie wahr, ob ihnen ihr Gegenüber sympathisch ist (Neuhaus, 2020). Gleichfalls haben sie einen markanten Sinn für Gerechtigkeit, sind harmoniebedürftig, verständnisvoll und hilfsbereit (Gawrilow, 2016; Silz, 2009). Ein weiterer positiver Aspekt von Schüler*innen mit ADHS ist, dass sie die pädagogischen Kompetenzen der Lehrkräfte fördern, die eine gewichtige Rolle für betroffene Kinder und Jugendliche darstellen. Allerdings kann das Unterrichten auch eine immense Schwierigkeit darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der ADHS-Inklusion ein, verdeutlicht die Relevanz für den schulischen Kontext sowie das Unterrichtsfach Biologie und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.

2. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS): Das Kapitel liefert den theoretischen Hintergrund zu ADHS, inklusive Definition, Klassifikationssystemen, Symptomatik, Ätiologie, Diagnostik, Komorbiditäten und den multimodalen Behandlungsmöglichkeiten.

3. ADHS und Schule: Hier wird der Zusammenhang zwischen ADHS und dem Schulalltag betrachtet, wobei Schwierigkeiten, Stärken sowie die Rolle der Lehrkraft und der Begriff der Inklusion im Kontext des Biologieunterrichts erörtert werden.

4. Möglichkeiten, Methoden und Maßnahmen für die Inklusion von Schüler*innen mit ADHS in den Biologieunterricht der Sekundarstufe I: Dieser Hauptteil präsentiert konkrete didaktische Strategien, Differenzierungsmaßnahmen, inklusive Lehrmethoden und präventiv-interventive Maßnahmen, um eine Teilhabe im Fach Biologie zu gewährleisten.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenführung der Ergebnisse und betont, dass die Inklusion von Schüler*innen mit ADHS durch gezielte methodische Anpassungen und eine kompetente, zugewandte Lehrkraft möglich ist.

Schlüsselwörter

ADHS, Inklusion, Biologieunterricht, Sekundarstufe I, Differenzierung, Individualisierung, Lehrkraft, Unterrichtsmethoden, Symptomatik, Diagnostik, Lernförderung, Verhaltensprävention, Schüler*innen mit ADHS, Naturwissenschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Schülerinnen und Schüler mit der Diagnose ADHS erfolgreich und gleichberechtigt in den Biologieunterricht der Sekundarstufe I integriert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen von ADHS, die schulischen Herausforderungen für betroffene Kinder, das inklusive Konzept und die Anwendung spezifischer didaktischer Maßnahmen im Biologieunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung einer theoretischen Grundlage und einer praktischen Informationsquelle für Lehrkräfte, um den Unterricht so zu gestalten, dass Inklusion trotz der spezifischen ADHS-Symptomatik gelingt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit gewählt?

Es wurde eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt, auf deren Basis Möglichkeiten, Methoden und Maßnahmen zur Inklusion abgeleitet und fachspezifisch auf den Biologieunterricht angepasst wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die praktische Umsetzung: Hier werden Binnendifferenzierung, kognitive Anregungen, Strukturierungsmethoden sowie klassenspezifische Interventionen und die Raumgestaltung erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind ADHS, Inklusion, Biologieunterricht, Differenzierung, Individualisierung, fachspezifische Methoden und die Rolle der Lehrkraft.

Warum ist das Fach Biologie für Schüler mit ADHS besonders anspruchsvoll?

Das Fach beinhaltet oft praktische, feinmotorische Tätigkeiten wie das Sezieren oder Mikroskopieren sowie Exkursionen, bei denen impulsives Verhalten oder Konzentrationsschwächen zu sozialen Konflikten oder Sicherheitsrisiken führen können.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei der Inklusion laut dieser Untersuchung?

Die Lehrkraft ist der entscheidende Faktor. Neben fachlicher Kompetenz muss sie Ruhe ausstrahlen, eine positive Beziehung zum Kind aufbauen, für klare Strukturen sorgen und individuelle Förderung durch Lob und transparente Regeln sicherstellen.

Warum wird im Text ein „Farbsystem“ für Arbeitsmaterialien empfohlen?

Ein Farbsystem hilft Schülern mit ADHS dabei, eine bessere Übersicht und Struktur in ihren Unterlagen zu behalten, was die kognitive Belastung reduziert und die Orientierung zwischen verschiedenen Basiskonzepten erleichtert.

Ist der offene Unterricht als Lehrmethode für Schüler mit ADHS empfehlenswert?

Der Text empfiehlt den offenen Unterricht nur selten, da Schülern mit ADHS die notwendige externe Struktur fehlt. Er erfordert einen hohen Vorbereitungsaufwand durch die Lehrkraft, um die nötige Detailsteuerung zu gewährleisten.

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Details

Title
Wie können Schüler mit ADHS in den Biologieunterricht der Sekundarstufe I inkludiert werden?
College
Leuphana Universität Lüneburg
Grade
1,3
Author
Lisann Schwartz (Author)
Publication Year
2021
Pages
55
Catalog Number
V1214506
ISBN (eBook)
9783346679734
ISBN (Book)
9783346679741
Language
German
Tags
schüler adhs biologieunterricht sekundarstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisann Schwartz (Author), 2021, Wie können Schüler mit ADHS in den Biologieunterricht der Sekundarstufe I inkludiert werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1214506
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